Wenn eine effiziente Maschine viel Ausschuss produziert: Sachsens Platz 1 im neuen INSM-Bildungsmonitor

Alle Jahre wieder gibt es auch den "Bildungsmonitor" der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Ein ganz spezielles Produkt der Bildungsbetrachtung, das versucht, die verengten Sichtweisen heutiger Wirtschaftsbetrachtungen auch auf das Thema Bildung anzuwenden. Das hat seine Tücken. Aber darüber denken Politiker einiger Parteien gar nicht erst nach. Denn was bedeutet der 1. Platz in diesem - naja - Ranking? Mehr ist es nämlich nicht.
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„Sachsen hat Platz 1 im Vergleich der Bildungssysteme der deutschen Bundesländer belegt“, vermeldete das wirtschaftsnahe Institut am Dienstag, 19. August. Wobei „wirtschaftsnah“ wohl besser mit Gänsefüßchen zu versehen ist, denn eher heißt es: den großen deutschen Industrieverbänden nahestehend (BDA und BDI). Die haben – naturbedingt – eine völlig andere Sichtweise auf Welt, Wirtschaft und Bildung als mittelständische oder gar kleine Unternehmen.

Deswegen verwundert auch nicht, dass das Institut der deutschen Wirtschaft Köln das System Bildung versucht genauso zu betrachten wie die Verwertungskette in einem Großkonzern. Vorn steckt man Material hinein, das dann möglichst flott veredelt wird und am Ende als produktiver Output herauskommt. Wobei nicht alles, was ausgebildet wird, aus Sicht dieser Denkfabrik auch als wertvoll gilt. Wichtig ist aus diesem engen Fokus heraus eigentlich nur die Ausbildung von Ingenieuren, Naturwissenschaftlern und Mathematikern und ein voll ausbildungsfähiger Berufsnachwuchs.

Die Sichtweise impliziert natürlich auch alle blinden Flecken, die in den definierten 12 Handlungsfeldern und 93 Indikatoren stecken. Natürlich bedeutet Bildungsarmut dann trotzdem einen wirtschaftlichen Verlust für ein Land, denn damit wird logischerweise auch die Fachkräftesicherung gefährdet. Umso verblüffender ist natürlich, dass Sachsen wieder auf Platz 1 landet, obwohl es an den wirklich wichtigen Stellen versagt.

„Sachsen schneidet in den meisten der 12 untersuchten Handlungsfelder sehr gut ab“, verkündet die INSM. „Besondere Stärken weist Sachsen bei der Förderinfrastruktur, der Schulqualität, der Bildungsarmut (jeweils 1. Platz), Hochschule und MINT, Ausgabenpriorisierung und Forschungsorientierung (jeweils 2. Platz) auf. Verbesserungsbedarf besteht bei der Effizienz der eingesetzten Mittel, der Integration und bei der Zeiteffizienz. Hier liegt Sachsen unter dem Bundesdurchschnitt.“

Was schon an dieser Stelle nicht stimmt. In den 12 Indikatoren geht es drüber und drunter. Und nicht einmal Unternehmer bringen die Bewertungen ihrer Unternehmen derart durcheinander.

Das geht bei der der seltsamen Mahnung zur „Effizienz der eingesetzten Mittel“ los, eine Kategorie, die stark geprägt wird von der hohen Überalterung der sächsischen Lehrerschaft. Denn andere „Mittel“, die Sachsen ineffizient eingesetzt haben könnte, werden in den Tabellen nicht sichtbar. Auch die Hochschulen leiden nicht unter einem zu hohen Sachkostenaufwand gegenüber dem Personalaufwand.

