Artikel zum Schlagwort Urheberrecht

2017 – was kommt?

Die Einzelvergütung für Digitalkopien urheberechlich geschützter Lehrmaterialen an Hochschulen kommt so nicht

Foto: Ralf Julke

Am Ende haben sie dann doch noch alle die Kurve bekommen und eine falsche Entscheidung korrigiert: Die Kultusministerkonferenz (KMK), die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) haben sich am Freitag, 23. Dezember, darauf verständigt, dass „für Nutzungen nach § 52a UrhG an Hochschulen bis 30. September 2017 nochmals eine Pauschalvergütung gezahlt wird.“ Bei der Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke bleibt es also im neuen Jahr vorerst beim Alten. Anmelden und weiterlesen.

Dr. Eva-Maria Stange: „Auch digital müssen wissenschaftliche Publikationen für Lehre und Forschung zugänglich sein“

Sachsens Wissenschaftsministerin begrüßt neue Gespräche zur Einigung beim Urheberrecht

Foto: Götz Schleser

„Studierende und Forscher sind auf einfache digitale Zugänge zu wissenschaftlichen Publikationen angewiesen. Ich freue mich, dass Vertreter der Kultusministerkonferenz, der Hochschulrektoren und der Verwertungsgesellschaft Wort jetzt nach einer Lösung suchen, die genau diesen freien Zugang zum Wissen ermöglichen soll“, erklärt Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange. Weiterlesen.

VG Wort

Holger Mann (SPD): Erwarten Moratorium – digitalisierte Texte in Wissenschaft erhalten

Foto: Götz Schleser

Holger Mann, Sprecher für Hochschule und Wissenschaft sowie für Digitalisierung der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, zur Wiederaufnahme von Gesprächen zur Nutzung digitaler Texte an Hochschulen: „Ich begrüße die heute erzielte Einigung der Länder mit der VG Wort und der Hochschulrektorenkonferenz. Die Wiederaufnahme der Gespräche und das in Aussicht gestellte Moratorium verhindern einen digitalen Gau, konkret: Die Löschung digitaler Lernmittel an den Hochschulen bis zum 1. Januar.“ Weiterlesen.

Wenn eine VG Wort das Urheberrecht zum Bürokratiemonster macht

An Sachsens Hochschulen droht ab Januar ein kompletter digitaler Lehrbuchverzicht

Foto: Ralf Julke

Eigentlich kann man die VG Wort nur auflösen. In der jetzigen Form ist diese Verwertungsgesellschaft nicht nur ein Verteilmechanismus für eine kleine Zahl Urheber-Eliten, sie erweist sich auch immer mehr als eine Einrichtung, die ihre Verteilungsmacht dazu nutzt, freie Informationsflüsse zu zerstören. Die Studierenden der Uni Leipzig haben jetzt schon das Gefühl, in einen völlig ungewollten Streik hineingedrängt zu sein. Anmelden und weiterlesen.

Europäisches Netzrecht macht neu

Internetrecht: Wer Links setzt, kann in Haftung genommen werden

Screenshot des PDFs von der Seite Spirit Legal

Für alle LeserAm 18. November 2016 gab es gemäß einer Publikation der klagenden Leipziger Rechtsanwaltskanzlei „Spirit Legal LLP“ am Hamburger Landgericht einen leisen aber heftigen Dammbruch im Netzrecht. Verhandelt wurde die einstweilige Verfügung gegen einen Betreiber einer Netzseite, welcher ein Foto verlinkt, also nicht auf der eigenen Seite eingestellt hatte. Dieses Bild unterlag dem Urheberrecht und war durch die andere, von ihm verlinkte Seite unberechtigt genutzt worden. Die zu entscheidende Frage vor dem Landgericht Hamburg war also: Haftet auch der Seitenbetreiber, welcher lediglich auf das Bild verlinkt hatte? Am 8. Dezember 2016 lud nun die klagende Kanzlei das Weiterlesen.

FIGHT FOR YOU RIGHT geht in Leipzig die zweite Runde – AG Animationsfilm lädt zum verbalen Ringkampf

Das bundesdeutsche Urhebervertragsrecht soll geändert werden, um die Kreativen im Land zu stärken. Urheber und ausübende Künstler sollen für ihre Leistungen künftig fairer bezahlt werden. AG Animationsfilm e.V. sieht es als wichtiges Anliegen, über diese Veränderungen im Urhebervertragsrecht praxisbezogen und verständlich zu informieren und auf die Auswirkungen aufmerksam zu machen. Anmelden und weiterlesen.

Urteil am Landgericht um kino.to und kinox.to

Drei Jahre und vier Monate für Betreiber von Streamingseite

Foto: Martin Schöler

Der Betreiber Avit O. (32) der vormals beliebten Video-Streaming-Portale kino.to und kinox.to ist am Montag am Landgericht Leipzig wegen der Beihilfe zur geschäftsmäßigen Verwertung von urheberrechtlich geschützten Werken in insgesamt 2.890 Fällen verurteilt worden. Drei Jahre und vier Monate muss O. nun ins Gefängnis, sollte das Urteil rechtskräftig werden. Anmelden und weiterlesen.