Fälle & Unfälle

PEGIDA zusammen mit LEGIDA im Juli 2015 in Leipzig. Foto: Alexander Böhm
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Sächsischer Verfassungsschutz korrigiert nach Aufforderung Fehler im Bericht für 2015

2015 war ein seltsames Jahr in Sachsen. In Dresden marschierte Pegida, in Leipzig ein Ableger namens Legida. Und wer genau hinschaute, sah bekannte sächsische Neonazis Seit an Seit mit den ach so besorgten Bürgern spazieren. Am Rand dieser Demos kam es auch zu rechtsradikalen Übergriffen. Einen davon schrieb Sachsens Verfassungsschutz kurzerhand der Gegenseite zu – und korrigiert sich jetzt.

JVA Leipzig. Foto: Ralf Julke
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Ermittlungen zum Tod von Jaber Albakr in der JVA Leipzig

Am heutigen Donnerstag, 27. Juli, meldete die Staatsanwaltschaft Leipzig den Abschluss der Ermittlungen nach dem Tod von Jaber Albakr. Am 12. Oktober hatte sich der 22-jährige Syrer in seiner Zelle in der JVA Leipzig erhängt. Schon zuvor hatte er für Schlagzeilen gesorgt, weil seine geplante Festnahme in Chemnitz so gründlich in die Hose ging. Aber war sein Tod in der Zelle nun jemandes Verschulden? Nein, meint die Staatsanwaltschaft.

Ein Polizist tritt in eine Personengruppe. Screenshot: MDR
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Legida-Demo: Polizeibeamte wegen Gewalt gegen Sitzblockierer angeklagt

Nach den Krawallen rund um den G20-Gipfel ist unter anderem das Thema Polizeigewalt wieder in den öffentlichen Fokus geraten. Dabei geht es auch um die Frage, inwiefern sich die Täter dafür verantworten müssen. In Leipzig stehen demnächst zwei Mitglieder der Bereitschaftspolizei vor Gericht: Sie sollen vor einer Legida-Demonstration im April 2015 rechtswidrig mit Tritten und Pfefferspray gegen Sitzblockierer vorgegangen sein.

Landgericht. Foto: Alexander Böhm
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Messerangriff: Berufungsprozess gegen Neonazi Kevin D. findet im November statt

Hat Neonazi Kevin D. im Oktober 2015 mehrere Antifaschisten mit einem Messer genötigt und wenige Tage später Pfefferspray gegen Legida-Gegner eingesetzt? Mit dieser Frage wird sich voraussichtlich am 8. November das Landgericht beschäftigen, da Rechtsanwalt Arndt Hohnstädter Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts vom 10. April eingelegt hat. Dieses hatte den mehrfach vorbestraften D. zu acht Monaten Haft verurteilt – ohne Bewährung.

Marcus V. (28), hier mit seinem Verteidiger Malte Heise, soll sich einer psychiatrischen Begutachtung unterziehen. Foto: Lucas Böhme
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Mysteriöser Angriff auf Bäckereiangestellte: Landgericht setzt Prozess aus

Ein klares Tatmotiv ist nicht erkennbar, der mutmaßliche Täter schweigt, selbst sein Verteidiger spricht von einem Rätsel. Am Donnerstag setzte das Landgericht nun den Prozess um den brutalen Angriff in einer Gohliser Bäckerei aus – das Opfer ist bis heute schwerst traumatisiert und momentan nicht vernehmungsfähig.

Santa A. hatte mit dem Mordopfer eine Beziehung. Foto: Martin Schöler
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Prozess um Dolmetscher-Mord: Weitere Angeklagte brechen ihr Schweigen

Warum musste Farhad S. (30) sterben? Seit fast einem Jahr verhandelt die 3. Strafkammer des Leipziger Landgerichts den gewaltsamen Tod des afghanischen Dolmetschers in einem Verfahren, das bisher mit juristischen Eklats und Überraschungen nicht geizt. Am Dienstag brach nun die jüngste der drei Angeklagten (17) als zweite ihr Schweigen.

