Artikel zum Schlagwort Martin Luther

Ein Luther-Roman, der sich mal nicht um Luther dreht

Das ganz und gar nicht langweilige Leben von Luthers Mutter Margarethe

Foto: Ralf Julke

Luther-Romane gibt es wie Sand am Meer, auch ein paar über seine geliebte Käthe. Aber über seine Mutter hat noch niemand ein ganzes Buch geschrieben. Da muss man erst einmal drauf kommen. Aber wenn man sich – wie die beiden schreibenden Zwillingsschwestern Claudia und Nadja Beinert – in das Thema vertieft, wird ein ganzes Zeitalter lebendig. Eines, in dem es ziemlich hart zuging.

Thomasius-Club am 9. Februar: Willi Winkler – Luther als Rebell

Foto: Uni Leipzig

Luther war (unbeabsichtigt) modern, weil er protestierte: ein konservativer Revolutionär. Das jedenfalls ist Willi Winklers Sicht auf Luther: ein politischer, selbstbewusster und religiöser Querkopf, der vor Kaiser und Papst keine Angst hat. Luther verkörpert daher das moderne Individuum einzigartig und prominent. Auch wenn der legendäre Ausspruch „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“ nicht wörtlich belegt ist, beschreibt er das Widerständige Luthers sehr genau. Weiterlesen. Anmelden und weiterlesen.

Wie aus der Reformation auch noch ein Stück Emanzipation wurde

Die ganz und gar nicht unverhoffte Liebesgeschichte von Katharina und Martin Luther

Foto: Ralf Julke

Es gibt einige berühmte Liebespaare in der deutschen Geschichte. Luther und seine Käthe gehören dazu. Auch wenn es anfangs gar nicht danach aussah, dass dieser wortgewaltige Mönch und Theologieprofessor aus Wittenberg die kleine, selbstbewusste Nonne zur Frau nehmen würde. Da musste frau schon selbst aktiv werden und der Geschichte einen gehörigen Schubs geben.

Ausstellung im Gemeindesaal Leutzsch

„Here I stand“ – Martin Luther, die Reformation und die Folgen

Quelle: Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie

„Here I stand“ – Martin Luther, die Reformation und die Folgen – lautet der Titel einer Posterausstellung, die bis zum 30. Juni 2017, im Gemeindesaal der St. Laurentiuskirche Leutzsch, William-Zipperer-Str. 149, zu sehen ist. Geöffnet ist die Ausstellung jeweils dienstags 10:00-12:00 Uhr und donnerstags 15:00-18:00 Uhr sowie nach telefonischer Anmeldung, Tel. 0341/4415101. Weiterlesen. Anmelden und weiterlesen.

Was machte Luther eigentlich in jenem Mai 1517?

Deutsche Bahn baut fürs Reformationsjubiläum extra ein S-Bahn-Netz

Grafik: Deutsche Bahn

Was machte Martin Luther eigentlich am 28. Mai 1517? Die Frage muss man ja mal stellen dürfen, wenn der Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum am Sonntag, 28. Mai, auf den Elbwiesen in Lutherstadt Wittenberg stattfindet. Die Deutsche Bahn rechnet mit mehr als 100.000 Anreisenden zu diesem Höhepunkt des Jubiläumsjahrs „500 Jahre Reformation“.

Nathanaelgemeinde Lindenau: Vortragsreihe zu den Lutherischen Bekenntnisschriften

Die Quellen des lutherischen Glaubens, die sogenannten Lutherischen Bekenntnisschriften, und ihre Bedeutung für unser heutiges Leben, möchte die Leipziger Nathanaelkirchgemeinde mit einer Vortragsreihe vorstellen. Zum ersten Vortrag wird am Donnerstag, dem 12. Januar 2017, 20 Uhr, ins Gemeindehaus, Rietschelstr. 12, eingeladen. Armin Wenz, Pfarrer der Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Maria-Magdalena in Halle, wird an diesem Abend in die Bekenntnisschriften der Lutherischen Kirche einführen. Weiterlesen. Anmelden und weiterlesen.

2017 – was kommt?

