Tag des offenen Denkmals am 10. September

Ausstellungseröffnung für Johann Friedrich den Großmütigen wird der Höhepunkt auf Schloss Hartenfels

Für alle LeserDer morgige Sonntag, 10. September, ist wieder „Tag des offenen Denkmals“. Und wie selten zuvor ist der Tag eine gute Gelegenheit, auch einmal herrliche Kleinode rings um Leipzig kennenzulernen. Diesmal ganz vorn auf der Liste: das Schloss Hartenfels in Torgau. Denn was dort eröffnet wird, passt ideal zum Motto des bundesweiten Tages des offenen Denkmals: „Macht und Pracht“.

Beides verbindet sich in der Renaissancestadt Torgau im Nordwesten Sachsens im Reformationsjubiläumsjahr auf einzigartige Weise – etwa dank der Eröffnung der Kurfürstlichen Gemächer und ihrer neuen Dauerschau „Standfest. Bibelfest. Trinkfest. Johann Friedrich der Großmütige – der letzte Ernestiner-Kurfürst“ auf Schloss Hartenfels, ebenfalls am 10. September. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich wird den Denkmaltag für Sachsen mit einem Festakt in Torgau eröffnen – gleichzeitig ist für Besucher wie Einheimische erstmals diese ganz besondere Reise in die Vergangenheit möglich.

Mit der Ausstellung „Standfest. Bibelfest. Trinkfest.“ wird jener Mann gewürdigt, unter dessen Herrschaft Schloss Hartenfels das Gesicht erhielt, das heute Besucher aus aller Welt begeistert: etwa mit dem architektonischen Meisterwerk des Großen Wendelsteins, der Schlosskapelle und den Kurfürstlichen Gemächern mit dem Flaschenturm. Die große politische Bedeutung der Stadt ergab sich nicht nur aus ihrer Stellung als Residenzstadt. Von Torgau breitete sich die Reformation in alle Welt aus, hier unterstützten die Herrscher Luthers Wirken. Einer der wichtigsten Verbündeten des Reformators Martin Luther war Johann Friedrich von Sachsen. Der Kurfürst, der den Beinamen „der Großmütige“ trug, war so überzeugt von Luthers Lehre, dass er dafür auch die Konfrontation mit dem Kaiser in Kauf nahm. An ihn erinnert die neue Dauerausstellung der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten gGmbH in den Kurfürstlichen Gemächern von Schloss Hartenfels.

Einen Höhepunkt der Schau stellt die Inszenierung der Flaschenstube als geteilten Raum dar. Hier haben zwei Zeitschichten nebeneinander überdauert: die prächtige Renaissance und die nüchterne preußische Festung. Besucher können so auf einzigartige Weise die Dynamik des historischen Bauwerkes erleben und gleichzeitig Einblicke in das alltägliche Leben am Hof gewinnen.

Im Jubiläumsjahr der Reformation erinnert Torgau zum Tag des offenen Denkmals damit noch einmal eindringlich an seine prägende Rolle als einstiges politisches Zentrum der Reformation und Residenzstadt zu Zeiten Martin Luthers. Verschiedene Veranstaltungen auf Schloss Hartenfels, in der Stadtkirche St. Marien und im Bürgermeister-Ringenhain-Haus lassen die frühere Bedeutung erahnen.

Die offizielle Eröffnungsfeier der Ausstellung ist 10 Uhr. Das Familienprogramm beginnt um 12 Uhr.

Schloss Hartenfels.

Natürlich gibt es auch in Leipzig wieder einige beliebte Denkmale, die am 10. September ihre Türen öffnen.

Das historischen Leipziger Stadtbad mit Tages-Café und „Blick hinter die Kulissen“

Die Förderstiftung Leipziger Stadtbad freut sich am 10. September auf alle Interessierten, wenn das Leipziger Stadtbad in der Eutritzscher Straße 21 von 10 bis 17 Uhr wieder seine Türen zum „Tag des offenen Denkmals“ öffnet.

