Wie der einstige Traumberuf Arzt von Bürokraten, Politikern und Lobbyisten systematisch demoliert wurde

111 Gründe, kein Arzt zu werden: Ein Leipziger Arzt räumt mit den Lügen unseres Gesundheitssystems auf

Für alle LeserVor drei Jahren erfreute der Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf das Publikum mit dem Buch des begeisterten Notarztes Falk Stirkat „111 Gründe, Arzt zu sein: Eine Hommage an den schönsten Beruf der Welt“. Mindestens ein Leipziger Arzt schüttelte beim Lesen nur den Kopf. Er hatte im deutschen Gesundheitswesen völlig andere Erfahrungen gemacht. Jetzt hat er sich hingesetzt und aufgeschrieben, warum der schönste Beruf der Welt von Politikern und Verwaltungsbeamten regelrecht kaputtgemacht wurde.

Und von unglaubwürdigen Ärzteserien, Internet-„Doktoren“, Lobbyismus und falschen Mythen … Seine Praxis hat Göran Wild im wilden Leipziger Osten. Möglich, dass das auch seinen Blick auf die Besucher in seiner Praxis verändert, auf Patienten, deren Erwartungshaltung durch Fernsehen und „Internet“ geprägt sind, Leute bei deren Schilderung man nur den Kopf schüttelt: Gibt es wirklich so viele Menschen, die sich nicht waschen, sich nicht die Spur um die eigene Gesundheit kümmern, mit jedem Wehwehchen aber zum Arzt rennen und am Ende doch nicht tun, was der Arzt empfiehlt? Oder auch einfach nur krankgeschrieben werden wollen, weil sie gern blau machen möchten?

Ich geb’ es ja zu: In meiner Welt ähneln die Menschen eher diesem Chirurgen Göran Wild, schleppen sich lieber mit Schnupfen noch zur Arbeit und ärgern sich wahnsinnig, wenn sie von einer nicht geplanten Krankheit aus dem Arbeitsalltag geschmissen werden. Leute, die auch in anderen Berufsfeldern ein Arbeitsethos pflegen wie dieser Chirurg, der in den schönsten Beruf der Welt geraten ist, weil er in seinem Vater das leuchtende Vorbild sah. Nur dass der Vater in einer Zeit Arzt war, als Ärzte tatsächlich noch als „Götter in Weiß“ betrachtet wurden (und manche benahmen und benehmen sich auch so), Patienten ihre Ratschläge achteten und man üblicherweise wirklich erst zum Hausarzt ging, wenn es partout nicht mehr ging.

Und noch etwas war anders. In der L-IZ haben wir ja schon mehrfach darüber geschrieben. Und wer wissen will, warum immer weniger junge Leute überhaupt noch niedergelassener Arzt werden wollen, der bekommt es hier von einem niedergelassenen Arzt lebhaft, hochemotional und sehr deutlich erzählt. Von der langen Ausbildung beginnend über die Zeit als Assistenzarzt und Chirurg im Krankenhaus bis zum Beschluss, die belastenden Verhältnisse im Krankenhaus zu verlassen, um als niedergelassener Arzt wenigstens noch ein kleines Stück Selbstbestimmung über das eigene (Familien-)Leben und die eigene Arbeit zurückzugewinnen.

Denn was der politisch verordnete Effizienzdruck auf die Krankenhäuser in Deutschland bedeutet hat, war in erster Linie der systematische Entzug von Puffern und Ressourcen, nicht nur an Betten, sondern an existierenden Arbeitskräften. Wild beleuchtet zwar die Welt der Schwestern und Pfleger nicht genauer, deren Berufsbild genauso durch einen geradezu fanatischen Effizienzwahn demoliert wurde.

Aber auf der Ebene der Ärzte im Praktikum und der Assistenzärzte wird derselbe Menschenverschleiß sichtbar und spürt man schon, wie ein völlig aus dem Lot geratenes Gesundheitssystem einen großen Teil medizinischer Arbeit geradezu für umsonst ableisten lässt. Bis auf die Minute haben Buchalter in den Krankenkassen ausgerechnet, was welcher Handgriff und welche Hilfereichung im Gesundheitswesen kosten darf. Alles ist so penibel vorgegeben, dass auch in Krankenhäusern ganze Abteilungen nur damit beschäftigt sind, die erbrachten Leistungen mit den Kassen abzurechnen.