Luther kommt mit Posaunenklängen

Foto: Ralf Julke

Eigentlich ist er schon da. Berge von Büchern zu Luther, Reformation und Bibelübersetzung sind erschienen. Der sächsische Lutherweg ist in Betrieb gegangen, die Panorama-Ausstellung in Wittenberg wurde eröffnet. Aber 2017 wird erst einmal richtig gefeiert: „500 Jahre Reformation: Kirchentag auf dem Weg in Leipzig“. Vom 25. bis 28. Mai wird das in Leipzig zu erleben sein.

Luthermusical präsentiert von Bachs Erben

Foto: Bildungscampus forum thomanum

Anlässlich des Jubiläums 500 Jahre Reformation führt die Grundschule forum thomanum das Luthermusical von Gerd Peter Münden in einer Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ auf. Am 31. Oktober 2017 wird die Premiere in der Lutherkirche gefeiert und mit zwei weiteren Vorstellungen am 2. und 4. November 2017 soll die große Nachfrage gedeckt werden. Weiterlesen. Anmelden und weiterlesen.

Ausstellung in der Taborkirche Kleinzschocher: Martin Luther und die Juden

Foto: Taborkirche

Am kommenden Freitag, 9. Dezember 2016, 19.30 Uhr, wird in der Taborkirche Kleinzschocher, Windorfer Str. 45, die Ausstellung „Ertragen können wir sie nicht – Martin Luther und die Juden“ eröffnet. Diplom-Theologe Konstantin Enge führt mit einem Vortrag in die Thematik ein. Die Wanderausstellung zum 500. Reformationsjubiläum ist bis zum 8. Januar 2017, montags 10 - 12 Uhr, donnerstags 15 - 18 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung (0341/4243075) zu sehen.

Konstruierte Schau-Plätze, konstruierte Geschichte

Günter Kowa zeigt, wie vielfältig und unpassend Reformation in Mitteldeutschland tatsächlich abgelaufen ist

Foto: Ralf Julke

Nach einem Berg von Büchern aus christlicher Sicht zur Reformation und zum Thesenanschlag von 1517 zeigt dieses Buch die ganze Geschichte mal aus Sicht eines Historikers und Kulturjournalisten, der eine ganze Menge am Luther-Kult mit sehr skeptischem Blick betrachtet. Und aus eigener Kenntnis. Denn den Raum, den er beschreibt, hat er selbst bereist: Mitteldeutschland.

Ab 1. Dezember gibt es die Juliäums-DVD „Luther“ mit Joseph Fiennes

Ein aufwühlender Film über den grandiosen Anfang einer Geschichte, die mehr ist als nur Reformation

Foto: Ralf Julke

Der 31. Oktober ist jetzt schon wieder ein paar Tage her. Die üblichen Medien schrieben allerlei Wichtiges oder auch Blödsinn über den Mann, der in Worms stand und nicht widerrief. Der „Spiegel“ griff zum ganz großen Holzhammer und erklärte Luther gleich mal zum ersten Rebellen der Neuzeit. Wahlweise auch Wutbürger. Lauter falsche Etiketten für diesen Mann, den Joseph Fiennes 2003 so genial verkörperte.

500 Jahre unter den Füßen, nicht immer original

Einmal durch Wittenberg auf der kompakten Luther-Tour

Foto: Ralf Julke

Natürlich ist Wittenberg nicht allein Luther. Es ist auch Melanchthon, Cranach und Bugenhagen, Katharina sowieso, Schwerter zu Pflugscharen und Hundertwasser, Wilhelm Weber und – naja – irgendwie auch Hamlet. 2017 wird das Städtchen an der Elbe wahrscheinlich überrannt. Gute Frage: Wann plant man da am besten seinen Besuch im „Paradies auf Erden“?

Die wichtigstens zwölf Luther-Schriften aufs Wichtigste eingedampft

Selbst kurz und knapp wird die Streitfreude des Dissidenten Martin Luther erlebbar

Foto: Ralf Julke

Noch ist ein Jahr Zeit bis zum großen Jubiläum. Aber natürlich haben etliche Verlage die Gelegenheit genutzt, sich mit dem Thema Luther und der Reformation einmal deutlich umfassender zu beschäftigen. Die Evangelische Verlagsanstalt natürlich vorweg. Sie hat sogar extra das Imprint „Edition Chrismon“ auf den Weg gebracht. Und da gibt es jetzt dieses flotte Taschenbuch für alle, die ganz schnell wissen wollen, was eigentlich an Luthers Schriften wichtig ist.

