Zuhause dem Kind zuliebe: Was Eltern bedenken sollten

Vor nicht allzu langer Zeit wäre dieser Artikel nur für Frauen geschrieben worden – „Hausmann und Vater“ war bestenfalls noch sehr selten. Heute jedoch ist es ein Thema, mit dem sich beide Geschlechter befassen können und sollten. Denn so sehr es Sie vielleicht verlocken mag, Ihren Beruf nicht nur während der Elternzeit zu pausieren, so sehr bedeutet dies auch, sich mit positiven wie negativen Realitäten auseinandersetzen zu müssen. Der folgende Artikel zeigt beides auf.
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1. Die beruflichen Realitäten

Wer für sein Kind zuhause bleibt, hängt seinen Beruf nicht nur sprichwörtlich an den Nagel. Dies wirkt sich bis ins Erwachsenenalter des jetzt noch krabbelnden Nachwuchses aus.

Es werden sehr klare Realitäten geschaffen

Nicht ohne Grund versuchen viele Eltern, vor allem Frauen, nach der Elternzeit einen Mittelweg zu finden; hauptsächlich, indem sie Teilzeit arbeiten. Wer hingegen gar keinem bezahlten Beruf nachgeht, zeigt überdeutlich, dass er sich bei der Frage nach Kind oder Karriere für Ersteres entschieden hat.

Die Entscheidung selbst ist wertneutral. Aber was ehemalige und potenziell zukünftige Chefs und Kollegen anbelangt, ist es eine wertende Entscheidung, die häufig zu Ihrem Nachteil interpretiert werden wird.

Es wirkt sich immer auf den Lebenslauf aus

Wir leben in einem Land, wo kurze Elternzeiten von vielen Arbeitgebern kritischer gesehen werden als eine Längere. Doch sobald man über das „sozial akzeptierte Maß“ hinausgeht, tut sich im Lebenslauf eine Lücke auf. Eine, die mit jedem Monat breiter klafft. Mit jedem Monat verliert Ihr Berufswissen an Aktualität; je nach Branche mehr oder weniger massiv. Selbst wenn Sie sich auf eigene Faust fortbilden, werden viele Firmen im Zweifelsfall Bewerber vorziehen, die ihr Wissen durch aktives Arbeiten Up‑to‑Date hielten.

In der Realität sieht es deshalb meist so aus, dass selbst hochqualifizierte Eltern, die nur wenige Jahre zuhause blieben, kaum auf ihrem alten Berufslevel anknüpfen können. Vielfach passiert das schon nach wenigen Monaten, die man die reguläre Elternzeit überzieht.

Ein Stigma namens Stay-at-Home

Direkt damit verbunden ist eine weitere Tatsache: Jenseits des Berufswissens werden Sie in unserer Karriere-orientierten Jobwelt künftig immer damit konfrontiert werden, sich für Ihre Familie entschieden zu haben; mehr noch, wenn Sie ein Mann sind.

Das ist eine Ungerechtigkeit, aber viele Chefs, Personaler und Kollegen sehen das Zuhausebleiben als „Affront gegenüber der Arbeitswelt“ an; als Nachweis, dass sich da jemand für das vermeintlich süße Leben entschieden hat. Und dank des Lebenslaufs werden Sie dieses Stigma zeitlebens nicht loswerden.

Und wenn der Nachwuchs flügge wird?

Was Sie neben diesen drei Tatsachen auch bedenken sollten: Es wird der Tag kommen, an dem Ihr Nachwuchs auszieht – hierzulande tut er das statistisch mit 23,7 Jahren. Was kommt dann? Das Haus wird leer sein, die Arbeit signifikant weniger. Allerdings haben Sie nach knapp einem Vierteljahrhundert um einiges Chancen, in irgendeinen qualifizierten Beruf zurückzukehren.

Häufig erzeugt das eine Sinnkrise: Das Kind braucht einen nicht mehr, die Berufswelt auch nicht. Alles, was man erlernt hat, war gefühlt umsonst. Das kann manchen erheblich zusetzen, die häusliche Harmonie empfindlich stören, wenn es nicht gelingt, dem Alltag selbst neuen Sinn zu geben.

