Endlichkeitsfestival „Stadt der Sterblichen“: Ein Interview mit Frank Pasic von der Funus Stiftung

Für alle Leser„Gestorben wird immer …“ kalauert man gern, wenn es um die Menschen geht, die sich längst nicht mehr nur Bestatter und schon gar nicht „Totengräber", sondern zu Recht Trauerbegleiter nennen. Wo der Tod mit dem Leben das Wertvollste kostet, ist es um so wichtiger, was in diesem stattfand, welche Gedanken es hinterließ, vielleicht sogar, warum es so gelebt wurde. Ein Festival in Leipzig hat sich in diesem September aufgemacht, dem Tod ins Gesicht zu sehen und Frank Pasic von der veranstaltenden Funus Stiftung weiß, wie „wichtig und sinnstiftend der Umgang mit dem Tod sein kann“.

War es schon dein Kindheits- und Jugendwunsch, zwei Feuerbestattungseinrichtungen zu leiten? Wie bist du Geschäftsführer von zwei Krematorien, dem Flamarium Halle und Saalkreis, geworden?

Selbst in meinen kühnsten Träumen hätte ich mir nie vorstellen können, jemals ein Krematorium zu leiten. Ich habe ja auch mal was „Ordentliches“ gelernt, habe Jura studiert, später in einem Unternehmen in der Rechtsabteilung gearbeitet. Als ich meine heutige Frau Dina kennenlernte, habe ich erfahren, dass ihr Vater irgendwas mit einem Krematorium in Halle (Saale) zu tun hat. Genaueres wollte ich gar nicht wissen. 2003 – ich hatte gerade meinen Job geschmissen und wollte mich als Rechtsanwalt selbständig machen – rief mich mein Schwiegervater an und bat um juristische Hilfe.

Da bin ich erstmals nach Halle gefahren und habe mir das Krematorium angeschaut. Um es kurz zu machen: Ich bin ganz einfach hängengeblieben, ohne dass ich einen konkreten Plan verfolgt hätte.

Was war deine Intuition, die FUNUS Stiftung ins Leben zu rufen? Was ist die Aufgabe und Philosophie der FUNUS Stiftung, die das Endlichkeitsfestival „Stadt der Sterblichen“ organisiert und durchführt?

Schon zu Beginn meiner Tätigkeit im Krematorium habe ich gemerkt, dass das eben kein Job wie jeder andere ist. Das, was wir machen – aber auch Bestatter oder das Personal in Senioren- und Pflegeheimen, das einen Verstorbenen noch einmal für eine Abschiednahme herrichtet -, ist der letzte Dienst, der einem Menschen erwiesen werden kann. Ich betrachte das als eine wichtige, eine kulturelle Tätigkeit.

Gleichzeitig habe ich aber feststellen müssen, dass meine neue Aufgabe viele Menschen in meinem persönlichen Umfeld abschreckt; der Umstand, dass man mit Verstorbenen in Berührung kommt, mit dem Tod sogar sein Geld verdient, war und ist für viele unseriös, mit einem Makel behaftet.

Mein Anliegen ist es daher zu zeigen, wie wichtig und sinnstiftend der Umgang mit dem Tod sein kann. Als Geschäftsführer eines Krematoriums, das natürlich wirtschaftlich arbeiten muss, fällt das schwer. Darum haben wir, mein Schwiegervater und ich, 2010 die FUNUS Stiftung gegründet. Deren Zweck ist es, die Bestattungskultur zu fördern, ohne hierbei ein wirtschaftliches Interesse zu verfolgen.

Dieser Zweck ist aber nur erreichbar, wenn eine breite Öffentlichkeit überhaupt bereit ist, sich mit dem Tod im Allgemeinen und der eigenen Endlichkeit im Speziellen auseinanderzusetzen. Das fällt Menschen naturgemäß schwer – jedenfalls in Deutschland. Aus diesem Grunde haben wir Formate entwickelt, die den Zugang zu dem Thema erleichtern sollen: Unser Symposium zur Bestattungskultur, die „drunter&drüber – das Magazin für Endlichkeitskultur„, den DEATHSLAM und schließlich die „Stadt der Sterblichen“.

Was genau kann man sich unter der „Stadt der Sterblichen“ vorstellen, die mit über 42 Veranstaltungen und an 30 Veranstaltungsorten gerade in ganz Leipzig stattfindet?

Die „Stadt der Sterblichen“ ist ein Kulturfestival, bezogen auf eine bestimmte Stadt. Über Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Fachvorträge und vielen anderen Veranstaltungen sollen Menschen die Hemmung verlieren, sich mit dem Thema Tod & Sterben auseinanderzusetzen.

Wie habt ihr diese konzipiert und wie verlief die Zusammenarbeit mit allen euren vielen Beteiligten?

