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Die sächsischen Impfzentren wechseln nun in den Sommerbetrieb. Foto: LZ

Donnerstag, der 30. September: Impfzentren schließen, Hacker-Angriff auf die Uni und klare Kante von YouTube gegen Impfgegner/-innen

Mit dem heutigen Tag waren Sachsens Impfzentren die längste Zeit geöffnet. Künftig müssen sich Impfwillige an Haus-, Fach- und Betriebsärzt/-innen sowie Krankenhäuser wenden. Außerdem: Im Leipziger Süden entsteht ein SOS-Kinderdorf, die sächsische CDU fordert von der Linksfraktion, Juliane Nagel Einhalt zu gebieten und YouTube verbietet Impfgegner/-innen-Kanäle. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 30. September 2021, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Robin Spanke. Foto: privat

Rackern für die Innenstadt: Robin Spanke wird Citymanager für Leipzig

Wer noch immer glaubt, die Corona-Pandemie habe nichts verändert, den wird vielleicht eine neue Personalie munter machen. Im Juli 2021 beschloss der Stadtrat einstimmig ein Innenstadtkonzept mit zahlreichen Maßnahmen, um die Corona-Folgen zu lindern und die City nach den langen Lockdowns wieder mit Leben zu erfüllen. Als zentrale Aktivität kristallisierte sich die Etablierung eines professionellen Citymanagements heraus.

Rosentalwehr im gesteuerten Leipziger Gewässerknoten. Foto: Ralf Julke

Rettet die Flussauen: Antrag von drei Fraktionen zur Auenrevitalisierung angenommen

Es dauert alles. Viel zu lange. Auch wenn man am Mittwoch, 29. September, mal wieder das kleine Gefühl haben dürfte, dass sich auch im verschlafenen Freistaat Sachsen endlich etwas rührt, wo das Thema Rückgewinnung der Flussauen zwar seit der Großen Flut von 2002 auf der Agenda steht, aber von CDU-Minister jahrelang ausgesessen und ausgebremst wurde. Der Sächsische Landtag hat nun am Mittwoch, 29. September, den Antrag „Auenprogramm realisieren und Renaturierung von Fließgewässern konsequent umsetzen“ der Koalitionsfraktionen CDU, Grüne und SPD beschlossen.

Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig (Direktor Dr. Anselm Hartinger und Projektmitarbeiterin Eva Lusch) und die Schaubühne Lindenfels (René Reinhardt) stellen das gemeinsame Projekt „MXM - Museum Ex Machina“ vor. Foto: Stadtgeschichtliches Museum, Katja Etzoldt

Augmented Reality im Alten Rathaus: Museum Ex Machina erzählt ab 2022 Geschichte(n) in der Ständigen Ausstellung

Ab 2022 treffen die Gäste des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig via AR-App (Augmented Reality) auf Robert Blum, Bruno Vogel oder Julie Bebel. Gemeinsam mit der Schaubühne Lindenfels Leipzig will das Stadtgeschichtliche Museum eine digitale Anwendung schaffen, die Museumsgästen bisher unerzählte Geschichten der Leipziger Stadtgeschichte auf künstlerische und theatrale Weise vermittelt.

Zirkusklamauk mit Zahlen: Schuldenwachstum und Prozentrechnung

Dass die Bewältigung der Pandemie-Folgen richtig Geld kosten wird und die öffentlichen Haushalte zu neuen Schuldenaufnahmen zwingt, war eigentlich schon klar. Das hatte man alles schon im Kopf einsortiert. Aber dann liest man trotzdem wieder so eine „Spiegel“-Schlagzeile wie „Coronakosten treiben Staatsschulden auf Rekordhöhe“ und fasst sich an den Kopf. Ist denn Medienmachen endgültig zum großen Zirkus geworden? Beim Absatz zum Freistaat Sachsen wird es endgültig makaber.

Interimsnutzung: Naturkundemuseum beendet Tiefschlaf des alten Bowlingtreffs schon am 15. Oktober

Genau ein Jahr ist es her, dass der Stadtrat am 14. Oktober 2020 dem Umzug des Naturkundemuseums Leipzig in das Gebäude des ehemaligen Bowlingtreffs auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz zugestimmt hat. Seitdem gab es dort ausschließlich nichtöffentliche Führungen für politische Entscheidungsträger, Vergabestellen für Fördergelder, Stiftungen oder Ämter. Am 15. Oktober wird nun die erste eigene öffentliche Veranstaltungsreihe des Naturkundemuseums Leipzig am zukünftigen Standort stattfinden – Startschuss für eine interimistische Nutzung im konservierten Ist-Zustand.

