Deutschlandstipendium in Sachsen: Ein Nischenangebot für technische Studienrichtungen

Toller Erfolg, sagt der eine. Ernüchternd wenig, sagt der andere. Bis Stichtag 31. Mai 2012 sind in Sachsen insgesamt 349 Deutschlandstipendien vergeben worden, geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage des FDP-Hochschulpolitikers Nico Tippelt hervor. Dies sind mehr dieser Stipendien, als im gesamten Vorjahr im Freistaat vergeben wurden. Für die in den ersten fünf Monaten dieses Jahres vergebenen Stipendien wurden insgesamt 612.778 Euro von privaten Mittelgebern eingeworben.
Anzeige

Dazu erklärt Nico Tippelt, hochschulpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag, der dazu extra bei Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer angefragt hatte. Die antwortete auch detailliert. Einen Teil der Antwort hat Nico Tippelt aber wohl nicht gelesen.

„Es ist großartig, dass bereits zur Jahresmitte die Zahl der ausgereichten Deutschlandstipendien aus dem Vorjahr übertroffen werden konnte. Die Idee des Deutschlandstipendiums hat sich bewährt, privates Engagement belohnt besonders begabte junge Menschen“, freut sich Tippelt. „Auch die Befürchtungen, dass aufgrund der privaten Mittelgeber einzelne Studienrichtungen übervorteilt werden, wurden nicht bestätigt. Sachsen zeigt, dass auch eine klein- und mittelständische geprägte Wirtschaftsstruktur genug private Mittel für Deutschlandstipendien hervorbringen kann. Einzelne Hochschulen haben jedoch noch Potenzial bei der Akquise von Förderern.“

Genau das aber zeigt die Antwort nicht. Sie zeigt ziemlich deutlich, dass technische Hochschulen deutlich im Vorteil sind bei der Suche nach privaten Geldgebern. Hier ist der Schulterschluss zwischen heimischer Wirtschaft und den geförderten Studierenden, die als Nachwuchs fürs eigene Unternehmen in Frage kommen, am zwingendsten. So führen eindeutig die TU Dresden (150 Stipendien), die HTWK Leipzig (30) und die Bergakademie Freiberg (20) die Liste an. Die Universität Leipzig hat bislang noch arge Schwierigkeiten, Partner für Deutschland-Stipendien zu finden. Auch im Mai stand hier noch eine unübersehbare Null in der Liste.

Und Sabine von Schorlemer ist sich sehr wohl bewusst, dass die Suche nach privaten Partnern durchaus begrenzt ist. Sie hat es ganz unten noch als Ergänzung an ihre Antworten angefügt, weil Nico Tippelt nicht direkt danach gefragt hatte. „Als Gründe für eine Nichtbeteiligung am Deutschlandstipendien-Programm werden von den oben genannten Hochschulen vor allem ein hoher Aufwand für die Ausschreibung und Vergabe der Stipendien und die Suche nach potentiellen Mittelgebern sowie das Fehlen personeller Ressourcen genannte“, schreibt sie. „Außerdem wird auf den hohen finanziellen Aufwand zur Einwerbung von Stipendienmitteln verwiesen, der nur zum Teil durch die Akquisepauschale des Bundes gedeckt wird.“Für Holger Mann, Sprecher für Hochschule und Wissenschaft der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, ist das ganze Deutschlandstipendium nichts anderes als eine PR-Nummer der Bundesregierung.

Von den 109.761 Studierenden in Sachsen haben nach anderthalb Jahren gerade einmal 349 oder 0,3 % ein Deutschlandstipendium erhalten. Damit bleibt der Anteil weit hinter der von der Bundesregierung gesetzten Höchstgrenze von 1 % zurück. Das 2010 verkündete Ziel, den Anteil der Stipendiaten in Deutschland mit dem Deutschlandstipendium auf 8 % zu steigern, kann schon jetzt als illusionär bewertet werden.

„Umso mehr wird deutlich, die privat kofinanzierte Studienfinanzierung ist und bleibt das BAföG“, sagt Holger Mann. „So erhielten 2010 genau 43.893 Studierende in Sachsen BAföG. Fast 49% der aufgewandten Mittel (73,25 Millionen Euro) kamen dabei aus den Taschen privater Mittelgeber. Konkret aus Händen der Empfänger, die diese Teildarlehen später zurückzahlen.“

Auf einen Empfänger eines Deutschlandstipendiums kommen in Sachsen also 126 BAföG-Empfänger. Dies zeige, dass das BAföG gestärkt und weiter entwickelt werden müsse, um auf weitere Zielgruppen an den Hochschulen, wie berufsqualifizierte, ältere Empfänger, reagieren zu können.

