Zu Besuch bei wegweisenden Initiativen (3)

Über die wohltätige Arbeit von TiMMi ToHelp e.V.

Für alle LeserLZ/Auszug aus Ausgabe 59Zum Monatsende werde es bei vielen einmal wieder knapp und das schlüge sich auch in der Planung der nächsten Verteilerrunde nieder, lese ich auf dem Instagram-Account des Vereins TiMMi ToHelp, der aktive Hilfe für wohnungslose Menschen in Leipzig betreibt. Am Ende seien dann aber doch noch genügend Spenden zusammengekommen, sodass es auch diesen Donnerstag wieder auf die Straße gehen konnte.

Jeden Donnerstag zur selben Zeit und bei jedem Wetter finden diese Verteilerrunden statt. Ein Team aus mindestens 3 Personen geht mit 2 bis 3 Carebags – großen Rucksäcken gefüllt mit belegten Brötchen, Hygieneartikeln, Bekleidung, Süßigkeiten und Nervennahrung, Kaffee in Thermoskannen, sowie Hundefutter – hinaus auf die Straße und verteilt im Zentrum von Leipzig Spenden an Obdachlose. Heute ist Montag und ich treffe mich mit Sandra, Billy, Linda und Kay von TiMMi ToHelp e.V. zu einem Kaffee und einem Gespräch.

Zusammenschluss zweier Initiativen

Der Verein besteht derzeit aus 6 festen Mitgliedern, sowie einem Dutzend ehrenamtlich Helfenden, die sich über die interne Facebook-Gruppe von TiMMi ToHelp organisieren und den Verein bei den allwöchentlichen Donnerstagsrunden und bei der Akquise, Aufnahme und Verteilung von Spenden unterstützen.

Den Verein gibt es seit Herbst 2016. Er hatte sich ursprünglich auf die Organisation von Spendentransporten und Umzügen von Geflüchteten aus zentrale in dezentrale Unterbringungen spezialisiert. Sandra, die von Anfang an dabei war, hatte dann Billy und Kay kennengelernt, die sich parallel zu TiMMi ToHelp privat in der Obdachlosenhilfe engagiert hatten. Die beiden hatten ursprünglich ganz privat verarmten, drogenabhängigen Jugendlichen in ihrer Nachbarschaft in besonders krassen Notlagen geholfen, Entrümpelungen durchgeführt und einige der Jugendlichen sogar bei sich aufgenommen, bis sie sich eingestehen mussten, dass sie diese Arbeit allein nicht mehr stemmen konnten.

Dann lernte der Verein Billy und Kay kennen und bald darauf beschloss die Runde, die beiden Initiativen zusammenzulegen. Engagement für Geflüchtete schließt Engagement für Obdachlose ja nicht aus und umgekehrt verhält es sich genauso: Menschen in Not sind Menschen in Not.

Das Besondere an der Aufstellung des Vereins ist, dass TiMMi ToHelp nicht aus Sozialarbeitern mit dem entsprechenden institutionellen Hintergrund besteht, sondern dass hier Menschen privat mit Wohnungslosen interagieren und sogar miteinander zusammenarbeiten. Zum Team gehört ein Obdachloser, der sich mittlerweile als festes Mitglied des Vereins engagiert. Anfangen hatte es damit, dass er während einer Donnerstagsrunde Hundefutter, welches er übrig hatte, zum Weiterverteilen an andere Obdachlose überließ; danach war er auf jeder Runde dabei. Er kennt die Leute auf der Straße und weiß genau, wie man mit ihnen umgehen muss. Somit fungiert er mittlerweile als eine äußerst wichtige Vertrauensperson bei der Kontaktaufnahme.

Sozialarbeit im klassischen Sinne kann der Verein nicht leisten. Nicht nur deshalb, sondern auch aus einem Selbstverständnis heraus kooperiert TiMMi ToHelp mit den städtischen Streetworkern. Man ist miteinander vernetzt, tauscht sich aus und holt sich Rat und Hilfe für Härtefälle; so etwa bei besonders schwer Erkrankten. Der Verein versteht sich als Ergänzung: Der Vorteil ist hier ja der, dass Obdachlose keine Angst oder Scham vor „der Stadt“ haben müssen. Wen die Streetworker der Stadt nicht erreichen, erreicht so möglicherweise der Verein.

