Das Völkerschlachtdenkmal und die Dilemmata: Interview mit Kulturbürgermeister Michael Faber

Das Völkerschlachtdenkmal sei "trotz der schwierigen politischen Laufbahn des Klotzes" in seinem touristischen Wert für Leipzig "nicht hoch genug zu bewerten", sagt Kulturbürgermeister Michael Faber im L-IZ-Interview. Den Provokationen der Rechten am Denkmal müsse die demokratische Gesellschaft etwas entgegensetzen, so Faber weiter.
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Herr Bürgermeister, was bedeutet für Sie persönlich das Leipziger Völkerschlachtdenkmal?

Das Völkerschlachtdenkmal ist zweifellos ein signifikantes Wahrzeichen Leipzigs. Ich besitze in meiner Bibliothek eine Vielzahl von Büchern aus den 10er und 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, die im Vorsatz einen Stempel oder eine Klebemarke mit dem Motiv des Denkmals tragen. Das heißt, die Stadt und viele Firmen haben damals den großen Wiedererkennungswert des Denkmals erkannt und daraus quasi eine Marketingkampagne gemacht. Ich denke trotz der schwierigen politischen Laufbahn des Klotzes ist der touristische Wert für unsere Stadt nicht hoch genug zu bewerten. Nach dem Zoo ist das Denkmal das von Besuchern meist frequentierteste Quartier der Stadt.

Als stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Völkerschlachtdenkmal sind Sie von Amts wegen für den Erhalt des Denkmals zuständig. Wie geht es auf diesem Feld voran?

Gegenwärtig werden Bauarbeiten sowohl im Innen- als auch Außenbereich des Denkmals durchgeführt: Außen werden die sogenannten „Barbarossawangen“ rund um das Plateau saniert, dabei wird der Naturstein gereinigt, Fehlstellen werden beseitigt und die Fugen abgedichtet. Im Inneren erfolgt die grundhafte Sanierung der Ruhmeshalle. Am Forum 1813 wird die Decke erneuert. Im Winter soll zudem die „Untere Erschließung“ fertig werden. In diesem und nächstem Jahr wird die Außentreppe zur Ruhmeshalle instandgesetzt.

Für 2012 geplant ist die Sanierung der Krypta einschließlich aller Nebenräume und der großflächigen Reliefs – Heiliger Michael und Schlachtrelief – über dem neuen, 2006 fertiggestellten behindertengerechten Eingang. Mit diesen Maßnahmen wird die Sanierung des gesamten Denkmals bis zum Jubiläum der Völkerschlacht 2013 abgeschlossen.

Noch offen ist die denkmalgerechte Instandsetzung der großflächigen Außenanlagen. Trotz vielfältiger Bemühungen ist die Finanzierung dafür zur Zeit noch nicht gesichert. Unverändertes Ziel ist es, auch die Außenanlagen zeitnah zum Jubiläum im Anschluss an die Sanierung des Denkmalkörpers wiederherzustellen.
Die Stiftungssatzung bezeichnet das Völkerschlachtdenkmal eben auch als Denkmal nationaler Selbstbestimmung. Wie würden Sie diesen heute erklärungsbedürftigen Begriff für sich interpretieren?

In demokratischen Gesellschaften lässt sich das Volk durch gewählte Vertreter in Parlamenten vertreten. Jede Nation, die demokratische Grundrechte garantiert, bestimmt ihre Geschicke selbst.

Denkmal und die Völkerschlacht sind in Leipzig im öffentlichen Bewusstsein sehr präsent. Wie würden Sie das Doppeljubiläen in 2013, also 200 Jahre Schlacht und 100 Jahre Denkmal, begehen?

Es ist ein prominentes Jubiläum. 1813 markiert ein Jahr, das für das Ende einer bewegten Periode europäischer Geschichte von entscheidender Bedeutung war. Die Völkerschlacht bei Leipzig war die Entscheidungsschlacht der sogenannten Befreiungskriege. Die verbündeten Heere Österreichs, Preußens, Russlands und Schwedens kämpften gegen die napoleonische Fremdherrschaft und fügten den Heeren Napoleons die entscheidende Niederlage zu. Etwa 510.000 Soldaten waren an dieser bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges größten Schlacht der Weltgeschichte beteiligt.

Dass mit dem zwei Jahre später tagenden Wiener Kongress einer anfangs sehr fortschrittlichen bürgerlichen Entwicklung vorläufig der Garaus gemacht wurde und Europa eine tiefe Zäsur der Restauration alter feudaler Strukturen erlebte – die Sieger schnitten sich den europäischen Territorialkuchen fein hübsch neu zurecht – gehört natürlich genauso zur Wahrheit und darf beim Gedenken an die Völkerschlacht keinesfalls vergessen werden.