2. Die finanziellen Realitäten

Foto: stock.adobe.com @Halfpoint

Nach zwölf Vollzeiteltern-Monaten läuft das Elterngeld aus. Dann verbleibt eine Familie, in der nur einer ein Gehalt bekommt. Dies kann zu einer Herausforderung werden.

Das Gehalt wird höchstwahrscheinlich fehlen

Wenn Sie planen, zuhause zu bleiben, werden Sie natürlich viel rechnen müssen. Die Elterngeld-Phase mit ihrem bereits stark reduzierten Einkommensniveau gibt bereits einen kleinen Vorgeschmack. Selbst, wenn Ihre Familie es sich auf dem Papier buchstäblich „leisten kann“, ist es unter Umständen selbst dort, wo der arbeitende Partner gut verdient, oft eine gewisse Bürde. Höchstwahrscheinlich werden Sie Ihren Lebensstandard oder zumindest das Rücklagen-Niveau einschränken müssen.

Hinzu kommt Druck: Der arbeitende Partner muss einen sicheren Job haben. Geht hier etwas schief, können Sie aufgrund der im ersten Kapitel genannten Realitäten kaum adäquat einspringen. Jede Kostensteigerung, sei es bei der Miete, den Steuern oder den Lebenshaltungskosten, wird sich doppelt auswirken.

Ein Faktor auf der Bank

Für Banken sind berufstätige Verheiratete die besten Kunden. Sie haben mit beiden Partnern doppelte Sicherheit. Für nicht wenige Paare, die sich mit der Entscheidung tragen, dass einer zuhause bleibt, ist das ein Sorgenfaktor, denn sie glauben, künftig etwa keine Kredite mehr zu bekommen.

Tatsächlich ist das jedoch eine (weitgehend) unbegründete Sorge. Natürlich muss jede Bank bei großen Krediten mit dem Gehalt des arbeitenden Partners kalkulieren. Das ist aber dennoch kein generelles Kredit-Aus; damit würden sich Banken ja freiwillig von einer wichtigen Einnahmequelle abschneiden.

Tatsächlich sind auch Sie als zuhause Bleibender nicht nur auf die Leistungsfähigkeit Ihres Partners angewiesen. Tatsache ist, dass es schon seit langer Zeit spezielle Angebote gibt, die sich genau an die zuhause gebliebenen Eltern richten. Umgangssprachlich sind diese als Hausfrauenkredit bekannt. Ihre Konditionen sind konkret auf die Bedürfnisse und Anforderungen in dieser Situation zugeschnitten und können einer Familie einen weitgehend normalen finanziellen Spielraum verleihen.

Wer nicht arbeitet, gibt auch mehr aus?

Eine weitere Sorge vieler ist die Ausgabenseite des Geldes: Wer arbeitet, weiß bei jeder Ausgabe, wie viel er dafür leisten musste. Umgekehrt fürchten viele, dass sie als Hausfrau bzw. Hausmann mehr ausgeben würden. Dieses Risiko besteht durchaus –allerdings sollten Sie auch bedenken, dass es dazu nur Disziplin benötigt. Die allermeisten Vollzeiteltern haben diese.

Plus: Führen Sie konsequent Haushaltsbuch, müssen Sie sich auch gar keine Sorgen machen. Dann sind die Familienfinanzen zu jeder Zeit transparent und übersichtlich einsehbar.

3. Die familiären Realitäten

Foto: stock.adobe.com @Jacob Lund

Die beiden bisherigen Kapitel haben starke Argumente gezeigt, die es vielen Eltern nicht leichtmacht, eine Entscheidung zu treffen. Was allerdings die Familie anbelangt, hat das Zuhausebleiben viele Vorteile.

Das gute Gefühl, wirklich beteiligt zu sein

Vielen bricht nach dem Ende der Elternzeit das Herz. Sie haben Angst, im Leben des Kindes künftig nicht mehr die zentrale Rolle zu spielen. Meist ist diese Sorge zwar übertrieben, aber ganz unbegründet ist sie nicht. Bleiben Sie zuhause, bleiben Sie auch am Pulsschlag der Kindesentwicklung. Kein Risiko, dass Sie im Meeting sind, wenn der Nachwuchs seine ersten Worte spricht. Keine Gefahr, die ersten Schritte im Feierabend-Stau zu verpassen.

