Leipzigs Kulturdezernat will nicht noch ein Denkmal auf dem Augustusplatz

Für alle LeserManche runden Jahrestage kommen einfach so schnell, dass auch die Leipziger Ratsfraktionen nicht rechtzeitig reagieren können. Im Leipziger Jubiläumskalender 2020 kommen die Ereignisse um den Kapp-Putsch im März 1920 nicht vor. Und den Antrag, ein Denkmal für die Ereignisse zu errichten, stellte die Linksfraktion auch erst in diesem Jahr. Aber ein Denkmal auf dem Augustusplatz findet keine Zustimmung aus dem Kulturdezernat.

„Die Stadt Leipzig schafft bis 2022 im Stadtzentrum (Augustusplatz) ein würdiges Denkmal für die zahlreichen Opfer der Leipziger Arbeiterbewegung, die bei der Niederschlagung des Kapp-Putsches im März 1920 ihr Leben ließen“, hatte die Linksfraktion beantragt. Und dazu noch die Restaurierung der zwei Grabstätten auf Leipziger Friedhöfen, die es gibt.

Die Schilderung dessen, was vor 100 Jahre in Leipzig geschah, aus Sicht der Linksfraktion:

„Am 13. März 1920 versuchten reaktionäre Kräfte unter Führung von General Walter von Lüttwitz und dem Ministerialbeamten Wolfgang Kapp, die von Gustav Bauer (SPD) geführte Regierung zu stürzen und die von der Novemberrevolution geschaffene Weimarer Republik zu beseitigen. Im Zuge der erfolgreichen Niederschlagung des Kapp-Putsches – vornehmlich durch den größten Generalstreik der deutschen Geschichte – kam es auch in Leipzig zu schweren Kämpfen, die in der zeitgenössischen Publizistik als ,Leipziger Revolutionswoche‘ bezeichnet wurden. Bei diesen gewalttätigen Auseinandersetzungen kamen nach offiziellen Polizeiangaben rund 150 Menschen ums Leben, vornehmlich Arbeiterinnen und Arbeiter, die sich an Protestaktionen gegen den Putsch aktiv beteiligt und die noch junge Weimarer Demokratie verteidigt hatten.

Besonders viele Opfer unter den Demonstrierenden (mindestens 15 Tote und 40 Verwundete) kostete ein Feuerüberfall auf dem Augustusplatz am 14. März 1920 (,Leipziger Blutsonntag‘), der vom Hauptgebäude der Universität (Augusteum) ausging, das von Zeitfreiwilligen besetzt war. Die anschließenden Kämpfe zwischen Zeitfreiwilligen und Reichswehrangehören auf der einen und Arbeitern auf der anderen Seite dauerten noch bis zum 19./20. März an, bis alle Arbeiter entwaffnet waren.

Insbesondere die Erstürmung des Volkshauses und die anschließende Brandstiftung durch Reichswehrsoldaten am 19. März blieben dabei noch lange Jahre im historischen Gedächtnis der Leipziger Bevölkerung tief verankert. Das gilt ebenso für die am gleichen Tage stattfindende Beerdigung der ersten sieben Toten, vorwiegend Opfer der Kämpfe auf dem Augustusplatz: der 43-jährige Maurer Adolph Brettschneider, der 48-jährige Gummiarbeiter Louis Gossmann, der 18-jährige Friseurlehrling Arno Herrmann, der 29-jährige Tischler Ferdinand Hübener, der 53-jährige Arbeiter Karl Jänichen und der 42-jährige Revolverdreher Oswald Kempe. An der Trauerfeier auf dem Südfriedhof nahmen über 10.000 Menschen teil. Die Kosten für diese und weitere Beerdigungen der Opfer des Kapp-Putsches trug per Stadtratsbeschluss vom 16. März 1920 die Kommune.

Am Sonntag, dem 19. März 1922, wurde mit einer Feierstunde das bis heute bestehende und von der Paul-Benndorf-Gesellschaft zu Leipzig e. V. gepflegte Grabfeld auf dem Südfriedhof mit 38 Gräbern von Opfern der ,Leipziger Revolutionswoche‘ eingeweiht (Grabfeld Märzgefallene, Südfriedhof, XIX. Abteilung, 2. Gruppe). Dabei wurde auch ein Findling aufgestellt, der folgende Inschrift trägt: ,Den gefallenen Kämpfern aus den Kapptagen. Das dankbare Proletariat‘.

Die Feier selbst begann an diesem Tag mit einer Kundgebung auf dem Augustusplatz. Der anschließende Trauerzug führte mit ca. 70.000 bis 80.000 Teilnehmenden dann zum Südfriedhof, wo auf der anschließenden Gedenkfeier der frühere Vorsitzende des Reichsrätekongresses und Reichstagsabgeordnete Friedrich Seger (USPD) die Festrede hielt.

