Artikel zum Schlagwort * Kommentar *

Kommentar

Zahlemann und Bürger (2): Gebt uns einfach mehr Geld für die ÖPNV-Finanzierung?

Foto: L-IZ.de

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 38Für alle LeserWer sich die sechs Vorschläge des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV) in Ruhe anschaut, wird schnell feststellen: Eine tiefgehende strukturelle Veränderung des Angebotes an die Fahrgäste ist nicht darunter, Preissenkungen auch nicht und eine massive Angebotsverbesserung wird eher angedeutet, als ehrlich durchgerechnet. Die meisten der immerhin 200.000 Euro teuren Ideen zielen nach zwei Jahren grübeln, studieren und forschen darauf ab, einen neuen Topf zu finden, der die Löcher stopfen soll, die die fehlenden Steuergelder im ÖPNV gerissen haben und weiter reißen werden. Weiterlesen.

Gastkommentar von Christian Wolff: Legida gibt auf – wir bleiben wachsam

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserNach zwei Jahren eine gute Nachricht: Der Pegida-Ableger „Legida“ wird vorerst montags nicht mehr aufmarschieren. Damit können die Demonstrationen und Kundgebungen des Bündnisses „Willkommen in Leipzig – eine weltoffene Stadt der Vielfalt“, von „Leipzig nimmt Platz“, von „NoLegida“ und anderen Gruppen in den vergangenen zwei Jahren einen hoffentlich nachhaltigen Erfolg vorweisen. Denn unser Ziel war nicht nur, der unerträglichen Hetze und dem widerlichen Hass, dem offen propagierten Rassismus und der Demokratiefeindlichkeit direkt entgegenzutreten. Weiterlesen.

Kommentar: Nachdenken über ... Medien

Die Sache mit dem Gemeinmachen und der emotionalen Distanz

Foto. L-IZ

Für alle LeserOh ja, über Medien haben wir auch ein bisschen nachgedacht in diesem Jahr. Wir bekommen ja immer wieder solche seltsame Rückmeldungen wie: Warum seid ihr so kritisch? Oder gleich einen abgewandelten Spruch um die Ohren gehauen, der gern Hajo Friedrichs zugeschrieben wird: „Journalismus darf sich mit keiner Sache gemein machen, auch nicht mit einer guten.“ Das ist dann schon keine Nachtigall, die man trampeln hört. Eher ein großer grauer Dinosaurier. Weiterlesen.

Kommentar: Nachdenken über ... Trolle

Das Trollen in der politischen und medialen Realität

Foto: Ralf Julke

Natürlich haben wir auch über Trolle nachgedacht. Eine Menge Leute hat ja in diesem Jahr so getan, als seien Trolle eine neuzeitliche Erfindung. Und keiner hätte damit rechnen können, dass sie im Internet auftauchen, diesem komischen „Neuland“, wie unsere Bundeskanzlerin einmal sagte. Aber je länger man sich die Biester anschaut, umso vertrauter kommen sie einem vor. Anmelden und weiterlesen.

Kommentar: Nachdenken über ... Quote

Wie die Jagd nach Mittelmaß die Gesprächsbasis unserer Gesellschaft zerstört

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWorüber haben wir in diesem Jahr nachgedacht? Über Quote natürlich. Und was Quote mit der Gesellschaft anstellt. Und mit den Apparaten, die sich um Quote balgen. Um möglichst hohe Einschaltquote, möglichst viele Leute, die sich gemeint fühlten – Menge, Masse. Volksfernsehen. Da verblüfft schon, dass das „Volk“ ausgerechnet fürs Volksfernsehen nichts mehr bezahlen und die „GEZ“ abschaffen will. Weiterlesen.

Gastkommentar von Christian Wolff

Danach: Nichts darf aufgegeben werden

Foto: Alexander Böhm

Für alle LeserMontagabend, 19. Dezember: knapp 200 Menschen, darunter sehr viele Syrer/innen, versammeln sich auf dem Thomaskirchhof zur Kundgebung „Die Lähmung überwinden. Stoppt den Krieg in Syrien. Für Frieden im Nahen Osten“. Die Polizei kommt vorbei, fragt, ob es irgendwelche Probleme gibt, schätzt die Lage absolut friedlich ein und zieht weiter. Die Kundgebung verläuft ruhig und emotional. Vor allem die Rede einer jungen Syrerin, die als Geflüchtete derzeit ihr Abitur in Leipzig ablegt, bewegt die Menschen. Sie schildert dramatisch die verzweifelte Situation in Aleppo und den Terror, dem die Menschen ausgesetzt sind. Doch nicht nur das kommt zur Weiterlesen.