Roger Melis: Thea. Foto: Ralf Julke

Thea: Wenn ein „Wahnsinnstyp“ die Frau seines Lebens immer wieder fotografiert

Roger Melis gehörte zu den eindrucksvollsten Fotografen der DDR. Der Lehmstedt Verlag hat mittlerweile einige Bände mit seinen Fotografien veröffentlicht. Dieser hier ist trotzdem etwas Besonderes, denn er zeigt mehr als nur das sehr persönliche Verhältnis eines außergewöhnlichen Fotografen zu seiner geliebten und bewunderten Frau. Roger Melis hat in Dorothea Melis im Grunde das fotografiert, was der Osten hätte sein können. Hätte er nur mutig sein dürfen.

Mittwoch, der 29. September 2021: Kritik an „Nachtbürgermeister“-Personalie und „Freie Sachsen“ verkaufen eigene „Presseausweise“

FDP und Grüne haben heute nicht nur mit einem Sondierungs-Selfie für Spaß (und wie immer etwas Spott) im Netz gesorgt, sondern auch erklärt, dass sie in ersten Gesprächen nach der Bundestagswahl am Sonntag bereits Gemeinsamkeiten gefunden haben. Beide wollen am Wochenende mit der SPD sprechen. Nachdem die Stadt Leipzig heute bekanntgab, mit wem die neue Koordinierungsstelle Nachtleben besetzt wird, wurde auf Twitter heftig über Personalie und Auswahlverfahren diskutiert. Und die rechtsextremen „Freie Sachsen“ haben angekündigt, eigene „Presseausweise“ ausstellen zu wollen. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 29. September 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Nils Fischer ist Leipzigs erster Fachbeauftragter für Nachtkultur. Foto: Katharine Hindelang

Leipzig hat jetzt einen „Nachtbürgermeister“

Nachdem sich am vergangenen Donnerstag bereits der neu gegründete NachtRat vorgestellt hat, ist nun auch Leipzigs erster Fachbeauftragter für Nachtkultur gefunden: Nils Fischer wird künftig die Schnittstelle sein zwischen den Akteur/-innen der Leipziger Nachtkultur, den Ordnungsbehörden, der Stadtverwaltung und der Politik. Der gebürtige Braunschweiger setzte sich im Auswahlverfahren gegen 118 weitere Bewerber/-innen durch.

Das Ding in uns. Grafik: Schaubühne Lindenfels

Über den Horror der zeitgenössischen Verwertungslogik: „Das Ding in uns“ feiert am 2. Oktober Premiere in der Schaubühne

Für die Schaubühne Lindenfels inszeniert gerade das [naɪ̯n] theaterCoLaborativ ein Stück von Soheil Boroumand, das die eigene Involviertheit in das kapitalistische System thematisiert, inspiriert vom SciFi-Klassiker „Das Ding aus einer anderen Welt“ von John Carpenter (1982), hast die Inszenierung am Samstag, 2. Oktober, um 20 Uhr Premiere in der Schaubühne Lindenfels.

Auch die Katharinenstraße wird bis heute von Autos dominiert. Foto: Ralf Julke

Verkehrsdezernat vertröstet Klasse 7B: Eine autofreie Innenstadt wird es leider nicht geben

Manche Fehler, die gewählte Parlamente machen, haben lange und kaum noch zu reparierende Folgen. So einen Fehler machte Leipzigs Stadtrat im fernen Jahr 1993, als er den Mumm nicht hatte, eine autofreie Innenstadt zu beschließen. Denn damals war das noch problemlos möglich. Da gab es noch keine einzige der vielen Tiefgaragen, die seitdem errichtet wurden. Aber wer erzählt es den Kindern, dass Leipzigs Stadträt/-innen damals den Mumm nicht hatten?

Aktionstag der Klinikclowns. Foto: Francisco Braganca

Lachen verbindet! Bundesweiter Aktionstag des Dachverbands Clowns am Tag des Lächelns auch in Leipzig

Am Freitag, 1. Oktober, wird weltweit der Tag des Lächelns gefeiert. Klinikclowns aus ganz Deutschland erfreuen an diesem Nachmittag Reisende, Wartende und Passanten mit fröhlichen, bunten Aktionen auf und vor Bahnhöfen, auf öffentlichen Plätzen und in Fußgängerzonen. So wie die Bahn Verbindungen schafft – von Nord nach Süd, von West nach Ost – so verbinden auch die Clowns des Dachverbands Clowns in Medizin und Pflege Menschen in ganz Deutschland durch ein Lächeln. Am Freitag auch im Hauptbahnhof Leipzig.

Amrei Bahr, Kristin Eichhorn, Sebastian Kubon (Hrsg.): #95vsWissZeitVG. Foto: Ralf Julke

#95vsWissZeitVG: Eine sehr emotionale Streitschrift zur prekären Beschäftigung in der deutschen Wissenschaft

Mal ein Buchtitel mit Hashtag, auch wenn die meisten Leser/-innen erst mal stutzen werden, weil ihnen das Kürzel nichts sagt. Wesentlich berühmter und folgenreicher war ja der Hashtag #IchBinHanna, der mit jeder Menge Wortmeldungen darauf aufmerksam machte, wie (junge) Wissenschaftler/-innen an deutschen Hochschulen und Universitäten in befristeten Arbeitsverhältnissen regelrecht verbrannt, demotiviert und letztlich sogar aus dem Wissenschaftsbetrieb gedrängt werden. Aber daran ist eben auch ein Gesetz schuld.

