Artikel zum Schlagwort MdbK

Einfachen Geschichten sollte man misstrauen

Wie macht man sichtbar, dass auch Filme eine verführerische Konstruktion der Wirklichkeit sind?

Foto: Ralf Julke

Wie stellt man eigentlich einen Film vor, den es noch gar nicht gibt? Denn das tut Thomas Taube ja in seiner Koje in der Preisträgerausstellung zum Marion Ermer Preis 2016 im Leipziger Bildermuseum. Und den Preis hat der Videokünstler ja für sein filmisches Arbeiten bekommen. Für Filme, die versuchen, diese komische Sache mit dem Erzählen zu hinterfragen. Anmelden und weiterlesen.

Am 8. Juni: Leseabend mit Friedhelm Eberle im Leipziger MdbK

Quelle: Schauspiel Leipzig

Der Andrang im Beckmann-Saal des Museums der bildenden Künste war einfach zu groß. Zur ersten Lesung von Friedhelm Eberle aus „Alte Meister. Komödie“ von Thomas Bernhard im März mussten etliche Interessierte außen vor bleiben, daher entschloss man sich zu einer Wiederholung des Abends. Er wird veranstaltet vom Freundeskreis Schauspiel Leipzig e.V. und dem Neuen Leipziger Kunstverein. Das ehemalige Ensemblemitglied und heutige Ehrenmitglied des Schauspiel Leipzig Friedhelm Eberle wird begleitet von Keti Warmuth am Klavier. Weiterlesen.

Der einsame Held

Symposium am 9. Juni: Klinger Lüpertz Beethoven im MdbK

Im Dezember 2015 wurde vor dem Eingangsbereich des Museums der bildenden Künste Leipzig die Bronzeplastik „Beethoven“ des Malers und Bildhauers Markus Lüpertz (*1941) aufgestellt. Dies ist der erste Schritt zu einem Skulpturenensemble in den Passagen um das Museum. Markus Lüpertz beschäftigt sich seit seiner Villa Romana-Zeit in den 1970er Jahren mit dem Werk Max Klingers (1857–1920), der ebenfalls als Maler, Bildhauer und Grafiker wirkte. Für das Frühjahr 2017 ist eine Ausstellung geplant, in der Skulptur und Malerei von Markus Lüpertz mit dem Werk von Max Klinger in einen Dialog treten werden. Weiterlesen.

„Nowhere is Home“: Manaf Halbouni im Museum der bildenden Künste Leipzig

Foto: Punctum/B. Kober

In den kommenden drei Monaten gewährt das Museum der bildenden Künste Leipzig zwei Fluchtautos des in Dresden lebenden Künstlers Manaf Halbouni Aufnahme. Halbouni entwickelte die Idee der künstlerischen Adaption von Fluchtautos in Reaktion auf die Pegida-Demonstrationen Anfang des Jahres 2015 (Sachse auf der Flucht). Bereits im Jahr 2014 hatte er mit der Arbeit Entwurzelt dem Gefühl der Zerrissenheit und Entwurzelung durch ein mit Hausrat bepacktes, aber nicht mehr fahrtüchtiges Fahrzeug Ausdruck verliehen. Bei Sachse auf der Flucht parkte der deutsch-syrische Künstler am Versammlungsort der Pegida-Demonstranten einen dunklen Mercedes, auf dessen Dachgepäckträger „klischeehafte Habseligkeiten“ (Halbouni) wie Gartenzwerge, ein Sonnenschirm, ein Weiterlesen.

Die Mythen der Zeit unter Kohle, Sand und Patina

Leipzigs Bildermuseum zeigt ab heute die eindrucksvollen Künstlerbücher Anselm Kiefers

Foto: Anselm Kiefer

Zur Pressekonferenz am Freitagmorgen ließ sich der große Meister entschuldigen. Da saß er noch im Flieger. Umso voller war es am Freitagabend, 18 Uhr, zur Ausstellungseröffnung im Museum der bildenden Künste. Denn eines stimmt in Sachen Kunst nun einmal auch: Wenn der Künstler streitbar ist und auch manchmal umstritten, dann lockt es das Publikum. Man will ja sehen, worüber andere Leute diskutieren. Anmelden und weiterlesen.

Ein Katalog, den man sogar mal abwaschen kann

Mit Lewandowsky lernen, den Fetischen, Reliquien und Heilsversprechen der Welt zu misstrauen

Foto: Ralf Julke

Kann man das wirklich Katalog zur Ausstellung nennen, was der Kehrer Verlag da zur Lewandowsky-Schau im Museum der bildenden Künste Leipzig vorgelegt hat? Eingebunden ist das Buch wie ein Taschenkalender. Schön abwaschbar, falls man es doch mal in eine Kaffee- oder Rotweinpfütze legt. Wer im Innenteil dann nummerierte Kunstwerke im Ausstellungsrundgang sucht, wird herrlich enttäuscht. Anmelden und weiterlesen.

