Artikel zum Schlagwort Satire

Geldbuße für E-Autofahrer

Realer Irrsinn: Satiremagazin „extra 3“ widmet sich Leipziger Umweltzone

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserUmweltzone in Leipzig? Da war doch mal was. Die besonders hitzig und hysterisch geführten Diskussionen liegen mittlerweile zwar schon fast ein Jahrzehnt zurück, doch ganz beruhigt hat sich die Aufregung seit der Einführung der Umweltplakette am 1. März 2011 noch nicht. Aktuell sorgt dank eines Satiremagazins der Fall eines Elektroautofahrers bundesweit für Belustigung. Weiterlesen.

Die gut sortierte Wahrheit nicht nur über sächsische Kassiererinnen, Jugendweihen und Weihnachtsmänner

Die erste Scheibe mit Hörschnitzeln von Anna Mateur

Foto: Ralf Julke

Anna Maria Scholz alias Anna Mateur ist eins jener frappierenden Beispiele dafür, dass aus diesem provinziellen, ungebildeten und trantütigen Fleckchen namens Sachsen noch echte Menschen mit Lebenswitz, Scharfsinn und bissigem Humor kommen können. Trotz alledem, darf man sagen. Trotz alledem, was es auf dieser CD zu hören gibt. Wer Sachsen begreifen will, kommt um Anna Mateur nicht herum. Anmelden und weiterlesen.

Nachdenken über ... Stille

Leo Leu denkt mal über allgegenwärtige Anmachen nach

Foto: L-IZ

Geht es Ihnen auch so? Man geht in den Supermarkt hinein und wird immer schneller, weil einen schon in der Gemüseabteilung eine Musik empfängt, bei der sich die Nackenhaare sträuben? Heute gern auch unterbrochen von fröhöhöhölichen Jingles, in denen einem überdrehte junge Leute mit dem Verstand einer Konservendose erklären, dass heute wieder ein wunderschöner Tag ist und man doch bitte das tolle Dingsbums zum Frühstück mitnehmen soll? Anmelden und weiterlesen.

Die Fuck Hornisschen Version von Holy Night

Die Weihnachts-Schmonzette von Fischer und Meyer endlich als Silberling für Weihnachtsversehrte

Foto: Ralf Julke

Zuletzt saßen sie unter Palmen, jetzt haben sich Julius Fischer und Christian Meyer die Bommelmütze aufgesetzt und den Rauschebart umgebunden. Jetzt ist Weihnachtszeit. Vielleicht da draußen noch nicht, wo das Herbstlaub lodert im frischem Gelb. Aber drinnen in nervösen Stuben geht ja die Panik um: Was schenken wir denn dieses Jahr unseren Lieben? Na was wohl? Eine Scheibe. Anmelden und weiterlesen.

Pullerpause mit turbulenten Folgen

Eine furiose Zwischenlandung in einem Land der Kofferdiebe, Rennpappen und Bud-Spencer-Verehrer

Foto: Ralf Julke

Es ist mausetot, dieses Ländchen namens DDR. Eigentlich. Nur da hinten liegt es noch irgendwo herum, 30 Jahre zurück. Als traurige Konservendose voller Gefühle, Erinnerungen, lächerlicher Sprüche und Bilder. Da will keiner wieder hin. Dumm nur, wenn man beim Urlaub mit dem Zeitreisekoffer da landet. Und nicht wieder weg kommt, wie das Jobst und seiner Mutter Susanne passiert. Anmelden und weiterlesen.

Satire

Beates Geständnis

Karikatur: Schwarwel

Ich habe so dermaßen gehibbelt vor Spannung – sie hat gesprochen! Was gabs? Ein paar Details aus dem intimen Leben des Celebrity Fascho-Girl Number one in Middle-East-Germany? Oder ein paar Beauty-Tipps über ihr provokantes „ich stehe vor Gericht“ – Outfit? Oder einen Einblick in dieses geile, rasante Mörderbraut-Leben im megacoolen Sachsenuntergrund mit schnellen Autos und Bankräuberpisoden? Anmelden und weiterlesen.

In alle Flure geschmissen

Leo kämpft sich durchs Gratis-Werbeblatt für Leipzigs neuesten Erfolgszirkus

Foto: L-IZ

KommentarFür alle LeipzigerHaben Sie auch so ein vages Gefühl, dass der Oberbürgermeister dieser Stadt in einer völlig anderen Welt lebt als Sie und ich? Ich jedenfalls schon. Schon länger. So ein brausiges. Mit jeder Menge Zucker drin. Seit gestern erst recht. Da schmiss wieder so ein reitender Bote bergeweise Papier in alle Hausflure, auch in unseren. Kann auch ein Springer gewesen sein, ein rasenballiger. Weiterlesen.

