Artikel zum Schlagwort Menschenaffen

Alesi bringt auch Leipziger Forscher zum Jubeln

Ein 13 Millionen Jahre altes Kind gibt den frühesten Menschenaffen ein Gesicht

Foto: Fred Spoor

Für alle LeserAuf der Erde ist alles Leben miteinander verwandt – auch wenn es den letzten gemeinsamen Vorfahren vielleicht vor 100 Millionen Jahren gab. Oder vor 10 Millionen – oder vor 3 Millionen Jahren, als sich der Mensch vom Seitenast der Menschenaffen abzweigte. Aber auch ein anderer Abzweig versetzt Forscher bis heute in Aufregung: Wie geschah eigentlich der Übergang von den Affen zu den Menschenaffen? Weiterlesen

Am 25. September: Finissage der Ausstellung „Unheimliche Nähe. Menschenaffen als europäische Sensation“

Foto: Universitätsbibliothek Leipzig

Tausende Menschen drängten sich vor den Käfigen, bestaunten und bewunderten die Orang-Utans Max und Moritz 1893/94 in Brüssel und Paris. Die Vermarktung lief auf Hochtouren, den Ausstellungsmarathon überlebten die beiden Affen nicht. Geblieben sind Berichterstattungen in Zeitungen und ihre kolorierten Porträts. Max und Moritz hat der Zeichner Adolphe Philippe Millot nie gesehen, er nutzte für seine Abbildungen Beobachtungen Dritter, Fotografien der toten Körper und Moulagen. Weiterlesen

Am 21. August: Führung durch die Ausstellung „Unheimliche Nähe. Menschenaffen als europäische Sensation“

Menschenaffen waren schon in der frühen Neuzeit in Europa bekannt. Jahrhunderte hindurch verstörten und interessierten sie alle, die sie in ihrer natürlichen Umgebung sahen, aber auch diejenigen, die sie jagten, transportierten und als Sensation ausstellten. Texte und Bilder aus dem Zeitraum von 1500 bis 1900 belegen die Faszination der Europäer. Porträts der Affen Max und Moritz sind in der Ausstellung in der Bibliotheca Albertina zu sehen. Weiterlesen

Alle vier Arten unter einem Dach

Entdeckertage Menschenaffen im Zoo Leipzig

Foto: Zoo Leipzig

Die Entdeckertage gehen in die nächste Runde: Am kommenden Wochenende lädt der Zoo Leipzig an beiden Tagen (16./17. Juli) kleine und große Entdecker ein, die vier Menschenaffenarten Gorilla, Schimpanse, Orang-Utan und Bonobo kennenzulernen, neu zu entdecken und zu erforschen. Die Möglichkeiten sind vielfältig: In die Rolle eines Forschers schlüpfen und den Silberrücken Abeeku mit dem Fernrohr beobachten, Futterknoten für die Affen basteln, „Auf den Spuren von Jane Godall“ wandeln oder sich mit den Tierpflegern über die Eigenarten unserer nächsten Verwandten austauschen und den Forschern des Max-Planck-Instituts die neusten Entdeckungen entlocken. Weiterlesen

„Unheimliche Nähe. Menschenaffen als europäische Sensation“

Am 15. Mai: Monkey Business – Vortrag in der Bibliotheca Albertina

Foto: Universitätsbibliothek Leipzig

Zum Selbstbewusstsein des Menschen gehört, dass er kein Tier mehr ist. Doch die Affen halten uns den Spiegel vor - unserer Schlauheit und Trägheit, unserer Gerissenheit und Dummheit, unserer Überheblichkeit und Erbärmlichkeit. Die Literatur freut sich darüber und lässt Affen als Gelehrte, Modegecks und Mörder auftreten. Der seltsame Fall eines Doppelmordes in Paris steht am Anfang des Vortrages von Prof. Elmar Schenkel am 15. Mai in der Bibliotheca Albertina und er endet mit der Frage: was ist eigentlich der Mensch, wenn er kein Primat ist? Weiterlesen

Leserbrief

Leserbeitrag zu: „Wie aus „Unheimlicher Nähe“ und Sensationsgier erst spät unser Wissen über Menschenaffen reifte“ (M. Haikal)

Foto: Ralf Julke

Von Claudia Kierspe: Eine Rezension, die – Respekt! – weitaus reflektierter ist, als das rezensierte Buch. Dieses nämlich läuft unterm Strich auf eine simple Apologie der Zoos hinaus, ohne die, so die fortlaufend unterschwellige Suggestion, wir heute weit weniger über Menschenaffen wüssten, als wir wissen. Kritik an den Fang- und Transportmethoden der seit Mitte des 19.Jhdts. für europäische und US-amerikanische Zoos tätigen Tierhandelsfirmen (Ruhe, Hagenbeck u.a.) kommt ebensowenig vor wie Kritik an den – bis heute vorherrschenden – Methoden der Verwahrung und Zurschaustellung der Menschenaffen in den jeweiligen Zoos. Weiterlesen

Beeindruckende Bilder und eine echte Wissenschaftsgeschichte

Wie aus „Unheimlicher Nähe“ und Sensationsgier erst spät unser Wissen über Menschenaffen reifte

Foto: Ralf Julke

Eigentlich ist es kein Katalog, auch wenn das Material natürlich aus den Tiefen der Leipziger Universitätsbibliothek stammt und ein Teil der Bilder auch in der Ausstellung „Unheimliche Nähe. Menschenaffen als europäische Sensation“ zu sehen ist. Tatsächlich ist es ein Forschungsbericht, mit dem Mustafa Haikal tief hinein getaucht ist in die unheimliche Geschichte des Umgangs der Europäer mit den Menschenaffen. Weiterlesen

400 Jahre Faszination und Annäherung

Die Universitätsbibliothek Leipzig zeigt den faszinierten Blick der Europäer auf unsere nächsten Verwandten, die Menschenaffen

Foto: Universitätsbibliothek Leipzig

Manchmal verbergen sich Schätze in der Bibliothek, von denen nicht einmal der Bibliotheksdirektor weiß. Was ja vorkommen kann bei über 5 Millionen Büchern, wie in der Universitätsbibliothek. Da kann dann auch mal ein Historiker und Buchautor wie Mustafa Haikal anklopfen mit der Botschaft: Sie haben da einen kleinen Schatz im Bestand, Herr Schneider. Weiterlesen