Marco Wanderwitz. Foto: CDU

Dienstag, der 28. September 2021: Sondierungsfragen, Wanderwitz im Aus und Corona-Lockerungen in Leipzig

Gespannt blicken viele auf die anstehenden Gespräche zwischen Grünen und FDP, die Sondierungsgespräche beziehungsweise Koalitionsverhandlungen vorbereiten sollen. Die sächsische CDU beschäftigt sich mit einem, der sich klar von der AfD abgegrenzt hat. Außerdem: Das „Zentrum für politische Schönheit“ hat im Wahlkampf die AfD reingelegt und Leipzig durfte heute wieder die Corona-Maßnahmen lockern. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 28. September 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Auffahrt in den östlichen Teil der William-Zipperer-Straße. Foto: Ralf Julke

HauptnetzRad in Leipzig – Problemstelle Nr. 22: die William-Zipperer-Straße

Manchmal staunt man nur, wie alt manche Geschichte schon ist. Und dass es trotzdem noch eine Lösung gibt, für die in jeweiligen Ortsteil oft schon seit Jahren gekämpft wird. So wie im Stadtbezirk Altwest um eine Lösung für das ewige Problem der östlichen William-Zipperer-Straße. Die ist eigentlich auch von der Stadtverwaltung als Parallelroute für Radfahrer zur Georg-Schwarz-Straße gedacht. Nur bis zur Erich-Köhn-Straße duldete man bislang eher unzumutbare Unübersichtlichkeit. Das soll sich jetzt ändern, kündigt das Verkehrs- und Tiefbauamt an.

Lieber nicht auf eine Stromsperre ankommen lassen. Foto: Ralf Julke

Energiearmut in Leipzig: Auch mit Moratorium gab es 2020 deutlich weniger Strom- und Gassperrungen in Leipzig

Das Corona-Jahr 2020 hat vielen Leipziger Haushalten sogar mal ein bisschen finanzielle Entspannung gebracht. Wenn auch nur vorübergehend. Denn für drei Monate gab es ein gesetzliches Moratorium für Liefereinstellungen oder Sperrandrohungen. Was dann für etliche Haushalte bedeutete, dass ihre Zahlungsrückstände bei Strom und Gas erst einmal keine Sperrandrohungen der Stadtwerke zur Folge hatten.

Torsten Bonew, Finanzbürgermeister Leipzigs. Foto: L-IZ.de

Streit um Leipziger Haushaltsdisziplin: Finanzdezernat legt Informationsvorlage für den Stadtrat vor

Kurz vor der Bundestagswahl kochte ja kurz noch die Debatte um die Leipziger Finanzen hoch. In einem LVZ-Artikel kündigte Finanzbürgermeister Torsten Bonew schon einmal heftige Einschnitte im Doppelhaushalt 2021/2022 der Stadt Leipzig an. Auch ein Personalstopp wie in vergangenen Zeiten kam wieder ins Gespräch. Worauf es logischerweise heftigen Protest aus den Fraktionen von Grünen, SPD und Linken gab.

Das Pöge-Haus am Neustädter Markt. Quelle: Pöge-Haus e.V.

Ab 2. Oktober in den Fenstern des Pöge-Hauses: „(Not) My City – Spielräume und Grenzen im urbanen Raum”

Wie finden Geflüchtete ihren Weg in die Stadtgesellschaft? Die interaktive Schaufenster-Ausstellung „(Not) My City - Spielräume und Grenzen im urbanen Raum“ vom 2. bis 9. Oktober im Pöge-Haus zeichnet nach, wie junge Menschen mit Fluchtgeschichte den urbanen Raum erleben, ihn sich aneignen und dabei neu denken. Sie zeigt auch, wie sich das europäische Asylsystem – mitunter gewaltvoll – auf den Alltag junger Menschen mit Fluchtgeschichte auswirkt und wie sie diesen Grenzziehungen begegnen.

Zugewuchert: Die aufgegebene Bahnstrecke am Lausner Weg in Grünau. Foto: Ralf Julke

Alter Bahndamm am Lausener Weg wird zum Biotop: Ein neues Zuhause für Zauneidechsen

Einen Radweg wollte Leipzigs Stadtverwaltung nicht darauf bauen, obwohl es der ideale Anschluss für den Elster-Saale-Radweg wäre. Stattdessen soll die ehemalige Bahnstrecke Lausen-Plagwitz-Pörsten entlang des Lausener Weges zu einer neuen Heimstatt für umzusiedelnde Zauneidechsen werden. Das teilte das Amt für Stadtgrün und Gewässer am Montag, 27. September, mit.

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