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Vom melancholischen Comic zum atemberaubenden Film: „Alois Nebel“ ab 12. Dezember im Prager Frühling

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    Als der Schriftsteller Jaroslav Rudi? und der Zeichner Jaromír ?vejdík den ersten Band über den melancholischen Eisenbahner Alois Nebel veröffentlichten, war das Punk - Subkultur und Cult zugleich. Die Erstausgabe war sofort ausverkauft, die Trilogie wurde ein Bestseller und ist auch in deutscher Sprache bei Voland & Quist erschienen. Die Verfilmung unter der Regie von Tomá? Lu?ák ist ebenso radikal und gehört zu den erfolgreichsten Filmen Tschechiens.

    Der mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnete Animationsfilm sorgte nicht nur in Tschechien für Furore, sondern auch auf zahlreichen internationalen Festivals. Nun kommt „Alois Nebel“ nach Deutschland und startet am 12. Dezember 2013 bundesweit.

    In der Graphic Novel „Alois Nebel“ rückten der Schriftsteller Jaroslav Rudi? und der Zeichner Jaromír ?vejdík, bekannt unter dem Künstlernamen Jaromír 99, ein dunkles Kapitel mitteleuropäischer Geschichte poetisch einfühlsam und visuell ungewöhnlich in den Mittelpunkt. Der Comic wurde in Tschechien ein Bestseller und ist 2012 auch in deutscher Sprache bei Voland & Quist erschienen.

    Der Comic um den melancholischen Eisenbahner ist ein Stück tschechischer Zeitenwende-Geschichte: Herbst 1989. Alois Nebel ist Fahrdienstleiter an einem kleinen Bahnhof in Bílý Potok, einem abgelegenen Ort an der tschechoslowakisch-polnischen Grenze, dem früheren Sudetenland. Das einzige Hobby des Einzelgängers ist das Sammeln alter Fahrpläne. Doch wenn sich der Nebel über die Bahnstation legt, sieht Alois Züge mit Geistern und Schatten aus der dunklen Vergangenheit Mitteleuropas: dem Zweiten Weltkrieg, der Vertreibung der Deutschen, der sowjetischen Besatzung. Alois Nebel wird diese Alpträume nicht los und endet schließlich in einer Nervenheilanstalt. Dort lernt er „den Stummen“ kennen, der bei dem Versuch, die Grenze zu überqueren, verhaftet worden ist. Dieser wird zum unfreiwilligen Auslöser für Alois‘ Entschluss, den Kampf gegen die Dämonen aufzunehmen, die ihn nächtlich heimsuchen. Er macht sich auf den Weg und findet Freunde, eine Geliebte und Weggefährten. Langsam erwacht Alois Nebel aus dem Albtraum der Vergangenheit …Auf über 40 Festivals weltweit wurde „Alois Nebel“ bislang präsentiert, darunter Venedig (Weltpremiere), Toronto, Thessaloniki, Göteborg, Karlovy Vary, Sao Paulo, Beijing, San Sebastián und München. Der Film gewann zahlreiche Preise, darunter den Europäischen Filmpreis in der Kategorie „Bester Animationsfilm“, Hauptpreise auf Animationsfestivals in Holland, Kroatien und Tschechien.

    „Alois Nebel“ wurde im Rotoskopie-Verfahren realisiert, einer besonderen Form der Animation, bei der das Motiv mehrere Male über zuvor gedrehtes Filmmaterial Bild für Bild abgezeichnet wird. So verstärkt sich der Eindruck der zum Leben erweckten Graphic Novel und die starken Kontraste von Schwarz und Weiß verleihen dem Film die Stimmung eines Film Noir. Dieses Verfahren wurde zuerst bei Walt Disneys „Schneewittchen und die Sieben Zwerge“ (1937) benutzt, Alfred Hitchcock arbeitete in „Die Vögel“ damit, „Tron“ von Steven Lisberger (1982) bediente sich der Technik ebenso wie Regisseur Richard Linklater „A Scanner Darkly – Der dunkle Schirm“ (2006). Regelmäßig eingesetzt wird das aufwendige Rotoskopie-Verfahren mittlerweile bei Musikclips und in der Werbung.

    Gast der Leipziger Filmpremiere am Donnerstag, 12. Dezember, ist der Autor Jaroslav Rudi?. Geboren 1972, arbeitet er als Schriftsteller, Drehbuch- und Hörspielautor sowie als Dramatiker und schreibt auf Tschechisch und Deutsch. Für seinen Debütroman „Nebe pod Berlínem“ („Der Himmel unter Berlin“) wurde ihm der renommierte Jirí-Orten-Preis verliehen. Auf Deutsch erschienen außerdem die Romane „Grandhotel“ und „Die Stille in Prag“ im Luchterhand Literaturverlag. Er lebt und arbeitet in Tschechien und Deutschland.

    Die Kinobar Prager Frühling zeigt „Alois Nebel“ in seiner Animationsfilmwoche drei Mal. Premiere – mit Jaroslav Rudi? – ist am Donnerstag, 12. Dezember, um 20.30 Uhr in der Kinobar Prager Frühling (Bernhard-Göring-Straße 152). Gezeigt wird der Film auch am Freitag, 13. Dezember, um 20 Uhr, und am Sonntag, 15. Dezember, um 21.45 Uhr.

    Alois Nebel bei Voland & Quist (mit Filmtrailer):
    www.aloisnebel.de

    Die Original-Website zum Film (in Englisch): www.aloisnebel.cz/?lang=en

    www.kinobar-leipzig.de

    „Alois Nebel“ in der Animationswoche des Prager Frühling: www.kinobar-leipzig.de/cgi-bin/film.pl?filmId=699

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