Leo Leu auf Reisen (5): Immer den Tassen nach

Ein großer Käfer erwacht auf 507 Meter ü. NN. "Leo?" Eben noch hat er wie ein Berserker gegen scheppernde Raubritter gekämpft, Hiebe ausgeteilt und fröhlich gerufen: Und diesen! Und den! Und diesen ganz besonderen, du Lump! Gleich, Schätzchen, gleich, du siehst doch, dass ich beschäftigt bin. - "Hörst du wohl, Bursch!" - Ihn zieht was am Ohr. Ein Stich erwischt ihn im Kreuz. Er ist hellwach. Schwalben schaukeln vorm Fenster.
Anzeige

Aber Zähnchen putzen und Barthaare stutzen muss er auch heute wieder allein. Es fällt ihm schwer genug. Eine Beule ziert seine Stirn und sein Zwinkerauge ist blau umflort. „Was hast du denn da wieder angestellt, Schnuckibär?“ – Raubritter, brummt er, weißt du doch. – Der Herbergswirt fragt erst gar nicht. Er weiß, wie seine Gäste von der Erichsburg zurückkommen. Er weiß auch, wie sie in der zweiten Nacht schlafen. Am dritten Tag ist meist alles gut. Da planen sie die großen Aufstiege.

Leo Leu plant den Abstieg. Hierlang und hierlang, zeigt er dem Wirt auf seiner großen Wanderkarte. Der nickt. Und klopft ihm auch die Schultern, dass es Leo bis in Mark und Steißbein geht. „Autsch“, sagt er.

„Das vergeht“, sagt der Wirt. Und spendiert ihm noch ein Croissant auf den Weg. Denn Leo will auf Abwege. Auch wenn er sich anfangs gar nicht zu fangen weiß vor lauter Freude an einem großen Rotbuchenwald, in dem es tschilpt und kräht und rabt. Von allen Seiten. Ein satter Raubvogel trägt gemächlich eine Taube durch die Luft. In Hecken und Unterholzen fidelt sich was. So fidel war Leo lange nicht, weiß er nun. Und rollt in gemächlichem Wankelmut den Hang hinab, so wie das Schild ihm befiehlt.

„Gehorchst du immer auf Schilder, du Lausbub?“

Du bist ja nicht da, schmollt Leo zurück. Da ist sie tatsächlich still für ein Weilchen. Vielleicht ist sie auch ängstlich hinter seine breiten Schultern geflüchtet und wartet nun ab, ob er wieder Raubrittern begegnet. Doch nicht heute und hier. Selbst unten ist nicht unten. Der Weg schlammt sich durch den Talgrund. Und auf einmal wird Leo begleitet von einem netten Bach. Allerlei Kraut und Pfützen sorgen dafür, dass er hin und her springt zwischen nass und feucht und hoppla. Es rieselt und rauscht. Und beinah braucht er ein Feuerzeug, um das nächste Schild für bildungshungrige Wanderer zu lesen. Mitten im Wald erklärt es ihm, dass er mitten in der Grube „Glückauf Tiefenbach“ gelandet ist. Irgendwie. Hinge das Schild nicht da, würde er gar nichts sehen.

Und lernen auch nicht. Im 17. Jahrhundert gingen hier noch zwei Schächte ins Tiefe, Max und Johanna geheißen. Hießen so die Rangen des Bergwerksbesitzers? Oder hieß der Bergwerksbesitzer Max? – Und was grub er hier? – Kohle nicht, das weiß Leo schon. Schwefel- und Kupferkies steht da. Für das Hüttenwerk in Thale, wo es auch ein Hüttenmuseum gibt, das Leo einfach nicht sehen wollte, als er dort war, weil ihm Sleipnir, Wotan und Asgard schon genug waren. Nun steht er hier auf 390 Meter NN. So ist er nun also schon heruntergekommen.

Ein kleiner Gedanke zwickt ihn: Da musst du auch wieder hinauf.

Macht nix, sagt er. Und wandert weiter den Weg, der sich mit dem Bach ums Gelände streitet. Mal führt eine Brücke drüber, mal drumherum. Mal verschwindet die Brücke zwischen gut genährten Nesseln. Da läuft Leo doch lieber über wacklige Steine im Bach. Wer weiß, was er fände, wenn er in die Nesseln ginge? Da nässt er sich lieber die Füße und genießt das regelmäßige „Huch! Mir gruselt’s!“ im Nacken. Hätte er seine brotduftende Bäckerin mitgenommen, er wäre schon längst umgekehrt worden. Das ist ein Weg, den man mit wasserscheuen Kaffeemädchen nicht laufen kann. Sie scheuen bei der ersten Furt. Und dann sagen sie „Huch! Ich hab was gehört!“

Das ist mein Herz.

„Nein. Was anderes. Was Nasses.“

Ich verteidige dich.