Sie können sicher sein, „immer“ für Ihr Kind da zu sein. Das ist nicht nur ein gutes Gefühl. Für nicht wenige wiegt es alle gefühlten und realen Nachteile dieses Lebensmodells auf.

Ist Papa der beste Kita-Betreuer?

Wenn ein Kind erst mal drei Jahre alt ist, tun auch Vollzeit-Eltern gut daran, es in die Kita zu schicken – schon, weil es dort mit Gleichaltrigen sozialisiert wird. Das ist dank der „NUBBEK“-Studie auch hinreichend wissenschaftlich bewiesen.

Allerdings: Für viele Eltern sind Kita-Betreuer, so professionell sie auch sind, „Fremde“. Und gerade zwischen einem und drei Jahren ist die Sorge groß, dass das Kind seine Fokusperson eher in ihnen findet. Häufig ist zwar auch diese Sorge übertrieben. Allerdings lässt sich nicht von der Hand weisen, dass gerade Vollzeit-Kita-Kinder anders geprägt werden.

Papa und Mama sind mangels Fachwissen vielleicht nicht die besten Kita-Betreuer. Für Ihre Familienbindung hingegen ist es natürlich förderlich, wenn Ihr Nachwuchs in den ersten drei Jahren ganz zuhause bleibt und selbst danach nur halbtags in die Kita geht.

Eine deutliche Entlastung für den Partner

Wenn Sie Vollzeit arbeiten, wissen Sie, wie sehr der Alltag beide Partner schlauchen kann, weil die Hausarbeit und andere wichtige Dinge nach Feierabend und am Wochenende erledigt werden müssen. Addieren Sie ein Kind hinzu, das Erziehung, Liebe, Spiel und später Hausaufgabenbetreuung verlangt, dürfte klar sein, dass Vollzeitarbeit und Elterndasein beider Partner sehr anstrengend werden kann.

Bleiben Sie jedoch zuhause, übernehmen Sie einen Großteil der häuslichen und erzieherischen Pflichten. Ganz kann (und sollte) Ihr Partner sich nicht entziehen. Aber es wird beide eine erhebliche Entlastung sein, weil Sie nun einen Hauptfokus haben, statt zwischen Vollzeitberuf, Hausarbeit und Erziehung alles gemeinsam erledigen zu müssen.

Es ist und bleibt ein Fulltime-Job…

Dabei sollten Sie allerdings nicht dem Irrglauben aufsitzen, dass das Zuhausebleiben entspannter sei. Zugegeben, einiges wird natürlich wegfallen, etwa das Pendeln zum Arbeitsplatz. Doch bereits die Kinderbetreuung verschlingt sehr viel Zeit. Rund acht Stunden pro Tag kümmert sich der zuhause gebliebene Elternteil im Schnitt in einem Alleinverdiener‑Haushalt, so eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung. Zudem werden viele, wenn sie Fulltime zuhause sind, auch pedantischer, was Ordnung und Sauberkeit anbelangt.

Unterm Strich müssen Sie deshalb davon ausgehen, auf mindestens so viele Wochenarbeitsstunden zu kommen wie zu Berufszeiten, oft auch mehr.

… aber mit sehr viel Selbstständigkeit

Dabei ist es allerdings auch eine Realität, dass dieses Lebensmodell viel Freiheit gibt. Niemand macht Vorschriften. Der einzige fixe Rahmen sind die Notwendigkeiten des Kindes. Viele Vollzeitmamas und -papas genießen diesen Part am meisten. Es hat viel von beruflicher Selbstständigkeit, was wiederum oft dazu führt, dass alles vollständiger, strukturierter, „runder“ läuft. Und das wirkt sich positiv auf das gesamte Familienleben aus.

Manager des Familienbetriebs

Wir kommen zu einem Punkt, den viele vorher anders sehen als dann, wenn das Zuhausebleiben Realität geworden ist:

  • Vorher glauben viele, dass diese Arbeit kaum erfüllend sein kann und zu wenig wertgeschätzt wird, sowohl vom Partner wie Freunden, dem Staat. Es gibt zahllose Klischees zu diesem Thema.
  • Hinterher stellen viele fest, dass nur diejenigen die Klischees beibehalten, die dieses Lebensmodell nicht selbst kennen. Dass es ein durchaus erfüllendes Leben sein kann.