Gastkommentar von Christian Wolff

Davor: Die Wirklichkeit von Weihnachten und das Reformationsjubiläum

Foto: EKD

Für alle LeserWer in der Adventszeit durch die Leipziger Innenstadt geht und dann zu Hause die Nachrichten hört oder sieht, der kommt sich vor wie in einem falschen Film: Dort ein unbeschwertes vorweihnachtliches Treiben. Tausende Menschen vergnügen sich bei Glühwein oder einem Punsch, kaufen ein und eilen vollgepackt mit Geschenken nach Hause. Scheinbar alles unbeschwert. Am Fernseher aber Bilder unvorstellbarer Grausamkeiten, Szenen eines brutalen Krieges, des tödlichen Verbrechens an Tausenden von Menschen nicht nur im syrischen Aleppo. Weiterlesen.

Alarmierende Beschäftigtenzahlen in Leipzig?

In Leipzig arbeiten viel mehr Menschen, als die FDP vermutet

Grafik: Stadt Leipzig, Quartalsbericht III / 2016

KommentarDie FDP ist ja so eine Art Spaßpartei. Früher wollte sie mal mit 18 Prozent in den Bundestag. Heute gibt es manchmal so burschikose Meldungen wie die am Montag, 12. Dezember, von Marcus Viefeld, aktuell Vorsitzender der Leipziger FDP. „Leipzig hat per September knapp 580.000 Einwohner, gleichzeitig leben nur knapp 250.000 Sozialversicherungspflichtige in der Stadt. Diese Zahlen sind alarmierend“, meint er. Anmelden und weiterlesen.

Kommentar

Big Data: Abwiegeln, wegreden und negieren

Foto: L-IZ.de

KommentarFür alle LeserIch habe den derzeit heiß debattierten Artikel des Schweizer Magazins „Das Magazin“ nun drei bis viermal gelesen, mir das empfohlene Verkaufs-Video von „Cambridge Analytica“-Chef Alexander Nix angesehen. Und finde die sofort einsetzende Entwarnung durch Parteien und Medien ungerechtfertigt. Es geht bei den im Artikel dargestellten Manipulationsversuchen vor allem darum, unglaubliche Datenmengen verschiedenster Herkunft zu analysieren und einzusetzen. Und nicht darum, ob der Vorgang nachweislich ausschlaggebend für eine Wahl ist oder war. Weiterlesen.

Wenn Big Data Wahlen manipuliert

Der auslesbare Wähler und die fehlende Power des Journalismus im neuen Traumreich der Manipulateure

Foto: Ralf Julke

KommentarFür alle LeserWas heißt das eigentlich, was das in der Schweiz produzierte „Das Magazin“ am 3. Dezember aufgedeckt hat für den Journalismus von heute? Welche Rolle kann Journalismus noch spielen, wenn Politiker und Wahl-Optimierer ganze Wahlen manipulieren können, weil sie die riesigen Datenmengen aus Big Data filtern und für ihre Wahlstrategien nutzen können? Eins ist sicher: Ohne echte Unterstützung werden Journalisten nicht gegenhalten können. Weiterlesen.

Eine völlig missglückte Maischberger-Show und eine Studie, die es noch gar nicht gibt (2)

Wie deutsche Talkshows zur Frame-Schleuder werden und selbst die Stimmungsumschwünge herbeisenden

Screenshot: L-IZ

KommentarWas ist da aber im Spätsommer 2015 tatsächlich passiert? Geschah da ein ganz unabhängiger „Vertrauensverlust“ der Bürger in die Medien? Oder waren es „die Medien“ selbst, die für ein Kippen der Stimmung im Land sorgten, weil auf einmal auch Politiker meinten, jetzt wieder tüchtige Politik mit Worten machen zu müssen? Es deutet Vieles auf Letzteres hin. Anmelden und weiterlesen.

Eine völlig missglückte Maischberger-Show und eine Studie, die es noch gar nicht gibt (1)

Wie falsche Thesen zur Diskussionsgrundlage inhaltsloser Talkshows werden

Screenshot: L-IZ

KommentarAls die jüngste „Maischberger“-Talkshow am 30. November über die Bildschirme flimmerte, wurde auch wieder eine Studie zitiert, die noch gar nicht in der Welt ist: eine von der Hamburg Media School für die Otto-Brenner-Stiftung erstellte Studie zur Medienberichterstattung über die „Flüchtlingswelle im Sommer 2015“. Hoppla. Autsch. Ja, das war jetzt ein direktes Zitat vom NDR. Hoch lebe das deutsche Fernsehen. Anmelden und weiterlesen.

Warum spielen Menschen so leichtfertig mit dem Feuer?

Gastkommentar von Christian Wolff: Schleichende Anpassung – grotesk und gefährlich

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserJe mehr sich die Rechtspopulisten in Europa etablieren, desto größer die Bereitschaft, ihre Parolen als legitime und begründete Positionen im demokratischen Debattenspektrum anzusehen – unabhängig davon, ob diese überhaupt mit den Grundwerten unserer Verfassung vereinbar sind, oder ob mit diesen Demokratie unterhöhlt, ausgehebelt werden soll: man wird ja wohl noch sagen dürfen … In der Runde bei „Maischberger“ am vergangenen Mittwoch ging es um den Vorwurf der „Lügenpresse“ und ob die Medien ihrer Verantwortung gerecht werden. Was in der Diskussion sich schleichend abspielte, ist durchaus typisch für die derzeitige Debattenlage: Das aus der Nazizeit stammende Kampfwort Weiterlesen.

