Christian Scheinhardts Romandebüt: Lea geht oder Das Leben mit einem geschenkten Herzen

Der fhl Verlag hat mittlerweile einige Autoren im Programm, die man sich gut in der Endrunde zum "Preis der Leipziger Buchmesse" vorstellen kann. Christian Scheinhardt gehört dazu. Auch wenn sein Romandebüt eher so aussieht, als stünde es im Jugendbuchregal ganz gut.
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Bisher hat der 45-Jährige vor allem bei epubli veröffentlicht – Gedichte vor allem. Seit 2001 lebt er in Leipzig, das ihn so nach und nach dazu animierte, aus seiner Freude am Schreiben auch einen Beruf zu machen. Seit 2009 arbeitet Scheinhardt freiberuflich als Autor. Am Freitag, 24. Februar, hat Scheinhardt mit dem 450-Seiten-Buch „Lea geht“ bei Hugendubel Buchpremiere gefeiert. Wer ihn live erleben will, hat am heutigen 26. Februar um 10 Uhr im Café Waldi die Gelegenheit. Die wenigsten, die am Freitag sein Buch gekauft haben, werden es auch schon zu Ende gelesen haben. Nicht, weil es sich schwer lesen würde, was ja leider bei deutschen Romanen viel zu oft der Fall ist.Aber „Lea geht“ ist ein Buch, das man nicht schnell lesen kann. Es ist die Geschichte eines fast 18-jährigen Mädchens und beginnt im Herzklinikum, in das Lea am Neujahrsmorgen eingeliefert wurde. Noch während die Silvesterknaller lärmten, hat ihr Körper nachgegeben. Noch einmal können die Ärzte das Mädchen nach einer Woche aus der Bewusstlosigkeit holen. Und Lea ist wieder dort, wo sie vor neun Jahren schon einmal war.

Damals war ihr das geschehen, was nicht vielen Kindern passiert: Sie erlebte einen Schlaganfall – und nur ein Spenderherz rettete ihr Leben. „Schattenherz“, wie sie es nennt, seit sie mit einem anderen Patienten mit Spenderherz im Park der Klinik eine Begegnung hatte, die sie zutiefst erschreckt hat. Dass sie fortan mit einem fremden Herz lebt, bedeutet aber auch, dass sie Medikamente nehmen muss, damit der Körper das gespendete Herz nicht abstößt. Medikamente, die wieder andere Organe angreifen. Lea weiß, wie schmal der Grad ist, auf dem sie lebt.

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Doch das Leben, das sie der jungen Krankenschwester Maria erzählt, ist nicht das Leben einer Dauerpatientin, auch nicht das eines Mädchens, das sich als behindert begreift, auch wenn die halbseitige Lähmung sie immer begleitet und es besondere Schulen sind, die sie besuchen muss. Aber auch das spielt – nach den jeweils ersten Tagen der Verunsicherung und Abkapselung – keine Rolle. Denn Lea betrachtet auch ihre Altersgenossen nicht als Besondere, Ausgesonderte. Der Leser sieht mit ihren Augen, und er sieht Jugendliche, die so lebenshungrig, extrovertiert oder introvertiert, verletzlich oder kampflustig sind wie alle anderen Jugendlichen in dem Alter auch.

Und auch Lea nimmt sich nicht als etwas Besonderes wahr. Sie leidet wie alle jungen Menschen in diesem Alter, hat mit ihrem Selbstbild zu kämpfen, den Unsicherheiten der Lehrer, den Ansprüchen der Eltern, mit ersten Freundschaften und Freundschaftsverlusten, den ersten Lieben. Es ist ja noch das Alter, in dem man Liebe in Mehrzahl lebt, weil alles neu ist und alles unfassbar. Manchmal rätselhaft, weil die Geschichten dazu fehlen – die Lea natürlich wissen will. Sie ist neugierig, fordernd, manchmal vielleicht sogar zu fordernd für ihre Eltern. Die keine Stereotype sind, auch wenn sich gerade Leas Vater scheinbar in alten Vater-Mustern verfangen hat.

Aber auch das ist stimmig. Scheinhardt erklärt seinen Lesern nicht, warum seine Helden so sind, wie sie sind. Dass unter den ersten Eindrücken zuweilen ganz andere Persönlichkeiten schlummern – wer kennt das nicht? Mit Lea gemeinsam entdeckt man die manchmal erstaunlichen Welten hinter den ersten Erfahrungen. Und man bekommt ein Gefühl für den Lebenshunger, den Lea mit ihren Freunden teilt. Man ahnt auch, warum sie manchmal schnippisch und abweisend ist.Die Dialoge sind eine Welt für sich. Hier hat einer wirklich zugehört und geschliffen. Hier bedient sich ein Autor nicht aus den üblichen Ersatzteilkisten, sondern lässt es knistern und rumoren. Selbst wenn manche Sätze anfangs wie hingestottert wirken – drei, vier Zeilen weiter merkt man, dass diese Dialoge leben, dass Scheinhardt seine Personen tatsächlich miteinander reden und agieren lässt. Manchmal auch gegeneinander, manche Dialoge – etwa mit Leas Mutter – sind scharfe und doch liebevolle Wortgefechte. Das, was Mütter von ihren Töchtern in dieser irritierenden Lebensphase oft geboten bekommen. Das muss man aushalten. Und Leas Mutter hält es aus. Sie kämpft um ihr Kind, auch wenn sie es nicht immer gleich zeigt.

Man fragt sich als Leser höchstens: Was macht Scheinhardt da eigentlich? Erzählt er ein tatsächlich miterlebtes Schicksal? Selbst wenn es das wäre, wenn die Blaupause aus der Wirklichkeit stammt – er macht es nicht mit Zeigefinger oder Lamento, wie es die meisten Autoren machen, die solche Geschichten aufgreifen. Er lässt dem heranwachsenden Mädchen allen Raum für sich. Es sind ihre Abenteuer, ihre Ansprüche, ihre Wünsche, die Lea lebt. Sie muss niemandem etwas beweisen – und Bevormundung verabscheut sie geradezu. Sie will auch nicht durch ihren Körper bevormundet sein, auch das wird deutlich, wenn sie alles will – nur nicht wieder ins Krankenhaus.

Da braucht der Leser natürlich ab und an eine Verschnaufpause. Das wälzt man nicht einfach durch und weg. Es sind immerhin die vollen neun Jahre zwischen der Herztransplantation und diesem Krankenhausaufenthalt gleich nach Neujahr, neun Jahre, in denen sich diese heranwachsende, unbändige Person in ihren Freunden und Freundinnen spiegelt, in ihren Ausbrüchen, ihrem Fordern und Verweigern.

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Lea geht
Christian Scheinhardt, fhl Verlag Leipzig 2012, 19,95 Euro

Und Scheinhardt schafft dabei eine Nähe, wie sie auch die großen Preisträger-Autoren selten schaffen. Er will nichts erläutern, kein Gleichnis geben oder irgendeine stinklangweilige Parabel für irgendwas. Das Leben selbst braucht das nicht – und ist reich genug. Wenn man sich so wie Lea darauf einlässt und es zulässt. Denn sie weiß ja seit der bedrückenden Begegnung mit dem alten Mann im Klinikpark, dass jedes Leben begrenzt ist, dass jeder Tag ein Geschenk ist. Und sie glaubt lange an seine Behauptung, man könne mit einem geschenkten Herzen nicht lieben.

Das jedenfalls stellt sich als ganz großer Irrtum heraus.

Was es nicht leichter macht, das Buch dann auch noch in Ruhe zu Ende zu lesen.

www.ch-scheinhardt.de


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