Nonne? Hausfrau? Mutter? Von wegen.

Zu Gast bei der Lutherin: Die gebildete Frau kennenlernen, die Luther den Haushalt schmiss

Foto: Ralf Julke

Wenn Regina Röhner dranbleibt, dann könnte die kleine Serie, die sie 2012 mit „Eine Kurfürstin in der Küche. Anna von Sachsen und ihre Rezepte“ begann, etwas ganz Besonderes werden: eine Serie über tatkräftige Frauen aus Mitteldeutschland, die Geschichte machten und gleichzeitig auch noch den Haushalt managten. Küche inklusive.

Auf dem Lutherweg zwischen Burgen, Schlössern und Landesgrenzen

Die ganze bunte Reformationszeit zwischen Pleiße und Mulde erleben

Foto: Ralf Julke

Luther war da! Manche Städte und Dörfer in Mitteldeutschland verkünden das mit Stolz, Denkmal und Luthererinnerungstafeln. Und wenn er nicht da war? Dann suchen auch sächsische Städtchen nach Verbindungen. Gerade wenn man in einem so hin- und hergerissenen Landstrich lebt wie dem zwischen Mulde und Pleiße. Denn als die Reformation begann, war das eine mittendurch zerrissene Landschaft.

Fünf nachdenkliche Gespräche über Gott, die Welt und die Moral und ein Nachschlag für Wissensdurstige

Der erstaunlich aktuelle Herr Luther, seine Bibel und die Religion im Hadern der Zeit

Foto: Ralf Julke

Es kommt immer näher, dieses Reformations-Jubiläums-Jahr 2017, in dem mehr steckt als nur so ein 500. Jahrestag des Thesenanschlags vom 31. Oktober 1517. Die in Leipzig heimische Evangelische Verlagsbuchhandlung hat dazu ja in letzter Zeit schon einige erstaunlich facettenreiche Titel vorgelegt. Hier hat sie sich jetzt mal in eine Koproduktion mit dem Berliner Aufbau Verlag gestürzt.

Nur übersetzen hat noch nie gereicht

Eine farbenreiche Reise in die komplexe Geschichte der Luther-Bibel

Foto: Ralf Julke

Wie sie aussehen wird, steht schon fest. Was drin stehen wird, ist schon klar. Zum großen Reformationsjahr 2017 erscheint auch eine neue, revidierte Luther-Bibel. Muss das sein? Ist der Markt nicht überschwemmt mit unterschiedlichsten Bibel-Ausgaben? Auch Luther-Bibeln? Revidierten und nicht revidierten? Da schaut man dann schnell mal nach, was man denn selbst für eine hat.

Nach Mauerbau, Völkerschlacht und Jeanne d'Arc in Rouen

In Wittenberg wird Yadegar Asisi am 21. Oktober sein großes Luther-Panorama präsentieren

Screenshot: L-IZ

Viel verrät Yadegar Asisi nie, bevor er eines seiner neuen Panoramen in Betrieb nimmt. Vielleicht will er auch, dass die Menschen, die von seinen riesigen Rundum-Bildern begeistert sind, immerfort durch Europa reisen, um wieder das nächste Asisi-Projekt zu bestaunen. Derzeit werben große Plakate in Leipzig für ein Panorama, das es ebenfalls noch nicht gibt.

Die Frage aller Fragen stellen

Am 30. August gibt es jetzt auch die Leipziger Buchpremiere für das Luther!-Buch

Foto: Ralf Julke

Über Joachim Köhlers Luther-Biografie „Luther! Biographie eines Befreiten“ haben wir schon im Juni berichtet. Eine Biografie, die vor allem deshalb heraussticht, weil sie diesen suchenden Martin Luther nicht religiös versucht zu erklären, sondern aus handfesten menschlichen Motiven. Dieser Sucher ist ein Mensch der Moderne, der schier verzweifelt, weil er partout nicht eins werden kann mit sich selbst.