Marc-Uwe Kling legt mal einen richtig falschen Kalender vor

365 platte Sprüche, den richtigen Sprücheklopfern falsch in den Mund gelegt

Foto: Ralf Julke

Die Welt ist voller Sprüche: Werbesprüche, Politikerzitate, Sprüche aus Filmdialogen, Zitate berühmter Philosophen, Liedzeilen, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen. Die meisten davon sind so flach wie eine überfahrene Bierbüchse. Und trotzdem hat man den ganzen Krempel im Ohr. Die Jungs, die mit Marc-Uwe Kling regelmäßig auf der Bühne stehen, können ein Lied davon singen. Anmelden und weiterlesen.

Schwarwels Fenster zur Welt

Der #Lexit kommt!

Karikatur: Schwarwel

Es ist soweit, Brüder und Schwestern des Ostens. Leipzig stimmt ab, die Vorbereitungen laufen, die sozialen Netzwerke formieren sich. In oder Out ist die Frage. Wir wollen raus aus der EU! Natürlich nur, um endlich mal die Regeln für unsere schöne Stadt allein verhandeln zu können. „Mehr Basis, alle Macht den Kommunen, Rassisten raus!“ unser Schlachtruf – die stolze Bürgerstadt bricht auf. Denn wir haben eine Menge zu bieten und werden uns gleichzeitig mit London zur neuen Regional-EU zusammenschließen. Der gemeinsame Hashtag #Lexit verbreitet sich rasant, weitere Städte folgen. Ein paar saftige Abwertungen und Schuldzuweisungen gegen andere haben wir Anmelden und weiterlesen.

Gemeinsam gegen den Terror!

Schwarwels Fenster zur Welt: Endlich wieder Ruhe im Freital

Karikatur: Schwarwel

Ist das nicht schön? Alle so vereint im Kampf „gegen den rechten Terror“. Das ganze Sachsenländle steht Kopf und klatscht mit den Füßen Beifall – das Abendland ist gerettet. Endlich hat man diese seltene deutsche Spezies „Rechtsterrorist“ zwischen Busch und Feld gestellt. Und eine Terroristin – so viel Zeit und Gleichstellung der Frau sollte man bei einer Razzia mitbringen. In Freital! Jaha! Da wo sich Hase und Igel schon lange keine Rennen mehr liefern, sondern seit Jahren irgendwo unterm Baum pennen. Unsinnig zu fragen, was der Verfassungsschutz wusste. Anmelden und weiterlesen.

Eine Satire gerät zur Staatsaffäre

Gastkommentar von Christian Wolff: Böhmermann – wo ist das Problem?

Foto: L-IZ.de

Eine Satire gerät zur Staatsaffäre. Warum? Weil die Bundesregierung, insbesondere Bundeskanzlerin Angela Merkel, mit der Satire von Jan Böhmermann so umgeht, als handele es sich um eine bedeutungsvolle Einlassung einer relevanten politischen Gruppierung und als ginge von ihr eine Gefahr aus. Dabei ist das viereinhalbminütige kabarettistische Ping-Pong-Spiel zwischen Böhmermann und seinem Kompagnon Ralf Kabelka lediglich eine zugespitzte Reaktion auf eine politische Reaktion auf einen satirischen Beitrag eines anderen Kabarettisten, Christian Ehring. Anmelden und weiterlesen.

Satire, Hiciv, сатира (ist seit Neuerem in Überschriften mind. dreisprachig zu kennzeichnen)

Schwarwels Fenster zur Welt: Was die Männer nur immer haben!

Karikatur: Schwarwel

Böhmermann hier, Böhmermann da, jetzt wird er auch noch bedroht? Gehört das noch zur Show oder geht es tatsächlich um ein Staatsoberhaupt mit einem - eventuell, mutmaßlich, vielleicht, volksmundlich (für Anwälte) - sehr, sehr, sehr großen Auto? Da stellt dieser notorische Antispaß und 1.800-fache Gerichtshansel doch tatsächlich eine persönliche Strafanzeige und fordert „seine“ Freunde in Deutschland zum Protest auf? Ergebnis: Personenschutz und Sendeschluss. Das nennt man doch mal eine Kanone auf einen Spatzen richten. Sind ihm tatsächlich schon die eigenen Journalisten ausgegangen, die er noch verknacken, drangsalieren und bedrohen kann? Anmelden und weiterlesen.

Kommentar

Mal etwas über Kunstfreiheit, das Grundgesetz und einen neuen Satiriker mit Wirkung

Karikatur: Schwarwel

Es ist großartig zu erleben, was für eine teils unsinnige, überpolitisierte und leider oft strunzdumme Debatte zu Jan Böhmermanns ZDF-Satire rings um ein Gedicht angeblich über Recep Tayyip Erdoğan geführt wird. In den sozialen Netzwerken so und so – hier ist noch nicht einmal das gesamte Video bekannt, da weitgehend gelöscht. Dabei gerät die Genialität des satirischen Kunstwerkes fast in den Hintergrund, auch für seinen Brötchengeber ZDF, da sich nach den weiträumigen Löschungen alle auf den Inhalt des Gedichtes konzentrieren. Doch selbst das Schmäh-Gedicht an sich ist eine Parodie und somit gesetzlich gedeckt. Weiterlesen.