Zeiteffizienz? – Ein Witz für das im gleichen Text gelobte G8-Land-Sachsen. Das Problem ist auch nicht die leicht höhere Quote verspätet eingeschulter Kinder. Dafür platziert das Ranking Sachsen bei „Bacheloranfängern“ munter auf Platz 16. Was nicht daran liegt, dass in Sachsen zu wenige Kinder ein Studium beginnen, sondern an dem irren Glauben, allein der Bachelor sei ein flotter Bildungsweg. Dass viele Studienfächer auch in Sachsen nur als Diplomstudiengang funktionieren, wird von den Ranking-Erhebern also als Negativum eingeschätzt.
An anderer Stelle freut man sich geradezu diebisch, wie Sachsen seit Jahren akademischen Nachwuchs für ganz Deutschland ausbildet: „Die Akademikerersatzquote in Sachsen lag im Jahr 2012 mit 5,7 Prozent über dem Bundesdurchschnitt von 5,0 Prozent. Sachsen ist für Studierende aus anderen Bundesländern sehr attraktiv. In Relation zur Zahl der sächsischen Schulabsolventen, die ein Studium in einem anderen Bundesland aufnehmen, zieht Sachsen nach Bremen die zweitmeisten Studienanfänger aus anderen Bundesländern an. Weiterhin wies Sachsen überdurchschnittlich viele Studenten in dualen Studiengängen auf.

Das Geschäftsmodell Deutschland basiert auf exportstarken Hochtechnologiebranchen. Daher ist es wichtig, genügend Fachkräfte im Bereich MINT auszubilden. Auf 100 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Ingenieure in Sachsen kamen im Jahr 2012 rund 10,5 neue Ingenieurabsolventen – im Bundesdurchschnitt betrug die Ersatzquote nur 7,7 Prozent. Basis dafür ist der hohe Anteil an Absolventen in den Ingenieurwissenschaften an allen Absolventen. Sachsen erreichte mit 24,9 Prozent (Bundesdurchschnitt: 19,5 Prozent) den Spitzenwert im Bundesländervergleich. Unterdurchschnittlich fiel jedoch der Anteil der Absolventen in Mathematik und Naturwissenschaften an allen Absolventen aus.“

Die Leute vom IW in Köln haben sogar ausgerechnet, welchen Betrag der Freistaat Sachsen damit zum Bundesallgemeinwohl geschaffen hat: „Seit dem Jahr 2000 haben rund 51.300 Jungakademiker mehr die Hochschulen in Sachsen verlassen, als unter der damaligen Absolventenquote zu erwarten gewesen wäre. Die zusätzliche Ausbildungsleistung der Hochschulen geht mit einem Wertschöpfungsbeitrag von knapp 1,2 Milliarden Euro im Jahr 2012 einher.“

Wertschöpfungsbeitrag. Wieder so ein Begriff aus der industriellen Produktion: Sachsen hat Akademiker produziert im Wert von 1,2 Milliarden Euro.

Und trotzdem will die noch regierende FDP-CDU-Regierung dieses Hochschulsystem (das beim Einwerben von Drittmitteln auf einem stolzen 2. Platz liegt) amputieren. Der Regierung ist das alles nicht effizient genug. Dabei zeigt selbst das INSM Ranking, dass man beim Personal schon lange ganz hinten liegt. Wirklich gut ist Sachsen nur bei der Investition in neue Gebäude. Das Land steht voller toller Hochschulgebäude – in denen bald der Betrieb eingestellt wird.

Tatsächlich aber zeigt selbst dieses Ranking, das Sachsen gerade dabei ist, sein Bildungssystem abzuwürgen. Das passiert nämlich, wenn der „Input“ nicht stimmt.