„Das Deutschlandstipendium ist dagegen vor allem eine PR-Nummer der Bundesregierung“, meint Holger Mann. „Die Einwerbung von genügend privaten Stipendiengebern gelang selbst in den beiden wirtschaftsstarken Ländern Bayern und Baden-Württemberg nicht annähernd. Hinzu kommt der hohe Verwaltungsaufwand, der durch die Bundes-Pauschale von 7 % des Privatanteils nicht im Ansatz abgedeckt wurde, wie auch die Antwort der Staatsregierung auf eine aktuelle Kleine Anfrage belegt.“

Zudem würden eben doch vor allem Studierende der Ingenieur- und Naturwissenschaften gefördert, also genau die Fachrichtungen, die schon jetzt besser ausgestattet seien. Holger Mann: „Dies wird zu einer weiteren Verschiebung der Wettbewerbsbedingungen führen!“

Und weil es der Uni Leipzig so schwer fällt, die heimische Wirtschaft für ihre Art Studentenausbildung zu begeistern, hat sich im Juni der Bundestagsabgeordnete Thomas Feist (CDU) bereit erklärt, ein Deutschlandstipendium an der Uni zu übernehmen. Er verwies darauf, dass jede zweite Hochschule schon mit Deutschlandstipendien arbeite. „Das zeigt, dass es eben auch auf die Hochschulen selbst ankommt, sowohl aktiv für das neue Stipendium zu werben als auch Stifter und Stipendiaten zusammenzubringen. Das Deutschlandstipendium wird nun aber auch in Leipzig ein Erfolgsmodell“, war sich Feist sicher.

Hintergrundinformationen zur „Ausbildungsförderung (BAföG) im Freistaat Sachsen“: www.statistik.sachsen.de

Was sich Sachsens Staatsregierung vor einem Jahr vom Deutschlandstipendium erwartet hat: http://edas.landtag.sachsen.de

Eine weitere Nachfrage zu den Rahmenbedingungen 2011: http://edas.landtag.sachsen.de

Die Antwort auf die Kleine Anfrage „Deutschlandstipendien in Sachsen“ von Sabine von Schorlemer: http://edas.landtag.sachsen.de

Informationen zum Deutschland-Stipendium: www.deutschland-stipendium.de


Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Engagement für eine zukunftsfähige Stadt: Vier Initiativen und Organisationen im Videoclip vorgestellt
Videokonferenz vom 20. November. Foto: Forum Nachhaltiges Leipzig

Foto: Forum Nachhaltiges Leipzig

Für alle LeserAm Freitag, 20. November, wurde der Leipziger Zukunftspreis vergeben. Früher hieß er mal Agenda-Preis – nach der Agenda 21, die in Rio de Janeiro 1992 beschlossen wurde. 2019 richtete sich das Leipziger Agenda-Büro neu aus und veränderte auch die Modalitäten zum Agenda-Preis, der seitdem Zukunftspreis heißt. Und weil Corona zu allerlei Neuerungen zwingt, wurde er diesmal auch nicht in einer Festveranstaltung vergeben, sondern in einer digital-analogen Hybridveranstaltung.
Paul-Robeson-Schule soll ab 2023 für 18 Millionen Euro saniert und erweitert werden
Die Paul-Robeson-Schule am Jungmannweg. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNachdem die Schule am Opferweg in Wahren fertig ist, ist endlich Spielraum, die Plattenbauschule am Jungmannweg in Lindenthal bis 2026 zu sanieren und zu erweitern. Die Plattenbauschule stammt aus dem Jahr 1978 und trägt seit 1995 sogar eine experimentelle Außendämmung, die sich sogar bewährt hat.
Warum es ganz und gar nicht gut ist, die Kultur in der Corona-Zeit dauerhaft stillzulegen
Das Spiegelzelt in den Vorjahren. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Sti-ille Nacht, ein-sa-me Nacht, alles probt, niemand lacht ...“, bringt der Westflügel im Lindenfels auf den Punkt, wie heftig die verlängerten Lockdown-Maßnahmen das komplette für die Adventszeit geplante Kulturprogramm treffen. Selbst die „Gans ganz anders“ fällt aus, das schöne Spiegelzelt aus Flandern ist umsonst aufgebaut. Und der Weihnachtszirkus verschiebt seinen Leipzig-Auftritt auf März. Wenn er dann überhaupt sein Zelt aufbauen darf.
Am Freitag machte die Radtour #ParisGoesBrussels Zwischenstopp in Leipzig + Video
#MakeParisReal ist der Hashtag unter dem die 1000-Kilometer-Tour ab jetzt in den sozialen Netzwerken begleitet wird. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser„Der Eiffelturm kommt nach Leipzig!“, freuten sich am Freitag, 27. November, die Parents for Future Leipzig. Und er kam tatsächlich – gut verpackt. Gegen 16 Uhr endete der erste Abschnitt der Radtour #ParisGoesBrussels am kleinen Wilhelm-Leuschner-Platz am Eingang der Petersstraße. Zwei Tage zuvor waren die radelnden Parents in Dresden aufgebrochen. Ihr Ziel ist Brüssel.
Pestizidprozess gegen Karl Bär vertagt: Richter räumt Klägern mehr Zeit für Rückzug aus dem Verfahren ein
Karl Bär. Foto: Umweltinstitut München

