Am 14. November: Podium zur Lehrerbildung in Leipzig

Beim Thema Lehrerbildung macht der Freistaat mobil: Mit neuen Lehramtsstudiengängen, einem modularisierten Staatsexamen, der Verdoppelung der Studienanfängerzahlen und durch eine Finanzspritze von 28 Millionen Euro allein an der Universität Leipzig soll der derzeitigen Entwicklung des zunehmenden Lehrermangels entgegengewirkt werden.
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Welche Chancen und Impulse, aber auch Probleme und Aufgaben diese Veränderung der Lehrerbildung mit sich bringt, diskutieren am 14. November verschiedene Vertreter des Freistaates Sachsen, der Stadt Leipzig und der Universität Leipzig.

Die Podiumsdiskussion findet am Mittwoch, 14. November, 17:00 Uhr im Campus Augustusplatz, Hörsaalgebäude, Hörsaal 9, statt.

Die Umstrukturierung der Lehrerbildung ist zentral für die Zukunft des Bildungsstandortes Sachsen. Der Generationswechsel stellt den Freistaat vor große Aufgaben. Bis 2020 gehen zwei Drittel der sächsischen Lehrerinnen und Lehrer in den Ruhestand, vielerorts macht sich der Lehrermangel schon jetzt bemerkbar.

„Die Lehrerstudiengänge und die nun getroffenen Maßnahmen sind ein Meilenstein und wichtiger Baustein für die Profilbildung der Universität Leipzig“, erklärt Prof. Dr. Beate Schücking, die Rektorin der Universität Leipzig, die gemeinsam mit Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung zu dieser Veranstaltung lädt. „Darüber hinaus werden so nicht nur an der Universität Leipzig die Weichen neu gestellt, sondern im gesamten Freistaat Sachsen“, so die Rektorin.

Der Wechsel in der Ausbildung kann vor allem als Chance gesehen werden, da er die Möglichkeit bietet, neue Entwicklungen in der Lehrerbildung direkt umzusetzen und somit neue Lehrkräfte mit neuen Konzepten in die Klassenzimmer zu bringen. „Die zugesagten Mittel ermöglichen die notwendige Absicherung der erheblich gestiegenen zusätzlichen Lehranforderungen“, so der Dekan der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Thomas Hofsäss, der einen Großteil der anstehenden Umstrukturierungen an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät umsetzen muss. Alle Lehramtsstudierenden, jährlich 1.100 an der Zahl, laufen hier durch. „Die Planungen für die bauliche Ausgestaltung des Campus Jahnallee, dem künftigen Standort der Fakultät und des Bildungscampus Sachsen, laufen bereits auf Hochtouren.“

Die Universität und die Universitätsstadt Leipzig mit ihrer Jahrhunderte währenden Bildungstradition bieten für die Lehrerbildung optimale Voraussetzungen. Als klassische Volluniversität kann die Universität Leipzig durch ihre Vielzahl an Fachbereichen die Querschnittsaufgabe der Verknüpfung von Fachwissenschaft und Pädagogik flexibel herstellen. Die Stadt Leipzig erweitert dieses Spektrum mit ihren Traditionsschulen und ihrer international vernetzten Kultur- und Forschungslandschaft.

Die Veranstaltung „Gute Aussichten: Lehrerbildung in Leipzig“ thematisiert hierbei auf verschiedenen Ebenen, welche Chancen und Impulse, aber auch welche Probleme und Aufgaben die Veränderung der Lehrerbildung mit sich bringt: für die Universität, die Stadt und die Region Leipzig. „Ich freue mich, dass die Staatsregierung die Zeichen der Zeit erkennt und Leipzig zum Zentrum der Lehrerausbildung in Sachsen macht“, sagt Burkhard Jung, der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig. „Wir brauchen dringend und auf lange Sicht diese Unterstützung für unsere Universität und für die zukünftigen Lehrer. Aber wir brauchen auch eine neue gesellschaftliche Anerkennung für den Lehrerberuf. Wir müssen uns immer wieder bewusst machen, welche wichtige Aufgabe unsere Pädagogen in der globalen Wissensgesellschaft übernehmen. Wir als Schulträger werden unsere Hausaufgaben machen und in den nächsten Jahren unsere Anstrengungen in Sachen Kita- und Schulsanierung vervielfachen. Und wir werden unsere Lehrer ermutigen. Wir brauchen viele, gute, von ihrer Sache überzeugte Lehrerinnen und Lehrer, die Respekt und Unterstützung von uns allen verdienen.“

Im Vorfeld der Veranstaltung gibt es bereits ab 16:00 Uhr im Foyer des Hörsaals einen Markt der Möglichkeiten, der über besondere Projekte der Lehr- und Schullandschaft in Leipzig informiert. Zusätzlich wird die Veranstaltung von künstlerischen und medialen Präsentationen begleitet, so unterhält etwa das Theater der Jungen Welt mit Ausschnitten aus dem Stück „LehrerInnen“.

Ihre Visionen zur Lehrerbildung referieren der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung und die Rektorin der Universität Leipzig, Prof. Dr. Beate Schücking, im Gespräch mit der Vorsitzenden der Geschäftsleitung der Commerzbank AG Leipzig, Nikola Köller.

Auf dem Podium diskutieren anschließend Gisela Grüneisen (Elternmitwirkungsmoderatorin und ehemalige Vorsitzende des Landeselternrates), Georg Heyn (Vorsitzender des Stadtschülerrats Leipzig), Dr. Bernd Liebau (Schulleiter der 94. Mittelschule in Leipzig), Prof. Dr. Maria Hallitzky (Zentrum für Lehrerbildung und Schulforschung & Erziehungswissenschaft, Universität Leipzig), Dr. Jürgen Ronthaler (Zentrum für Lehrerbildung und Schulforschung & Institut für Anglistik, Universität Leipzig), Prof. Dr. Tania Singer (Max Planck Institut, Abteilung Soziale Neurowissenschaft, Leipzig), Dr. Hedda Beuchel (Sächsische Bildungsagentur Leipzig) und Nils Rosenkranz (Lehramtsstudent).

Die Moderation übernimmt Dr. Regine Schneider (MDR).

www.erzwiss.uni-leipzig.de

www.uni-leipzig.de/~zls/guteaussichten.html


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