Gastkommentar von Christian Wolff: Aufruf an die SPD – Schluss mit dem peinlichen Hinhalten

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserLiebe Freundinnen und Freunde der SPD, liebe Bürgerinnen und Bürger, die sich von der SPD noch viel erhoffen, liebe Genossinnen und Genossen, seit Januar 1970 gehöre ich der SPD an. Aber noch nie habe ich mich so veräppelt gefühlt. Nicht, weil ich mich über eine politisch falsche Weichenstellung ärgere. Nein, weil ich mir hinters Licht geführt vorkomme. Offensichtlich sollen die Parteimitglieder wie dumme Jungen und Mädchen behandelt werden. Da erklärt gestern die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen und stellvertretende SPD-Vorsitzende Hannelore Kraft: „Ich weiß, wer es wird, aber ich sage es Ihnen nicht.“ Weiterlesen.

Wenn Nachrichten nur noch Junkfood sind

Warum Journalismus mit Reichweite und News nichts zu tun hat oder warum „Spiegel Online“ in der Klemme steckt

Foto: Ralf Julke

KommentarFür alle LeserEs geht nicht um Nachrichten, auch wenn das Jens Rehländer so glaubt, früher mal selbst als Journalist tätig, seit 2010 in der PR zugange. Auf seinem Blog ging er auf die Gerüchte ein, dass „Spiegel Online“ mit seinem seit kurzem getesteten Produkt „Spiegel Plus“ wohl auf die Nase fällt und damit nicht die erhofften Einnahmen erzielt. Nachrichten, so Rehländer, verkaufen sich nun mal nicht. Weiterlesen.

Leos Kaffeepause, Nr. 2

Nichts ist so kalt wie der Kaffee aus den Talkshows

Foto: L-IZ

Für alle LeserNa, mach du mal, Leo. Du hast hier noch am meisten Zeit von allen. Erklär’ mal den Leuten, warum wir an all diesen Fragebogenaktionen nicht teilnehmen. – Stimmt ja. Seit ein paar Monaten ist das Postfach verstopft. Alle möglichen Medienlehrstühle wollen auf einmal wissen, wie es uns geht. Uns als Journalisten in Zeiten, wo so ein selbsternanntes Volk da draußen „Lügenpresse“ skandiert. Ehrlich? Weiterlesen.

Firmenphilosophie Verantwortungslosigkeit

Mark Zuckerbergs lächerliche Reparaturliste für ein Medienunternehmen, das keins sein will

Grafik: L-IZ

KommentarFür alle LeserAch Gottchen, jetzt freuen sie sich wieder: „Facebook will gegen gefälschte Meldungen vorgehen“, titelt die FAZ. „Schluss mit Fakebook“, meint Zeit Online. Bei „Spiegel“ ist es Zuckerberg, der „gegen erfundene Nachrichten“ vorgehen will. Und man lobt den Knaben auch noch für seine lächerliche Liste der Ankündigungen. Die nichts, gar nichts bewirken wird. Weiterlesen.

Medienmachen in Zeiten der Gier und der Robots

Wer Journalisten durch Algorithmen ersetzt, zerstört die Gesprächsbasis der Demokratie

Grafik: L-IZ

Nein, auf die Nase gefallen ist Mark Zuckerberg noch nicht. Aber unangenehm aufgefallen. Sein Netzwerk war es, das zur großen Müll- und Lügenschleuder im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf geworden ist. Es wurde zur „Fake News“-Schleuder. Das als „Social Media“ verkaufte Privatnetzwerk entpuppt sich als riesige Nachrichtenplattform, deren Inhaber so tut, als sei er für die Inhalte gar nicht verantwortlich. Gier hat Verantwortung gefressen. Anmelden und weiterlesen.

Leos Kaffeepause, Nr. 1

Ein paar herzhafte Worte zur DIE-ANDEREN-SIND-ALLE-DOOF-Partei

Foto: L-IZ

KommentarWer so viel vorm Computer klönt wie ich, der hat diese seltenen Momente, da scheint es in der Luft zu klingeln, Sternenstaub rieselt herunter und aus dem Bildschirm rinnt so ein kleines Tröpflein Wirklichkeit. Da bin ich baff. Meistens verbrenne ich mir dann die Gusche, weil der Kaffee noch heiß ist. Gestern hatte ich wieder so einen Moment. Und ich dachte mir: Den erzählst du weiter. Geht ja um die CDU. Anmelden und weiterlesen.