„Och, du mit deine Raubritters!“Er sieht weder ein Schwein noch ein Wildes. Nicht mal einen Biber. Klettert über Brückchen, tapst fröhlich durch immer breitere Furten. Denn jeder Bach – so hat es ihm früher einst mal sein Lehrer erzählt – fließt in ein Flüsschen. Man muss nur dranbleiben. Wer umkehrt, kommt nie ans Meer.

Ans Meer kommt auch er heute nicht. Auf der Karte war’s nicht drauf. Aber er kommt ans Flüsschen, das unverhofft den ganzen Bach verschluckt. „Hoppla!“ Fast hätte es auch den übermütigen Leo …

Aber der weiß den Weg. Denn noch weiter unten im Tal warten zwei Kaffeetassen auf ihn. Zwar nur eingemalte auf der Karte. Aber immerhin. Es gibt Hoffnung, mitwandernde Gesellschaft zu finden in Treseburg, wo das Flüsschen, das hier Luppbode heißt, in die Bode fließt, die eigentlich Bodo heißen müsste, weil ja der König Bodo hineingefallen ist. Er hat also die Wahl. Sogar eine alte Ritterburg wird ihm wieder versprochen. „Nein, heute nicht“, sagt er keck auf der Brücke. Hinter den zwei Tassen. Die Tische waren ihm zu leer. Und Croissants gab’s auch keine.

„Moppelchen“, sagt seine Schöne ihm ins Ohr.

Vielleicht kann sie heute nicht in seine raubritterlichen Gedanken schauen. Die sind zwar nur Kraut und Unterholz. Aber tapfer, wie sich das gehört für ein ausgereiftes Mannsbild. Drei verwirrte Reisende sieht er vor dem größten Schilderbaum, den er hier je gesehen hat. Daheim in L. hat er noch ganz andere Schilderwälder gesehen. Auf den meisten stand „Schilda“. Aber hier ist das was anderes. Hier rauscht und gurgelt es unter seinen Füßen.

„Bodo!“ ruft irgendwo irgendwer, dass es hallt. Ein kleines Plakettchen verrät: Jetzt ist er auf 270 über NN. Und rechterdings verliert sich ein Pfad in die Dunkelheit. Wie immer, wenn’s hier irgendwo spannend wird. „Du wirst doch nicht“, erschrickt sich seine kleine Begleiterin.

Aber doch, sagt er mannlich. Und stürzt sich hinein. Denn das ist der Schlupf ins Bodetal. Er braucht gar nicht zu eilen. Flugs ist er wieder ganz alleinig mit sich und dem Wald. „Und ich?“

10 Kilometer, mein Täubchen. Ohne Schmollen und Knickern und „Mir tun die Füße weh!“

„Aber mir tun meine armen Füßchen schon weh!“

Ich jedenfalls laufe.

„Und nimmst mich wieder nicht mit!“

Klar nehm ich dich mit. Ich brauch nur „Schnuckiputz!“ zu sagen.

„Du sagst nie ‚Schnuckiputz‘!“

Schnuckiputz!

Mehr zum Thema:

Leo Leu auf Reisen (4): Unverhofft unter Raubrittern
„Leo! Leo! Aufwachen!“ Leo erwacht …

Leo Leu auf Reisen (3): Verirrt auf dem Mythenweg

Hat er tatsächlich nackte Damen erwartet …

Leo Leu auf Reisen (2): Auf dem Weg zu den tanzenden Hexen
Wohin läuft einer, der aus seiner trauten …

Leo Leu auf Reisen (1): Hinauf in die blauen Berge
Jedes Jahr, wenn die Sonne fleißig ist …

Und siehe da. Beinah sieht man zwei hineinsprudeln ins Bodetal, von dem schon Johann Wolfgang von Goethe … Nein. Davon weiß der glückliche Wanderer jetzt noch nichts. Und das große weiße Schild hat er diesmal erst gar nicht beachtet, das jeden, der hier unverweilt passiert, noch einmal warnt vor den „Falling Rocks!“ – Und hätt er’s gelesen, er hätte wohl wieder Gedanken bekommen, die ihm ein heftiges Schmollen eingetragen hätten.

Hat er aber nicht. Und so interessiert ihn das Schurren und Knirschen rechterhands nicht die Bohne. Das Gurgeln und Rauschen links umso mehr. Und das kleine Kichern im Bauch, wenn er „Schnuckiputz!“ sagt.

www.bodetal.de


Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Jetzt kann eine Petition für ein Rauchverbot an LVB-Haltestellen und S-Bahn-Stationen mitgezeichnet werden
LVB-Haltestelle Hauptbahnhof. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIm September gab es ja im Stadtrat eine klare Unterstützung für den Antrag des Jugendparlaments, mehr Rauchverbote an sensiblen Orten in der Stadt anzuordnen. „Die gesundheitlichen Schäden des Rauchens sollten allgemein bekannt und verständlich sein“, hatte das Jugendparlament argumentiert. Aber es ist mit den Raucher/-innen genauso wie mit anderen seltsamen Erwachsenen: Sie verhalten sich systematisch unvernünftig. Auch an Haltestellen zwischen lauter Nichtraucher/-innen. Dagegen hat Torsten Saro eine Petition eingereicht, die jetzt mitgezeichnet werden kann.
Information zum Umgang mit der aktuellen „Corona-Lage“ in Eilenburg
Eilenburg. Foto: W&R Immocom