Und das hört in den glänzenden Verwaltungstürmen der Krankenkassen nicht auf. Göran Wild erwähnt es am Rand, weil er sich nur noch ärgert über diese massive Verschwendung von Kassenbeiträgen, wenn 20 Prozent dieser Beiträge einfach in dieser bürokratischen Verwaltung der Anrechnungspunkte versenkt werden. Es ist nur ein Grund, warum unser Gesundheitssystem trotz seiner Milliardeneinnahmen so dysfunktional geworden ist.

Denn das Ergebnis dieser Art bürokratischen Denkens, die weit über das hinausgeht, was wir einst als sozialistische Planwirtschaft kennengelernt haben, sorgt genau für jene Zustände, die wir aus unseren Arztpraxen kennen: gestresste Ärzte, die kaum noch Zeit für ihre Patienten haben, weil jeder Handgriff mit einem centgenau berechneten Budget vorgegeben ist. Und die einen Tätigkeiten werden mit den anderen verrechnet, sodass ein Arzt gar nicht anders kann, als nach Punkteliste abzuarbeiten und das Patientengespräch aufs Allernötigste einzudampfen. Durchschnittlich stehen für einen Patienten 7 Minuten zur Verfügung, schreibt Wild. In einem ganzen Kapitel beschäftigt er sich sehr ausgiebig mit dem Budgetierungssystem, das den Arzt regelrecht in ein Korsett zwängt.

Während närrische Gesundheitsminister die Mär verbreiten, Ärzte in Deutschland würden viel zu wenig arbeiten und es brauche gar ein Gesetz, damit sie mal mindestens 20 Stunden bereit sind, die Praxis zu öffnen, erzählt Göran Wild sehr anschaulich, wie ihn das deutsche Kassensystem sogar regelrecht zwingt, seine Praxiszeiten zu beschränken. Denn wenn er das ihm zugerechnete Stundenbudget (ja, das gibt es) überschreitet, bekommt er es nicht nur nicht bezahlt – in Sachsen wissen wir ja inzwischen, dass Ärztinnen, die ihre Patienten nicht abweisen wollen, obwohl weit und breit keine weitere Praxis mehr existiert, sogar dafür bestraft werden, dass sie zu viele Patienten behandeln.

Wie gesagt: Planwirtschaft war harmlos gegen das, was Politiker im Verein mit Lobbyisten und Krankenkassen aus unserem Gesundheitssystem gemacht haben. Und man liest den Frust darüber aus jeder einzelnen Glosse heraus, die Göran Wild auch in deutlicher Kontroverse zu Falk Stirkats Buch geschrieben hat. Denn das, was Menschen, die Arzt werden, an ihrem Beruf besonders wichtig und faszinierend finden, das wird durch ein immer enger gefasstes Budgetsystem systematisch zerstört.

Es kommt einem überhaupt nicht fremd vor, denn mit ähnlichen Kontroll- und Effizienz-Methoden wurden ja auch andere einst schöne und wertvolle Berufe regelrecht zerstört. Schwestern und Pfleger habe ich erwähnt, Lehrerinnen und Lehrer könnten im Grunde dasselbe Lied singen. Berufe, die einst das höchste soziale Prestige genossen, sind geradezu entwertet worden. Und ein Lösungsansatz der Politik, die verheerenden Folgen, die mit dem verharmlosenden Wort „Ärztemangel“ beschrieben werden, irgendwie einzudämmen, ist närrischer als der andere. Es ist ja wie bei den Lehrern: Erst zerstört man ein attraktives Berufsfeld, sorgt für unaushaltsame Arbeitsbedingungen – und dann versucht man, die jungen Leute mit Prämien zu ködern.

