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Skulpturengarten Labylysium auf dem Burgplatz: Das vollkommene Glück der Wiedervereinigung?

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    30 Jahre Deutsche Einheit, verpackt in Kunst, Skulpturen, Plakate und Installationen: Auf dem Burgplatz beschäftigt sich noch bis zum 11. Oktober der Skulpturengarten Labylysium mit der Wiedervereinigung Deutschlands. Die Besucher/-innen des eigenständigen Kunstereignisses unter Leitung von Juliane Vowinckel und Reinhard Zabka tauchen dabei jedoch weniger in historische Abläufe ein. Vielmehr steht die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Ideen und Chancen, als auch Spannungen und Handlungsproblemen im Vordergrund der Aktion.

    mit der auch gleichzeitig der über Jahre sanierte Platz hinter dem Neuen Rathaus eingeweiht wird. Eingebunden werden die Hoffnungen, Träume, Enttäuschungen, Utopien und Visionen der Akteur/-innen der Friedlichen Revolution.

    „Laby“ von Labyrinth, laut Wikipedia „ein System von Linien oder Wegen, das durch zahlreiche Richtungsänderungen ein Verfolgen oder Abschreiten des Musters zu einem Rätsel macht.“ Als zweite Worthälfte „lysium“ von Elysium, das vollkommene Glück. Über die Jahrhunderte und Jahrtausende hat sich die Bedeutung dieses vollkommenen Glücks für die Menschen stets verändert. Im Osten Deutschlands war es für viele vor der Wende der „Goldene Westen“.

    Heute ist Deutschland vereint und auch die Bewohner/-innen Thüringens, Sachsens, Sachsen-Anhalts, Mecklenburg-Vorpommerns und Berlin-Brandenburgs leben seit 30 Jahren in der güldenen Pracht der Freiheit und der prall gefüllten Supermarktregale. Ist das das vollkommene Glück?

    Auf spielerische Art, mittels Banner, Plakaten, Videos und Installationen, setzt der Skulpturengarten dort an und führt seine Gäste durch die Irrwege geschichtlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen, die einhergingen mit der Spaltung Deutschlands.

    Mit ihren Projekten wollen die insgesamt 30 ausstellenden Künstler/-innen die Öffentlichkeit mittels „Spiel, Konfrontation und Reibung“ kommunikativ miteinbeziehen. Dabei vermischt sich zeitgenössische Kunst mit der Kunst der vergangenen Jahre und der Erfahrungen von Zeitzeug/-innen. Auch die Besucher/-innen unter sich sind eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen und eventuell gemeinsame Richtungen zu finden im Labyrinth.

    So wird, wie es in der Beschreibung des Ereignisses selbst heißt, „Grundlegendes der friedlichen Revolution und der deutschen Einheit eingefangen.“ Der Gedanke des Miteinanders und des Zuhörens und der Verarbeitung von Vergangenem, um ungetrübt in die Zukunft sehen zu können. Auch im Jahr ´89 agierten die Menschen in Deutschland gemeinsam, ihre Stimme wurde so laut, dass das System zum Bruch kam und Osten und Westen des Landes wiedervereint wurden. So, wie auch im Herbst vor 30 Jahren die Politik auf die Straßen getragen wurde, findet deshalb auch das Labylysium im öffentlichen Raum statt.

    Träger der Kunstaktion ist der Kunst der Lüge e. V., der nach Optionen forscht, wie unter aktuellen Bedingungen eine breite Öffentlichkeit an Kunst und Kultur beteiligt werden kann. Nach dem Standort Leipzig wird das Labylysium als Ausstellung im Lügenmuseum Radebeul aufgebaut. Noch bis Sonntag, den 11. Oktober können sich Besucher/-innen kostenlos von 13 bis 18 Uhr auf die historische Reise zum vermeintlich vollkommenen Glück begeben.

    Mehr Informationen sind auch hier zu finden:
    https://luegenmuseum.de/labylysium-ein-eigenstaendiges-kunstereignis/

    Vom 14. bis 18. Oktober verwandelt sich das Leipziger Jahrtausendfeld in eine Westernstadt aus Hüpfburgen

    Das Helmi gastiert am 10. und 11. Oktober mit „Der Name der Rose“ in der Schaubühne

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