Artikel zum Schlagwort Weimarer Republik

Zeitreise 1927 – Auszug aus der aktuellen LEIPZIGER ZEITUNG

Die „goldenen 20er“ in Leipzig (Teil 5): Weil das heute noch so ist, weil das immer schon so war

Foto: Pro Leipzig Verlag

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 43Wir leben in supermodernen Zeiten. Meinen wir ja gern. Schaut man sich jedoch so manchen „Megatrend“, also eine langlebige gesellschaftliche Gewohnheit an, stellt man leicht fest, wie 90 Jahre im Rückblick zusammenschnurren. Noch heute trinken wir unseren Kaffee, um ein wenig heller durch den Tag zu hasten, der politische Streit ist uns auch geblieben, das Vermietungsgeschäft an Messegäste läuft und in so mancher Ehe soll es noch so sein, wie in diesem ominösen „Früher“, wo „alles besser war“. Nur die „schlüpfrigen Filme“ schauen wir wohl nun endgültig eher im Heimkino und eine „Auswanderungsberatung“ gehört Weiterlesen

Zeitreise 1927 – Auszug aus der aktuellen LEIPZIGER ZEITUNG

Die „goldenen 20er“ in Leipzig (Teil 4): Verrohte politische Sitten, ein Tafelvorgänger und im Stadtrat rappelts mal wieder

Foto: Pro Leipzig Verlag

LEIPZIGER ZEITUNG/Ausgabe 42Die Frühjahrsmesse steht an in Leipzig. Umtriebiges Gewimmel gibt es bereits im Vorfeld, es werden einerseits dringend noch Fachkräfte gesucht, andererseits stehen die Bedürftigen am heutigen MDR-Gelände Schlange um ein Stück Fleisch. Im Rathaus wird gestritten was das Zeug hält und so mancher verliert dabei seine guten Sitten und die Fakten aus dem Auge. Und eine sachsenweite Weltberühmtheit dichtet in der Neuen Leipziger Zeitung. Nein, nein. Wir sind immer noch im Jahr 1927 in der aufstrebenden Messemetropole Leipzig. Weiterlesen

Zeitreise 1927 – Auszug aus der aktuellen LEIPZIGER ZEITUNG

Die „goldenen 20er“ in Leipzig (Teil 3): Eine echte Prise Weimarer Luft schnuppern oder #MakeMonarchyGreatAgain

Foto: Pro Leipzig Verlag

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus der Ausgabe 42Das Kaiserreich und seine Anhänger bleiben im politisch fragilen Jahr 1927 weiter präsent. Dies zeigt sich auch an den Personen, welche nun wieder die Geschicke der Deutschen lenken. So auch der oberste Heeresleiter im I. Weltkrieg und „Dolchstoß“-Erfinder, Paul von Hindenburg, welcher nun Reichspräsident in der Republik ist. Und auch unter den gewählten Parlamentariern finden sich genügend Gestrige, die mit der Demokratie nach wie vor nicht viel anfangen können. Eindrücke vom Zeitgeschehen vermittelt wie gewohnt die „Neue Leipziger Zeitung“ (NLZ). Weiterlesen

Zeitreise 1927 – Auszug aus der aktuellen LEIPZIGER ZEITUNG

Die „goldenen 20er“ in Leipzig (Teil 2): Fake News, Streit um Augustusplatzbebauung und Wohnungsnot im Jahr 1927

Leipzig von oben um 1927. Bild: Pro Leipzig Verlag

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 41Während sich heute die Sorgen im globalen Heptagon Russland, USA, Großbritannien, Deutschland, China und Indien abspielen, ist Reichsaußenminister Gustav Stresemann Anfang 1927 besorgt um die englisch-russischen Beziehungen. Aufgrund der Krise zwischen beiden Staa­ten soll sogar noch mal der „Völkerbund“ zusammentreten – unter Stresemann, der damals sogar den Vorsitz führt. Die Beunruhigung sei aber laut eines diplomatischen Korrespondenten des „Daily Telegraph“, der immerhin damals in der NLZ schreibt, unrichtig gewesen. Fake-News-Alarm! Weiterlesen

Zeitreise 1927 – Auszug aus der aktuellen LEIPZIGER ZEITUNG

Die „goldenen 20er“ in Leipzig (Teil 1): Verdammt lang her?