Das Stadtbad steht an diesem Tag interessierten Gästen für Besichtigungstouren durch die imposante Frauen- sowie Männerschwimmhalle im Erdgeschoss zur Verfügung. Ein Highlight wird ein „Blick hinter die Kulissen“ sein, den die Besucher während ihrer Erkundung in die orientalischen Ruheräume erhalten können. Erstmalig findet in diesem Jahr die offizielle Eröffnungsfeier zum „Tag des offenen Denkmals“ um 10:00 Uhr im Leipziger Stadtbad statt. Hierzu lädt die Stadt Leipzig und die Förderstiftung Leipziger Stadtbad natürlich ganz besonders ein.

Sauna 1. Klasse im Stadtbad. Foto: Förderstiftung Leipziger Stadtbad, M. Fey.

Sauna 1. Klasse im Stadtbad. Foto: Förderstiftung Leipziger Stadtbad, M. Fey.

Neben aktuellen Informationen zur Stiftungsarbeit sowie zum Gebäude wird die Förderstiftung unterstützt durch ihre Partner Exclusiv Events Leipzig mit einem Informationsstand zur Weihnachts-Dinnershow „Celebration“ sowie durch die Wendl GmbH Konditorei & Bäckerei, welche für das kulinarische Wohl der Gäste sorgen.

Offenes Denkmal für alle: Sonntag, 10. September von 10 bis 17 Uhr, Eintritt frei.

Leipziger Stadtbad.

Das Kleingärtnermuseum

Das Kleingärtnermuseum hat an diesem Tag von 13 bis 17 Uhr für alle Interessierten geöffnet. Neben der Dauer- und Kabinettausstellung können die drei Schaugärten besichtigt werden. Als Höhepunkt wird ein besonderer Rundgang angeboten: „Architektur der Leipziger Westvorstadt zwischen Kaiserreich und DDR“. Der Rundgang führt zu ausgewählten denkmalgeschützten Gebäuden und Plätzen der Leipziger Westvorstadt. Den Anfang macht der im Jahre 1876 eingerichtete erste Schreberplatz. Im Mittelpunkt stehen dabei die besondere Gestaltung der Anlage und deren Nutzung. Es folgt die Villa in der Mainzer Straße mit dem darin befindlichen „Sächsischen Psychiatriemuseum“ aus den 1920er Jahren als Beispiel für privaten Wohnungsbau. Anschließend wird die Entstehung des Richard-Wagner-Gedenkhains näher erläutert. Die zeitgleich entstandene Festwiese an der Jahnallee wird ein weiterer Bestandteil des Rundgangs sein. Den Abschluss bildet das AOK-Hauptgebäude als Beispiel eines öffentlichen Gebäudes aus den 1920er Jahren.

Treff: 11 Uhr am Eingang Kleingärtnermuseum, Dauer: ca. 2 Stunden

Kleingärtnermuseum.

Capa-Haus

Am 10. September, zum Tag des offenen Denkmals, öffnet die Leipziger Denkmalstiftung das Capa-Haus. Eingeladen wird zu den beiden Führungen, bei denen man mehr über die Geschichte, Architektur und Restaurierung dieses Gebäudes erfahren kann. Die Führung beginnt in der Geschäftsstelle der Leipziger Denkmalstiftung, gewährt einen Einblick in das Haus und endet mit einem Besuch der Capa-Ausstellung im Café Eigler im Capa-Haus.

Das heutige Capa-Haus rückte am 18. Apr. 1945 in den Fokus, als die Amerikaner Leipzig befreiten. Auf dem Balkon stand ein US-Soldat, der an jenem Tag von einem deutschen Heckenschützen getötet wurde. Der Kriegsfotograf Robert Capa nahm die letzten Kriegstage auf. Im Mai 1945 ging von ihm das Foto „Der letzte Tote des Kriegs“ um die Welt. Das Haus sollte ursprünglich abgerissen werden.

