Artikel zum Schlagwort Lesung

Sprachgewaltiges Antikriegspoem

„Septembren“ – Szenische Lesung nach Philippe Malone

Foto: Dirk Dunkelberg

„Septembren“ beschreibt – an einem namenlosen Ort – den Weg eines namenlosen Kindes, das aufwacht, über seine vermeintlich schlafenden Brüder hinwegsteigt, durch die kriegszerstörte Stadt auf einen Hügel. Erinnerung drängt es voran: Bomben, Zerstörung, Verwüstung, Tod – und auf den Rückweg begibt es sich als junger Mann – ins Zimmer seiner toten Schwester (dabei über seine toten Brüder hinwegsteigend), um sich den Sprengstoffgürtel anzulegen und erneut loszuziehen. Ein einziger Tag katapultiert es aus der Kindheit ins Erwachsenendasein: Der Weg führt zu den toten Brüdern und Schwestern. Weiterlesen.

„Stierblutjahre“: Autorenlesung mit Jutta Voigt am 9. Februar

Foto: Aufbau Verlag

Ein neues Meisterwerk der brillanten Feuilletonistin Jutta Voigt: Klug und unterhaltsam erzählt sie von der Sehnsucht nach einem anderen Leben in der DDR. Künstler, Bohemiens, am realexistierenden Sozialismus Gescheiterte – sie alle suchten das richtige Sein außerhalb der Kontrolle des falschen Systems. Im Mittelpunkt des neuen Buches von Jutta Voigt steht eine Boheme, die ein elementares Interesse verfolgte: das andere Leben. Weiterlesen.

Ein Termin für alle, die es wirklich wissen wollen

Matthias Weik und Marc Friedrich sind mit „Kapitalfehler“ bei Lehmanns zu Gast

Foto: Ralf Julke

Seit neun Jahren steckt Europa in der Krise. Man hat sich so daran gewöhnt, dass es kaum noch irgendwo thematisiert wird. Dabei hat es schon längst dramatische Folgen. Allerorten feiern Nationalisten Erfolge. Und zwei kritische Autoren schreiben Buch um Buch. Jedes wird zum Bestseller. Am 24. Januar sind Matthias Weik und Marc Friedrich in Leipzig zu Gast. Anmelden und weiterlesen.

Gerhard Pötzsch präsentiert seinen Leipzig-Roman „Taschentuchdiele“ im Seniorenbüro Alt-West

Foto: Mitteldeutscher Verlag

Der Leipziger Autor Gerhard Pötzsch hat in seinem Roman „Taschentuchdiele“ ein literarisch beeindruckendes und anspruchsvolles Porträt seiner Heimat verfasst, ja eigentlich mündlich erzählt. Es kreist um eine große Frage: Kann man sein Leben in der Erinnerung finden? Nun ist Pötzsch am Montag, dem 16. Januar zu Gast im Seniorenbüro Alt-West der Volkssolidarität, Saalfelder Straße 12, und stellt sein 2015 erschienenes Werk vor. Weiterlesen.

Am 18. Dezember: Frühschoppen-Lesung Vol. 14 mit Michael Schweßinger

Foto: Susanne Stoll

„Wir freuen uns sehr, dass wir Michael Schweßinger als Gast zu unserer adventlichen Frühschoppen-Lesung am Sonntag, 18. Dezember gewinnen konnten. Er wird aus seinem neuen Buch „Beim Esel links“ lesen und die Geschichten seiner monatelangen Ortswechsel, Begegnungen und Erlebnisse mit uns teilen“, vermeldet die Galerie ARTAe. Weiterlesen.

Am 22. November: Shumona Sinha liest aus „Kalkutta“

Foto: Patrice Normand

Shumona Sinha kommt nach Leipzig! Die französische Autorin indischer Herkunft, die im letzten Jahr einen Riesenerfolg mit „Erschlagt die Armen!“ hatte und in diesem Jahr mit dem Internationalen Literaturpreis ausgezeichnet wurde, liest am 22. November, 19:30 Uhr, im Literaturhaus aus ihrem neuen Roman „Kalkutta“. Anmelden und weiterlesen.

Buchpremiere am 3. November: Unzertrennlich trotz Mauer und Eisernem Vorhang von Hanno Speich

Foto: Ralf Julke

Zusammen in Leipzig aufgewachsen trennen sich 1948 die Wege von Hanno und Manfred, nachdem Hanno mit seiner Familie nach Triest fliehen muss. Ein außergewöhnlich Briefwechsel entsteht, in dem sich die Geschichte der Zeit in den mitgeteilten Hoffnungen, Emotionen, Erfolgen, aber auch Sorgen und Ängste widerspiegelt. 1992 können sich Hanno und Manfred endlich wieder in den Armen halten. Drei Jahre nach der Wiedervereinigung und 44 Jahre nach Hannos Flucht aus Leipzig. Es ist, als wären sie immer zusammen geblieben und niemand hätte sie entzweit. Anmelden und weiterlesen.