Foto: Pro Leipzig Verlag

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus Ausgabe 41Nie wieder zweite Liga! So müssen sich die Leipziger in diesen Jahren in der Grün­dungsstadt des DFB (1900) wohl gefühlt haben, angesichts des scheinbar unaufhaltsamen Aufstiegs der nordwestsächsischen Metropole an Elster und Pleiße. Der 1878 gegründete Leipziger Zoo erfreut sich eines weltweiten Renomées, so mancher schaut beim Scharwenzeln über den Königsplatz zu einem der schönsten Rathäuser Deutschlands hinauf. Die Kleinmesse am Cottaweg ist gut besucht, man findet irgendwie sein Aus­kommen in dieser noch jungen Republik. Weiterlesen

Plauen, Leipzig, Berlin und das tragische Ende in den Mühlen des NS

Zum ersten Mal würdigt eine opulente Werkausgabe den Künstler Erich Ohser, den fast jeder als e. o. plauen kennt

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNein, ein runder Geburtstag ist nicht der Grund für dieses dicke Buch, das sich nicht nur Freunde der „Vater und Sohn“-Geschichten mit Freude ins Regal stellen werden. Manche werden durch das Buch erstmals erfahren, dass hinter dem Pseudonym e. o. plauen ein Mann namens Erich Ohser steckt. Und dessen Karriere begann – natürlich, wo sonst? – in Leipzig. In einer Zeit, als hier noch Karrieren starteten. Weiterlesen

Reformen unterm Zeichen von Inflation und Wirtschaftskrise

Wie Sachsens Regierung und die Universität Leipzig in der Weimarer Republik miteinander umgingen

Foto: Ralf Julke

Eigentlich hatte sich Beatrix Dietel vorgenommen, ihre große Studie zur Universität Leipzig in der Weimarer Republik bis zum großen Uni-Jubiläum 2009 fertig zu kriegen. Immerhin hatte sie 2004 damit begonnen. Aber dann entpuppte sich das scheinbar so einfache Thema als eine echte Mammutarbeit. Nicht mal deshalb, weil die Weimarer Zeit in Sachsen eine echte Achterbahnfahrt war. Weiterlesen

Wie Herr H. zum Radikalen wurde

Der Historiker Thomas Weber demontiert die frühen Münchner Legenden des Selfmade-Nazis Adolf Hitler

Foto: Ralf Julke

2011 sorgte der Historiker Thomas Weber für den ersten Paukenschlag, als er mit „Hitlers erster Krieg“ erstmals ausführlich beleuchtete, was Adolf Hitler im Ersten Weltkrieg eigentlich so trieb. Und er entsorgte damit auch gleich mal einen ganzen Stapel von Legenden, die bis heute durch die Hitler-Literatur geistern. Jetzt hat es Weber auch gleich noch für die Jahre getan, in denen aus Hitler tatsächlich erst ein Nazi wurde. Weiterlesen

Mord und Totschlag im Berliner Milieu

Ein paar Blitzlichter in die dunklen Abgründe Berlins in den Jahren 1914 bis 1933

Foto: Ralf Julke

Mord und Totschlag haben Menschen schon immer in ihren Bann gezogen. Das war im Mittelalter so, das war auch vor 100 Jahren so. Zeitungen berichteten ausführlich über spektakuläre Verbrechen. Polizeikommissare führten ein neugieriges Publikum in zwielichtige Kneipen oder schrieben schon damals stimmungsvolle Memoiren. Stoff genug für Regina Stürickow, ein Stück Alt-Berlin wieder zum Leben zu erwecken. Weiterlesen