Begegnung auf Augenhöhe

Im Prinzip ist auch hierzulande kein Mensch davor gefeit, eines Tages auf der Straße zu landen. Vielleicht ist das der Grund, weshalb TiMMi ToHelp in unserem Gespräch den gegenseitigen Respekt bei den Begegnungen mit Bedürftigen immer wieder betont.

Die Basis aller Kontakte ist Vertrauen und Sensibilität, meint Linda. Schließlich ist bei aller Bedürftigkeit ja niemand gezwungen, die Hilfe des Vereins anzunehmen und gerade am Anfang ist das Misstrauen der Menschen auf der Straße nicht selten recht hoch. Diese haben schlicht Angst davor, dass hier Leute am Werk sein könnten, die ihnen das letzte, das sie noch haben – Pfandflaschen etwa – stehlen wollen. Menschen, die in Wohnungen leben, schließen ihre Tür doppelt ab; Menschen auf der Straße tragen ihr Hab und Gut bei sich; so etwa eine alte Dame, die ihren kompletten Besitz in zwei Einkaufswägen durch die Nebenstraßen der Stadt zerrt.

Der erste Schritt bei der Kontaktaufnahme ist daher immer der, die unsichtbaren Barrieren zwischen den Schichten, die das Team von TiMMi auf der einen Seite und die Obdachlosen auf der anderen Seite repräsentieren, abzubauen. Das funktioniert durch innere Überzeugung, Höflichkeit, den Mut, Blickkontakte zu halten und auszuhalten, vor allem aber auch über die Regelmäßigkeit der Begegnung. Das Team legte von Anfang großen Wert darauf, zur selben Zeit am selben Ort zu sein, um so zu beweisen, dass es ihnen wirklich ernst um ihr Angebot ist. Zudem entwickeln sich bei manchen der Betroffenen die Bedürfnisse ja auch erst mit der Zeit.

Denn wenn wir oftmals auch das Klischee des bettelnden Menschen auf der Straße verinnerlicht haben, so ist es doch eher so, dass viele Obdachlose nur dann ihre Bedürftigkeit äußern und betteln, wenn es ihnen absolut notwendig erscheint, sie eine persönliche Schmerzgrenze erreicht haben, die man im Allgemeinen wahrscheinlich bereits viel früher ansetzen würde. Nicht wenige verzichten aus Scham oder aber aus innerer Überzeugung darauf, zum Arzt zu gehen und ziehen sich in den verborgenen Bereichen der Stadt zurück, um dort selbstbestimmt solange zu leben, wie sie können.

Die meisten Obdachlosen, erzählt mir Sandra, finden sich deshalb auch nicht im Zentrum, sondern an den Rändern der Stadt. Und gerade diese Menschen sind besonders gefährdet, völlig übersehen zu werden.

Neben der Verteilung von Lebensmitteln sieht TiMMi ToHelp eine wichtige Aufgabe deshalb auch darin, Vermittlungsarbeit zu leisten und den Menschen auf der Straße etwa über das Angebot der drei Übernachtungshäuser in Leipzig und der städtischen Tageseinrichtungen zu informieren.

Suspended Coffee oder: Wie leicht helfen fällt

Ein weiteres Projekt von TiMMi ToHelp ist das Programm Suspended Coffee, das sich sowohl an Unternehmer*innen und Geschäftsinhaber*innen richtet, als auch an diejenigen, die dort konsumieren. Das Prinzip ist simpel: Die Kunden eines Geschäftes kaufen ein Produkt für eine andere bedürftige Person und stellen dieser einen Gutschein aus. Der Gutschein wird in dem Geschäft hinterlegt und kann später von einem Menschen, der sich selbst als bedürftig empfindet, eingelöst werden. In Leipzig gibt es mittlerweile schon einige Unternehmen, die sich an Suspended Coffee beteiligen.

Weil diejenigen, die nach einem spendierten Produkt fragen, keinen Nachweis über ihre Armut zu erbringen haben und es gleichzeitig im Ermessen der Geschäftsinhaber*innen liegt, ob sie den Menschen, der sie fragt, als bedürftig einschätzen, basiert auch dieses Projekt auf gegenseitiges Vertrauen. Man könnte sich deshalb fragen, ob dieses Vertrauen denn nicht ausgenutzt werde. Auch könnte man sich die Frage stellen, weshalb die Menschen von TiMMi ToHelp, die ja letztlich nur privat und unentgeltlich unterwegs sind, überhaupt helfen.