Öffnungszeiten der Geschäftsstelle: 11:30 Uhr bis 17 Uhr

Führungen: 11:30 Uhr und 17 Uhr, Treffpunkt: Luppenstraße 28, 04177 Leipzig (Geschäftsstelle der Leipziger Denkmalstiftung)

Leipziger Denkmalstiftung.

Ausflugstipps rund um Leipzig

Sonderführung im Wilhelm-Friedemann-Bach-Haus in Halle

Gemeinsam mit der Halleschen Wohnungsgesellschaft mbH (HWG) öffnet die Stiftung Händel-Haus das Wilhelm-Friedemann-Bach-Haus (Große Klausstraße 12 (Eingang Hallorenring)) zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 10. September, von 10 bis 18 Uhr. Das Wohnhaus des ältesten Bach-Sohnes stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde zwischen 2010 und 2012 von der HWG aufwendig saniert. Interessierte sind eingeladen, die Dauerausstellung „Musikstadt Halle“ zu besuchen. Des Weiteren wird es um 11:30 Uhr eine kostenfreie Sonderführung zum Thema „Macht und Pracht“ mit Frau Dr. Konstanze Musketa (Kuratorin der Ausstellung und Leiterin der Bibliothek der Stiftung Händel-Haus) durch die Ausstellung geben.

 

Wilhelm-Friedemann-Bach-Haus. Foto: Thomas Ziegler

Wilhelm-Friedemann-Bach-Haus. Foto: Thomas Ziegler

Anhand von Schautafeln, Medienstationen und einer Reihe von einzigartigen Exponaten der Stiftung Händel-Haus, wie die originalen Flügel von Carl Loewe (1796 –1869) und Robert Franz (1815 –1892), können sich die Besucher auf eine wunderbar unterhaltsame Zeitreise durch die hallesche Musikgeschichte vom Mittelalter bis in die jüngste Vergangenheit begeben. Im original erhaltenen Gebäudeteil der Renaissance sind eine historische Bohlenstube mit Resten von floralen Wandmalereien und wertvolle Musikinstrumente aus dem 16. Jahrhundert zu bewundern.

Sonntag, 10. September 2017, 10-18 Uhr, Wilhelm-Friedemann-Bach-Haus. Der Eintritt ist frei.

Schloss Altranstädt in Markranstädt

Zum Tag des offenen Denkmals am 10. September sind auch in Markranstädt zahlreiche Denkmale geöffnet. Neben Führungen von 10:00 bis 18:00 Uhr erwartet die Besucher eine Reihe von Programmpunkten im Schloss Altranstädt. Um 11:00 Uhr wird eine Linde im Rahmen der MDR-Aktion „Pflanz einen Lutherbaum“ auf der Schlosswiese gepflanzt. Um 15:00 Uhr findet die Vernissage zur 4. Ausstellung in der Schlossgalerie statt. Wissenswertes vermittelt zum Abschluss um 17:00 Uhr ein Vortrag zur Historie des Nordischen Krieges.

Die Sankt Laurentiuskirche Markranstädt öffnet ihre Türen von 10:00 bis 19:00 Uhr für Kirch- und Orgelführungen. Ebenfalls kann der Turm bestiegen und das Antikkabinett sowie die Ausstellung „Kunst-Volle-Augen-Blicke“ zu Martin Luther, die Reformation und die Folgen besichtigt werden. Der Markranstädter Oldtimerverein e. V. in der Ziegelstraße 12 lädt von 10:00 bis 18:00 Uhr zu Rundfahrten im beliebten MAF ein. In der Kirche Großlehna wird um 14:00 Uhr ein Orgelkonzert „Orgel mit Wein“ mit Jihoon Sing veranstaltet.

In der Bockwindmühle Lindennaundorf sind individuelle Führungen von 13:00 bis 18:00 Uhr möglich. Rundgänge bieten die Wehrkirche Kulkwitz von 10:00 bis 18:00 Uhr und die Kirche Quesitz von 14:00 bis 18:00 Uhr an. In der Kirche Schkeitbar ist um 10:00 Uhr Gottesdienst und in der Kirche Altranstädt um 14:00 Uhr Familiengottesdienst.

