Neue Seiten im Nationalatlas

Was Patentanmeldungen über das West-Ostgefälle bei deutschen Unternehmen sagen und was nicht

Die Mitarbeiter des Leibniz-Institut für Länderkunde in Leipzig waren wieder fleißig und haben neue Karten für den digitalen Nationalatlas angefertigt. Karten sind sehr aussagekräftig, wenn man zum Beispiel die Verteilung bestimmter Dinge zeigen will – von finanzieller Wirtschaftskraft zum Beispiel. Patentanmeldungen zeigen zum Beispiel, wie schwach der Osten auf der Brust ist.

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Sachsens Kommunen können nur ein Viertel ihres Haushalts durch eigene Steuereinnahmen bestreiten
Reiches Sachsen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Es gibt eine sinnfällige Kenngröße, die zeigt, ob Kommunen ihre Finanzierung aus eigener Kraft stemmen können – oder eben nicht. Das ist die Steuerdeckungsquote, also der Anteil im Haushalt, den die Kommunen aus eigenen Steuereinnahmen abdecken können. Und auch 26 Jahre nach der „Wende“ sind Sachsens Kommunen arm. Nur ein Viertel ihrer Ausgaben können sie über eigene Steuereinnahmen absichern.
Auch Sachsens Polizei beobachtet „Gefährder“, aber vor allem aus dem rechten und linken Milieu
Unter Beobachtung. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Manchmal sind die beiden innenpolitischen Sprecher von Linksfraktion und Grünenfraktion im Sächsischen Landtag, Enrico Stange und Valentin Lippmann, wie kommunizierende Röhren. Fast zeitgleich stellen sie Anfragen ganz ähnlichen Inhalts an die Staatsregierung. Nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz wollten beide gern wissen, wie viele „Gefährder“ in Sachsen registriert sind.
Die Investitionsquoten sächsischer Kommunen sind regelrecht abgesoffen
Investitionsquoten in sächsischen Kommunen. Grafik: L-IZ

Grafik: L-IZ

Eigentlich müsste Sachsens Finanzminister erschrecken. Da ist gewaltig etwas schiefgelaufen bei der Finanzausstattung der sächsischen Kommunen. Die Staatsregierung freut sich zwar immer wieder über die exorbitant hohen Investitionsquoten des Freistaats. Aber dafür saufen die Investitionsquoten der Kommunen regelrecht ab.
Mit „Shane Calhoun“ legt Dieter Döhrel seinen ersten Western vor
Dieter Döhrel: Shane Calhoun. Das Ende des Regenbogens. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Jungen haben Träume. Träume verwandeln sich in Geschichten und Filme. Als Dieter Döhrel jung war, dominierten Western aus Hollywood die deutschen Kinos und an den Kiosken gab es Fluten von Wild-West-Magazinen. Drüben im Westen natürlich. Im Osten gab es bis 1982 nicht mal Karl May zu kaufen. Was Gründe hatte.
DHM 2017: David Storl und Alexander John holen Gold und Silber
GOLD für Kugelstoßer David Storl vom SC DHfK Leipzig. Eine Überraschung war es zwar nicht, aber trotzdem schön. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserEs ist das, worauf sich die Blicke richten, das Metall um den Hals der Athleten. Und doch nicht das einzig Wichtige, wie auch der scheidende DLV-Präsident Clemens Prokop erklärte: „Es sollte nicht nur um Rekorde gehen, das kann auch Fehlanreize liefern oder gute Leistungen schmälern.“ Von diesen gab es am ersten Tag der 64. Deutschen Meisterschaften in der Halle allerdings genug.
Ticketverlosung: A4u – Die ABBA Revival Show im Haus Leipzig
ABBA4u. Foto: Sören Kahle

Foto: Sören Kahle

VerlosungABBA – einzigartig als Band und unverwechselbar. Die ABBA Revival Show „A4u“, seit 2001 mit den gleichen professionellen und charismatischen Künstlern auf der Bühne, setzt ihre weltweit erfolgreiche Konzertreihe in Leipzig fort: Am Freitag, 24. März 2017, um 20 Uhr im Haus Leipzig.
Nach zwei Niederlagen am Stück reist RB Leipzig zu formstarken Gladbachern
Starker Gegner: Wird sich TImo Werner gegen Gladbach erneut durchsetzen? Foto: GEPA Pictures

Foto: GEPA Pictures

Zum ersten Mal in der Ära Hasenhüttl hat RB Leipzig zwei Pflichtspiele in Folge verloren. Da sämtliche Verfolger am vergangenen Spieltag ebenfalls patzten, können die Rasenballer jedoch weiter entspannt auf die Tabelle blicken. Nun steht das schwere Auswärtsspiel bei den formstarken Gladbachern auf dem Programm. Gegen die Konterspezialisten muss RBL auf Abwehrchef Orban und Stürmer Poulsen verzichten.
Einkesselung bei Anti-AfD-Demo: Amtsgericht stellt Bußgeldverfahren ein
Der Haupteingang des Leipziger Landgerichts. Foto: Lucas Böhme

