Coronapandemie: Leipzigs Museen machen bis April erst mal dicht

Für alle LeserSeit Donnerstag, 19. März, gilt die neue Allgemeinverfügung des Freistaats Sachsen zur Corona-Vorsorge auch in Leipzig. Und das trifft nicht nur alle Tanzlokale, Messen, Spezial- und Jahrmärkte, sondern auch alle Theater, Musiktheater, Kinos, Konzerthäuser, Opern, ja – und auch alle Museen. Da meldeten dann am Mittwoch, 18. März, noch einmal alle Leipziger Eigenbetriebe, dass bis zum 20. April sämtliche Vorstellungen ausfallen. So mancher wird da aber am Donnerstag auch vor verschlossener Museumstür gestanden haben.

Was die Leipziger Eigenbetriebe meldeten

18. März, 13 Uhr: Um das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus weiter zu reduzieren, schließt der Freistaat Sachsen per Allgemeinverfügung fast alle privaten und öffentlichen Einrichtungen und untersagt alle Veranstaltungen. Die Verfügung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gilt ab 19. März 2020, Null Uhr früh, bis zunächst 20. April 2020.

Infolge dieser Allgemeinverfügung finden bis zum 20. April 2020 weder Eigen- noch Fremdveranstaltungen als auch Unterrichte in den Eigenbetrieben Kultur der Stadt Leipzig statt, außerdem ist der Publikumsverkehr untersagt. Die Ticketkassen sind jedoch telefonisch, schriftlich und per E-Mail erreichbar. Über die Modalitäten der Kaufpreis-Erstattung von abgesagten Eigenveranstaltungen informieren die Eigenbetriebe auf ihren jeweiligen Websites.

Die Inhaber von Eintrittskarten der Fremdveranstaltungen müssen sich auf den Websites der jeweiligen Veranstalter über die entsprechenden Modalitäten informieren. Ob Konzerte von Fremdveranstaltern verschoben werden oder ganz ausfallen, ist den Webseiten der Eigenbetriebe zu entnehmen, sofern der Veranstalter dies den Eigenbetrieben mitgeteilt hat. Die Eigenbetriebe informieren auf ihren Websites über die Kontaktmöglichkeiten zu diesen Veranstaltern.

Wir bedauern die weiteren Aufführungsausfälle, doch verantwortungsvolles Handeln gebietet die Umsetzung der Maßnahmen, die der Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus und dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung dienen und damit zugleich auch unser Publikum und unsere Mitarbeiter/-innen schützen.

Kein Museumsbummel mehr

Während die großen Spielhäuser gleich ihre Meldung versandten, kommunizierten die Leipziger Museen fast nur über ihre Websites. Manche hatten auch schon vorher reagiert.

Das Museum der bildenden Künste (MdbK) wird ja dabei erst recht kalt erwischt. Gerade erst am 6. März hat es die große Max-Klinger-Ausstellung eröffnet, die 2020 der Höhepunkt im Ausstellungsgeschehen werden sollte.

Doch nun muss auch das MdbK seinen Besuchern die Tür vor der Nase zumachen.

Schon am 14. März meldete das MdbK:

Zum Schutz vor der Verbreitung des Coronavirus (COVID-19) und zur Gewährleistung der Sicherheit unserer BesucherInnen und MitarbeiterInnen hat das MdbK in Abstimmung mit der Stadt Leipzig entschieden, das Museum vom 14. März bis zum 10. April 2020 für die Öffentlichkeit zu schließen. Wir bitten Sie dafür um Verständnis.

Foyer im Museum der bildenden Künste. Foto: Ralf Julke

Foyer im Museum der bildenden Künste. Foto: Ralf Julke

Die Schließung des MdbK und das gegenwärtig nicht abschätzbare Datum der Wiederöffnung des Museums haben Folgen für unser Ausstellungsprogramm. Verlängerungen und Verschiebungen sind unausweichlich. Wir wollen den beteiligten Künstler/-innen, unseren Ausstellungspartnern sowie den Dienstleistern eine einigermaßen planbare Perspektive bieten. Grundsätzlich werden alle geplanten Ausstellungen stattfinden. Allerdings haben wir uns entschlossen, eine Reihe von Ausstellungsvorhaben in die zweite Jahreshälfte oder in das kommende Jahr zu verschieben.