Stadt Markranstädt

Familienveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals in der Kunigundenkirche in Borna

Der Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 10. September, steht diesmal unter dem Motto „Macht und Pracht“. Aus diesem Anlass öffnet Museumspädagogin Almut Zimmermann die Türen der Kunigundenkirche in Borna. Man erfährt, was die Pracht der romanischen Basilika mit der Macht des großen Kaisers Barbarossa zu tun hat und wer diese Kunigunde eigentlich war. Durch die spannenden Legenden der Heiligen werden die Bilder an den Wänden der Kirche und die Figuren auf dem Altar lebendig. Märtyrer, Mittler zwischen Gott und den Menschen, missverstanden von den Anhängern der Reformation, missbraucht und entmachtet, werden die Geschichten der Heiligen an diesem Sonntag in neuem Licht erstrahlen. Ein Drache, Edelsteine, Gold und Splitter, die für Kriege verantwortlich waren, viele Schätze und Geheimnisse birgt die älteste Kirche Bornas, die darauf warten, entdeckt zu werden. Für Kinder und vielleicht auch für neugierige Erwachsene gibt es nach der unterhaltsamen Führung noch ein spannendes Suchspiel.

 

Altar in der Kunigundenkirche. Foto: Stadtverwaltung Borna

Altar in der Kunigundenkirche. Foto: Stadtverwaltung Borna

 

Sonntag, 10. September, 14:00 Uhr, Treffpunkt ist am Museum der Stadt Borna, An der Mauer 2-4. Dauer: ca. 90 Minuten, Kosten: 3,- Euro pro Teilnehmer/in

Tag des offenen Denkmals im Schulze-Delitzsch-Haus in Delitzsch

„Macht und Pracht“ – doch wie sah die Kehrseite von Macht und Pracht im 19. Jahrhundert, in einer Zeit des politischen Umbruchs und der Industrialisierung, aus? Die Ausstellung über Hermann Schulze-Delitzsch und dem Genossenschaftswesen veranschaulicht die Brüche, denn der Genossenschaftspionier beschäftigte sich Zeit seines Lebens mit Lösungsansätzen, um Abhängigkeit und Armut zu bekämpfen. Die Industrialisierung brachte technischen Fortschritt, jedoch konnte der einfache Handwerker mit dem Fortschritt und der Massenproduktion nicht mithalten. Damit die Handwerker aus eigener Kraft wieder konkurrenzfähig werden konnten, gründete Hermann Schulze-Delitzsch die weltweit erste gewerbliche Genossenschaft. Im Gründungshaus der Schuhmachergenossenschaft in der Kreuzgasse 10 in Delitzsch können Sie sich von 14:00-17:00 Uhr von den innovativen Ideen Hermann Schulze-Delitzschs überzeugen.

  1. September, 14:00-17:00 Uhr im Schulze-Delitzsch-Haus – Deutsches Genossenschaftsmuseum, Kreuzgasse 10, 04509 Delitzsch. Freier Eintritt und Führung durch die Ausstellung am 10. September, ab 14:00 Uhr.

Schulze Delitzsch Haus – Deutsches Genossenschaftsmuseum

Rittergutsmuseum in Taucha

Am Sonntag lädt auch das historische Schlossareal der Stadt Taucha ein. Am Sonntag, 10. September 2017 ist das Schlossareal von 14:00-20:00 Uhr geöffnet.

Umschauen kann man sich im 1. Deutschen Rittergutsmuseum, auf dem Schlossrundweg die Außenanlagen erkunden und mit Hilfe eines kostenfreien Orientierungsplanes das historische Rittergutsschloss kennenlernen, man lernt den „Historischen Weinkeller“ und Einzelgebäude – wie die Kulturscheune mit der „Kaisergalerie“ – und verschiedene Objekte auf dem Schlosshof kennen. So zum Beispiel den Schlossbrunnen, die „Schwarze Madonna“ oder die historischen Mühlsteine der früheren Steinwegmühle mit den dazugehörenden historischen Erläuterungen.