Zunächst brauchten wir als Stiftung, die ihren Sitz in Halle (Saale) hat, ein Netzwerk in Leipzig. Aus diesem Grunde haben wir „Leuchtürme“ gesucht, die uns sozusagen den Weg durch die Stadt zeigen. Gefunden haben wir diese Leuchttürme in Pia Elfert, die Dina und ich schon privat kannten und die über beste Kontakte zum Ägyptologischen Institut und zur Michaelis-Friedens-Kirchgemeinde im Stadtbezirk Nord verfügt, sowie in Sandra Strauß und Schwarwel, die mit der Alternativ- und Künstlerszene vernetzt sind. Das passte aus unserer Sicht ganz wunderbar zusammen.

In den gemeinsamen Arbeitssitzungen haben wir dann Ideen entwickelt, Leute angefragt usw.. Herausgekommen ist eine Fülle an Veranstaltungen, die wir in den ursprünglich angedachten zwei Wochen nicht hätten realisieren können; deshalb haben wir den Festivalzeitraum um eine Woche verlängert.

Was möchtet ihr mit der „Stadt der Sterblichen“ erreichen? Wer ist eure Zielgruppe?

Wie schon gesagt, ist unser vorrangiges Ziel, die Angst, sich mit der eigenen Endlichkeit – aber auch der geliebter Menschen – auseinanderzusetzen, zu nehmen bzw. zu mindern. Davon abgesehen glauben und hoffen wir, dass sds19 die Leipziger dazu bringt, ihre Stadt mit anderen Augen zu sehen.

Ich zum Beispiel lebe seit 15 Jahren in Leipzig und ich wusste nicht, dass der Friedenspark einmal ein Friedhof war und dass dort heute noch eine Gedenkstätte für Kinder, die im Rahmen des NS-Euthanasieprogramms ermordet wurden, zu finden ist. Das habe ich erst erfahren, als wir uns mit der „Wiese Zittergras“ befasst haben. Um diesen Ort bekannter zu machen, haben wir für den 19.09. eine entsprechende Veranstaltung in unser Programm aufgenommen.

Wer sind eure Botschafterinnen?

Das bekannteste Gesicht ist sicherlich Melanie Marschke. Durch ihre Rolle in der „SOKO Leipzig“ ist sie praktisch ein Gesicht dieser Stadt. Mit Jennifer Sonntag sind wir schon länger bekannt, sie hat schon die „Stadt der Sterblichen“ 2017 in Halle (Saale) besucht. Als blinde Sozialpädagogin, Autorin und Moderatorin bringt sie weitere wichtige Facetten in unser Programm. Katty Sallié kannte ich bisher aus der ZDF-Sendung „aspekte“.

Umso überraschter und erfreuter war ich, als sie sich bei uns gemeldet hat mit dem Wunsch, sich bei sds19 einzubringen. Und nicht nur das: Sie bringt auch noch Ralph Caspers mit – bekannt aus der „Sendung mit der Maus“. Beide widmen sich gemeinsam am 14.09. der Frage: „Wie Kinder trauern und wie man sie begleiten kann.“

Magst du uns ein paar Programmpunkte und Highlights nennen?

Ich habe ja schon ein paar Veranstaltungen genannt – wichtig sind sie alle. Die Ausstellung „Death walks behind you“ ist vielleicht meine persönliche Herzensangelegenheit. Ich bin totaler Musik-Fan; in meiner Jugend hat mich vor allem die Band Joy Division mit ihrem Sänger Ian Curtis geprägt, später dann Nirvana (Kurt Cobain) und wieder später Linkin Park (Chester Bennington). Bezeichnenderweise haben sich alle diese Musiker selbst getötet.

Es war deshalb mein Wunsch, eine Ausstellung im Programm zu haben, die sich mit dem Tod in der Rockmusik beschäftigt. Ich bin froh, mit Dr. Josef Spiegel einen Experten gefunden zu haben, der weiß, wie man eine solche Ausstellung kuratiert (ich hätte das nämlich nicht gekonnt). Die Ausstellung ist während des gesamten Festivals jeweils von Mittwoch bis Samstag von 16:00 bis 20:00 Uhr und Sonntag von 14:00 bis 18:00 Uhr sowie bei einigen Sonderveranstaltungen in der Galerie KUB, Kantstraße 15 in der Südvorstadt zu sehen.

Endlichkeitsfestival „Stadt der Sterblichen“ vom 6.–28. September 2019 in ganz Leipzig, mit über 40 Veranstaltungen

Die Stadt der Sterblichen – Das Programm

Endlichkeitsfestival „Stadt der Sterblichen“: Im Gespräch mit Schwarwel

Verleugnung: Wie wir den Tod kennenlernen und doch so tun, als wäre er nicht da

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