Seit jeher war und ist die Erinnerung an jene Oktobertage, die einst alle Leipziger unmittelbar betroffen haben, vor allem ein Anliegen der Bürgerschaft. Bürgerschaftliche Vereine und städtische Institutionen arbeiten gemeinsam an einem Programm, das sich in zeitgemäßer Weise sowohl der Völkerschlacht als auch dem Bau des Denkmals annimmt und sie zu einem wichtigen Ereignis mit internationaler Strahlkraft entwickelt. Was einst ein rein deutscher Erinnerungsort sein sollte, wird jetzt als Markstein auf dem Weg zur europäischen Einigung erkennbar werden, was vormals zum Tag deutscher Siegesfeiern verklärt wurde, wird im Jahr 2013 als Fest der friedvollen Begegnung begangen werden.

An Sie als Sachse und Leipziger frei nach Erich Loest die Frage: Warum der Rummel um eine Schlacht, die die Sachsen an der Seite Napoleons verloren haben?
Die Erinnerung an jene Tage ist keine Frage von Siegern und Besiegten, von Gewinnern und Verlierern. Wichtiger ist die Spurensuche nach einem Stück gemeinsamer Geschichte in Europa.

Die Botschaft von Schlacht und Denkmal sind ambivalent. Herrschende verschiedener Epochen haben sich vor dem Denkmal inszeniert, zumeist in Abgrenzung gegen Frankreich, die bürgerlichen Freiheiten oder den Westen allgemein. Welche Botschaft kann von daher ein Doppeljubiläum 2013 eigentlich haben?

Die Erinnerung an das Ereignis hat in den letzten beiden Jahrzehnten einen deutschlandweiten Paradigmenwechsel erfahren. Heute sind es die europäischen Dimensionen des Geschehens von 1813, die uns bewegen, ein solches Datum in besonderer Weise zu begehen. Dabei wird die kritische Befragung und kontroverse Diskussion unserer Vergangenheit im Vordergrund stehen. 2013 besteht für die Stadt Leipzig und die gesamte Region die Chance, gemeinsam über das Ringen um ein modernes und friedvolles Europa zu diskutieren. Die Botschaft und das Motto unseres Jubiläums ist daher ganz eindeutig und lautet Leipzig 1813-1913-2013. Eine europäische Geschichte.

Die NPD will am 20. August 2011 erneut vor das Denkmal ziehen. Sachsens Regierung nennt das Völkerschlachtdenkmal einen „Ort von historisch herausragender Bedeutung, der an die Opfer eines Krieges erinnert“ und will dort das Demonstrationsrecht einschränken. Wie bewerten Sie dieses amtliche Eingeständnis, dass das Denkmal spätestens seit der Weimarer Republik von der extremen Rechten vereinnahmt wird?

Ist das so? Ich nehme das anders wahr. Hunderttausende Menschen kommen jedes Jahr hierher, an einen Ort, der zur Auseinandersetzung mit der deutschen und europäischen Geschichte einlädt, gleichzeitig aber auch die Möglichkeit bietet, eine wunderbare Aussicht über Leipzig zu genießen.

Die Rechten befinden sich diesen vielen Besuchern gegenüber in einer überdeutlichen Minderheit, auch wenn es ihnen immer wieder gelingt, mit ihren Provokationen eine große mediale Öffentlichkeit zu erreichen. Dem müssen wir als demokratische Gesellschaft selbstverständlich etwas entgegensetzen.

Über Jahre hat mich ein Graffiti und sein Pendant sehr beschäftigt. An einer Leipziger Hauswand stand lange: „Nazis raus!“ Darunter hatte einer nach Wochen gesprayt: „Ja, aber wohin?“ Es gibt eben kein Raus. Unsere Gesellschaften sind imperfekt, deshalb müssen wir sie ja auch permanent weiter entwickeln. Und für die Dilemmata müssen wir die Ursachen erkennen. Dort sind wir häufig straffällig – nämlich der Unterlassung.

Mancher schlägt einen geschichtlichen Bogen von den Befreiungskriegen und der Völkerschlacht zur Friedlichen Revolution 1989. Inwieweit können Sie dies nachvollziehen?

Ich bin der Überzeugung, dass ein geschichtlicher Bogen hier nur schwer bis gar nicht zu spannen ist. Im Hinblick auf die Friedliche Revolution 1989 kann ich sagen, dass dieses Datum von europäischer Bedeutung ist und für die Stadt eine besondere politische Verpflichtung und Herausforderung für die Zukunft darstellt, die damals errungenen Werte zu schützen und zum Wohle der Menschen weiterzuentwickeln. Was die Völkerschlacht betrifft, so sollte aus der intelligenten Auseinandersetzung mit den kriegerischen Ereignissen von 1813 Leipzig erneut als Impulsgeber gesellschaftlicher Diskussionen auf sich aufmerksam machen.


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