Göran Wild widmet zwar viele Punkte einer sichtlich veränderten Patienten-Klientel, die den Arzt behandelt wie einen Bockwurstverkäufer, die auch teils aggressiver und bornierter auftritt und gar noch felsenfest der Meinung ist, man könne die Verantwortung für die eigene Gesundheit einfach mal an diesen Arzt abgegeben, der solle mal machen. Aber man wird das Gefühl nicht los, dass sich diese Menschen auch nur deshalb so verhalten, weil ihnen eine von Kontrollsucht und Bevormundung geprägte Politik nichts anderes suggeriert. Die politische Respektlosigkeit gegenüber dem Können und Wissen der eigentlich dafür ausgebildeten Fachleute münzt sich um in die Arroganz dummer Menschen, die selbst Dienstleistungen am Menschen meinen einfordern zu können wie einen Big Mac mit Käse.

Im Grunde sieht man hier – aus Sicht eines Arztes – wie die um sich greifende Konsumentenmentalität ungebildeter Menschen, die gelernt haben, dass sie für sich selbst keine Verantwortung tragen müssen, die wichtigsten sozialen Beziehungen zerstört. Bis hin zur Achtung ärztlicher Professionalität. Kein Wunder, dass sich da selbst ein engagierter Arzt nur noch wie ein Depp vorkommt – der für die Gewinne anderer Leute den Dienst-Leister macht.

Vielleicht wäre es ganz gut, wenn Politiker, die sich mit Gesundheitspolitik beschäftigen, Entscheider bei Krankenkassen und in den Kassenärztlichen Vereinigungen dieses Buch lesen würden. Denn klarer als andere schreibt Göran Wild hier, warum unserem Gesundheitssystem die Ärzte abhandenkommen. Und warum alle Versuche, krampfhaft Landärzte und Hausärzte anzusiedeln, scheitern werden.

Nicht an der Region, wo sie fehlen, sondern an den Rahmenbedingungen, die ihnen der Budgetierungswahn der letzten Jahre gesetzt hat. Wer bei der Betreuung seiner Patienten permanent das Gefühl haben muss, dass ihm genau diese Leistung nie bezahlt werden wird oder gar noch eine Regressforderung oder eine Klage kommen wird, weil ja heute jeder, der glaubt, dem Arzt einen Fehler nachweisen zu können, sofort einen Rechtsanwalt einschaltet, der denkt natürlich nicht mehr daran, ob er seine Praxis erweitert oder sich gar mehr Zeit für seine Patienten nimmt. Der schaut eher auf die Stoppuhr, gejagt von der Angst, dass er jetzt schon wieder verbotenerweise mehr tun könnte, als ihm die Kasse erlaubt.

Dass er die Besetzung der Bundesgesundheitsminister der letzten Jahre deshalb eher für eine Katastrophe hält, verschweigt Göran Wild auch nicht. Und auch nicht das Gefühl, das mittlerweile sehr viele andere hochqualifizierte Angestellte auch haben: das Gefühl, dass man diesen Irrsinn eigentlich nicht mehr lange mitmachen will. Leider aber muss, weil man ja dummerweise fast eine Million Euro in die Erstausstattung der Praxis investieren musste, um überhaupt seine Leistungen anbieten zu können.

Wie stark ihn das alles aufwühlt, lässt Göran Wild in vielen sehr emotionalen Beiträgen deutlich werden, alle gespickt mit einem sehr irdischen Humor, bei dem man merkt: Dieser Arzt ist weder ein Melancholiker noch einer, der sich von frechen Sprüchen die Butter vom Brot nehmen lässt. Einer, der sehr gern aus vollem Herzen Arzt wäre, ohne ständig bevormundet und gegängelt zu werden.

Seinen Kindern wird er jedenfalls nicht mehr empfehlen, einmal Arzt zu werden. Jedenfalls habe ich nach Lesen des Buches nicht das Gefühl, dass es dafür auch nur einen einzigen nachvollziehbaren Grund gäbe. Außer den, den die Besten unter uns immer haben: Im Leben etwas tun zu wollen, das allen Menschen hilft, ein etwas besseres Leben zu führen. Da gibt es freilich nicht mehr viele Berufe, wo man das darf.

Das Entsetzen ist ganz meinerseits.

Göran Wild 111 Gründe, kein Arzt zu sein, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2019, 9,99 Euro.

Wie eine vom Budget-Wahn betrunkene Politik die Ärzteversorgung in Sachsen demoliert

RezensionenGesundheitspolitik
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