Wir werden weiter an unseren laufenden und zukünftigen Projekten arbeiten und, sobald die allgemeine Situation verlässlich einschätzbar ist, einen neuen detaillierten Ausstellungsplan veröffentlichen.

Sollten Sie Führungen oder Veranstaltungen bei uns reserviert haben, kontaktieren Sie uns bitte unter mdbk@leipzig.de oder Tel +49 341 216 999 14.

Stadtgeschichtliches Museum und Grassi

Auch das Stadtgeschichtliche Museum wurde mitten in einer wichtigen Phase erwischt: Am 19. März sollte eigentlich die neue Veranstaltungsreihe „Abends ins Museum“ starten. Doch jetzt muss auch das Museum (mit seinen Ausstellungsorten Völkerschlachtdenkmal, Altes Rathaus, Böttchergässchen und Schillerhaus) seine Pforte schließen.

Seit dem 14. März begrüßt auch hier der Hinweis die Besucher der Website: „VORÜBERGEHENDE SCHLIEßUNG ab Samstag, 14.03.2020, bis vorerst Karfreitag, 10.04.2020“.

Dasselbe gilt für alle drei Museen im Grassi – das Museum für Kunsthandwerk, das Völkerkundemuseum und das Musikinstrumentenmuseum.

„Aufgrund der aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus und zum Schutz der Besucher/-innen bleiben alle drei Museen im GRASSI bis auf Weiteres geschlossen! Alle Veranstaltungen müssen leider ersatzlos ausfallen, die Verwaltung ist aber weiterhin erreichbar. Vielen Dank für Ihr Verständnis!“, heißt es auf der Homepage.

Runde Ecke

Nachdem das Museum in der Runden Ecke zur Buchmesse noch einige Lesungen und Führungen retten konnte, hat man auch dort am Montag die Konsequenzen gezogen.

Am 14. März meldete das Museum: Aufgrund der aktuellen Lage in Bezug auf das Coronavirus muss die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ mit dem Museum im Stasi-Bunker leider ab Montag dem 16.03.2020 den Besucherverkehr einstellen. Dies betrifft die Ausstellungen in Leipzig und Machern sowie die entsprechenden Führungen einschließlich bereits gebuchter Gruppenführungen. Die Einschränkungen gelten zunächst bis zum 30.03.2020.

Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“. Foto: Andreas Schmidt

Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“. Foto: Andreas Schmidt

Die Ausstellungen im Museum in der „Runden Ecke“ am Dittrichring 24 „Stasi – Macht und Banalität“ sowie „Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“ im ehemaligen Stasi-Kinosaal werden vorerst bis zum 30.03.2020 für Besucher geschlossen bleiben. Dies schließt auch die Führungen durch die Ausstellungen ein, jedoch zunächst nicht den Stadtrundgang „Auf den Spuren der Friedlichen Revolution“.

Auch das zur Gedenkstätte gehörende Museum im Stasi-Bunker in Machern, das sich im Naherholungsgebietes „Lübschützer Teiche“ befindet, bleibt vorerst bis zum 30.03.2020 geschlossen und es finden keine Führungen statt.

Für Anfang April geplante Veranstaltungen, wie die einmal im Monat stattfindende Filmreihe „Zeitgeschichte auf der Leinwand“, werden terminlich verschoben. Aktualisierungen dazu werden laufend bekannt gegeben.

Gedenkstätte bleibt telefonisch und online erreichbar

Die Mitarbeiter der Gedenkstätten stehen für Anfragen selbstverständlich unter der bekannten Email-Adresse mail@runde-ecke-leipzig.de und telefonisch unter 0341 9612443 innerhalb der normalen Geschäftszeiten von 10:00 bis 16:00 Uhr zur Verfügung. Jederzeit und von jedem Ort aus genutzt werden kann das umfangreiche Online-Angebot unter www.runde-ecke-leipzig.de.

