Artikel zum Schlagwort Sachsen

GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig

Lesung & Diskussion am 6. Dezember: Extremismus in Sachsen – Eine kritische Bestandaufnahme

Buchcover: Edition Leipzig

Sachsen hat ein massives Extremismusproblem. Doch handelt es sich hierbei um ein rein sächsisches Problem, oder bildet es ein gesamtdeutsches Dilemma ab? Und wer sind die Akteure? Diesen und vielen weiteren Fragen gehen die Herausgeber Gert Pickel und Oliver Decker zusammen mit ihren Gästen und dem Publikum nach. Weiterlesen. Anmelden und weiterlesen.

Junge Menschen stellen Fragen und Forderungen

Amnesty International Deutschland auf der Straße: 5 Jahre NSU und nix gelernt + Bildergalerie

Foto: L-IZ.de

Ein wenig später als geplant trudelt die Gruppe junger Menschen auf dem kleinen Willy-Brandt-Platz ein, jeder ein gelbes Schild in der Hand. Ein „Flashmob“ war angekündigt, doch die Amnesty-Gruppe hat etwas ganz Leises, Ruhiges vor. Eher eine Art Mahnwache, stehen sie im Kreis und zeigen stumm Daten und Nachrichten. Zu Übergriffen, Verletzungen von Menschen in den letzten Jahren und immer schwingt ein Wort mit. NSU – fünf Jahre später. Was haben die Verfolgungsbehörden bis heute von rechtem Terror verstanden und was nicht. Die Schilder machen schnell klar – offenbar nicht viel.

Drei Länder, eine Region

Die Geschichte der heutigen Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mal im Versuch einer rotierenden Großerzählung

Foto: Ralf Julke

Kann man ein Geschichtsbuch für eine ganze Region schreiben? Eine, die heute als „Mitteldeutschland“ durch die Nachrichten taumelt, aber aus drei eigenbrötlerischen Kleinbundesländern besteht? Die niemals, niemals zusammenkommen werden, wie der Historiker Steffen Raßloff vermutet? Eigentlich ist er sich sogar sicher, erzählt aber trotzdem die ganze Geschichte. Er versucht es zumindest.

Jana Pinka (Linke): Staatsregierung belügt sich nachhaltig

Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) stellte heute den Nachhaltigkeitsbericht der Staatsregierung vor. Dr. Jana Pinka, umwelt- und ressourcenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag, erklärt dazu: „Minister Schmidt hat in eindrücklicher Weise gezeigt, wie im Land des Vaters der Nachhaltigkeit Carl von Carlowitz dieses Thema von der Staatsregierung bis zur Bedeutungslosigkeit ausgehöhlt wird.“

Sachsen entwickelt sich nachhaltig

Staatsregierung legt ersten Nachhaltigkeitsbericht vor

Umweltminister Thomas Schmidt hat heute (20. September 2016) den erstmalig aufgelegten Nachhaltigkeitsbericht der Sächsischen Staatsregierung vorgestellt. „Der Bericht stellt eindrucksvoll die nachhaltige Entwicklung in Sachsen dar. In allen acht Handlungsfeldern der sächsischen Nachhaltigkeitsstrategie sind positive Entwicklungen zu verzeichnen. Zudem wird einmal mehr deutlich, dass die sächsische Politik bereits nach der Wiedervereinigung Nachhaltigkeit zum Leitprinzip des eigenen Handelns gemacht hat“, sagte Minister Schmidt.

Satire

Bautzner Senfsorten

Karikatur: Schwarwel

Es gibt eigentlich bei der „Man-weiß-nicht-wie-oft“ - Wiederholung und dem „Es-war-klar-dass-es-passieren-wird“ jetzt nicht sooo viel zu sagen, wie alle in den längst geübten Ritualen gerade wieder entäußern. So ein wenig wie ein mediales „Fertig mit dem Stuhlgang? Spülung betätigen!“ Oder: „Verlassen Sie die Toilette, wie Sie sie vorfinden möchten.“ Jeder, der mal ein zugeschissenes WG-Klo nach diesen Ermahnungen vorgefunden hat, ahnt – ohne Konsequenzen geht’s halt nicht. Aber dafür gibt es auch einen ausgeklügelten Ablauf. Schuld ist am Ende in Sachsen immer die Weltlage. Und die ist wie das Wetter.