Die S 6 würde wie die S 1 durch Gohlis fahren. Foto: Ralf Julke
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Nach Anschlägen auf Bahnverkehr: Generalbundesanwalt übernimmt Ermittlungen

Die Bundesanwaltschaft ermittelt nach den jüngsten Brandanschlägen auf Gleis- und Telekommunikationsanlagen wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Am 19. Juni hatten Unbekannte in den frühen Morgenstunden in einer konzertierten Aktion 13 Kabelschächte in deutschen Ballungsräumen in Brand gesetzt. Unter anderem im Großraum Leipzig kam es zu Zugausfällen und Verspätungen.

Der Rote Stern widerspricht den Darstellungen zum 16. Juni 2017. Screen Pressemitteilung
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Eine Schlägerei ohne Zeugen? Volkssport-Turnier mit Nachgeschmack

Das Ende wird wohl offenbleiben müssen, es stehen Aussagen gegen Aussagen. Nachvollziehbare Videosequenzen oder Fotos gibt es bislang keine vom gewaltsamen Aufeinandertreffen nach einem für Medien eher unwichtigen Fußballturnier. Und dennoch kam es am 16. Juni 2017 etwa 21 Uhr beim sogenannten Volkssport-Turnier auf dem Sportgelände der Karl-Siegmeier-Anlage in Kleinzschocher zu einer kurzen und rüden Auseinandersetzung zwischen Fans, welche sich teils dem 1. FC Lok zurechnen lassen und Fans des Roten Stern. Eine Spurensuche danach ist schwierig, während die gegenseitigen Vorwürfe in der Welt sind. Legt man die Darstellung beider Seiten unter Berücksichtigung einer zu spät kommenden Polizei übereinander, bleibt jedoch von irgendwelchen Opfermythen nicht viel übrig.

Nach der Verhaftung von 215 Randalierern in der Wolfgang-Heinze-Straße blieben nur die Kabelbinder zurück. Vor Gericht steht derzeit nur einer in einem anderen Verfahren. Foto: Alexander Böhm
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Angriff auf Connewitz: Leipziger Neonazi soll Dresdner Kameraden eingeladen haben

Die juristische Aufarbeitung des Neonazi-Angriffs am 11. Januar 2016 kommt nur schleppend voran. Von den 215 Tatverdächtigen muss sich bislang nur einer vor Gericht verantworten. Florian N. gab allerdings am Freitag vor dem Landgericht Dresden pikante Details zu den Vorbereitungen des schweren Landfriedensbruchs in der Wolfgang-Heinze-Straße preis.

Geschwindigkeitskontrollen auf Sachsens Straßen. Grafik: Marco Böhme
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Tempo-Kontrollen der sächsischen Polizei sind drastisch zurückgegangen, Unfallzahl auf Autobahnen steigt

Kann das die Zukunft sein? Immer mehr Lkw-Verkehr rollt über Deutschlands Straßen, Autobahnraststätten sind überlastet und immer öfter sorgen spektakuläre Lkw-Unfälle für Aufsehen. So wie am Donnerstag, 29. Juni, als sich auf der Autobahn 4 bei Hainichen ein schwerer Verkehrsunfall ereignete, der drei Männer das Leben kostete und zwei weitere Personen verletzte.

Jürgen Kasek. Foto: L-IZ.de
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Weil er Zivilcourage zeigte: Unbekannte griffen Jürgen Kasek an + Update

Zwei Männer haben am Samstag-Abend Jürgen Kasek am Bayerischen Bahnhof angegriffen. Der Vorstandsprecher der sächsischen Grünen war auf dem Heimweg von der Global Space Odyssey, als er Augenzeuge einer verbalen Auseinandersetzung wurde. Als der 36-Jährige couragiert einschritt, schlug ihm einer der Unbekannten die Faust ins Gesicht. Die Täter entkamen unerkannt.

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