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Zwischen Landwehrkanal und Checkpoint Charlie: Kreuzberg an einem Tag

Berlin gibt es nur in Teilen. Für einen Ein-Tages-Stadtführer ist die Stadt zu groß. Immerhin die größte, die wir haben. Selbst Journalisten verzweifeln an dieser Stadt. Leipziger eher weniger. Sie kennen die Träume, Ecken und Ratlosigkeiten dieser Stadt aus eigener Erfahrung - eine Nummer kleiner. Da kann man seufzen und einfach weitermachen. Aber Berlin? - Berlin gibt's nur als Torte. Jedes Stück anders. Heute das mit dem Kreuz drauf: Kreuzberg.

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Ein Daten-Buch zur Leipziger Geschichte: 1.000 Jahre, 1.000 Fragen, 1.000 kleine Überraschungen

Das Wichtigste fehlt immer. Es geht den Statistikern wie den Journalisten. Wenn es um Quellen und harte Fakten geht, bleiben viele Fragen unbeantwortet. Und das Faszinierende an dem von Dr. Frauke Gränitz zusammengestellten Buch "Daten und Fakten zur Leipziger Stadtgeschichte" ist, dass es die Löcher zeigt, die Fehlstellen, teilweise die gähnenden Abgründe im Datenmaterial zu 1.000 Jahren Leipziger Geschichte.

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Kurzbesuch beim Bäsle, bei Brecht und den Fuggern: Augsburg an einem Tag

Es gibt Städte in Deutschland, die sind so vollgestopft mit Geschichte, dass man eigentlich gar nicht damit rechnet, ihnen noch in der Realität zu begegnen. Sie sind Pompeji oder dem Alten Rom näher als der Möglichkeit, sie im Fahrplan der Deutschen Bahn wiederzufinden. Deswegen ist Michael Schulze wohl auch lieber mit dem Auto nach Augsburg gefahren. In das alte "Augusta Vindelicum", 2.000 Jahre alt.

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Ohne Gestern kein Heute: Sigrid Lichtenberger schreibt sich selbst ein Geburtstagsbuch zum 90.

Solche Geschenke wünscht sich so Mancher. Zum eigenen Geburtstag: ein Buch zum 90. Selbst geschrieben. Sigrid Lichtenberger hat es getan. Und es ist auch ein kleines Geschenk für ihre Geburtsstadt Leipzig. 1923 wurde sie hier als Tochter eine Pelzhändlers geboren. Hier wuchs sie auf, ging zur Schule, studierte. Und ging dann in den Westen, wie so viele, für die der Osten nach 1945 keine Zukunft mehr war.

Richard Wagner in Mitteldeutschland. Foto: Ralf Julke
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Richard Wagner in Mitteldeutschland: Ein opulenter Band über 20 Wagner-Orte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Es gibt mindestens acht Wagner-Verbände in Mitteldeutschland und mindestens 20 Orte, in denen sich Spuren Richard Wagners oder zumindest Erinnerungen und aktenkundige Nachweise finden lassen. Die ersten 36 Jahre seines Lebens und damit ungefähr die Hälfte brachte der komponierende Sachse in Mitteldeutschland zu. Von seiner Geburt in Leipzig 1813 bis zu seiner Flucht aus Dresden 1849. Erstaunlich dabei: Diese simple Tatsache galt es 2013 erst wiederzuentdecken.

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Bürgerhäuser, Burg und Isarpromenade: Ein Dornröschentag in Landshut

Was kann einen an diesem 64.000-Einwohner-Städtchen eigentlich reizen? Vielleicht das Unfertige, das auch bayerische Kleinstädte heute ausmacht. Die Karawane ist weitergezogen, die Entwicklung hat sich beruhigt. Die großen Zeiten sind lange her. Immerhin war Landshut ja mal Residenzstadt des Herzogtums Landshut. Lang ist das her. Sogar einen Erbfolgekrieg hat das kleine Herzogtum erlebt, bevor es wieder Teil des großen Bayerns wurde.

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Wechseljahre? – Der Buchbesprechung 2. Teil: Die Frau als zu therapierendes Wesen

Die Frau als unvollkommenes, leidgeplagtes und zu therapierendes Wesen - dahinter steckt eine rein männliche Sicht. Oh, die Sache wird richtig groß, wo Sabine Hamm und Ursula Meiners in ihrem Buch "Wechseljahre" darauf zu sprechen kommen. Denn dahinter steckt die tradierte (westliche) Sicht auf den weiblichen Körper. Und das ist seit mehr als 2.000 Jahren eine patriarchalische Sicht: Frauen galten über Jahrhunderte nicht als selbstständige Wesen, hatten bestenfalls den Haushalt zu führen und waren ansonsten dazu da, den Nachwuchs zu gebären.