Gegen 15:00 Uhr hat man die Möglichkeit einer Weinprobe im „Historischen Weinkeller“ und ab 16:00 Uhr gibt es stündlich Führungen im 1. Deutschen Rittergutsmuseum.

Rittergutsschloss Taucha.

In eigener Sache: Abo-Sommerauktion & Spendenaktion „Zahl doch, was Du willst“

 

Tag des offenen Denkmals
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Streik ab Mitternacht bei Amazon in Leipzig
BSG Chemie Leipzig vs Berliner Athletik Klub 07: 2:0
42. Leipzig Marathon: Juliane Meyer und Gabriel Svajda triumphieren bei Hitzeschlacht in Leipzig
Acht Pokale für Leipzigs Schwimmer bei den German Open
Leserbrief: Und jährlich grüßt das Marathon-Tier
Leserbrief „Nachgedacht“ zu: Leipzig für Alle? Eine Demonstrations-Doku vom 20. April 2018 + Antwort d. Redaktion
Martin Dulig (SPD): Herzlichen Glückwunsch, Andrea Nahles!
LandesSchülerRat: Gesunde Ernährung darf nicht am Geldtopf scheitern
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Leipzig Marathon 2018: Juliane Meyer im Siegerinterview
Gold-Pärchen: Halbmarathon-Siegerin Sandra Boitz (SC DHfK/ li.) gratuliert ihrer Partnerin Juliane Meyer zum dritten Marathon-Erfolg. Foto: Jan Kaefer.

Foto: Jan Kaefer

Im Jahr 2015 hat sie es getan, 2017 ebenfalls - und nun setzte Juliane Meyer noch mal einen drauf. Die Läuferin des SC DHfK war am Sonntag zum dritten Mal die schnellste Frau beim Leipzig Marathon. Die 29-Jährige gewann in 3:00:37 Stunden - und war sich bis zum Start im Unklaren darüber, ob sie die Strecke überhaupt schaffen würde. L-IZ.de sprach im Ziel mit der Siegerin.
Halberstadt vs. 1. FC Lok Leipzig 2:0 – Lok verbessert, aber glücklos
Trainer Heiko Scholz litt am Spielfeldrand mit seinem Team mit. Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Foto: Jan Kaefer (Archiv)

Für alle LeserDer 1. FC Lok wartet weiter auf seinen ersten Sieg im April. In der fünften Partie des Monats verlor die Scholz-Elf bei Germania Halberstadt trotz guten Spiels mit 0:2 (0:1). Vor 620 Zuschauern spielte Leipzig eine Halbzeit lang erfrischend auf, traf bei drei dicken Chancen aber nicht einmal. Die Gastgeber machten mit der ersten das erste Tor und brachten so Lok unter Zugzwang. Mit der gelb-roten Karte gegen Robert Zickert war das Spiel nach 72 Minuten im Prinzip entschieden.
Zahl der angezeigten Schulverweigerungen ist 2017 in Leipzig weiter gestiegen
Sachsens Schulen sind Auslese-Anstalten. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserWie viele Schulverweigerer hat Leipzig eigentlich? Und was unternimmt die Stadt, um die Kinder zur Raison zu bringen? Zumindest klang das an in den Fragen, die die SPD-Fraktion im Stadtrat zum Thema gestellt hat. Und sie bekam jetzt auch Antwort vom Dezernat Umwelt, Ordnung, Sport. Nicht zu Schulverweigerern, sondern zur Zahl der angezeigten Ordnungswidrigkeiten.
Höchste Zeit für Milieuschutzsatzungen für Innenstadt und bezahlbare Wohnquartiere
Auch in Connewitz wird eifrig gefällt und gebaut. Archivfoto: Ralf Julke

