Neu im Kino: Yoko

Er ist groß, weiß, zottelig, versteht Menschen und spricht nur ein einziges Wort: Yo. Den Yeti, gibt es wirklich. Wie es der Zufall möchte, landet das gutmütige Wesen aus dem fernen Himalaya in Pias (Jamie Bick) Baumhaus. Als die Schülerin das seltene Tier entdeckt, ist sie total baff. Sie ahnt natürlich nicht, dass ihr Leben durch diese Begegnung total auf den Kopf gestellt werden wird.
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Zunächst versteckt Pia ihren neuen Kumpel Yoko vor ihrer Mutter (Jessica Schwarz), ihrer kleinen Schwester Marcella (Lilly Reutlein) und ihrem besten Freund Lukas (Friedrich Heine) in der Kühltruhe. Was sie nicht weiß: Der zwielichtige Großwildjäger Thor van Sneider (Tobias Moretti), der den Yeti nach Deutschland gebracht hat, möchte ihn um jeden Preis an den kaltherzigen Zoodirektor Kellermann (Justus von Dohnányi) verkaufen. Schnell spürt er das Wesen mit seinen mystischen Fähigkeiten auf. Für Pia beginnt ein spannendes Abenteuer, das ihr Leben für immer verändert wird.

Basierend auf einer Buchreihe von Knister, der das Drehbuch mitverfasste, erzählt Franziska Buch in „Yoko“ die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft. Die Verfilmung von Jugendbüchern ist eine Spezialität der Regisseurin. Sie adaptierte bereits „Emil und die Detektive“ (2001) und „Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen“ (2004) für die Leinwand. Zuletzt inszenierte sie dn Jugendfilm „Hier kommt Lola!“, basierend auf einer Buchreihe von Isabel Abedi.
Der Film mit dem knuffigen Pelztier, das am Computer erzeugt wurde, richtet sich vor allem an das junge Publikum. Da die Handlung leicht gestrickt ist, kommt bei filmerfahrenen Zuschauern schnell Langweile auf. Für den Familiennachmittag im Kino ist der Film daher nur bedingt geeignet. Der Running Gag, van Sneiders tolpatschiger Versuch, sich im Großstadtdschungel zu tarnen, ist sehr zielgruppengerecht inszeniert.

Die jungen Darsteller machen ihre Sache gut. Tobias Moretti als schusseliger Großwildjäger ist einfach nur herrlich. Der österreichische Charakterdarsteller („Jud Süß – Film ohne Gewissen“) spielt Justus von Dohnanyi und Jessica Schwarz, beide nur mäßig, mühelos an die Wand. Insgesamt bleibt aber der Eindruck bestehen, dass die Filmemacher bei der Umsetzung des Projekts vor allem ihre junge Zielgruppe vor Augen hatten. „Yoko“ ist ein liebevoll inszenierter Kinderfilm. Erwachsene kommen jedoch kaum auf ihre Kosten. Schade.
Deutschland/Österreich/Schweden 2011, R: Franziska Buch, D: Jessica Schwarz, Tobias Moretti, Justus von Dohnanyi, 103 Min, FSK 0.

Filmstart ist der 16. Februar, zu sehen im CineStar, Cineplex, Passage Kinos, Regina Palast und UCI Nova Eventis.

Die Seite zum Film:

www.yoko-derfilm.de


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