Leipzigs Wagner-Denkmal, 3. Versuch: Stephan Balkenhol überzeugt die Jury mit einem doppelten Wagner

Leipzig. Wagner. Denkmal. Der dritte Versuch. Am Dienstag, 14. Juni, luden die Stadt, der Wagner Denkmal Verein e. V. und der Freundeskreis Max-Klinger e. V. zu einem etwas späteren Pressetermin ins Museum der bildenden Künste ein. In den kleinen Klinger-Saal. Es ging auch um Klinger. Zumindest seinen Sockel. Aber im Zentrum stand die Entscheidung zum Leipziger Wagner-Denkmal Nummer 3.
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Im Grunde wird damit die Geschichte des Wagner-Denkmals Nummer 1 endgültig archiviert. Um dieses Denkmal bemühten sich die Leipziger schon gleich nach dem Tod von Richard Wagner im Jahr 1883. Sie gründeten auch damals schon einen Denkmalsverein. Wagners Geburtsstadt gab sich alle Mühe, ihren manchmal etwas schmetternden Komponisten nicht nur auf die Bühne zu bringen (und auch damals schon mit einem für die Zeit beeindruckenden „Ring“), sondern ihn auch zu würdigen.

„Leipzig tut sich schwer mit Wagner“, sagte Dr. Markus Käbisch, Vorsitzender Wagner Denkmal Verein e. V., am Dienstagabend. Wagner tat sich aber auch stets schwer mit Leipzig. Es war keine bedingungslose Liebe zwischen den beiden. Was auch für Leipzig spricht. Selbst die Stadtbürger des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wollten den 1813 Geborenen nicht mit einem plumpen Denkmal aus der Retorte (Hätten Sie gern einen Bismarck? Oder eine stolze Germania?) ehren. Es sollte ein Leipziger Denkmal werden, möglichst vom Besten geschaffen, den man dafür finden konnte.
Der ein Meter hohe Entwurf des Leipziger Bildhauers Max Klinger zu seinem Wagner-Denkmal steht noch heute im Museum der bildenden Künste. Die von Klinger geschaffene Wagner-Büste steht als Abguss am Schwanenteich hinter der Oper. Das Einzige, was Klinger vollenden konnte, war der Sockel für das Wagner-Denkmal. Der sollte inmitten der 1913 eröffneten Freitreppe am Matthäikirchhof seinen Platz finden, darauf die vier Meter hohe Wagnerskulptur. Doch Klinger gelang es nicht, die Skulptur bis zu seinem Tod im Jahr 1920 umzusetzen.

„Es ist nicht umsetzbar, dieses Ein-Meter-Modell einfach auf vier Meter zu vergrößern“, sagt Rainer Ilg. Als Vorsitzender des Freundeskreises Max Klinger muss es der Architekt wissen. „Bei der Umsetzung hätte Klinger ganz gewiss noch Änderungen vorgenommen.“

2009 taten sich der Freundeskreis Max Klinger und der Wagner Denkmal Verein e. V. zusammen, um nach einem neuen Weg zu suchen, in Leipzig ein Wagner-Denkmal zu errichten. Nun halt nicht zum 100. Geburtstag wie einst geplant. Und auch nicht zum 50. Todestag, wie dann in den 1930er Jahren angedacht, als die Stadt noch einmal versuchte, ein Wagner-Denkmal zu verwirklichen. Das dann freilich unter dem Diktat von Adolf Hitler zum Wagner-Nationaldenkmal aufgeblasen wurde und von Emil Hipp umgesetzt werden sollte. Was der auch tat. Ein Großteil der Friesplatten war fertig, als der Krieg zu Ende war. Nur wollten da die Leipziger das Denkmal (das sie schon bezahlt hatten) in dieser pompösen Form nicht mehr. Aber auch die Geschichte dieses 2. Wagner-Denkmals ist noch nicht wirklich zu Ende geschrieben.
Der Wagner Denkmal Verein e. V. und der Freundeskreis Max-Klinger e. V. prüften drei mögliche Standorte für ihr neues Wagner-Denkmal-Projekt. „Sie wissen ja, es ist nicht so einfach mit Denkmalstandorten in Leipzig“, sagt Peter Gischke, der stellvertretende Vorsitzende des Wagner Denkmal Verein e. V. – „Wir waren froh, als wir mit dem Klinger-Sockel einen schon vorhandenen Standort nutzen konnten.“

Der Sockel wurde 2010 unter großer Medienaufmerksamkeit auf der neu aufgebauten Klinger-Treppe am Matthäikirchhof platziert. Fast 90 Jahre hatte er die Spaziergänger im Klinger-Hain in Plagwitz erfreut. Wer heute am Dittrichring durchs Promenadengrün spaziert, hat nicht unbedingt das Gefühl, dass darauf noch ein vier Meter hoher Wagner fehlt. Es wird trotzdem einen geben. Die Stadt Leipzig war einverstanden, dass die beiden umtriebigen Vereine den Sockel nutzen dürfen für ein neues Denkmal.