Umfangreiche Online-Angebote der Gedenkstätte nutzen

Besonders geeignet ist die erst seit kurzem freigeschaltete interaktive Karte der Stadt Leipzig mit nahezu allen geheimen Objekten, die die Staatssicherheit noch im Jahr 1989 betrieben hat. Dabei sind neben der Adresse auch Informationen zur Nutzungsdauer, der Abdecklegende sowie vor allem inhaltliche Beschreibungen abrufbar. So kann man sich mit der Staatssicherheit und deren flächendeckender Überwachung im lokalen Kontext beschäftigen, ohne die Gedenkstätte besuchen zu müssen. Direkt erreichbar unter: www.konspirative-wohnungen.de.

Ebenfalls online zugänglich ist die Datenbank „Sammlung-online“, die ausgewählte Objekte aus fast allen Bereichen der Stasi-Tätigkeit beinhaltet und so einen breiten Überblick über die Arbeitsweise der kommunistischen Geheimpolizei bietet. Dank umfangreicher Beschreibungstexte und darin enthaltener weiterführender Verknüpfungen zwischen Objekten und Fotografien lassen sich viele Arbeitsfelder der Staatssicherheit in einem selbst festgelegten „Rundgang“ durch die museale Sammlung selbst erschließen. Direkt erreichbar unter: www.runde-ecke-leipzig.de/sammlung.

Die App „Leipzig 1989“ informiert mit über 350 Fotos, Dokumenten, Objekten und Filmausschnitten über die Friedliche Revolution 1989 in Leipzig. Die Open-Air-Ausstellung „Leipzig auf dem Weg zur Friedlichen Revolution“ bleibt mit 20 Foto-Text-Stelen im Stadtraum zugänglich. Über den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 informiert die App „Leipzig 1953“).

Museum für Druckkunst und Museumsnacht

Und auch das Museum für Druckkunst schloss seine Pforten.

„Da sich die Ereignisse gestern überschlagen haben, muss ich Ihnen heute leider mitteilen, dass auch das Museum für Druckkunst ab sofort geschlossen ist“, teilte es am Wochenende mit. „Wir folgen damit der Empfehlung der Stadt Leipzig, alle Museen und Kultureinrichtungen mit größerem Publikumsverkehr zu schließen. Der angekündigte Tag der Druckkunst für morgen, Sonntag, den 15. März, fällt daher aus. Das Museum bleibt bis Ostern, 12. April 2020, für den Publikumsverkehr geschlossen.“

Logische Folge dann auch am 18. März die Absage der Museumsnacht.

Die Meldung vom 18. März: Die Museumsnacht in Halle (Saale) und Leipzig wird abgesagt

Zur Eindämmung einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus haben die Städte Halle (Saale) und Leipzig entschieden, dass die gemeinsame Museumsnacht am 9. Mai nicht stattfindet.

Dr. Skadi Jennicke, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur Leipzig, erklärt: „Wir bedauern, dass Leipzig und Halle in diesem Jahr nicht mit unseren 80 teilnehmenden Museen und Sammlungen sowie unseren Besucherinnen und Besuchern die zwölfte Museumsnacht feiern können. Die Verlangsamung der Ausbreitung des Virus und damit die Gesundheit der Menschen gehen vor.“

Dr. Judith Marquardt, Beigeordnete für Kultur und Sport Halle (Saale) ergänzt: „Viele Menschen aus Halle (Saale), Leipzig und der Region haben sich auf diesen besonderen und beliebten Höhepunkt der kulturellen Zusammenarbeit unserer beiden Städte gefreut, und die Teams der Museen waren bereits intensiv in den Vorbereitungen. Doch jetzt gilt es, alle Kraft auf die Bewältigung der Corona-Lage zu konzentrieren – das hat höchste Priorität.“

Die Museumsnacht ist ein länderübergreifendes kulturelles Großevent in beiden Städten. Von 18 bis 24 Uhr stehen Besucherinnen und Besuchern der Museumsnacht die Türen der Einrichtungen mit mehr als 500 Veranstaltungen offen. Dieses Angebot nutzen jährlich etwa 20.000 Gäste. Mehr als 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter präsentieren in den Einrichtungen Veranstaltungen und Ausstellungen.

