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Studententheater lädt am 27. Juli ein zur Premiere: Der grüne Specht

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    Nachdem sich das Studententheater Leipzig im letzten Wintersemester neu gegründet hat und eine große erste Produktion "Romeo und Julia" zeigte, geht es jetzt in einer Sommerproduktion weiter. Am Freitag, 27. Juli, hat der Soloabend Premiere - mit einem brandneuen Text und der Lust am modernen Theater, an den Möglichkeiten, direkt von der Bühne hinunter mit den Leuten zu sprechen.

    Worum geht es in „Der grüne Specht“?

    In der Kultur wird gekürzt. Überall wird gekürzt, beschnitten. Eine Hoffnungslosigkeit macht sich breit, Vast Land, trüber Tag – Feld, und die Faust streckt sich in den Himmel. Eine Elegie auf die Demokratie, ein kleiner Bürger – ein Mutbürger, in Worten und Gedanken zu allem bereit, er erzählt, bekräftigt, kommentiert, fühlt. Die Wut? Welche Wut, wer spricht von Revolution leere Worte in Deutschland, da müssen wir anders durch mit kalter Polemik, knallhart, hautnah.

    Das Alles, ein Schauspieler, und er zeigt sich uns in einem knappen Abend. Sehr intim, direkt live, hautnah und dran, unumwunden. Die ständige kurze Angst des Versagens bei beidem und wir fangen an, an seinen Lippen zu hängen, an seinem letzten Faden, Lebensfaden- Hoffnungsfaden als Schauspieler, alleine auf der Bühne nicht ganz zu versagen – als Zuschauer sind wir immer gemein, eitel und stolz, schadenfroh.

    Nun ganz neu begegnen wir einem aktuellen Text. Keine großartige Handlung, oder gemütliche Fiktion, eine Riesen-Fahrt durch seinen Kopf, seine Gedanken und Gehirnwindungen, die so sehr uns alle betreffen und wahrscheinlich viel Unangesprochenes so simpel verkörpern.
    Ein Raum, kleine Bühne und ein Zimmer in dem wir dem Bürger begegnen, dem Braven, der abstrakten Figur des Meselsmannes. Eventuell ein Fernseher, ein Tisch, ein Stuhl und ein Glas Milch.

    In elender Polemik treibt der Meselsmann das ganze voran, und lässt das Publikum hierbei nicht in Ruhe sie unablässig mit seinen konkreten Reflektionen über die Kunstflucht und später -In-Ihr-Aufhebung, -Rettung zu bearbeiten, angebunden an sein konkret existentialistisches Problem, was auch Teil seines Ausgangspunktes ist, das Verständnis schaffen soll. Daraus versteigt er sich auch, zu einzelnen natürlich subjektiven Abmessungen seines weiten gedanklichen Umfelds, prüft seine Position in der Gesellschaft und kommt sinnbildlich zu einer utopischen Verkündung, alles intuitiv, alles das Denken eines Meselsmannes.

    Das Studententheater Leipzig hat sich zum Wintersemester 2011/2012 neu gegründet. Es soll allen Studierenden die Möglichkeit geben gemeinsam auf der Bühne aktuelle Thematiken zu verhandeln und vor allem, zusammen eine Theaterproduktion auf die Beine zu stellen, zusammen zu spielen.

    Mit „Romeo und Julia“ im Wintersemester 2011/2012 hat sich eine umfangreiche Zusammenarbeit ergeben, hier wurde in sehr intensiver Zeit, das Stück von vorne bis hinten auf die Beine gestellt, und verschiedenste Studiengänge zusammengebracht.

    Doch der eigentliche Wert war nicht zuletzt, die gefüllten, überladenen Vorführungen, bei der Premiere am 27. Januar ’12 in der Halle 5, war die Halle berstend überfüllt, und eine Stimmung eine unglaubliche Feierlaune hat sich in den sehr, sehr jungen studentischen Reihen eingestellt, die unglaubliches Amusement und Belustigung, und Berührung des Stückes hervorriefen.

    In „Der grüne Specht“ spielt Lasse Pook. Dramaturgie: Eva Reinhold. Regie: Lukas Rosenhagen.

    Soloabend, „Der grüne Specht“, eine Theaterproduktion des Studententheaters Leipzig. Premiere am Freitag, 27. Juli, 21.00 Uhr im Raum der Kulturen – Plagwitz (Engertstrasse 23/Ecke Karl-Heine-Straße).

    www.studententheater-leipzig-de

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