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StuRa warnt vor Folgen: Campus-Bibliothek der Uni soll ab dem Wintersemester 24-Stunden-Betrieb einstellen

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    Die Studierenden der Universität Leipzig haben so langsam die Nase voll. An immer mehr Stellen bekommen sie die Sparmaßnahmen der sächsischen Regierung zu spüren. Jetzt erwischt es ein scheinbar nicht ganz so wichtiges Angebot: die Nachtöffnungszeit der Zweigstelle der Universitätsbibliothek im Uni-Campus. Seit Eröffnung der Campusbibliothek im Wintersemester 2009/10 bietet die Zweigstelle einen 24-Stunden-Betrieb an.

    Doch dieser Service soll nun bereits zum kommenden Wintersemester aus finanziellen Gründen eingestellt werden. In der Sitzung des StudentInnenRats der Universität Leipzig (StuRa) am Dienstag, 17. Juli, sprach sich dieser einstimmig gegen die Änderung der Öffnungszeiten der Campusbibliothek aus.

    Zuvor war bekannt geworden, dass die Universitätsbibliothek Leipzig (UBL) mit der Campusbibliothek aktuell rote Zahlen in Höhe von etwa 60.000 Euro schreibt. Diese sind beispielsweise durch gestiegene Kosten beim Wachdienst begründet worden. Die Leitung der UBL sieht sich nun gezwungen, Gegenmaßnahmen zu ergreifen: Durch verkürzte Öffnungszeiten (Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr, Samstag von 9 bis 14 Uhr und Sonntag geschlossen) und die Zusammenlegung von Service- und Wachdiensten könnten in Zukunft Kosten in Höhe von etwa 17.000 Euro eingespart werden.

    „Lesen bildet – in Leipzig bald nicht mehr! Erst kürzt man uns das Studium, dann die Profs, das Geld fürs Studentenwerk und jetzt auch noch die Bibliothekszeiten. Da fragt man sich doch, wie sich die Landesregierung ein zukünftiges Studium vorstellt“, so Adelheid Noack, Referentin für Hochschulpolitik im StuRa. Besonders relevant sei die Schließung in Studiengängen mit unzureichender Ausstattung an Lehrmitteln und in Fächern mit hoher Prüfungslast. Zudem würden die Bibliotheken zu Stoßzeiten derart stark beansprucht, dass ein Ausweichen auf die Nachtzeiten von vielen Studierenden als einziger Weg zum Zugriff auf prüfungs- und studienrelevante Fachliteratur oder überhaupt zu einem Sitzplatz in der Campus-Bibliothek angesehen werde.Die bisherigen Lernzeiten sind, so Noack, vor allem auch für Studierende mit Kind oder Nebenjob von großem Vorteil, um den eigenen Studienalltag flexibel gestalten zu können.

    „Die Schließung der 24-Stunden-Bibliothek bedeutet einen erheblichen Einschnitt in die grundsätzliche Studienqualität an der Universität Leipzig und sorgt in einigen Fächern für erhebliche Probleme. Der StuRa der Uni Leipzig spricht sich vehement für eine Beibehaltung der aktuellen Öffnungszeiten der Campusbibliothek aus“, so Noack.

    www.stura.uni-leipzig.de

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