Der Termin für die nächste Museumsnacht steht mit dem 8. Mai 2021 schon fest.

Hinweis der Redaktion in eigener Sache

Natürlich werden auch die L-IZ.de und die LEIPZIGER ZEITUNG in den kommenden Tagen und Wochen von den anstehenden Entwicklungen nicht unberührt bleiben. Ausfälle wegen Erkrankungen, Werbekunden, die keine Anzeigen mehr schalten, allgemeine Unsicherheiten bis hin zu Steuerlasten bei zurückgehenden Einnahmen sind auch bei unseren Zeitungen L-IZ.de und LZ zu befürchten.

Doch Aufgeben oder Bangemachen gilt nicht ;-) Selbstverständlich werden wir weiter für Sie berichten.

Unterstützen Sie lokalen/regionalen Journalismus und so unsere selbstverständlich weitergehende Arbeit vor Ort in Leipzig. Mit dem Abschluss eines Freikäufer-Abonnements (zur Abonnentenseite) sichern Sie den täglichen, frei verfügbaren Zugang zu wichtigen Informationen in Leipzig und unsere Arbeit für Sie.

Vielen Dank dafür.

Stadt verschärft Regelung des Freistaats: Frisöre bleiben geschlossen, private Veranstaltungen nur noch bis 20 Personen

Amtliche Verfügung wegen Corona-Virus: Was ist ab Donnerstag in Sachsen untersagt, was bleibt geöffnet?

Coronavirus
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Leipzig Automobil: 140 Jahre Leipziger Auto-Geschichte und ein mutiger Blick in die mögliche Mobilitätszukunft
Kulturstiftung Leipzig (Hrsg.): Leipzig Automobil. F

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEigentlich ist ja „Jahr der Industriekultur“. Aber davon war aufgrund der Corona-Beschränkungen bislang wenig zu spüren. Außer, man besucht zum Beispiel die bis August verlängerte Ausstellung „Silber auf Glas“ im Stadtgeschichtlichen Museum, die eine Menge Fotos aus der frühen Zeit der Leipziger Industrialisierung zeigt. Oder man schnappt sich jetzt diesen Themen-Sonderband, den die „Leipziger Blätter“ herausbringen und der die Leipziger Automobilgeschichte einmal in hunderten Bildern und vielen Facetten zeigt.
Freitag, der 29. Mai 2020: Experten buddeln am Bahnhof und Tierschützer „schließen“ Filialen + Video
Fastfood-Filiale in der Leipziger Innenstadt nach der symbolischen Schließung. Foto: Animal Rebellion Leipzig

Foto: Animal Rebellion Leipzig

Für alle LeserIn der Nacht von Donnerstag auf Freitag gab es in der Leipziger Innenstadt viel Aktivität. Während Expert/-innen am Hauptbahnhof eine vermeintliche Bombe untersuchten, die sich als Brunnen herausstellte, starteten Tierschützer/-innen eine Aktion gegen Fastfood-Filialen. Rund um Zwickau wiederum war die Polizei gegen Neonazis aktiv. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 29. Mai 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
Panometer Leipzig: Veränderte Öffnungszeiten ab 1. Juni
CAROLAS GARTEN mit Insektenmodellen. Foto: Tom Schulze © Panometer

Foto: Tom Schulze © Panometer

Ab Pfingstmontag, den 1. Juni 2020, verändern sich die Öffnungszeiten des Panometer Leipzig temporär für die kommenden Monate. Das Panorama CAROLAS GARTEN ist ab nächster Woche montags bis freitags von 10 – 16 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen von 10 – 17 Uhr geöffnet.
Leipziger Forschungsergebnis: Frauen mit Neandertaler-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
Svante Pääbo mit dem Schädel eines Neandertalers. Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Foto: MPI für evolutionäre Anthropologie