Aber der Grund zu helfen liegt für sie auf der Hand oder – überspitzt formuliert – er sitzt auf der Straße. In Leipzig sind derzeit mindestens 800 Menschen von Obdachlosigkeit betroffen. Einem Teil von ihnen begegnet man täglich beim Bummeln durch die Stadt. „Auch wir gehen ganz normal durch die Straßen wie die anderen Leute“, sagt Sandra, „wir gehen nur noch einen Schritt näher ran.“

Ein Abendbus für Leipzig

Auf seinen wöchentlichen Runden ist der Verein bisher noch zu Fuß unterwegs. Im Schnitt dauert jede Runde etwa 2 Stunden und umfasst nur einen Ring im Zentrum der Stadt. Weil so aber viele Bedürftige nicht erreicht werden können, kam das Team vor einiger Zeit auf die Idee, sich einen Kältebus anzuschaffen, wie es diese auch in anderen Großstädten wie Berlin oder Frankfurt gibt. Über die Finanzierung eines solchen Abendbusses führt TiMMi ToHelp derzeit Gespräche mit der Stadt.

Sandra, Linda, Kay und Billy könnten somit akute Hilfe leisten, im Winter Schlafsäcke, Isomatten, Tee und Suppe verteilen und im Sommer gekühlte Getränke ausgeben, um so Dehydrierungen und Kollapsen vorzubeugen – und dies das ganze Jahr über.

Mehr Infos zu TiMMi ToHelp e.V. gibt es unter

www.timmitohelp.de
www.facebook.com/timmitohelp

Facebook Gruppe für Helfer und Unterstützer

www.facebook.com/Groups/leipzig

Spendenkonto

TiMMi ToHelp e.V.
IBAN: DE16 8609 5604 0307 3048 21
BIC: GENODEF1LVB

Teil 2 – Foodsharing in Leipzig: Ein Beitrag zum Verwenden statt Verschwenden

Teil 1 – Zu Gast in der GOASE: Über die Geschichte eines florierenden Nachbarschaftsvereines im Nordosten Leipzigs

Zwischen Überalterung und verschärftem Polizeigesetz: Der Ostdeutsche, das völlig unbegreifliche Wesen

Leipziger ZeitungObdachlose
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Gründung einer Selbsthilfegruppe für Menschen mit Kopf-Hals-Mund-Krebs
Das Selbsthilfenetzwerk Kopf Hals M.U.N.D. Krebs e.V. gründet demnächst in Leipzig eine Selbsthilfegruppe für Tumore oberhalb des Kehlkopfes, zum Beispiel Tumoren von Lippen, Zunge, Mundboden, Gaumen, Mandel, Speicheldrüsen, des Rachens (Pharynxkarzinom), der Nase und der Nasennebenhöhle.
Unser CO2-Rucksack im Verkehr
CO2-Vergleich ÖPNV und Pkw in Leipzig. Grafik: L-IZ