Foto: Lucas Böhme

Ganze 100 Euro bleiben ihm erspart. Die hätte Hans-Jörg K. (42) zahlen sollen, weil er am 18. November 2015 in eine Polizei-Einkesselung von etwa 50 Demonstranten geriet und sich aus der unerlaubten Ansammlung nicht entfernt habe, so der Bußgeldbescheid. Die Gruppe hatte damals vor dem Landgericht gegen eine Kundgebung der „Alternative für Deutschland“ protestiert, die auf dem gegenüberliegenden Simsonplatz stattfand.
500 Jahre Zerstörung einer Filterblase
Eine Banane ist eine Banane ist eine Banane. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

„Kurz die Welt retten – mit Facebook, versteht sich“, betitelte „Spiegel Online“ am Freitag, 17. Februar, einen Artikel, in dem er Marc Zuckerbergs neuesten Brief an „unsere Gemeinschaft“ analysierte. Ein Brief, der eine Art Statement sein könnte zu den Problemen von „Facebook“, die Sache mit Lügen, Verleumdungen, Hassreden irgendwie in den Griff zu bekommen. Und Zuckerberg gehört zu den Leuten, die glauben, Maschinen könnten das in den Griff bekommen.
Grüne beantragen eine zukunftsweisende Strategie für Leipzigs Kreativschaffende
Das Westwerk mit Kaiserbad. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDas Thema Westwerk schlägt Wellen. Auf einmal steht eine Frage wieder im Raum, die Leipzigs Verwaltung lieber gern auf kleiner Flamme kocht: Wo bleiben die bezahlbaren Freiräume für Leipzigs Kreative? „Der Druck auf Freiräume und Platz für Kreativschaffende in Leipzig wächst“, stellt jetzt auch die Grünen-Fraktion wieder fest. Sie hat einen Antrag „Leipziger Förderprogramm für Kreativschaffende“ gestellt.
SPD-Fraktion fordert eine Strategie eCulture für Leipzig
Mediennutzung in der Rössler-Ausstellung des Stadtgeschichtlichen Museums. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

So langsam spricht es sich auch in den Leipziger Ratsfraktionen herum, dass es in Leipzig auch außerhalb von Autobau, Logistik und Hotelgewerbe noch eine andere Wirtschaft gibt. Eine höchst kreative zum Beispiel, die bislang von der Stadtpolitik kaum wahrgenommen wurde. Und die braucht eCulture, findet SPD-Stadträtin Katharina Schenk. Auch wenn es erst einmal nur um digitale Datenbanken geht: Museum Online.
Ökolöwe fordert eine komplette Kompensation für die gefällten Bäume an der Jablonowskistraße
Der künftige Bauplatz an der Jablonowskistraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Leipzig ist zu einer Stadt geworden, in der immer mehr Dinge knapp werden – zuallererst einmal Platz. Nutzbarer Platz für all die Sachen, die eine wachsende Stadt braucht: Schulen, Kitas, Wohnungen, Bäume. Das kann zum Dilemma werden – so, wie es gerade für den geplanten Schulneubau an der Jablonowskistraße passiert. Die Stadt geht ans Bäumefällen – hat aber nicht genug Ersatz.
Die aufregende Geschichte von Reclam Leipzig zwischen Kriegsende und Mauerfall
Ingrid Sonntag (Hrsg.): An den Grenzen des Möglichen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Der Ch. Links Verlag hat schon mit einigen Veröffentlichungen zu den legendären Verlagen der Buchstadt Leipzig geglänzt. Es ist schlicht folgerichtig, dass auch dieses Buchprojekt bei diesem emsigen Berliner Verlag gelandet ist. In gewisser Weise ist es das auf 540 Seiten gebündelte Ergebnis eines Forschungsprojekts: des Reclam-Projekt der Leipziger Buchwissenschaftler.
Todeswünsche für „Bimbos“ auf Facebook: Haftstrafe für mutmaßlichen Urheber
Amtsgericht Leipzig. Foto: Lucas Böhme

Foto: Lucas Böhme

Die „Kanalisierung des Unmuts vermeintlich benachteiligter Schichten“ als eine Funktion des Internets sei wohl im vorliegenden Fall eine nur allzu treffende Beschreibung, konstatierte Amtsrichter Hans Weiß am Donnerstag. Zuvor hatte er einen massiv vorbestraften jungen Mann wegen Volksverhetzung zu sechs Monaten Haft verurteilt. Nach Überzeugung des Gerichts war er derjenige, der „Bimbos“ in einer Facebook-Gruppe den Tod wünschte.
Burkhard Jung will mit dem Mätthäikirchhof die Diskussion ums Freiheitsdenkmal schon mal auf Kurs bringen
Waldemar Otto: Die Bürger von Leipzig. Repro: L-IZ

Repro: L-IZ

Wer gedacht hätte, dass die entscheidenden Köpfe bei ihrem Versuch, in Leipzig ein Freiheits- und Einheitsdenkmal zu errichten, irgendetwas gelernt hätten, der sah sich am 15. Februar von einem LVZ-Artikel eines Besseren belehrt: „OBM für Matthäikirchhof. Neuer Termin, neuer Ort: Wieder Bewegung beim Leipziger Freiheitsdenkmal“. Da war die Wunschanmeldung der Stiftung Friedliche Revolution gerade zwei Wochen alt.