Für alle LeserEs war nur eine kleine Meldung, die das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie am Dienstag, 26. Mai, herausgab. Aber sie macht doch nachdenklich. Denn dass die späte Vermischung von modernen Menschen und Neandertalern vor ungefähr 47.000 bis 65.000 Jahren in Europa Folgen bis in unser Erbgut hatte, das haben schon mehrere Untersuchungen aus dem Institut belegt. Aber selbst auf die Fruchtbarkeit von Frauen soll eine kleine genetische Veränderung aus dem Erbe der Neandertaler Auswirkungen haben.
Die neue Leipziger Zeitung Nr. 79: Von Gier, Maßlosigkeit, Liebe und Homeschooling in Corona-Zeiten
Leipziger Zeitung Nr. 79: Liebe in Zeiten von Corona. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserZeitungen leben davon, dass sie den Blick schärfen, dass sie uns aufmerksam machen – und zwar ohne Geschrei, ohne das bunte Flackern im Internet und das dortige Gebuhle um Aufmerksamkeit. Zeitungen könnten der Ruhepol in einer zunehmend irrelaufenden Welt sein. Wenn sie denn nicht selbst auch noch anfingen, die Welt irre zu machen und jedes Problemchen zum Skandal aufbliesen, wie es die LVZ jüngst mit dem Brief einer empörten Mutter eines Schulkindes tat.
Im Juni soll der Stadtrat zum Entwurf des Bebauungsplans für den Wilhelm-Leuschner-Platz entscheiden
Die große Brachfläche Wilhelm-Leuschner-Platz / Markthallenviertel im Modell des Stadtplanungsamtes. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserLange hat der Stadtrat darauf gewartet. Am Dienstag, 26. Mai, gab das Dezernat Stadtentwicklung und Bau den Ratsfraktionen endlich den Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 392 „Wilhelm-Leuschner-Platz“ in die Hände, nachdem Oberbürgermeister Burkhard Jung am 19. Mai schon seine Zustimmung gegeben hatte, dass der Entwurf endlich an die Öffentlichkeit darf. Jetzt bekommt man so eine Ahnung, wie sich die Stadt das künftige Quartier wirklich vorstellt.
Mitteldeutsches Bündnis entwickelt jetzt mit Bundesunterstützung ein Konzept für die Wasserstofftransferregion Leipzig
Teilnehmer zum Zukunftsworkshop H2-Chancendialog. Foto: Fraunhofer IAO

Foto: Fraunhofer IAO

Für alle LeserEs geht nicht nur um den „Wandel in strukturschwachen Regionen“, wenn das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ jetzt das HYPOS-Projekt in der Region Leipzig fördert. Denn mit HYPOS wird Wasserstoff zum künftigen Energieträger in der Braunkohleregion, deren Ende spätestens 2035 eingeläutet wird, wahrscheinlich aber noch viel früher.
Im März und April ging die Stimmung der Leipziger Wirtschaft durch die Corona-Krise erst einmal in den Keller
Wie bewerten die Leipziger Unternehmen die sächsische Exit-Strategie? Grafik: IHK zu Leipzig