Leipziger Literarischer Herbst

Hörbuchpremiere am 27. Oktober in der Stadtbibliothek: „Bienen über Brooklyn. Texte zu Amerika“

Foto: Ralf Julke

Der Leipziger Schriftsteller Ralph Grüneberger wird am 27. Oktober 2016, um 18 Uhr, gemeinsam mit Steffi Böttger, Martin Hoepfner und Axel Thielmann sein Hörbuch „Bienen über Brooklyn. Texte zu Amerika“ in der Stadtbibliothek Leipzig vorstellen. Anmelden und weiterlesen.

Ehrenlesung in der Stadtbibliothek: Schriftsteller Adel Karasholi feiert seinen 80. Geburtstag

Unter dem Titel „Nimm an und widerstehe“ feiert der Autor Adel Karasholi am Sonnabend, dem 15. Oktober, 18 Uhr, im Oberlichtsaal der Stadtbibliothek (Wilhelm-Leuschner-Platz) seinen 80. Geburtstag. Mit der Präsentation seiner Texte gibt Karasholi an seinem Ehrentag einen kleinen Einblick in sein bisheriges Schaffen. Anmelden und weiterlesen.

Am 14. Oktober: Günter Gentsch liest seinen neuen Text aus dem Bankmilieu

Eine „unglaublich glaubhafte“ Geschichte aus dem Bankmilieu liest der Leipziger Autor Günter Gentsch am Freitag, dem 14. Oktober, 19 Uhr, in der Stadtbibliothek. Die Erzählung schlägt einen Kontinente überspannenden Bogen von der südchinesischen Weltstadt Hongkong in die mitteldeutsche Metropole Leipzig. Die ausgeklügelten Täuschungsmanöver und atemberaubenden Betrugsversuche eines Hongkonger Bankmanagers ziehen sich wie ein roter Faden durch das Geschehen. Anmelden und weiterlesen.

Ein lebensnahes Psychogramm der Flüchtlings- und Lagerrealität

Am 19. Oktober: Lesung und Gespräch In den Furchen des Lichts

Zoltán Böszörményis „In den Furchen des Lichts“, ein Flüchtlingsroman mit einem Lagerschauplatz irgendwo in Westeuropa Anfang der achtziger Jahre, erzählt vom Eingesperrtsein im Lager, von gewaltsamem Tod, Verzweiflung und Hoffnung auf Asyl, aber auch von zart sich entspinnenden Liebesbeziehungen und Freundschaften. Anmelden und weiterlesen.

Brigitte Reimann und Christa Wolf – Eine Freundschaft in Briefen und Tagebüchern

Am 11. Oktober: Szenische Lesung mit Jennipher Antoni und Cornelia Schmauch

„Einmal wird man wissen wollen, wer sie waren, wie sie waren. Wird sie also einmal hervorzubringen haben, dass man sie sieht: Wann, wenn nicht jetzt?“ (aus dem Vorwort von Gerhard Wolf). In diesen Briefen und Notizen findet sich jede Nuance, die intensives Leben ausmacht. Zwei kreative, engagierte Frauen ermutigen einander, Konflikte durchzustehen und den eigenen Weg zu verfolgen. Dabei entfaltet sich ein authentisches Porträt des DDR-Alltags voller Schwierigkeiten, Hoffnungen und Illusionen. Der berührende Dialog zweier großer Autorinnen. Anmelden und weiterlesen.

Lesung und Gespräch am 29. September: Anna Mitgutsch „Die Annäherung“

Es war Krieg, sagte er immer wieder, als müsse sie verstehen, was das bedeutete. Aber sie verstand es nicht. Sie quälte ihn und sie quälte sich selber. Nach einem Schlaganfall im Alter von 96 Jahren und damit verbundener Hinfälligkeit gesteht sich Theo zum ersten Mal ein, dass er seine letzte Lebensphase erreicht hat. Er blickt zurück auf Erlebtes und Versäumtes, auf Verletzungen und damit verbundenen Rückzug. Immer wieder geht es dabei auch um die schwierige Beziehung zu seiner Tochter und ihre mit inquisitorischem Eifer geführten Befragungen zu dem, was er im Krieg an der Ostfront getan habe. Anmelden und weiterlesen.

Am 14. September

„Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters“ – Dmitrij Kapitelman liest im Literaturhaus Leipzig

Kann ein Russische-Spezialitäten-Laden in Leipzig ein Zuhause sein? Dort verbringt Leonid Kapitelman seine Tage, bis sein Sohn wissen will, wohin sein meist gries¬grämiger, dann wieder die ganze Welt umarmender Erzeuger eigentlich gehört. Also machen sie sich auf eine Reise in eine unbekannte Heimat. Anmelden und weiterlesen.

Das Akkordeonspiel: Autorenlesung mit Gerald Netsch am 8. September

Der Autor Gerald Netsch ist am Donnerstag, den 8. September um 15:30 Uhr Gast im Stadtteilprojekt Dresdner 59 (Haltestelle: Reudnitz-Köhlerstraße) und liest dort im Nachbarschafts-Cafe aus seinem Buch „Das Akkordeonspiel“, einer bewegenden Erzählung über die Geschichte eines Mannes, der in seiner Kindheit vom Wesen seiner Mutter zutiefst geprägt wurde. Anmelden und weiterlesen.