Verbindungsbüro des Freistaates nahm im Herbst 1991 Arbeit auf

25 Jahre Sachsen in Brüssel

Sachsen ist seit 25 Jahren mit einem eigenen Verbindungsbüro in Brüssel vertreten. Anlässlich des Jubiläums betonte Europaminister und Staatskanzleichef Fritz Jaeckel die Bedeutung und Notwendigkeit der Institution. „Für Sachsen ist es wichtig, in Brüssel präsent zu sein, immer wieder für sächsische Interessen zu werben und zugleich deutlich zu machen, dass der Freistaat ein verlässlicher Partner für die europäischen Institutionen ist.“

Torgau ist Ausrichter für den 27. „Tag der Sachsen“

Das Kuratorium „Tag der Sachsen“ hat heute in seiner Festsitzung in Limbach-Oberfrohna über die Ausrichterstadt für den 27. „Tag der Sachsen“ 2018 abgestimmt. Nach einer überzeugenden Präsentation der Bewerberstadt Torgau, in der Oberbürgermeisterin Romina Barth und ihre Mitarbeiter die ersten Planungen der Stadt vorgestellt haben, hat das Kuratorium der Großen Kreisstadt Torgau den Zuschlag erteilt.

Ansprechpartner vor Ort: SPD-Landtagsfraktion beim Tag der Sachsen in Limbach-Oberfrohna

Abgeordnete der SPD-Landtagsfraktion sind von Freitag bis Sonntag beim Tag der Sachsen in Limbach-Oberfrohna auf der „Straße der Demokratie“ anzutreffen. Sie stehen am Stand der SPD-Landtagsfraktion den Bürgerinnen und Bürgern Rede und Antwort zu aktuellen Fragen. Fraktionschef Dirk Panter ist am Freitag zwischen 17 und 18 Uhr anzutreffen, Wirtschaftsminister Martin Dulig am Samstag gegen 14 Uhr, Wissenschafts- und Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange am Samstag von 15 bis 16:30 Uhr.

Linksfraktion beim Tag der Sachsen in Limbach-Oberfrohna

Auf der „Straße der Demokratie“ beim 25. Tag der Sachsen, der an diesem Wochenende (2.-4. September 2016) in Limbach-Oberfrohna stattfindet, ist die Landtags-Linksfraktion in gewohnter Weise mit einem eigenen Info- und Diskussions-Stand präsentiert, an dem es wie immer Angebote für die ganze Familie gibt. Diesmal gehört zur Unterhaltung u.a. ein Quiz zu sächsischen Erfindungen. Standbetrieb ist Freitag von 14 bis 20 Uhr, Sonnabend von 9.30 bis 20 Uhr und Sonntag von 9:30 bis 14 Uhr (Bürgercafé).

In eigener Sache

Eine L-IZ.de für alle: Wir suchen „Freikäufer“

Die Leipziger Internet Zeitung. Screen: L-IZ.de

Seit Sonntag, 7. August, ist die L-IZ.de für unbestimmte Zeit in den reinen „Leserclub-Modus“ gegangen. Die Artikel sind ab jetzt nicht mehr drei Tage für alle sichtbar, sondern erscheinen sofort hinter der Bezahlschranke. Von uns veröffentlichte Beiträge sind also nur noch für registrierte Leser erreichbar. Nicht, weil wir es so wollten, sondern weil wir es nach nun 12 Jahren - angesichts der zunehmend prekären Lage des Onlinejournalismus - müssen. Damit werden wir versuchen, baldmöglichst wieder alle Artikel für unsere 250.000 Leser pro Monat frei zugänglich zu machen. Paradox? Nein, logisch. Wir unterbreiten ein einfaches Angebot: Wir suchen im ersten Weiterlesen. Anmelden und weiterlesen.

„Es ist schon schade, dass man eine Bürgerwehr braucht, oder?“

Sachsen, Arnsdorf: Wenn Politik auf dem Land in Selbstjustiz endet

Screen Video

Nachdem, was erste Berichte und ein Video seit dem 1. Juni 2016 im Netz ergeben, handelt es sich offensichtlich um eine Geschichte tiefer Hilflosigkeit auf allen Seiten, Frust und Gewalt. Und einen langen Anlauf, mit folgenden Überreaktionen. In einem Netto-Geschäft im osterzgebirgischen Arnsdorf zwischen Bautzen und Görlitz wird ein junger Iraker, welcher sich nach Medienberichten und Polizeiangaben in psychologischer Behandlung im örtlichen Krankenhaus befindet, von vier gemeinsam handelnden Männern verprügelt und anschließend an einen Baum gefesselt. Als es am 21. Mai 2016 im Markt ein wiederholtes Problem mit seiner Telefonkarte gibt, greift eine „Bürgerwehr“ des Ortes ein. Ein klarer