Denn was viele in unserer Karriere-orientierten Welt nicht bedenken: Eine Familie mit ihrem Haushalt ist ein Mini-Wirtschaftsunternehmen. Es gibt Einnahmen, Ausgaben, die austariert werden wollen. Es gibt verpflichtende Arbeiten, damit alles funktioniert und jeder muss seinen Job leisten.

Der häusliche Elternteil ist die zentrale Säule dafür. Ein Manager eines Familienbetriebs, ohne Übertreibung. Von außen erfährt das leider nicht die Wertschätzung, die es verdient. Aber dort, wo es zählt, innerhalb der Familie, wird jeder die Wichtigkeit von „Managerin Mama“ zu schätzen wissen – auch wenn das vielleicht oft nur einmal im Jahr zum Muttertag so geäußert wird.

4. Gute Tipps für ein besseres Zuhausebleiben

Foto: stock.adobe.com @Monkey Business

Sie haben sich die Sache reiflich überlegt und die Entscheidung steht, dass mit dem Ende der Elternzeit nicht auch das Zuhausebleiben enden wird. Dann aber sollten Sie einige Dinge beherzigen und wissen, damit Sie die Entscheidung nie bereuen.

Von Etsy und anderen Micro-Jobs

Für Ihre bisherige Karriere mag die neue Rolle nicht förderlich sein. Allerdings sollten Sie nicht vergessen, dass gerade heute ein klassischer Beruf längst nicht die einzige Einkommensquelle sein muss. Wenn Sie ein Kleingewerbe anmelden, können Sie auf eigene Faust und ohne großes Drumherum einiges zur Familienkasse beitragen. Etwa:

  • Verkaufen von selbst gemachten Dingen
  • Crowdsourcing-Jobs/Clickworking, etwa das Transkribieren von Tonaufnahmen
  • Tagesmutter
  • Hausaufgabenbetreuung/Nachhilfe
  • Lektorieren von Texten
  • Bloggen und Texten

Halten Sie sich bei solchen Themen auf dem Laufenden – spätestens, wenn die Grundschulzeit beginnt, werden Sie derartige Aufgaben vielleicht zu schätzen wissen.

Quo vadis, Betreuungsgeld?

Wir kommen zu einem Thema voller Illusionen, dem Betreuungsgeld, medial auch als „Herdprämie“ verspottet. Tatsache ist, das Bundesverfassungsgericht hat dieses Geld 2015 für verfassungswidrig erklärt und es gibt derzeit keine festen Pläne, es wiederzubeleben.

Das einzige Bundesland, das eine (etwas) abweichende Haltung vertritt, ist Bayern mit seinem Familiengeld, welches aber auch nur bis zum 36. Lebensmonat gezahlt wird. Rechnen Sie deshalb nicht damit, dass es staatliche Hilfen geben wird.

Klare Rollen- und Aufgabenverteilung ist ein Muss

Weiter oben haben wir skizziert, wie ein Familienbetrieb im Idealfall aussieht. Allerdings: Dass alles gut funktioniert, liegt an Ihnen und Ihrem Partner. Sie müssen sicherstellen, dass jeder von Ihnen seine festen Aufgaben hat. Machen Sie vorher Pläne, diskutieren Sie drauflos. Doch wenn es losgeht, muss klar sein, wer künftig was wann macht. Andernfalls entstehen unzählige Reibungspunkte und damit Grundlagen für Ärger und Unzufriedenheit.

Die Rente nicht vergessen

Noch sind Sie jung, die Rentenzeit noch in weiter Ferne. Das jedoch ist eine große Gefahr, auch für den Fall, dass Ihre Familie bis ins höchste Alter zusammenbleibt und sie nicht zum Alleinerziehenden werden. Denn aktuell können Sie nur auf zwei Positionen blicken:

  1. Das, was sie durch den bisherigen Beruf an Rentenansprüchen erarbeitet haben.
  2. Das, was durch die erweiterte Mütterrente II hinzukommt.