Auf dem Friedhof Leutzsch wurde vermutlich ebenfalls in den 1920er Jahren für drei gefallene Leutzscher Arbeiter ein Findling mit der Inschrift ,Den Revolutionskämpfern März 1920‘ aufgestellt, der inzwischen weitgehend von Efeu überwuchert ist.“

***

Aber noch ein weiteres Denkmal auf den Augustusplatz aufzustellen, findet das Kulturdezernat gar nicht gut: „Der Augustusplatz nahm bei den Leipziger Demonstrationen während des Kapp-Putsches eine zentrale Rolle ein. Die Toten waren jedoch auf mehreren Straßen und Plätzen von Leipzig zu beklagen. Aus gestalterischer Sicht ist der Augustusplatz bereits heute mit Denkmalen und Hinweiselementen überfrachtet (u. a. Mendebrunnen, Brunnen vor der Oper, Pergola, Modell Paulinerkirche, 3 Notenspurstelen, Glocke der Demokratie, Solidarnosc-Tafel). Diese Orte stehen in räumlicher Konkurrenz zu einer Vielzahl von Veranstaltungen auf dem Augustusplatz. Aus diesen Gründen sollte der Opfer am Ort Ihrer Grablege, auf dem Südfriedhof gedacht werden. Diese Grabstätten werden instand gesetzt.“

Das Ansinnen, die vorhandenen Begräbnisstätten der im März 1920 zu Tode Gekommenen wieder instand zu setzen, unterstützt das Kulturdezernat hingegen.

Das ließe sich auch in den nächsten zwei Jahren einplanen, so das Kulturdezernat.

„Auf dem Südfriedhof befindet sich in der XIX. Abteilung, 2. Gruppe eine Gedenkanlage mit 38 Grabstätten von Gefallenen des Leipziger Kapp-Putsches. Diese Grabstätten unterliegen nicht dem Schutz des Gesetzes über die Erhaltung der Grabstätten von Krieg und Gewaltherrschaft. Die Anlage besteht aus den 38 Pultsteinen für die hier Bestatteten, einem zentralen Gedenkstein und einem Liegestein (ca. 1975).

Die Pultsteine und der Gedenkstein sind seit der Einrichtung der Anlage durch die Friedhofsverwaltung erhalten worden und bedürfen einer Reinigung und Erneuerung der Inschriften. Die Namensdaten an den Pultsteinen und der Text auf dem Gedenkstein sind bekannt. Es ist vorgesehen eine Erläuterungstafel aufzustellen. In enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Paul-Benndorf-Gesellschaft zu Leipzig e. V. werden die erforderlichen Arbeiten und der Inhalt der Erläuterungstafel abgestimmt und ausgeführt.

Gleichzeitig prüft die Stadtverwaltung, ob ein vorhandenes Denkmal für die Opfer des Kapp-Putsches, welches ursprünglich auf dem Südfriedhof aufgestellt war, restauriert und wieder auf dem Südfriedhof errichtet werden kann. Eine Errichtung eines neuen Denkmals auf dem Augustusplatz wird aus gestalterischer und verkehrsrechtlicher Sicht abgelehnt; es fehlt der nötige Freiraum für ein Denkmal.

Auf dem Friedhof Leutzsch, der vom Ev.-Luth. Friedhofsverband Leipzig verwaltet wird, befindet sich ein Gedenkstein mit der Inschrift ,Den Revolutionskämpfern März 1920‘. Dieser ist nicht im Eigentum der Stadt Leipzig. Die Stadt Leipzig wird dem Friedhofsverband empfehlen, den Gedenkstein bis zum Jahr 2022 restaurieren zu lassen. Dabei wird auf die Möglichkeit des Einsatzes von Denkmalfördermitteln des Freistaates Sachsens verwiesen werden. Für die Beauftragung und Durchführung ist jedoch allein der Ev.-Luth. Friedhofsverband zuständig.

Bei dem Gedenkstein handelt es sich um einen Findling von ca. 2,20 m Höhe. Er trägt die Inschrift und die Namen von drei Leutzscher Arbeitern, die 1920 während des Kapp-Putsches gefallen sind. Ein vierter Name wurde nachträglich für einen 52-jährigen Leutzscher Arbeiter eingeschlagen, welcher 1932 in der Nähe des Volkmarsdorfer Marktes von der Polizei erschossen wurde.“

Und umsetzen ließe sich die Restaurierung der Grabanlagen 2021 und 2022, so das Kulturdezernat: „Bis IV. Quartal 2020 Prüfung der Verwendung des vorhandenen Denkmals für die Opfer des Kapp-Putsches. Bis IV. Quartal 2021 Instandsetzung der Grabanlage auf dem Südfriedhof. Bis I. Quartal 2022 Aufstellung des vorhandenen Denkmals auf dem Südfriedhof, sofern möglich.“

Leipzig erinnert am 14. März an den Kapp-Putsch: Schauspielszene im Hauptbahnhof

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