Grafik: IHK zu Leipzig

Für alle LeserDas hat reingehauen. Das hat die Weltwirtschaft so noch nicht erlebt, dass praktisch alle wichtigen Industrienationen fast zwei Monate ihre Wirtschaft herunterfahren, um den Ausbruch einer Pandemie in den Griff zu bekommen. Mit durchaus unterschiedlichem Erfolg. Sachsen ist dabei noch relativ glimpflich davongekommen. Aber zumindest im März und April sorgt der Shutdown für eine massive Eintrübung der Stimmung in der Wirtschaft.
Ökolöwe zur Zukunft des Auenwaldes: Die Leipziger Aue braucht exklusiven Schutz
Bärlauchblüte im Auenwald. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn Deutschland sind 63 Prozent der zu schützenden Arten in einem ungünstigen Erhaltungszustand. 69 Prozent der geschützten Biotope sind in einem schlechten Zustand. Zu diesen ernüchternden Ergebnissen kommt der Bericht „Lage der Natur Deutschlands“, den das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) Mitte Mai veröffentlicht hat. Das betrifft auch den Leipziger Auenwald, zu dem der Stadtrat am 20. Mai endlich einen grundlegenden Beschluss gefasst hat.
Heute mal über Wissen und Bildung, Dunning und Kruger und die Gefühle von Wissenschaftler/-innen
Weil gerade kein tolles Nerd-Bild zur Hand war ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs gibt tatsächlich diese seltsamen Begegnungen, nicht nur bei diesen Hygiene-Demos, selbst in der Straßenbahn, wo eine doch schon etwas ältere, gartengebräunte und sehr von sich überzeugte Frau laut zu ihren beiden Schützlingen sagt: „Dass wir jetzt alle gechipt werden, ist jetzt offiziell. Das ist jetzt nämlich rausgekommen. Als Merkel kürzlich in China war ...“ Ja, was macht man da? Schreit man da vor Entsetzen? Oder guckt man lieber nach, ob man sein Handtuch dabei hat, um so schnell wie möglich wegzukommen, weil dieser Planet nicht mehr zu retten ist?
Donnerstag, der 28. Mai 2020: Stadtrat verurteilt, Untersuchung am Bahnhof, Demos zu Pfingsten
Rund um den Hauptbahnhof könnte es am Freitag eine Sperrzone geben. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserLeipzig stehen aufregende Tage bevor. Am Freitag wollen Feuerwehr und Kampfmittelbeseitigungsdienst ein Objekt am Bahnhof untersuchen, das eine Fliegerbombe sein könnte, und über Pfingsten sind zahlreiche „Corona-Demos“ geplant. Bereits heute tagte der Stadtrat. Zudem kündigte Leipzigs Ex-OBM Tiefensee seinen Abschied an. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 28. Mai 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Der Stadtrat tagt: Verwaltung soll Planung der Eisenbahnbrücke über Geithainer Straße einleiten + Video

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer Stadtrat hat am Donnerstag, den 28. Mai, zwei Anträge zur Geithainer Straße einstimmig beschlossen. Zum einen soll die Verwaltung die Planung und den Bau der Eisenbahnbrücke einleiten und zum anderen sich unter anderem dafür einsetzen, dass auch weitere Bauwerke entlang der Bahnstrecke saniert werden. Eine Mehrheit erhielt auch ein Antrag der Grünen, in dem es um eine mögliche Fahrradstraße geht.
Der Stadtrat tagt: Leipzig verurteilt Nutzung eines ehemaligen KZ-Außenlagers durch Neonazis + Video
Juliane Nagel (Linke) forderte eine offizielle Verurteilung der Stadt Leipzig zu den Nutzern der Kamenzer Straße. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Stadt Leipzig verurteilt die Nutzung des ehemaligen KZ-Außenlagers in der Kamenzer Straße durch Neonazis. Ein entsprechender Antrag wurde in der Ratsversammlung am 28. Mai mit großer Mehrheit beschlossen. Gegenstimmen kamen lediglich aus der AfD-Fraktion. Zudem soll sich die Stadt um ein intensiveres Gedenken an diesem Ort bemühen.
Provokation oder sinnvoller Weg? Marcus Weiss beantragt Tempo 30 im ganzen Stadtgebiet
Tempo 30 - hier vor der Lessingschule. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Stadtverkehr der Zukunft wird anders aussehen. Das machen mittlerweile nicht nur Städte wie Kopenhagen oder Amsterdam vor, wo Radfahrer/-innen seit Jahren bessere Bedingungen vorfinden. In der Coronakrise haben auch Städte wie Madrid, Paris und Brüssel den Schalter umgelegt. Gerade im Herzen der Stadt haben sie dem umweltfreundlichen Radverkehr endlich mehr Platz eingeräumt. Eine Entwicklung, an der auch Leipzig nicht vorbeikommen wird. Die Frage ist nur: Wie schnell geht's?
Der Stadtrat tagt: Die Fortsetzung der Mai-Sitzung im Livestream und als Aufzeichnung
Der Stadtrat tagt in der Kongresshalle am Zoo. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer Stadtrat trifft sich am heutigen 28. Mai erneut zu einer Versammlung in der Kongresshalle am Zoo, nachdem die Tagesordnung vor acht Tagen nicht bewältigt werden konnte. Allein aus den Fraktionen gibt es noch rund 40 Anträge. Die L-IZ wird über ausgewählte Themen berichten. Ab circa 14 Uhr ist zudem ein Livestream verfügbar.