Foto: Umweltinstitut München

Für alle LeserWerden die Prozesse gegen die Pestizidkritiker in Südtirol eingestellt? Um diese Frage zu klären, hatte Richter Ivan Perathoner den Klägern eine Frist bis zum Prozesstag am Freitag, 27. November, eingeräumt. Landesrat Schuler und die Obstwirtschaft hatten im Vorfeld des zweiten Prozesstermins gegen Bär dem Umweltinstitut gegenüber schriftlich die Rücknahme aller Anzeigen angekündigt. Doch nicht alle Vollmachten der klagenden Obstbauern und -bäuerinnen lagen vor.
Das Original Rudelsingen präsentiert den allerersten Mitsing – Adventskalender
Rudelsingen PR

Rudelsingen PR

Das Online Rudelsingen gehört in diesen Monaten ganz unbedingt zu den Dingen, die man mal neu ausprobieren sollte. Ja, wir dürfen, müssen gar, sollten und können alle laut singen, gerade im Hier und Jetzt, wenn nicht nur unser Immunsystem eine Extra-Portion Stärkung gut gebrauchen könnte. Kleine Freuden zwischendurch sorgen für mehr Glückshormone, Antriebskraft und Motivation im Alltag.
„Da blutet einem das Herz“ – Corona lässt Turnfest 2021 platzen, nur Deutsche Meisterschaften sollen stattfinden
Das Turnfest 2021 kann wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Die Hoffnungen ruhen nun auf dem Jahr 2025. Foto: DTB / Volker Minkus

Foto: DTB / Volker Minkus

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 85, seit 20. November im HandelEs sollte ein rauschendes Fest werden. Vom 12. bis 16. Mai 2021 war Leipzig als Austragungsort des 44. Internationalen Deutschen Turnfestes vorgesehen (LZ Nr. 80 vom 26.06.2020 berichtete). Doch die Corona-Pandemie ließ diesen sportlichen Traum nun platzen. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg sahen sich die Veranstalter aufgrund des Infektionsgeschehens dazu gezwungen, dieses Großspektakel abzusagen.
Wie die Städtischen Altenpflegeheime mit der Corona-Pandemie umgehen – und mit Maskenverweigerern
Ohne sensorische Messung der Körpertemperatur ist der Zutritt ins Städtische Altenpflegeheim nicht gestattet. Die strengen Besuchs- und Hygieneregeln werden jedoch nicht von allen Besuchern eingehalten. © Michael Billig

© Michael Billig

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 85, seit 20. November im HandelIm ersten Lockdown der Corona-Pandemie wurden Senioren- und Pflegeheime für die Außenwelt komplett geschlossen. Bewohnerinnen und Bewohner konnten über mehrere Wochen hinweg keinen Besuch empfangen. Selbst engste Angehörige mussten draußen bleiben. Zu dieser Isolation soll es nicht noch einmal kommen. Mit der zweiten Welle der Pandemie haben die Häuser den Kontakt jedoch wieder eingeschränkt.
Kino der Jugend: IG Fortuna überzeugt die Jury mit Konzept für künftiges Kultur- und Begegnungszentrum
IG Fortuna mit der Aktion „Rettet das Kino!“ Foto: Thomas Szabo

Foto: Thomas Szabo

Für alle LeserDie Initiative IG Fortuna soll künftig ein Erbbaurecht für das Kino der Jugend in Volkmarsdorf erhalten, teilt das Liegenschaftsamt der Stadt Leipzig mit. Mit ihrem Konzept zur Wiederbelebung des ehemaligen Lichtspielhauses und der Entwicklung eines „Kultur- und Begegnungszentrums Leipziger Osten“ hat sich die Interessensgemeinschaft jetzt im laufenden Konzeptverfahren gegen eine zweite Bewerbergruppe durchgesetzt.
Joachim-Ringelnatz-Verein schreibt einen Offenen Brief: Wie löst man den Gordischen Knoten am Ringelnatz-Haus in Wurzen?
Sanierungsstand am Ringelnatz-Geburtshaus in Wurzen. Foto: Joachim-Ringelnatz-Verein e.V.