In der Formulierung der INSM: „Verbesserungsbedarf besteht in Sachsen bei der Inputeffizienz. Die Altersstruktur der Lehrer an den allgemeinbildenden Schulen blieb relativ unausgewogen. Sachsen wies hier die fünfthöchste Heterogenität auf. Schwächen weist Sachsen auch bei dem Verhältnis zwischen Sachausgaben und Personalausgaben auf. Sowohl bei den allgemeinbildenden als auch bei den beruflichen Schulen sowie bei den Hochschulen schneidet Sachsen bei diesem Indikator unterdurchschnittlich ab. Bei den beruflichen Schulen befindet sich darüber hinaus der Anteil der Investitionsausgaben an den gesamten Ausgaben unter dem Durchschnitt aller Bundesländer. Allerdings wird bei diesem Indikator bei den allgemeinbildenden Schulen der zweitbeste Wert aller Bundesländer erreicht. Am besten von allen Bundesländern schneidet Sachsen bei dem Deckungsbeitrag der Drittmittel für die Hochschulausgaben ab.“

Das nennt sich dann „Inputeffizienz“: Die Schulbaukosten der Kommunen zusammengeschmissen mit dem „Altersstrukturindex“ der Schulen.

Fragt man sich natürlich: Gehört zum Input nicht auch die Menge des verfügbaren Personals?

Das INSM-Ranking hat das in die Rubrik „Betreuungsrelation“ gestopft. In Grundschulen landet Sachsen da beim Lehrer-Schülerverhältnis nur auf dem 9. Platz mit 16,3 Schüler auf eine Lehrkraft. Angemerkt sei an dieser Stelle: Hier sind die krank geschriebenen und nicht dienstfähigen Lehrerinnen und Lehrer nicht extra rausgerechnet. Die stecken dann wieder in einer anderen Kategorie: Inputeffizienz. Dumm nur, dass die Zahlen nicht ausreichen, um für die ostdeutschen Länder eine „Dienstunfähigkeitslast“ zu ermitteln. Ein riesiges Loch in diesem INSM-Ranking. Denn diese „Dienstunfähigkeitslast“ bestimmt, wie viele Stunden ausfallen und wie die tatsächliche Betreuungsrelation aussieht.

Und wenn man das hätte, könnte man auch sagen, warum Sachsen bei der Schulabbrecherquote fast ganz hinten liegt – Platz 14. Allein schon dieser Wert stellt alle guten Bewertungen zur „Inputeffizienz“ infrage. Da stimmt gewaltig was nicht. Aus einer schön auf Effizienz getrimmten Maschine sollten doch lauter einwandfreie Produkte herauskommen. Tun sie aber in Sachsen nicht. Das weckt – wieder einmal – berechtigte Zweifel daran, dass der „Bildungsmonitor“ tatsächlich zeigt, was die INSM gern gezeigt haben will. Eigentlich müssten die Leute am IW in Köln gewaltig erschrecken, weil dieses scheinbare Vorzeigesystem Sachsen derart schlechte Ergebnisse produziert. Die natürlich aufgehübscht werden durch all die Spitzenplatzierungen in PISA- und ähnlichen Tests. Aber das ist wie mit den deutschen Sportlern, die zu Hause Rekorde laufen und bei den eigentlichen Meisterschaften absaufen. Das System der Selbsttäuschung funktioniert im ganzen Land.

Und beim INSM-Ranking sind die Fehlstellen eingebaut. Es dürfte bei einer einigermaßen realistischen Betrachtung unmöglich sein, bei den „Betreuungsbedingungen“ einen 3. Platz zu errechnen, wenn schon allein das Betreuungsverhältnis in den Hochschulen einen miserablen 14. Platz ergibt – genau an jenen Hochschulen, an denen Wissenschaftministerin Sabine von Schorlemer noch glaubt, 1.042 Lehrkräfte einsparen zu können.

An den allgemeinbildenden Schulen scheint das Lehrer-Schüler-Verhältnis mit einem Lehrer auf 28,2 Schüler sogar noch ganz gut. Die meisten anderen Bundesländer kommen auf über 30 Schüler pro Lehrer. Ist es das, wo Sachsen hin will? Ohne zu fragen, warum selbst eine so scheinbar gute Relation noch immer zu 9,6 Prozent Schülern ohne Schulabschluss führt?