Grafik: L-IZ

Für alle LeserDa Kollege Leu gerade so schimpft über die Herren mit dem großen Hubraum, die derzeit mit ihrem Gejammer die Lüfte erfüllen, habe ich mir gedacht: Jetzt rechnest du doch einmal aus, was unsere Autofahrer eigentlich wirklich beitragen zur Belastung unserer Atmosphäre mit dem klimaschädlichen CO2. Ach ja: Den eigenen CO2-Rucksack muss ich natürlich auch ausrechnen.
Wer verteufelt denn die ganzen Verbrenner?
Ego-Verstärker in Reih und Glied. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserWir leben ja in seltsamen Zeiten und bekommen auch seltsamste Postsendungen. Eine der seltsamsten bekamen wir gerade von Dipl.-Ing. Günter Weber, der sich als Herausgeber bei der kapital-markt intern Verlag GmbH angibt, uns aber eigentlich mit einem sehr seltsamen Anliegen behelligt: „Jetzt ist Schluss mit der Verteufelung von Deutschlands wichtigstem Konsumgut – unseren Verbrennern!“ Gottchen, wer verteufelt denn die Verbrenner? Und welche Probleme hat der Mann eigentlich?
Bürgerinitiative schreibt mal wieder einen Brief an den Bundestagsabgeordneten Marian Wendt
Einfach mal schnell übers Stadtgebiet ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Hoffnung stirbt zuletzt. Zumindest in der Bürgerinitiative „Gegen die neue Flugroute“. 2017 hat der Bundestag der Petition gegen die Kurze Südabkurvung, die über den Leipziger Auenwald und Leipziger Stadtgebiet führt, zugestimmt. Zuvor hatte auch der Petitionsausschuss eindeutig für die Petition votiert. Und dessen Ausschussvorsitzender Marian Wendt bekommt jetzt neuerlich Post aus Leipzig.
Bachs „Weihnachtsoratorium“ jetzt in der Einspielung mit Thomaskantor Gotthold Schwarz
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserFehlt uns ein neuer Bach? Oder genügt uns der Bach, den wir haben? Braucht es keinen neuen? Und: Was würde Johann Sebastian Bach sagen zu dem, was wir aus unserer Welt gemacht haben? Wie würde er heute auf der Klaviatur der Thomaner spielen? Man kommt auf Gedanken, wenn man sich jetzt die neue Einspielung des „Weihnachtsoratoriums“ mit den Thomanern und dem Thomaskantor Gothold Schwarz auflegt. Zweieinhalb Stunden Gefühlsgalopp.
Schwarz Rot Müll: Wie die Müllmafia in Deutschland arbeitet und wie die staatlichen Kontrollen systematisch versagen
Michael Billig: Schwarz. Rot. Müll. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs gibt sie auch in Sachsen – mindestens 24 illegale Mülldeponien, auf denen ungenehmigter und oft genug hochgefährlicher Müll in riesigen Mengen in die Landschaft verkippt wurde. Darüber berichtete Michael Billig im Juli 2018 in der L-IZ. Dass er seither etwas weniger auf diesen Seiten berichtet hat, hat mit dem Buch zu tun, das er jetzt zur Frankfurter Buchmesse vorgelegt hat: das erste derart umfangreiche Buch über die deutsche Müllmafia.
Verstörend und klärend: Einige Anmerkungen zur Causa Rentzing
Christian Wolff - der Leipziger Thomaskirchpfarrer im Unruhestand. Hier beim Aufruf 2019. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDass Landesbischof Dr. Carsten Rentzing seit seinem Amtsantritt 2015 Kritik auf sich ziehen wird, war vorhersehbar – nicht nur wegen des denkbar knappen Wahlergebnisses. An seiner Positionierung als konservativ-evangelikaler Lutheraner hat er nie einen Zweifel gelassen. Doch kritisch wurde Rentzing zunehmend auch von denen wahrgenommen, die seinen theologischen Aussagen durchaus zustimmen.
HC Leipzig vs. Werder Bremen 33:24 – Zweiter Saisonsieg sorgt für Erleichterung
Die achtfache Torschützin Pauline Uhlmann (gelbes Trikot) und ihr Team sind sichtlich happy. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserNach drei ziemlich deftigen Packungen gegen die Spitzenteams der 2. Bundesliga, konnten die Handballerinnen des HC Leipzig am Sonntag endlich ihren zweiten Saisonsieg feiern. Gegen Werder Bremen gelang ein am Ende deutlicher 33:24 (16:15)-Erfolg. Allerdings brauchten die jungen Leipzigerinnen ganze 40 Minuten, um richtig aufzudrehen.
5 Jahre Hass: PEGIDA feiert Geburtstag
Gegendemonstration aus der Dresdner Neustadt Richtung Neumarkt. Foto: Privat

