Artikel zum Schlagwort Rezension

Konstruierte Schau-Plätze, konstruierte Geschichte

Günter Kowa zeigt, wie vielfältig und unpassend Reformation in Mitteldeutschland tatsächlich abgelaufen ist

Foto: Ralf Julke

Nach einem Berg von Büchern aus christlicher Sicht zur Reformation und zum Thesenanschlag von 1517 zeigt dieses Buch die ganze Geschichte mal aus Sicht eines Historikers und Kulturjournalisten, der eine ganze Menge am Luther-Kult mit sehr skeptischem Blick betrachtet. Und aus eigener Kenntnis. Denn den Raum, den er beschreibt, hat er selbst bereist: Mitteldeutschland. Weiterlesen

Das kleine Buch zum Kennenlernen

Was an Aloe vera wirklich wirksam ist und warum man es nicht im Laden kaufen kann

Foto: Ralf Julke

Der Rat ist eindeutig: Gehen Sie an all den Aloe-vera-Wunderprodukten im Supermarktregal vorbei. Sie sind nur eine Marketing-Masche. Um wirklich die Wirkungen der seit 5.000 Jahren beliebten „Wunderpflanze“ Aloe vera haben zu können, sind die Anteile aus der Aloe vera einfach viel zu gering. Aber der Name zieht und macht eine Milliarden-Industrie schweinereich. Weiterlesen

Die Filmbranche als exotischer Zirkus

Mit satirischem Zeichenstift schaut Matthias Friedrich Muecke dem wilden Filmvolk beim Arbeiten zu

Foto: Ralf Julke

Jüngst hat er erst das Godot-Buch von Marion Brasch stimmungsvoll illustriert und gezeigt, was dem berühmten Herrn Godot alles passierte, während zwei ratlose Landstreicher auf ihn warteten. Aber da hat er den beiden Verlegern von Voland & Quist wohl auch verraten, dass er da noch ein esoterisches Feld ganz gut kennt aus seiner Arbeit als Szenenbildner für den Film. Weiterlesen

Science Fiction aus Sachsen

Allmachts-Phantasien im Mindnet und ein Showdown in Leipzig

Foto: Ralf Julke

Die Zeit ist reif: Der Technikjournalist Ulrich Eberl veröffentlicht ein Buch über den aktuellen Stand der Roboterforschung und der Praxisanwendung von Künstlicher Intelligenz - und der Dresdner Jan Sebastian Kunkel veröffentlicht eine turbulente Geschichte über den möglichen Missbrauch der Technik, an der heute geforscht wird. Denn es gibt genug Menschen, die aus Machtgier bereit sind, jede verfügbare Technik zu missbrauchen. Weiterlesen

Schmale Korridore

Mainstream: Der Vertrauensschwund von Macht und öffentlicher Meinung

Abb.: C.H. Beck

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 31Mainstream – wer von uns hat diesen Kampfbegriff nicht schon einmal gebraucht? In der Diskussion, um sich abzugrenzen von der vermeintlich falschen Ansicht, dem falschen Argument, der falschen Haltung. Gerade gegenwärtig ist eine zunehmende Polarisierung der Gesellschaft zu beobachten, eine Triplizität des Umgangs mit den großen Themen der Politik. Weiterlesen

Rappelvolle Kirchen, hochkarätige Prediger und der alte Hahnenkampf zwischen Orthodoxie und Reform

Leipzigs Kirchengeschichte im Zeitalter der Aufklärung und die Gretchenfrage mal aus Forscherperspektive

Foto: Ralf Julke

Ein großes Stadtjubiläum hat immer Folgen. Gerade wenn es so ein Klopper ist wie die 1.000-jährige Ersterwähnung Leipzigs. Da begann nicht nur die emsige Arbeit an einer großen neuen vierbändigen Stadtgeschichte, da sorgten die Geschichtsinteressierten auch dafür, dass einige Themen endlich einmal intensiv erforscht wurden. So wie die Leipziger Religionsgeschichte. Weiterlesen

Das Gehirn unter wissenschaftlicher Beobachtung

Mario Markus nimmt den Leser mit auf die Reise in die moderne Hirnforschung und den Beginn einer künftigen Neurotechnik

Foto: Ralf Julke

Gedichte schreibt er auch, dieser Mario Markus, geboren 1944 in Chile, als Physiker langjährig tätig am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund. Und kaum ist sein Gedichtband „Stiche“ erschienen mit Gedichten auf spanisch und deutsch aus seiner Feder, gibt's gleich das nächste Buch. Diesmal eins, das sich mit dem beschäftigt, was in unserem Gehirn passiert. Weiterlesen

Mal kurz zum Big Apple

Ein Berliner entdeckt mit der Kamera die Gelassenheit der Riesenstadt New York

Foto: Ralf Julke

Es gibt keine Stadt, die mit Bildern weltweit so präsent ist wie New York. Daran haben amerikanische Filme ihren Anteil, die immer wieder eine Ecke dieser Millionenmetropole als Kulisse wählen. Und so war auch Mathias Bertram schon in New York, noch ehe er sich in den Flieger setzte, um selbst einmal neuneinhalb Tage durch die Stadt zu streifen. Weiterlesen

Rezension und Zwischenfazit

Das Buch „111 Gründe, RB Leipzig zu lieben“ scheitert und funktioniert trotzdem

Foto: Schwarzkopf Verlag

Die Lektüre des vor einigen Monaten veröffentlichten Buches „111 Gründe, RB Leipzig zu lieben“ lohnt sich. Nicht, weil es zahlreiche überzeugende Argumente liefert, sondern weil es kurz vor dem voraussichtlichen Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga die bisherige Vereinsgeschichte in kompakter Form zusammenfasst. Weiterlesen