Da stolpert man dann unweigerlich über die Kategorie „Bildungsarmut“, wo diese miserable Schulabbrecherquote mit drinsteckt (Rang 14). Und trotzdem verpassen die Studienersteller Sachsen bei „Bildungsarmut“ einen 1. Platz, weil die diversen Leistungstests (IQB Lesen 2009, IQB Naturwissenschaften 2012) dem Freistaat bescheinigen, dass Kinder aus sozial schwachen Familien vergleichsweise kaum schlechtere Leistungen erbringen als Kinder aus besser gestellten Elternhäusern.

Wieder so ein Punkt, an dem das Lob für eine sauber geputzte Maschine derart im Widerspruch steht zum Ergebnis. Denn es sind vor allem Kinder aus sozial schwachen Familien und Familien mit Migrationshintergrund, die am Ende den Abschluss nicht schaffen. Ohne dass Sachsen auch nur gedenkt, die notwendigen Förderbedingungen zu schaffen. Die IQB-Tests zeigen: Die Kinder haben das Zeug dazu. Die Schulabbrecherquote zeigt: Sie werden trotzdem aus dem Spiel gefoult.

Woran liegt das? Wird doch Sachsen auch bei der „Förderinfrastruktur“ auf Platz 1 gelobt!

Nur kann der Freistaat für diese Förderung nichts. Im Gegenteil: Da hält er sich seit Jahren zurück. Diese Last tragen die Kommunen zum größten Teil allein, wenn sie Kindertagesstätten und Horte betreiben oder Erzieherinnen mit Hochschulabschluss einstellen. Schulische Förderinstrumente tauchen im INSM-Ranking nicht auf – etwa Leistungskurse, Integrationsangebote, Förderangebote. Null und nichts. Der Freistaat geht augenscheinlich davon aus, dass die Kommunen hier retten, was das Land sich erspart.

Wie wichtig das ist, weiß man auch bei der INSM: „Um eine bessere soziale Teilhabe am Bildungssystem zu erreichen, ist es wichtig, eine hochwertige Infrastruktur zur individuellen Förderung der Kinder aufzubauen. Sachsen weist dabei hohe Ganztagsquoten in den Kindertageseinrichtungen und Grundschulen auf. So besuchten in Sachsen 82,7 Prozent der Grundschüler im Jahr 2012 eine offene oder gebundene Ganztagsschule (Bundesdurchschnitt: 28,6 Prozent). Dies ist die höchste Quote aller Bundesländer. Im Jahr 2013 wurden von den Drei- bis Sechsjährigen 77,9 Prozent der Kinder in Sachsen ganztägig betreut (Durchschnitt: 39,1 Prozent).“ Nur eben dumm, dass das alles abbricht, wenn die Kinder tatsächlich die Unterrichtsräume betreten.

Am Ende zeigt das ganze Ranking beim genauen Lesen, wie leicht es ist, in Deutschland als Versager aufs Siegertreppchen zu kommen. Zu diesem Versagen gehört auch die hohe Abbruchrate bei Ausbildungsverträgen: 33,2 Prozent.

Man muss das Ranking nur im Detail lesen, dann vergeht einem der Jubel, dann ahnt man, dass sich Sachsen mit guten PISA-Testergebnissen bislang immer nur durchgemogelt hat und dass die harten Fakten gegen die gegenwärtige Handhabung des Bildungssystems sprechen.

Und es kann einem Angst und Bange werden, wenn man den Jubel der verantwortlichen Politiker dazu liest.

Zum neuen Bildungsmonitor:
www.insm-bildungsmonitor.de

Teilauswertung zu Sachsen:
www.insm-bildungsmonitor.de/2014_best_sachsen_gesamtranking.html
An anderer Stelle freut man sich geradezu diebisch, wie Sachsen seit Jahren akademischen Nachwuchs für ganz Deutschland ausbildet: „Die Akademikerersatzquote in Sachsen lag im Jahr 2012 mit 5,7 Prozent über dem Bundesdurchschnitt von 5,0 Prozent. Sachsen ist für Studierende aus anderen Bundesländern sehr attraktiv. In Relation zur Zahl der sächsischen Schulabsolventen, die ein Studium in einem anderen Bundesland aufnehmen, zieht Sachsen nach Bremen die zweitmeisten Studienanfänger aus anderen Bundesländern an. Weiterhin wies Sachsen überdurchschnittlich viele Studenten in dualen Studiengängen auf.