Foto: Privat

Für alle LeserAuf der einen Seite des Dresdner Neumarktes stehen heute „Herz statt Hetze“, „Leipzig nimmt Platz“, „Chemnitz nazifrei“ und zahlreiche Dresdner, Initiativen und Vereinigungen, die lautstark gegen Pegida demonstrieren. Auf der anderen Pegida selbst, welche für ihr Zusammenkommen unzählige rechtsradikale Redner aus halb Europa eingeladen haben. Mit dabei neben Lutz Bachmann selbst also Michael Stürzenberger (Pax Europa), Martin Sellner (Identitäre Bewegung). Gegen Bachmann ermittelt aktuell der Staatsschutz, Sellners „Identitäre“ werden vom Verfassungsschutz beobachtet und Stürzenberger wird im November versuchen, eine achtmonatige Bewährungsstrafe gegen sich abzuwehren.
Liebertwolkwitz beantragt S-Bahn-Anschluss und Verlängerung der Linie 15
Jeden Oktober lädt die Erinnerung an 1813 ein zur Fahrt nach Liebertwolkwitz. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserAm 30. Oktober soll im Leipziger Stadtrat der neue Nahverkehrsplan beschlossen werden. Und nicht nur die Fraktionen im Stadtrat haben das dumme Gefühl, dass hier schon wieder Nägel mit Köpfen gemacht werden und ein Paket festgezurrt wird, das für die nächsten zehn Jahren praktisch überhaupt keinen Ausbau im ÖPNV-Netz vorsieht. Selbst in Liebertwolkwitz fühlt man sich regelrecht abgehängt.
Geister – Was machen die Toten? Ein Abstecher ins Unerklärliche mit Puppen, Menschen und Musik
Foto: Astrid Endruweit/Matthias Ludwig

Foto: Astrid Endruweit/Matthias Ludwig

Wir alle treten irgendwann unsere letzte Reise an. Aber wo geht die eigentlich hin? Was erwartet uns nach dem Leben? Diesbezüglich schwebt die Menschheit in einem Kosmos schier uferloser Vorstellungen, Konzepte und Hoffnungen: Himmel oder Hölle, Seelenwanderung oder Spukgespenst, verehrt oder vergessen, Nirvana oder einfach nur das große Nichts? Und wie und wo immer wir denn dann sein mögen - was machen die Toten eigentlich so, die ganze Ewigkeit lang?
Die Stasi in Wermsdorf – Ausstellungseröffnung und Bürgerberatung
Ausschnitt Flyer. Quelle: BStU

Quelle: BStU

Die Ausstellung „Die Stasi“ des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) wird in Wermsdorf gezeigt. Das Leipziger Stasi-Unterlagen Archiv zeigt diese Schau in Kooperation mit der Gemeinde Wermsdorf in den Räumlichkeiten der Gemeindeverwaltung. Die Ausstellung wird durch Matthias Müller (Bürgermeister der Gemeinde Wermsdorf) und Regina Schild (Leiterin des Stasi-Unterlagen-Archivs Leipzig) am 4. November 2019 um 12.30 Uhr eröffnet.
Am 26. Oktober im Schauspiel Leipzig: „Die Eisjungfrau“ von Hans Christian Andersen
Schauspiel Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Hans Christian Andersens Märchen „Die Eisjungfrau“ lebt von einer ebenso unheimlichen wie poetischen Bilder- und Gefühlswelt. Im Mittelpunkt steht der junge Rudi, der als Kind nur knapp den Fängen der Eisjungfrau entkam. Auf der Jagd nach Gämsen durchstreift er als junger Mann die Schweizer Alpen und steigt in schwindelerregende Höhen, während die Naturmächte nur auf einen Fehltritt von ihm lauern.
Am 25. Okober: Lora Kostina-Trio im Schille-Theater Leipzig
Lora Kostina-Trio. Quelle: Initiative Leipziger Jazzmusiker e. V.

Quelle: Initiative Leipziger Jazzmusiker e. V.

Schwerpunkte des Trios um die Pianistin aus Sankt-Petersburg sind ihre Eigenkompositionen und Bearbeitungen von Themen der europäischen Klassik aus dem Blickwinkel des zeitgenössischen Jazz. Es sind die musikalischen Wechselwirkungen verschiedener Musik-Epochen, die Lora Kostina reizen und welche sie in ihren lyrischen Kompositionen verbindet.
Bevölkerungswachstum macht auch OBM-Wahlen teurer und der 2. Wahlgang fehlte auch noch im Budget
Hier geht's zur Briefwahlstelle. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWahlen kosten Geld. Das ist vielen Wählern gar nicht bewusst. Nicht nur die antretenden Parteien und Kandidat/-innen müssen Geld ausgeben, um genügend Werbung für sich und ihre Anliegen zu machen. Auch die Kommune hat Kosten. Und zwar nicht unerhebliche. Das Dezernat Allgemeine Verwaltung rechnet jetzt mal vor, was so eine Oberbürgermeisterwahl in Leipzig kostet.