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Wechseljahre? – Mal eine richtig lange Buchbesprechung zu einem fundamentalen Problem (1)

Es wird viele Frauen geben, die sich über dieses Buch richtig freuen werden: Es ist nicht nur Ratgeber, sondern auch Mutmacher - und keineswegs nur nebenbei auch ein Aufrüttler. Es hätte auch als Titel drüber stehen können: "Lasst euch nicht mehr fremdbestimmen!" Es ist eine kompetente und tiefgreifende Kritik am heutigen Gesundheitswesen und der Übermacht der Pharmakonzerne.

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Vitamin B 17: Eine andere Krebstherapie – aber auch ein paar Gedanken über das eigentliche Problem

Mit Krebs ist nicht zu spaßen. Krebs ist kein Spaß. Vielleicht ist die moderne Zivilisationskrankheit Krebs die Kehrseite unserer Spaßgesellschaft. Die keine spaßige ist, auch wenn sie alles, was wichtig ist, in einen Spaß zu verwandeln scheint. Nicht nur Regina Rose fragt wohl zu recht, welche Rolle unsere moderne Lebensart für die Ausbreitung der "Volkskrankheit" Krebs hat.

Kristina Kogel: Dessau-Wörlitz an einem Tag. Foto: Ralf Julke
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Ein Stadtrundgang mit drei Zielen: Dessau, Bauhaus, Wörlitz

Dessau ist ein bisschen seltsam. Daran ändert auch Kristina Kogels kleiner Ein-Tages-Wegbegleiter nichts. Dessau ist fremd. Das alte Dessau genauso wie das moderne. Wie ein Trumm steht die Marienkirche da, so wuchtig, als gälte es, noch einmal Wallensteins Scharen von 1626 abzuwehren. Dafür steht der Rathausturm da, als käme das passende Rathaus in der richtigen Größe noch.

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Verführung: Ein Briefroman im Chaos der modernen Irrungen, Wirrungen und Anspruchs-Regeln

Briefromane sind selten geworden. Sie waren mal richtig Mode. Der berühmteste hat das 18. Jahrhundert in helle Aufregung versetzt: Goethes "Leiden des jungen Werther". Mittlerweile sind die Nachrufe auf den geschriebenen Brief ja Legion. Man schreibt keine Briefe mehr. Man mailt und simst und twittert. Liebe im 140-Zeichen-Modus. Oder man ruft an. Aber so ein echter Briefroman ist das, was Ines Groß hier vorlegt, auch nicht.

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Die schwere Sache mit der Weisheit und der Gelassenheit: Lieber Opa …

Auch Opa wird nicht vergessen in dieser kleinen Reihe, die Barbara Brüning aufgelegt hat. Man freut sich ja immer über solche kleinen Geschenkideen für die liebe Verwandtschaft. Und immer nur Zigarren und Schnaps kann man ja Opa auch nicht schenken. Einen neuen Bierhumpen für seine Sammlung - oder doch besser ein Buch voller Kreuzworträtsel? Opa ist ein schwieriges Thema.

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Besuch bei Bach, Wagner und Luther und ein Abstecher zur Wartburg: Eisenach an einem Tag

Was macht Wagner in Eisenach? Muss man da was wissen? Ist er vielleicht auf der Wartburg untergetaucht nach seiner Flucht aus Dresden wie weiland Junker Jörg? - Ist er nicht. Trotzdem lohnt sich für die diesjährig feiernde Wagner-Gemeinde die Reise in das thüringische Städtchen. Denn natürlich gibt es hier jede Menge Wagner zu sehen. Adresse: direkt am Weg hinauf zur Wartburg steht das Reuter-Wagner-Museum. Ein Doppelmuseum für einen Mundartdichter und einen Komponisten.

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Die Altäre der Thomaskirche zu Leipzig: Über 500 Jahre in Bildern, Moden und Verlusten

Kirchen sind nicht nur Andachtsräume und Kunstkammern - sie sind auch Zeitkapseln. Bauwerk und Ausstattung erzählen eine Menge über ihre Entstehungszeit und ihre Entstehungsgeschichte, wenn sich mal jemand eingehend damit befasst. So, wie es Dr. Martin Petzoldt seit Jahren tut in Sachen Thomaskirche. Jetzt hat er sich die Altäre der Kirche vorgenommen. Vier Altäre sind die Stars seines Buches.