Beides kann am Ende nur zu einer sehr geringen Rentenzahlung führen. Zudem kann sich noch (politisch) sehr viel ändern, wodurch nicht nur Sie, sondern Ihre Familie dann im Alter womöglich in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Sofern es die Familienfinanzen auch nur annähernd gestatten, sollten Sie freiwillig in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen. Das ist schon ab 84 Euro möglich. Keine große Summe. Aber sie kann im Alter einen vielleicht entscheidenden Unterschied ausmachen.

Auch Zuhausebleibende brauchen Freiräume

Dieser Rat geht an die weiterhin arbeitenden Partner: Der Partner, der zuhause bleibt muss nicht pendeln und kann sich die Arbeitszeiten frei auslegen. Machen Sie dennoch bitte nicht den Fehler, zu glauben, dass Ihr Partner, wenn Sie zuhause sind, weiterhin für alles zuständig wäre. Kommen Sie nachhause und legen die Füße hoch, weil Sie Ihr Tagwerk ja bereits erledigt haben, erzeugt das viel Frust, denn ihr Partner bekommt das Gefühl, 24/7 in seinem Job gefangen zu sein.

Gute Partner sorgen durch Eigenleistung im Feierabend und am Wochenende dafür, dass auch Vollzeitmamas und -papas sich mal entspannen können. Auch sie brauchen Auszeiten.

Dem Sisyphus keine Chance geben

Wenn man neu in der Situation ist, sich Vollzeit um einen Haushalt zu kümmern, kommt einem die Freiheit wunderbar vor. Meist schleift sich jedoch rasch eine gefährliche Routine ein: Jeden Tag das Gleiche zur gleichen Zeit. Und weil doch immer wieder alles unordentlich und/oder schmutzig wird, entsteht schnell das Gefühl eines Sisyphus-Jobs darüber Unzufriedenheit. Dagegen einige gute Tipps:

  • In einem Haushalt mit Kind(ern) sind Ordnung und Sauberkeit immer nur temporäre Zustände – vollkommen unabänderlich und egal wie hart/lange man dagegen arbeitet.
  • Nicht jede Aufgabe muss täglich zur gleichen Zeit in gleicher Reihenfolge durchgeführt werden.
  • Ein Haus ist kein Museum. Wo gelebt wird, muss nicht alles perfekt sein. Auch nicht, wenn das Ihr Vollzeitjob ist.

Mut zur Lücke lautet die Devise. Es wird Sie ungleich zufriedener machen.

Wertschätzen, wertschätzen, wertschätzen!

Der finale Tipp geht abermals an die berufstätigen Partner: Ja, Sie schaffen das Geld heran, sind derjenige, der morgens bei Wind und Wetter aus dem Haus muss.

Absolut niemals sollten Sie jedoch Ihren Partner auch nur spüren lassen, dass Sie deshalb einen Wertigkeits-Unterschied zwischen seinen und Ihren Aufgaben machen. Mehr noch: Er wird schon selbst oft genug von Selbstzweifeln geplagt sein, weil er in einer Gesellschaft aufwuchs, in der Karriere grundsätzlich als wertiger angesehen wird als Familienarbeit.

Zeigen Sie Ihrem Partner deshalb immer volle Wertschätzung für das, was er tut. Nehmen Sie ein aufgeräumtes Zuhause niemals als Selbstverständlichkeit hin. Dahinter steckt ein Mensch, der einen nicht minder anstrengenden Vollzeitjob als Sie selbst macht – bloß verdient er dafür keinen einzigen Cent. Wertschätzung ist das einzige „Gehalt“ von Hausfrauen und -männern. Und das sollte man ihnen mehr als freigiebig verteilen, denn sie haben es sich hart erarbeitet.

Zusammengefasst

Wenn Sie planen, zur Vollzeitmutter oder zum Vollzeitvater zu werden, gibt es, sofern die Familienfinanzen mitspielen, auch aktuell keinen Grund, der dagegenspräche. Allerdings sollten Sie sich diese Zeit nicht nur rosarot ausmalen. Es ist ein harter Job, dessen Arbeitsaufkommen nicht umsonst häufig mit dem eines Managers verglichen wird. Allerdings macht man das alles eben für „die Seinen“. Und das kann ein enormer Motivator sein, auch wenn man kein Gehalt dafür bekommt und manchmal vielleicht nicht einmal Lob.


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