Foto: Joachim-Ringelnatz-Verein e.V.

Für alle LeserSeit zwölf Monaten ruhen die Arbeiten am Ringelnatz-Geburtshaus aufgrund einer verfahrenen, scheinbar ausweglosen Situation in der Abwägung zwischen Denkmalschutz und zukünftiger Nutzung. Der Vorstand des Joachim-Ringelnatz-Verein e. V. sieht daher keinen anderen Weg mehr, als sich mit einem Offenen Brief an die Öffentlichkeit zu wenden, in dem er sachlich den Stand der Dinge darlegt.
Aktueller Monitoringbericht zur Situation der Kultur: Auch in Leipzig drohen hohe Verluste
Rüdiger Wink, Professor für Volkswirtschaftslehre an der HTWK Leipzig. Foto: Johannes Ernst/HTWK Leipzig

Foto: Johannes Ernst/HTWK Leipzig

Für alle LeserBesonders hart treffen die Verfügungen zur Corona-Pandemie-Bewältigung den Kulturbereich. Gerade hier sind tausende Solo-Selbstständige unterwegs, deren Auftritte und Projekte reihenweise abgesagt sind. Ein Monotoringbericht hat jetzt untersucht, mit welch großen Verlusten unsere Gesellschaft im Kulturbereich rechnen muss. Es trifft freilich nicht alle gleich, stellt auch ein Leipziger Forscher fest.
SPD-Fraktion beantragt 20 Millionen Euro extra Kapital für die L-Gruppe, um die Verkehrswende zu finanzieren
Gleisbau der LVB - hier in Lindenau. Archivfoto: Marko Hofmann

Archivfoto: Marko Hofmann

Für alle LeserWas der Oberbürgermeister da jetzt als Vorlage zur Umwandlung des Gesellschafterdarlehens der Stadt Leipzig an die Stadtholding LVV in Eigenkapital vorgelegt hat, hat bei der SPD-Fraktion im Stadtrat gelindes Unbehagen ausgelöst. Beschlossen hat der Stadtrat die Umwandlung schon im Mai 2019. Auch mit der konkreten Auflage, Geld für wichtige Verkehrsinvestitionen anzusparen. Aber das ginge nun nicht mehr, heißt es in der OBM-Vorlage.
Gutverdiener verursachen mehr CO2-Emissionen und werden bei der Steuer trotzdem bevorzugt
Unterschiedliche Steuerlast für Privat-Pkw und Firmenwagen. Grafik: Öko-Institut

Grafik: Öko-Institut

Für alle LeserWenn man genauer hinschaut, sieht man etwas, was in der deutschen Klimapolitik fast immer ausgeblendet wird: Dass selbst im reichen Deutschland die ärmeren Bevölkerungsteile viel weniger zur Klimazerstörung beitragen als die reichen. Aber die Diskussion und die Politik werden von den Reichen bestimmt. Sie sollten deshalb auch die Kosten tragen, findet auch das Öko-Institut e. V.
Und wenn die Welt voll Teufel wär: Luthers aufregende Reise zum Reichstag nach Worms
Klaus-Rüdiger Mai: Und wenn die Welt voll Teufel wär. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVieles ist auf einen markigen Spruch eingedampft in der Erinnerung an Martin Luther. Sein Auftritt in Worms auf dem Reichstag zum Beispiel auf dieses legendäre: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.“ Als wenn das so leicht gewesen wäre. Und als wenn es eine schnurgerade Linie vom Thesenanschlag in Wittenberg 1517 zum Wormser Reichstag gegeben hätte. Aber der Weg nach Worms war kurvenreich. Und auch Dr. Martin Luther ahnte 1517 nicht, wo er 1521 landen würde.
Gewaltverbrechen im Leipziger Auwald: Kumpel des Angeklagten hegte sofort einen Tatverdacht
Der mutmaßliche Mörder Edris Z. (31) beim Prozessauftakt. Foto: Lucas Böhme

Foto: Lucas Böhme

Für alle LeserAm Freitag wurde vor dem Leipziger Landgericht weiter gegen den mutmaßlichen Mörder vom Leipziger Auwald verhandelt. In der Zeugenvernehmung kam unter anderem ein langjähriger Freund des Angeklagten Edris Z. zu Wort, der diesen schon kurz nach dem Verbrechen im Verdacht hatte.