„Wir haben eine beschränkte Ausschreibung gemacht“, erklärt Dr. Hans-Werner Schmidt, Direktor Museum der bildenden Künste, das Prozedere, „haben neun Künstler, die für uns in Frage kommen, direkt angesprochen. Drei haben am Ende ihre Arbeiten eingereicht.“
Fast wären es vier gewesen. Doch der Leipziger Künstler Neo Rauch zog seine Teilnahme zurück, als die Lokalpresse ihn schon vorab mit Lobhudeleien auf den Sockel hob. So etwas mag er nicht. Erst recht nicht, wenn es ihm – wie er sagt – Vorteile vor der Jury verschafft.

So schränkte sich die Auswahl deutlich ein. Am Dienstag hatte die Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. Pia Müller-Tamm, Direktorin der Kunsthalle Karlsruhe, darum nur über die Entwürfe von Karsten Nikolai, Bernd Otto Steffen und Stephan Balkenhol zu entscheiden. Mehrheitlich entschied sie sich für den Entwurf des 1957 geborenen Karlsruhers Stephan Balkenhol.

Während Karsten Nikolai – wie Hans-Werner Schmidt schildert – wieder eine seiner abstrakten Arbeiten lieferte, die in diesem Fall die Wagnersche Klangfülle in einen schwarzen Basalt-Kubus reduzierte, hatte Bernd Otto Steffen eine Skulptur aus Aluminium entworfen.
Stephan Balkenol hatte sich möglicherweise am intensivsten mit dem Denkmal und seinem geplanten Standort beschäftigt, hatte sich am Klinger-Sockel selbst postiert und die Passanten gefragt, was denn hier eigentlich fehle. Im Urteil der Jury hat er freilich auch ein zentrales Anliegen des Wettbewerbs am besten getroffen: den Leipziger Wagner.

Denn dass das Verhältnis zwischen Wagner und seiner Geburtsstadt so kompliziert ist, hat auch damit zu tun, dass der 19-Jährige nach zwei Jahren Musikstudium in Leipzig und der Uraufführung seiner Sinfonie C-Dur im Januar 1833 die Stadt verließ und sein großes Opernwerk erst viel später und an gänzlich anderen Schaffensorten entstand.

Balkenhol überzeugte die Jury mit einem Entwurf, der den Leipziger – also den jungen Wagner – wieder auf ein menschliches Maß von 1,70 Meter schrumpft. Diese Skulptur hat Balkenhol, der am liebsten mit Holz arbeitet, ebenfalls in Holz gestaltet, will das auch für das entstehende Denkmal tun, auch wenn seine Holzplastik dann in Bronze umgearbeitet werden soll und – etwas Neues für Leipzig – auch farblich gestaltet werden soll. So dass die künftigen Betrachter sich wohl wirklich einem recht lebensechten Wagner gegenüber sehen werden. Der freilich seinen überdimensionalen Schatten nicht los wird. Der wird als vier Meter hohe Schattensilhouette aus Stahl hinter der Wagner-Skulptur stehen. Für Hans-Werner Schmidt ein spannender Zugang. „Wer von oben, von der ehemaligen Stasi-Zentrale kommt, sieht zuerst nur diese schwarze Silhouette. Und erst wenn er die Treppenstufen hinunter geht, sieht er, dass dahinter eine Gestalt in Lebensgröße steht.“

Die Wettbewerbsergebnisse sollen in der nächsten Zeit noch in einer kleinen Ausstellung für die Öffentlichkeit gezeigt werden. Das Denkmal selbst soll zu Wagners Geburtstag am 22. Mai 2013 eingeweiht werden. „Dann, wenn sowieso die ganze Welt wegen Wagner nach Leipzig kommt“, sagt Markus Käbisch.

Was es kosten soll, will er noch nicht verraten. „Das hängt auch von unseren Gesprächen mit dem Künstler ab“, sagt Käbisch. Ein sechsstelliger Betrag werde es wohl. „Aber dafür nehmen wir keinen Euro der Stadt in Anspruch“, betont der Vereinsvorsitzende. „Das Denkmal soll komplett aus bürgerlichem Engagement entstehen.“ Peter Kischke ruft deshalb auf, fleißig zu spenden. „Dann schaffen wir das auch.“

www.stephanbalkenhol.com

www.wagner-denkmal.com

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