Häuser, Räume, Stimmen und der Verlust von Geschichte in unseren Städten

In Koppelkamms Fotos werden Stadträume als (un-)menschliche Konstruktionen sichtbar

Foto: Stefan Koppelkamm

Geboren wurde Stefan Koppelkamm 1952 in Saarbrücken, könnte also irgendwie noch den Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik 1959 erlebt haben. Hat der Beitritt der neuen Bundesländer im Osten den Fotografen animiert, nun einen ähnlichen Vorgang mit der Kamera zu begleiten? Manchmal hat ja Museumsdirektor Hans-Werner Schmidt so seine Vermutungen. Aber stimmen sie auch? Anmelden und weiterlesen.

Ausstellungseröffnung in Doppelpack

Via Lewandowskys kultivierte Missverständnisse, die man sich nicht entgehen lassen darf

Foto: Ralf Julke

Am heutigen Samstag, 13. Februar, um 18 Uhr wird im Museum der bildenden Künste die erste Doppelaustellung des Jahres eröffnet. Nicht nur im Untergeschoss, wo sich die Ausstellungen von Via Lewandowsky („Hokuspokus“) und Stefan Koppelkamm („Häuser Räume Stimmen“) begegnen. Aber was haben die beiden eigentlich miteinander zu tun, außer dass sie mal in Berlin Ateliernachbarn waren? Anmelden und weiterlesen.

Grenzgänger zwischen Kunst und Wissenschaft

Im September entdeckt Leipzigs Bildermuseum einen begabten Leipziger Kunsthistoriker wieder

Foto: Museum der bildenden Künste Leipzig

Manchmal suchen Museen aus ihren Beständen auch Dinge hervor, die etwas mit ihrer eigenen Geschichte zu tun haben. Mit ihrer ganz frühen Geschichte, als alles noch in den Kinderschuhen steckte und ein gewisser Albert von Zahn Kustos am Haus war. Wer? Selbst Dr. Marcus Andrew Hurttig lässt gern beiläufig fallen: "Den kennt sowieso kein Mensch." Anmelden und weiterlesen.

Glaubst du noch oder zweifelst du schon?

Eine große Via-Lewandowsky-Ausstellung eröffnet den Ausstellungsreigen 2016 im Leipziger Bildermuseum

Foto: VG Bild-Kunst Bonn

Das Ausstellungsjahr im Museum der bildenden Künste beginnt am 14. Februar. Dann eröffnet die erste große Ausstellung in diesem Jahr. Sie ist Via Lewandowsky gewidmet, dem Meister der kommunikativen Missverständnisse, wie Dr. Frédéric Bußmann sagt, der diese Ausstellung betreuen wird. Die Leipziger kennen Lewandowsky schon als Meister des goldenen Eis. Anmelden und weiterlesen.

Große Schau für Leipziger Fotografen-Schule und Geburtstagsparty für Gille

2016 wird ein großes Jahr der Fotografie im Leipziger Bildermuseum

Foto: VG Bild-Kunst Bonn

Neues Jahr, neue Bilderfluten. Im Jahr 2015 hat das Leipziger Museum der bildenden Künste richtig geprotzt mit Barock (Bernini), Moderne (Klee) und französischer Romantik (Delaroche & Delacroix). Allein die große Bilderschau der beiden Franzosen hat 35.000 Besucher angelockt. Für ein abgelegenes Plätzchen in der internationalen Kunstwelt wie Leipzig nicht schlecht. Aber was passiert 2016? Läuft alles auf Markus Lüpertz hinaus? - Am Ende schon, sagt der Museumsdirektor. Anmelden und weiterlesen.

Eine halbe Stunde, schöner als manch ganzer Abend

Leipziger Ballett im Museum der bildenden Künste

Foto: Karsten Pietsch

Wenn es draußen dunkel ist, leuchtet Leipzigs Museum der bildenden Künste, zuweilen strömen spätnachmittags noch Besucherscharen ins Haus. Gut 200 Besucher dürften es Mittwochabend gewesen sein, am 13. Januar, verteilt über die Ebenen um den Innenhof. Mehr als 10 Jahre schon zieht der wuchtige Baukörper Neugierige an, mancher Hingucker wird zum Kopfschüttler. Anmelden und weiterlesen.

Die drei Schlechtgelaunten

Die „Beethoven“-Skulptur von Markus Lüpertz hadert seit dem 18. Dezember vorm Leipziger Bildermuseum mit ihrem Genius

Foto: Ralf Julke

Seit dem 18. Dezember steht eine große Bronzeskulptur neben dem Eingang zum Museum der bildenden Künste: ein 274 Zentimeter hoher Bronzeguss des von Markus Lüpertz 2014 für den Bonner Stadtgarten geschaffenen "Beethoven". Beethoven in Leipzig? Noch ein Kandidat für die Notenspur? Oder ein Leipziger Versuch, die westeuropäische Postmoderne nachzuholen? Anmelden und weiterlesen.