Archivfoto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Vorgänge um den Mietvertrag für das Karstadt-Kaufhaus in der Leipziger Petersstraße haben auch die CDU aufgeschreckt. Sie plädiert jetzt dafür, auch für die Leipziger Innenstadt eine Milieuschutzsatzung zu erstellen. Sie soll helfen, die Attraktivität der Innenstadt zu erhalten, weil dadurch der Einzelhandel im Zentrum weiterhin Priorität genießen soll. Die SPD-Fraktion findet die Idee gar nicht so falsch.
Warum die Leipziger Straßenbahn tatsächlich immer langsamer wird
Straßenbahn auf dem Dittrichring. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAls die LVZ jüngst (am 18. April) aus dem Verspätungsdilemma der LVB eine „Die KarLi ist eine Planungs-Katastrophe“-Geschichte machte, tauchte am Rande natürlich wieder die Frage auf: Sind die Straßenbahnen der LVB nicht viel zu langsam? War da nicht jüngst wieder so ein Spaß-Ranking, bei dem die „langsamste Straßenbahn Deutschlands“ gekürt wurde? Die Rote Laterne bekam ja dann irgendwie Bielefeld verpasst.
Leipzigs Radnetzplanung soll jetzt bis zum 31. Dezember vorliegen + Video
Stadtrat Mathias Weber (Linke) am 18. April im Neuen Rathaus. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserWie erhöht man den Druck? Man schreibt ein Datum rein. Denn eigentlich wartet Leipzig schon viel zu lange auf die versprochene Radnetzplanung. Denn beauftragt damit, eine solche für die Stadt zu erstellen, wurde die Verwaltung schon 2012, als der Stadtrat den aktuellen Radverkehrsentwicklungsplan beschloss. Spätestens 2015 sollte sie vorliegen.
Der tragische Tod eines Tabakhändlers im beschaulichen Städtchen Wörlitz
Antje Penk: Der Tabakhändler. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Ende rollt ein Kopf und es sieht ganz so aus, als hätte es da im kleinen Herzogtum Anhalt einen jener Justizirrtümer gegeben, die besonders tragisch sind, weil sie einen Menschen das Leben kosten, der möglicherweise mit der blutigen Tat nichts zu tun hat. Der Kopf rollt am 15. August 1885 im Hof der Strafanstalt Coswig. Neun Monate nach den Ereignissen, die Antje Penk in diesem Buch erzählt.
Gewandhausorchester: Andris Nelsons dirigiert Rihm, Widmann und Brahms
Andris Nelsons. Foto: Luca KunzeAndris Nelsons. Foto: Luca Kunze