Das Geschäftsmodell Deutschland basiert auf exportstarken Hochtechnologiebranchen. Daher ist es wichtig, genügend Fachkräfte im Bereich MINT auszubilden. Auf 100 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Ingenieure in Sachsen kamen im Jahr 2012 rund 10,5 neue Ingenieurabsolventen – im Bundesdurchschnitt betrug die Ersatzquote nur 7,7 Prozent. Basis dafür ist der hohe Anteil an Absolventen in den Ingenieurwissenschaften an allen Absolventen. Sachsen erreichte mit 24,9 Prozent (Bundesdurchschnitt: 19,5 Prozent) den Spitzenwert im Bundesländervergleich. Unterdurchschnittlich fiel jedoch der Anteil der Absolventen in Mathematik und Naturwissenschaften an allen Absolventen aus.“

Die Leute vom IW in Köln haben sogar ausgerechnet, welchen Betrag der Freistaat Sachsen damit zum Bundesallgemeinwohl geschaffen hat: „Seit dem Jahr 2000 haben rund 51.300 Jungakademiker mehr die Hochschulen in Sachsen verlassen, als unter der damaligen Absolventenquote zu erwarten gewesen wäre. Die zusätzliche Ausbildungsleistung der Hochschulen geht mit einem Wertschöpfungsbeitrag von knapp 1,2 Milliarden Euro im Jahr 2012 einher.“

Wertschöpfungsbeitrag. Wieder so ein Begriff aus der industriellen Produktion: Sachsen hat Akademiker produziert im Wert von 1,2 Milliarden Euro.

Und trotzdem will die noch regierende FDP-CDU-Regierung dieses Hochschulsystem (das beim Einwerben von Drittmitteln auf einem stolzen 2. Platz liegt) amputieren. Der Regierung ist das alles nicht effizient genug. Dabei zeigt selbst das INSM Ranking, dass man beim Personal schon lange ganz hinten liegt. Wirklich gut ist Sachsen nur bei der Investition in neue Gebäude. Das Land steht voller toller Hochschulgebäude – in denen bald der Betrieb eingestellt wird.

Tatsächlich aber zeigt selbst dieses Ranking, das Sachsen gerade dabei ist, sein Bildungssystem abzuwürgen. Das passiert nämlich, wenn der „Input“ nicht stimmt.

In der Formulierung der INSM: „Verbesserungsbedarf besteht in Sachsen bei der Inputeffizienz. Die Altersstruktur der Lehrer an den allgemeinbildenden Schulen blieb relativ unausgewogen. Sachsen wies hier die fünfthöchste Heterogenität auf. Schwächen weist Sachsen auch bei dem Verhältnis zwischen Sachausgaben und Personalausgaben auf. Sowohl bei den allgemeinbildenden als auch bei den beruflichen Schulen sowie bei den Hochschulen schneidet Sachsen bei diesem Indikator unterdurchschnittlich ab. Bei den beruflichen Schulen befindet sich darüber hinaus der Anteil der Investitionsausgaben an den gesamten Ausgaben unter dem Durchschnitt aller Bundesländer. Allerdings wird bei diesem Indikator bei den allgemeinbildenden Schulen der zweitbeste Wert aller Bundesländer erreicht. Am besten von allen Bundesländern schneidet Sachsen bei dem Deckungsbeitrag der Drittmittel für die Hochschulausgaben ab.“

Das nennt sich dann „Inputeffizienz“: Die Schulbaukosten der Kommunen zusammengeschmissen mit dem „Altersstrukturindex“ der Schulen.


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