Sanitäter unterm Hakenkreuz

Irritierende Bilder: In Colmnitz ist die Wehrmacht zurück

Foto: Marcus Fischer

Nimmt man den geografischen Mittelpunkt Sachsens, könnte man das Örtchen Colmnitz (Klingenberg), gelegen im Osterzgebirge/Sächsische Schweiz, das Herz des Freistaates nennen. Allerdings wohl auch nur in geografischer Hinsicht. Anlässlich der mehrtägigen Feierlichkeiten zur Ersterwähnung der Gemeinde im Jahr 1346 fanden sich beim Festumzug am 29. Mai gegen 13 Uhr auch die Wehrmacht und das Hakenkreuz wieder ein. Eingeladen zum „Schul- und Heimatfest“ hatte der Heimatverein Colmnitz e.V..

Eher Zeit- als eine Städtereise

Mit Konstantin Hermann einmal quer durch die sozialistische Phase des nicht-existenten Sachsen

Foto: Ralf Julke

Die beiden Bücher ähneln sich: Der eine, Martin Kaule, hat „Sachsen 1945 – 1989“ unter die Lupe genommen, der andere, Konstantin Hermann, „Sachsen 1949 – 1990“. Es steht auch beide Male „Historischer Reiseführer“ drauf. Aber tatsächlich hat Hermann etwas vollkommen anderes gemacht. Es ist eher ein kompaktes Geschichtsbuch geworden, das an vielen Stichworten erläutert, wie das war im Sachsen der Nichtstaatlichkeit.

Gemeinsame Kabinettssitzung in Leipzig

Bayern und Sachsen festigen ihre Partnerschaft

Die Staatsregierungen der Freistaaten Bayern und Sachsen haben bei einer gemeinsamen Kabinettssitzung über verschiedene aktuelle Themen beraten. Die beiden Kabinette kamen auf Einladung des sächsischen Regierungschefs Stanislaw Tillich in Leipzig zusammen. Die Landesregierungen waren sich einig, dass die bewährte und sehr gute länderübergreifende Zusammenarbeit fortgeführt und weiter vertieft werden soll. Beide Länder verbindet eine Partnerschaft, die mittlerweile Tradition geworden ist. Weiterlesen. Anmelden und weiterlesen.

Sachsen mal von seiner realsozialistischen Seite

Ein historischer Reiseführer durch die sächsische Geschichte 1945 bis 1989

Foto: Ralf Julke

Die Idee liegt eigentlich auf der Hand. Es gibt wissbegierige Reisende, die wollen sich nicht einfach nur die üblichen „Highlights“ angucken, wenn sie in deutsche Landschaften fahren, die sind an Themen, Zeiten und Geschichte interessiert. Selbst diesem seltsamen Kapitel SBZ und DDR, das man nun wirklich nur im deutschen Osten besichtigen kann. Frustrationserlebnis garantiert.

Fischer und Meyer in liebevoller Distanzierung zur deutschen Trachtenkultur

Herrlich unverschämte Lieder aus dem Land, in dem die Palmen nicht wachsen

Foto: Ralf Julke

Ein wenig experimentell und noch etwas suchend klang es 2012 noch, als "The Fuck Hornisschen Orchestra" die erste Scheibe veröffentlichte: "Hoffnung 3000". Es war wie ein Herantasten an den eigenen Ton. Denn an der Bandbreite des Stils hat es Christian Meyer und Julius Fischer auch damals nicht gefehlt. Vielleicht mussten beide auch nur ein bisschen älter werden. "Männer über 30" eben.

Mitteldeutsche Neujahrsansprachen

Nur Tillich thematisiert Gewalt gegen Geflüchtete

Foto: Laurence Chaperon

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat Gewalt gegen Geflüchtete zum Thema seiner Neujahrsansprache gemacht – im Gegensatz zu seinen Amtskollegen in Thüringen und Sachsen-Anhalt. Dies dürfte auch daran liegen, dass Tillichs Bundesland sämtliche Statistiken über flüchtlingsfeindliche Vorfälle im Jahr 2015 mit großem Abstand anführt.