Foto: Luca Kunze

Für alle LeserDie Großen Concerte in dieser Woche sind ein Beispiel dafür, wie ein Orchester mit guter Musik sein Stammpublikum verärgern kann. Die Aufführung von Werken Wolfgang Rihms und seines Schülers Jörg Widmann sorgten bei Teilen des Publikums für deutlich vernehmbare Verstimmungen.
Pars pro toto – oder: Der Verkommenheit widerstehen
Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserRussia vows to shoot down any and all missiles fired at Syria. Get ready Russia, because they will be coming, nice and new and „smart!“ You shouldn’t be partners with a Gas Killing Animal who kills his people and enjoys it! — Donald J. Trump (@realDonaldTrump) April 11, 2018 (Russland schwört, alle Raketen, die über Syrien abgefeuert werden, abzuschießen. Bereite dich darauf vor, denn es werden Raketen kommen – schöne, neue und „smarte“. Du solltest kein Verbündeter eines mit Gas killenden Tieres sein, der sein eigenes Volk tötet und sich daran ergötzt.)
Sparkasse Leipzig schafft auch 2017 ein Plus von 17 Millionen Euro, hat aber mit der Zinspolitik der EZB heftig zu kämpfen
Sitz der Sparkasse Leipzig im Löhr's Carré. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas Ergebnis der Leipziger Sparkasse für das Jahr 2017 kann sich sehen lassen: 17 Millionen Euro stehen da unterm Strich. So viel wie im Vorjahr. Und das, obwohl die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) die Arbeit der Sparkassen massiv behindert und ihnen das Geschäft eigentlich massiv verhagelt hat. Denn mit der andauernden Null-Zins-Politik der EZB verdienen auch die Sparkassen immer weniger.
In Leipzig wohnten 2016 schon 36 Einkommensmillionäre
Dante auf dem italienischen Euro. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist ja nicht so, dass nur die Fragesteller im Landtag die Antworten auf ihre eigenen Anfragen lesen. Man liest auch gern mal bei der politischen Konkurrenz mit, gerade dann, wenn man sich so parteiintern mit ganz ähnlichen Fragen herumschlägt. So hat diesmal die SPD bei der Linkspartei mitgelesen, denn die hatte mal wieder nach den Einkommensmillionären gefragt.
Versuchter Datenklau beim Sächsischen Verfassungsschutz wird Thema im Landtag
Ein Stick voller Daten. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIst der Datenskandal beim Sächsischen Verfassungsschutz nun wirklich ein Skandal, oder nur eine Panne, wie der MDR am 20. April berichtete? Letzteres wahrscheinlich auf keinen Fall, auch wenn ein Mitarbeiter des Amtes für Verfassungsschutz wohl wirklich eine Menge interner Daten des Sächsischen Geheimdienstes auf einen USB-Stick zog – und dabei erwischt wurde. Was ihm dann die fristlose Entlassung eintrug.
Warum Autofahrer-Zeitungen überhaupt nicht mehr begreifen, was im Leipziger ÖPNV passiert
Straßenbahn der Linie 10 im Peterssteinweg. Foto: Martin Schöler

Foto: Martin Schöler

Für alle LeserMan kann der LVZ alle Fakten geben, alle notwendigen Zahlen – und sie macht trotzdem wieder etwas draus, was mit der Realität nichts zu tun hat, reineweg nichts. So wie am 18. April wieder, als sie über die zunehmenden Verspätungen im Netz der LVB berichtete, aber einen Generalverriss zur umgebauten Karl-Liebknecht-Straße draus machte. Obwohl die „KarLi“ eigentlich nichts damit zu tun hat. Auch wenn Autofahrer das glauben.
Stanislaw Lems Gedankenexperimente oder Der gut zu beobachtende Weg der Menschheit in die selbstgestellte Technologiefalle
Jacek Aleksander Rzeszotnik: Stanislaw Lems Literarische Gedankenexperimente. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeine bekanntesten Titel findet man auch heute noch wie selbstverständlich im Science-Fiction-Regal: Die „Robotermärchen“, die „Sterntagebücher“, sogar „Der Mensch vom Mars“ und „Der Unbesiegbare“ – halt das, was auch beim Lesen irgendwie wie Science Fiction aussieht und nicht allzu anstrengend ist für Leser, die Raketen, Roboter und Marsianer für eine denkbare Zukunft halten.
Leipzig für Alle? Eine Demonstrations-Doku vom 20. April 2018 – Video, Audio, Bildergalerie
"Leipzig für Alle" - Demo am 20. April 2018 auf dem Weg zum Ring. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser8.000 waren es auf der Demonstration „Leipzig für Alle“ – natürlich nicht. Noch nicht, wenn in Leipzig angesichts der verbliebenen rund zwei Prozent Wohnungsleerstand nicht nachhaltig umgesteuert wird. Runde 1.000 kamen am 20. April ab 16 Uhr bei der ersten Demo, um ihrem Unmut über eine inganggesetzte Spekulations- und Mietschraube in Leipzig Luft zu verschaffen. Denn aus anfänglichen Geschichten um Entmietungsversuche im Jahre 2011 – ja, schon sehr lange her – ist ein System geworden, was vor allem junge und ältere Menschen in Leipzig ganz systematisch an die Wand drückt. Wenn diese dann in der eigenen Wohnung steht, werden die ersten wirklich rebellisch.