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Auf der Grenze zwischen Traum und Kindheit: Kleine schwebende Geschichten über Liebe, Teufel und das Beinah

Es sind verträumte Geschichten, die Linni Lind erzählt. Geschichten zwischen Traum und Wachsein, ein bisschen surreal, ein bisschen märchenhaft. Eher kleine Prosastücke als ausgewachsene Geschichten, dicht an der Grenze zum Gedicht. Kleine Botschaften aus der stillen Provinz. Dinge, die man am besten kurz vor Sonnenuntergang liest. Wenn einem so ein bisschen versonnen zumute ist.

Steffi Böttger: Spaziergänge auf Hiddensee. Foto: Ralf Julke
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Steffi Böttger auf der stillen Insel Hedins: Spaziergänge auf Hiddensee

Das handliche 64-Seiten-Heft erscheint zwar im selben Format wie die "An-einem-Tag"-Stadtführer im Lehmstedt Verlag. Aber auf eine Insel wie Hiddensee fährt man eben nicht nur, um sie mal an einem Tag von oben bis unten zu erlaufen. Das ist zwar leicht möglich. Die Insel ist ganze 13 Quadratkilometer groß und würde fast 23 Mal ins Leipziger Stadtgebiet passen. Aber die städtische Eile darf man am Festland zurücklassen. Das Auto übrigens auch.

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Worte sind Boote: Eine DVD mit den zwölf besten Film-Clips zu den Gedichten

Eine echte Leipziger Premiere findet am heutigen Montag, 13. Mai, in Köln statt. Der Leipziger Dichter Ralph Grüneberger, Vorsitzender der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, stellt dort die besten Film-Clips aus dem Gedichtfilm-Wettbewerb "Worte sind Boote" vor. Für die Rheinländer, die die L-IZ lesen, ist es natürlich ein kurzer Weg: Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr im Domforum Köln.

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Augenzeugen aus der Leipziger Schlacht: An der Seite Napoleons

Noch verstecken sich die Bücher zum 200. Jahrestag der Völkerschlacht hinter den Buchbergen zum 200. Geburtstag von Richard Wagner. Aber das Interesse ist hellwach. Das im Oktober vom LTM vorgelegte Heft zum Doppeljubiläum 1813/1913 liegt in der dritten Auflage vor. Die Käufer wollen durchaus wissen, welche Bedeutung das alles nun hat - die Schlacht, das Denkmal und der ganze Rest. Wussten es die Augenzeugen?

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Die Sache mit der Weisheit, dem Alter und dem Glück: Liebe Oma …

Barbara Brüning legt nach. Nach den beiden Bändchen für Mama und Papa gibt es jetzt auch eines für Oma - mit ausgewählten Gedichten, Zitaten, Anekdoten. Lauter kleinen Texten, die Oma Freude machen sollen, wenn man ihr das Büchlein schenkt. Oder soll es zum Nachdenken anregen? Stoff dazu gibt es ja genug. Angefangen beim Alter.

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Nietzsche, so aktuell wie zuvor: Almos Csongárs “Herdenmoral”

Ein Jubiläum bringt so Manches an den Tag. Im Wagnerjahr beschäftigt man sich ein wenig intensiver mit der Person und dem Leben Wagners und zwangsläufig mit dem unfertigen, unausgegorenen deutschen 19. Jahrhundert. Auch Nietzsche gehört in den Zusammenhang. Auch er wurde nach seinem Tod einvernahmt, zurechtinterpretiert und reduziert. Er passt nicht. Bis heute.

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NSU-Skandal: Verfassungsschützerin verhöhnt indirekt Terror-Opfer

Seit Montag stehen Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Unterstützer des Terror-Netzwerks "Nationalsozialistischer Untergrund" in München vor Gericht. Nicht angeklagt sind die unzähligen Mitarbeiter von Polizei und Geheimdiensten, die durch ihre von fremdenfeindlichen Ressentiments geprägte Arbeitsweise, gepaart mit schier unbegreifbarem Dilettantismus, die zehn Morde, zwei Sprengstoffanschläge und 14 Banküberfälle höchstwahrscheinlich erst möglich gemacht haben. Wer von diesem Buch Selbstreflexion erwartet, wird bitter enttäuscht.

