Artikel zum Schlagwort Radikalisierung

Lippmann: Wichtige Elemente der Prävention fehlen

Grüne: KORA-Einrichtung – Bemühung erkennbar, Umsetzung mangelhaft

Foto: Juliane Mostertz

Zu der heute vorgestellten Koordinierungs- und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention (KORA) gegen islamistische Radikalisierung erklärt Valentin Lippmann, innenpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag: „Das Bemühen der Staatsregierung, sich dieses Themas anzunehmen ist erkennbar, die Umsetzung leider mangelhaft. Mit der Einrichtung von KORA, die aus einer einzigen Stelle bestehen soll, setzt sich Sachsen in Sachen Prävention bei weitem nicht an die Spitze der Bundesländer, sondern reiht sich nach wir vor im unteren Mittelfeld ein.“ Weiterlesen.

Schwerpunkte Prävention, Aufklärung, Dialog

Henning Homann (SPD): Islamistische Radikalisierung verhindern

Foto: Götz Schleser

„Der Ansatz von KORA ist vielschichtig und deswegen so wichtig. Der Schwerpunkt liegt ganz klar auf Prävention, Aufklärung und Dialog. So soll islamistische Radikalisierung von vornherein verhindert werden“, so Henning Homann, stellvertretender Vorsitzender und Sprecher für demokratische Kultur der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, zur am Dienstag vorgestellten Koordinierungs- und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention (KORA). Weiterlesen.

Koordinierungs- und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention nimmt Arbeit auf

KORA unterstützt im Kampf gegen islamistische Radikalisierung

Foto: Götz Schleser

In seiner heutigen Sitzung wurde das Sächsische Kabinett über die Koordinierungs- und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention (KORA), einer Zusammenarbeit der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, dem Staatsminister des Innern sowie des Staatsministers der Justiz, informiert. Das Leitziel der KORA besteht darin, islamistische Radikalisierung zu verhindern. Gleichzeitig will sie u. a. bei potentiell Betroffenen dafür sorgen, dass sie sich wieder der freiheitlichen demokratischen Grundordnung verbunden fühlen. Weiterlesen.

Systematische Tabubrüche und ein Sprachrecycling der rechtsradikalen Art

Das Wörterbuch des besorgten Bürgers: Die sprachliche Analyse einer „Volksbewegung“, die keine ist

Foto: Ralf Julke

Das Wort Empörung fehlt tatsächlich noch im „Wörterbuch des besorgten Bürgers“, das von vier Leipziger Autoren im Ventil Verlag veröffentlicht wurde. Empört war postwendend der sächsische AfD-Vize Dr. Thomas Hartung. Aber eher über einen Artikel auf „bento“. Ob er das Wörterbuch selbst gelesen hat? Eher unwahrscheinlich. Dazu ist es zu deutlich in der Analyse dessen, was AfD & Co. derzeit in Deutschland treiben. Anmelden und weiterlesen.

Neue Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung

Rechtsradikale Einstellungen nehmen nicht zu, aber die neurechte Mitte radikalisiert sich immer mehr

Foto: L-IZ

Seit 2002 untersucht das Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld die Facetten Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) in Deutschland. Daraus entstehen dann regelmäßig die sogenannten „Mitte“-Studien für die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Am Montag, 21. November, hat man die neuesten Befragungsergebnisse veröffentlich. Mit einer überraschend fehlenden Überraschung. Anmelden und weiterlesen.

Neue Zahlen zur Arbeit des OAZ

Von einer 100-prozentigen Aufklärungsquote kann auch das Operative Abwehrzentrum nur träumen

Foto: Alexander Böhm

Manchmal könnte man ja bei einigen völlig exponierten politischen Diskussionen meinen, die Linken seien in Sachsen ein besonders rabiates Völkchen und würden die braven Bürger geradezu mit Gewalttaten terrorisieren. Aber sind sie wirklich die Staatsgefahr, die einschlägige Medien immer wieder an die Wand malen? Die Zahlen aus dem Operativen Abwehrzentrum (OAZ) der sächsischen Polizei sprechen eine etwas andere Sprache. Anmelden und weiterlesen.

Die neue „Mitte“-Studie aus Leipzig - Teil 2 der Besprechung

Warum PEGIDA ausgerechnet im Osten spazierte und sich immer weiter radikalisiert hat

Foto: Ralf Julke

Wenn die „Mitte“-Studien aus Leipzig die Einstellungen der Befragten nach Ost und West vergleichen, dann wird schnell deutlich, dass da im Osten etwas am Kochen ist. Nicht erst seit 2012, als viele rechtsradikale Einstellungen auf Gipfelwerte schossen. Natürlich hat das auch mit der Frage zu tun, warum PEGIDA in Dresden so viele Anhänger gefunden hat. Anmelden und weiterlesen.

Die neue „Mitte“-Studie aus Leipzig - Teil 1 der Besprechung

Wie sich die Milieus der Bundesrepublik seit 2006 massiv verschoben haben

Foto: Ralf Julke

Natürlich steht in der neuesten Veröffentlichung der Leipziger Arbeitsgruppe um Oliver Decker, Johannes Kiess und Elmar Brähler mehr, als dass sich die sogenannte „Mitte“ enthemmt. Eigentlich steht sogar drin, dass es gar keine „Mitte“ mehr gibt und dass die Leute, die sich dafür halten, alles Mögliche sind, nur nicht die Mitte der Gesellschaft. Anmelden und weiterlesen.