Ein Leipziger Kleinod entpuppt sich als etruskische Bronzekunst

Wie aus einem Kunstwerk des Bildermuseums ein neuer Star im Antikenmuseum der Uni Leipzig wurde

Foto: Swen Reichhold

Manchmal bringen Ausstellungen Dinge in Bewegung, mit denen die Planer gar nicht gerechnet haben. Die Wissenschaftler müssen wieder mal in die Archive, filzen die Bestände und kommen ins Stutzen. Zum Beispiel, wenn sie eine kleine alte Statue in die Hand nehmen. "Passt die vielleicht in unsere Bernini-Ausstellung?" - "Das ist doch kein Bernini!" - "Aber was ist es dann?" Anmelden und weiterlesen.

Owen Gump bekommt den Kunstpreis der LVZ 2015

Schwarz-weiße Landschaften einer Welt, in der die wilden Cowboys nie mehr waren als eine Episode

Foto: Ralf Julke

Das Verblüffende an den Kunstpreisen, die die SachsenBank und die LVZ in Leipzig im jährlichen Wechsel vergeben, ist gar nicht mal die Vielfalt künstlerischer Stile, die sie würdigen, sondern das, was man der Kunst der Gegenwart oft gar nicht mehr zutraut: dass die ausgewählten Künstler gesellschaftlich brennende Themen thematisieren. Und vor allem: wie sie es tun. Etwa der Neueste in der Runde: Owen Gump. Anmelden und weiterlesen.

Geschichte als Sensation oder doch eher als bestellte Ware?

Der Katalog zur großen Delacroix-Delaroche-Ausstellung in Leipzig und die „historische Schule“

Foto: Ralf Julke

Haben wir Heinrich Heine wirklich so falsch verstanden, der im Pariser Salon 1831 das Delacroix-Gemälde "Die Freiheit führt das Volk" bewunderte, aber Delacroix's Konkurrenten Delaroche zum Chorführer der "historischen Schule" erklärte? Nicht wirklich, auch wenn der Katalog zur aktuellen Ausstellung "Delacroix & Delaroche" im Museum der bildenden Künste Heine scheinbar zum Urvater dieser Interpretation macht. Anmelden und weiterlesen.

Geschichte als Sensation, Inszenierung und Roman

Zwei große französische Maler der Romantik, mehrere Napoleons und ein braver Schletter

Foto: Ralf Julke

Es ist romantisch. Es ist malerisch. Es ist theatralisch. Und es hat seinen Reiz. Am heutigen Samstag, 10. Oktober, um 18 Uhr wird die Ausstellung "Eugène Delacroix & Paul Delaroche. Geschichte als Sensation" im Leipziger Museum der bildenden Künste eröffnet. Und Napoleon ist natürlich auch dabei. Als kommender Mann 1800 und als Geschlagener von 1814. Anmelden und weiterlesen.

Kabinettausstellung zum Cranach-Jubiläum

Im Leipziger Bildermuseum kann man den beiden Cranachs beinah beim Arbeiten über die Schulter schauen

Foto: Ralf Julke

Mehrere Cranach-Ausstellungen erfreuen in diesem Jahr die Kunstfreunde Mitteldeutschlands. Der Grund ist simpel: Lucas Cranach der Jüngere hat seinen 500. Geburtstag. Und weil das so schön in die Reformations-Dekade passt, wird gleich die ganze Malerdynastie gewürdigt. Im Leipziger Bildermuseum seit Donnerstag, 3. September, mit einer besonderen Schmuckkästchenausstellung. Anmelden und weiterlesen.

Kissing kommt ins Museum

Leipzigs Bildermuseum hat Kissings Gruppenbildnis „Leipziger am Meer“ ankaufen können

Foto: Museum der bildenden Künste Leipzig

Er war lange Zeit der stillste unter den Leipziger Malern: Erich Kissing, 1943 geboren, im Grunde Teil der 2. Generation jener Leipziger Maler, die man der Leipziger Schule zurechnen kann. Einer der besten Techniker, aber zurückhaltend, was den Weg an die Öffentlichkeit betrifft. Jetzt aber hat das Leipziger Bildermuseum eines seiner markantesten Bilder bekommen. Anmelden und weiterlesen.

Welttag des Tanzes

Leipziger Oper feiert mit Leipziger Ballett + Ursula-Cain-Preisverleihung im MdbK

Foto: Kirsten Nijhof

Fast schon herrscht ein bisschen Frieden. Zumindest soll der Welttag des Tanzes genau das bezwecken. Tanz gilt als eine universelle Sprache weltweit. Der Welttanztag wurde 1982 vom Internationalen Theater Institut der UNESCO ins Leben gerufen, um den Tanz zu würdigen. Seitdem wird er alljährlich am 29. April weltweit gefeiert. Zum vierten Mal feiert das Leipziger Ballett mit. Das LOFFT lädt zur Ursula-Cain-Preisverleihung ins MdbK. Anmelden und weiterlesen.