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Eine kleine Handreichung zum Ausprobieren: Vegane Küche

"Schon probiert?" steht noch listig auf dem Titel. Vegane Küche ist ja tatsächlich noch für Viele ein Fremdwort, für andere ein Rotes Tuch. Und für eine wachsende Mehrheit eine Überzeugungstat. Man setzt Zeichen. Und klinkt sich aus einem großen Teil dessen aus, was derzeit als industrielle Nahrungsgüterproduktion mit all ihren Folgen und Skandalen zu erleben ist. Ein Lebensmittelskandal jagt den anderen.

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1.000 Jahre mit Pfalz, Fachwerk und Gose: Goslar an einem Tag

Wer Geschichte sehen will, der braucht sich in Mitteldeutschland nur in den Zug zu setzen und einen Tagesausflug zu unternehmen. Dazu muss nicht einmal ein Rucksack gepackt werden. Nur ein schönes Buch über die sächsischen Kaiser und Könige und ab Richtung Westen. Es fahren sogar Züge, auch wenn der Autor dieses neuen Stadtrundgangs seine Tour am Parkhaus an der Mauerstraße in Goslar beginnt.

Reinhard Münch: Napoleons Völkerschlachtsoldaten aus Thüringen. Foto: Ralf Julke
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Die Bindestrich-Sachsen in Napoleons Kriegen: Ein kriegerischer Fürst, ein Dichter mit Ehrenkreuz und mehr als eine Sachsenklemme

Eines der großen Rätsel der Napoleonzeit ist: Warum hat Napoleon zwar lauter neue Königreiche gegründet - aber warum hat er - außer im Königreich Westphalen - nicht gründlich aufgeräumt mit der deutschen Kleinstaaterei? Sie machte ja auch seine Truppenaushebungen komplizierter, auch wenn die deutschen Fürsten gehorsam mitspielten, wenn es um das Beschaffen von Kanonenfutter ging. Auch die in Thüringen.

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27 Geschichten aus dem MDR-Literaturwettbewerb 2013: Risikoanalyse

Wer am Ende gewinnt, das entscheidet sich erst am heutigen Montag zwischen 19.35 Uhr und 23.00 Uhr live im Haus des Buches. Dort findet die Finalrunde für den MDR-Literaturwettbewerb 2013 statt. Sieben Finalisten lesen ihre Geschichten vor Publikum. Der Band mit den 27 ausgewählten Geschichten zum 2013er Wettbewerb liegt schon vor: "Risikoanalyse".

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Mit Kremser auf der Schönhauser: Prenzlauer Berg an einem Tag

Der Prenzlauer Berg ist eine Legende. Hier brodelte der Berliner Widerstand gegen den DDR-Staatsapparat, hier waren die unangepassten Künstler zu Haus, hier lebte das ganze bunte Völkchen, das den alten Arbeiterwohnbezirk zu einem Tummelplatz der Avantgarde machte. Bis der Herbst 1989 und die Öffnung der Grenze am 9. November 1989 - justament im Prenzlauer Berg - alles veränderten. Es war der Grenzübergang an der Bornholmer Straße, wo tausende Berliner die Grenzpolizisten in Nöte brachten.

Reinhard Münch: Napoleons Völkerschlachtsoldaten aus Sachsen-Anhalt. Foto: Ralf Julke
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Im Schatten der Völkerschlacht: Auch Soldaten aus Sachsen-Anhalt wurden in Napoleons Kriegen verheizt

Sachsen-Anhalt gab es zur Zeit Napoleons natürlich noch nicht. Es war auch damals schon ein typisches Bindestrich-Gebiet. Ein Teil gehörte zu Sachsen, einer zu Preußen, einer zu Braunschweig. Mittendrin tummelten sich diverse Grafschaften und Fürstentümer - auch die Bindestrich-Fürstentümer in Anhalt. Insofern ist Reinhard Münchs Buch über Napoleons Soldaten aus Sachsen-Anhalt eher ein Versuch, aus winzigen Puzzle-Stücken ein Ganzes zu machen.

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Ein sehr weibliches Mutmacher-Buch: Der Kerl, der olle Krebs und ich

Mit der "Edition Lebenslinien" hat der Buchverlag für die Frau eine Reihe aufgelegt, in der die Lebensgeschichten von Menschen ihren Platz finden sollen, nicht nur die der üblichen Berühmtheiten. Auch andere erleben was, gehen durch Hölle und Tränentäler. So wie Anja Kleemann, die wie viele Tausende andere die Torturen einer Krebstherapie hinter sich gebracht hat. Aber es geht um mehr in ihrem Buch. Natürlich auch um Liebe.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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