Anton Hofreiter (Grüne) zur Mitte-Studie: Kampf gegen Rechts wichtiger denn je

Zur „Leipziger Mitte-Studie 2016“ erklärt Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender: Die neue Mitte-Studie der Universität Leipzig liefert erschreckende Befunde. Der geschlossen rechtsextreme Kern wächst zwar nicht, radikalisiert sich aber und bekennt sich offen zur Gewalt. Es zeigt sich einmal mehr, dass die regelmäßigen rechtsextremen und menschenfeindlichen Einlassungen von AfD-Politikern keine Ausrutscher, sondern bewusste Strategie zur Bindung dieser Wählerinnen und Wähler ist. Weiterlesen.

„Mitte“-Studie

Henning Homann (SPD): Hassparolen und Gewaltbereitschaft nehmen zu

Henning Homann, stellvertretender Vorsitzender und demokratiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt zu den heute veröffentlichten Ergebnissen der „Mitte“-Studie der Universität Leipzig: „Die Ergebnisse der Studie zeigen in Zahlen, was wir täglich auf der Straße erleben können: Die Gewaltbereitschaft steigt nicht nur bei eindeutig Rechtsextremen. Man begegnet in der Tat manchen ‚enthemmten‘ Bekannten oder Arbeitskollegen, die Vorurteile und Hassparolen von sich geben, von denen man das nicht erwartet hätte“, erklärt der Sprecher für demokratische Kultur der SPD-Fraktion, Henning Homann. Weiterlesen.

Grüne zur Mitte-Studie: Pegida ist rechtsextrem und gewaltbereit

Zu der heute in Berlin von der Heinrich-Böll-Stiftung, der Otto-Brenner-Stiftung und der Rosa-Luxemburg-Stiftung vorgestellten Studie „Die enthemmte Mitte“ erklärt der Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Sachsen, Jürgen Kasek: „Die Forschergruppe der Universität Leipzig hat wissenschaftlich herausgearbeitet, dass die Zustimmung zu den menschenverachtenden Zielen von Pegida mit rechtsextremen und islamfeindlichen Einstellungen zusammenhängt. Die Ergebnisse der Studie zeigen zudem, dass die Gewaltbereitschaft und die Ablehnung der Menschen von demokratischen Elementen in Deutschland in engem Zusammenhang mit der Befürwortung der Ziele von Pegida stehen.“ Weiterlesen.

Neue „Mitte“-Studie aus Leipzig

Wenn eine Politik ohne Mitte die Gesellschaft zunehmend polarisiert und die „Mitte“ sich radikalisiert

Cover: Psychosozial Verlag

Alle zwei Jahre veröffentlichen die Forscher vom Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig eine neue Studie zum emotionalen Zustand unserer Gesellschaft, zumeist als Mitte-Studie bezeichnet, denn die Studie zeigt eben nicht nur die Ränder der Gesellschaft, sondern den zum Teil recht finsteren Zustand der sogenannten Mitte. Sieht es nicht so aus, als habe die sich gründlich radikalisiert? Anmelden und weiterlesen.

Ein Philosoph denkt nach über Sprache, Solidarität und eine Moral im Ausverkauf

Wie das Versagen der alten politischen Eliten erst den Boden bereitet hat für die Ent-Solidarisierung und Radikalisierung Europas

Foto: Ralf Julke

Was ist nur los mit diesem Europa? Wie konnte es so ins Rutschen kommen und zum Tummelplatz der Chauvinisten, Nationalisten und Populisten werden, die am liebsten alles wieder abreißen würden, was in den letzten 70 Jahren mühsam aufgebaut wurde? Populisten? War da nicht was? Kann es sein, dass der aufschwellende Hass so ganz neu nicht ist? - Der Sprachphilosoph Paul Sailer-Wlasits hat das Thema mal genauer beschaut. Anmelden und weiterlesen.

CDU-Fraktion bekommt nicht die Studie, die sie bestellen wollte

Linksextremismus ist keine Erklärung für zunehmende Gewalt auf Leipzigs Straßen

Foto: L-IZ.de

Wenn man die Welt nur selektiv wahrnimmt, wird sie natürlich seltsam. So wie in der Sicht der Leipziger CDU-Fraktion, die im Herbst schon einen Beschlussantrag stellte „Strategie gegen linksextremistisch motivierte Gewalt“. Vorfälle gab es genug. Auch weil das Phänomen aufs engste verknüpft ist mit den 2015 um sich greifenden rechtsradikalen Demonstrationen - auch in Leipzig. Die Wortwahl freilich führt in die Irre. Anmelden und weiterlesen.

Versuch einer Reparatur mit viel zu vielen Zutaten

Linke-Vorsitzender Rico Gebhardt versucht mal ein Rezept gegen den Rechtsstrend in Sachsen zu finden

Foto: DiG/Trialon

Da schaute am 14. März nicht nur Wulf Gallert, der kurz darauf ehemalige Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag von Sachsen-Anhalt, bedrippelt aus der Wäsche: Über 7 Prozent hatte die Linke verloren, war auf 16 Prozent - und damit deutlich hinter die 24 Prozent der AfD - zurückgefallen. Und das mit deutlichen Verlusten ausgerechnet bei Arbeitern und Arbeitslosen. Ein Signal auch für Sachsen, findet Rico Gebhardt. Anmelden und weiterlesen.

Podiumsdiskussion am 1. Februar: Wie gefährdet ist die Demokratie?

Die Öffentlichkeit in Leipzig ist in den letzten zwölf Monaten von einer Eskalation politischer motivierter Gewalt sowohl aus dem rechtsextremen als auch dem linksextremen Milieu überrascht worden. Dabei scheint sich in Leipzig zu verdichten, was bundesweit die politische Situation kennzeichnet: eine zunehmende Polarisierung und gleichzeitig Radikalisierung in der politischen Auseinandersetzung. Weiterlesen.