Fischer und Meyer in liebevoller Distanzierung zur deutschen Trachtenkultur

Herrlich unverschämte Lieder aus dem Land, in dem die Palmen nicht wachsen

Foto: Ralf Julke

Ein wenig experimentell und noch etwas suchend klang es 2012 noch, als "The Fuck Hornisschen Orchestra" die erste Scheibe veröffentlichte: "Hoffnung 3000". Es war wie ein Herantasten an den eigenen Ton. Denn an der Bandbreite des Stils hat es Christian Meyer und Julius Fischer auch damals nicht gefehlt. Vielleicht mussten beide auch nur ein bisschen älter werden. "Männer über 30" eben. Anmelden und weiterlesen.

Lesedüne mausert sich zur Bühne 36

Neuer Name, erstes Buch und immer wieder dieses Känguruh

Foto: Ralf Julke

Da waren es noch vier: Julius Fischer, Marc-Uwe Kling, Sebastian Lehmann und Maik Martschinkowsky. Vormals mit Kolja Reichert die Mannschaft der "Lesedüne". Der Kolja ist ihnen irgendwie abhanden gekommen. Da haben sie sich einfach umbenannt. Seit Dezember heißt die Truppe "Bühne 36". Klingt irgendwie sehr heftig. Hat aber nur mit dem Klub zu tun, in dem sie am häufigsten lesen: dem "SO36" in Berlin. Anmelden und weiterlesen.

Schwarwels Fenster zur Welt

Terror in Deutschland: Verhaftungswelle droht

Karikatur: Schwarwel

Alles schaut auf Paris, trauert und ist entsetzt. Dabei wurde in den letzten Stunden eine Meldung kaum wahrgenommen, die in Sachsen und ganz Deutschland für ebenso viel Wirbel und zudem ruhigere Montage in Dresden und Leipzig sorgen könnte. Wie der sächsische Verfassungsschutz bereits gestern mitteilte, wurden alle Pegida- und Legida-Teilnehmer vorsorglich erfasst und sollen in den kommenden zwei Tagen verhaftet werden. Es sei ein Verfahren, wie einst in Abu Ghraib und Guantanamo Bay. Titel der Aktion sei "Big Reinhole 2". Die deutschen Behörden haben unterdessen auch den bayrischen Minister Markus Söder ins Visier genommen. Weiterlesen.

Die Schönheitsindustrie als Alptraum

Was passiert, wenn Anna mit sich eigentlich zufrieden ist und dann zum Pinsel greift

Foto: Ralf Julke

Bei diesem Buch ist Vorsicht angeraten. Steht zwar Bilderbuch drauf, ist aber nichts, was man Kindern in die Hand geben sollte. Zumindest, wenn sie gut schlafen sollen. Denn dieses Buch ist ein Alptraum. Alptraum mit P, nicht dieser verweichlichte Albtraum, den uns die letzten "Sprachreformer" serviert haben. Ein gar nicht so fern liegender Alptraum. Junge Frauen wissen das. Anmelden und weiterlesen.

Lauter kleine Satiren, Parodien und Schweijkiaden

Matthias Biskupek beschreibt seine Lehrzeit als Staatsbürger, Weltreisender und Vielleichtrenter

Foto: Ralf Julke

Eigentlich hat er seinen 65. noch vor sich. Den feiert Matthias Biskupek erst im Oktober. Aber wer gewitzt ist, baut vor und schreibt das Buch zum hypothetischen Eintritt ins Seniorenalter schon vorher fertig. Auf die Idee, eine Geschichte mit dem Titel "Der Rentnerlehrling" zu schreiben, kam der Autor aus Rudolstadt ja schon vor Jahren. Die schlummerte in einer Schublade oder irgendwo auf der Festplatte des Rechners. Anmelden und weiterlesen.

Eine Wiederbegegnung der satirischen Art

U. S. Levin seziert mit gnadenloser Spitze die Tragödie des ganz gewöhnlichen Ehelebens

Foto: Ralf Julke

Eigentlich hat U. S. Levin Zeitungen und Zeitschriften in den vergangenen Jahren immer nur den Stoff geliefert, den sie haben wollten: Satirisches für ganz einfache Leute, nicht zu abgehoben, frisch aus ihrer eigenen Welt, in der man nun einmal verheirat ist, Auto hat, Häuschen hat, Fernseher besitzt und die größte Angst hat, beim Seitensprung erwischt zu werden. Anmelden und weiterlesen.