Foto: W&R Immocom

Mit der Entwicklung des Landkreises Nordsachsen zum Risikogebiet und auch mit den in der Region Eilenburg steigenden Infektionszahlen, sind Maßnahmen zur Eindämmung der Ansteckungsgefahren erforderlich.
Ein Richtungswechsel beim Pestizideinsatz in der deutschen Landwirtschaft ist noch nicht zu sehen
Bericht „Absatz an Pflanzenschutzmitteln in der Bundesrepublik Deutschland“. Cover: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)

Cover: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)

Für alle LeserEs ist ja nicht nur Südtirol, wo über den massenhaften Einsatz von Pflanzenschutzmitteln diskutiert wird und wo jetzt die Agrarlobby versucht, den Autor des Buches „Das Wunder von Mals“ wegen Rufmord ins Gefängnis zu bringen. Das Thema betrifft die komplette europäische Landwirtschaft, die von riesigen Monokulturen dominiert wird, die ohne den Einsatz von Pestiziden gar nicht mehr funktionieren würden. Da hätten wir schon gern erfahren, wie viele Tonnen Pflanzenschutzmittel zum Beispiel auch in Sachsen jedes Jahr ausgebracht werden.
Grüne kritisieren: Stadtverwaltung hängt bei Maßnahmen zur Klimaanpassung schon wieder hinterher
Aktuell erfreuen sich die Marienkäfer am warmen Oktober in Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserLeipzig muss sich ändern. Dass war zwar schon vor 2018 klar, als der erste von drei aufeinanderfolgenden Hitze- und Dürresommern die Stadt heimsuchte. Aber die drei Sommer, in denen Wiesen und Bäume vertrockneten und auch die Schäden im Auwald nicht mehr zu übersehen waren, haben richtig Druck auf die Kombüse gebracht. 2019 beschloss der Stadtrat zwar nicht das 10-Punkte-Programm der Grünen gegen Hitze im Stadtgebiet. Aber die Verwaltung bot an, einen Maßnahmeplan vorzulegen. Im Sommer 2020 sollte die Bestandsaufnahme fertig sein.
Corona zwingt zur Online-Variante: DreamHack Leipzig kehrt 2021 zu ihren Ursprüngen zurück
Dreamhack Leipzig 2020. Foto: Leipziger Messe GmbH / Tom Schulze

Foto: Leipziger Messe GmbH / Tom Schulze

Für alle LeserVor über 25 Jahren beschloss eine Gruppe von Freunden, in einer Grundschule im schwedischen Malung eine LAN-Party zu feiern. Was sie damals nicht wussten: Mit dem Namen DreamHack, den sie dieser Zusammenkunft aus Gaming-Enthusiasten ein paar Jahre später gaben, legten sie den Grundstein für das weltweit führende Gaming-Festival. Inzwischen finden Events in verschiedenen Kontinenten statt.
Wenn Freiheit Wüsten baut: Was Leipziger Schottergärten mit den Fehlern der menschlichen Vernunft zu tun haben
Ein völlig zugeschotterter Vorgarten. Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Für alle LeserEs sieht derzeit ganz so aus, als wäre die Menschheit nur ein Zwischenergebnis, ein leider missglückter Versuch der Natur, Intelligenz zu erschaffen. Denn es gibt kaum ein Gebiet, auf dem der Mensch derzeit nicht beweist, dass er unfähig ist, aus seinem Wissen auch die richtigen Handlungen abzuleiten, egal, ob es die Klimaaufheizung ist, die Vernichtung der Arten, die Corona-Pandemie ... Selbst beim Thema Vorgärten versagen diese seltsam lernunfähigen Geschöpfe.
Donnerstag, der 22. Oktober 2020: Neue Corona-Schutzverordnung regelt den Ernstfall in Sachsen
Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Foto: Pawel Sosnowski

Foto: Pawel Sosnowski

Für alle Leser/-innenSchon jetzt gibt es Maßnahmen, die Landkreise und kreisfreie Städte in Sachsen treffen, wenn sie zum „Risikogebiet“ werden oder sich auf dem Weg dahin befinden. Die neue Corona-Schutzverordnung, die ab Samstag gelten soll, hat diese Regeln aufgenommen und erweitert. Außerdem: In Leipzig trifft sich der Krisenstab wieder regelmäßig; bald soll es eine Allgemeinverfügung geben. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 22. Oktober 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.
SC DHfK Leipzig vs. Göppingen 22:25 – Ohne Tempotore kein Sieg
Göppingen hat dem SC DHfK beide Punkte abgerungen. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserVor der reduzierten Zuschauerzahl von 999 Menschen haben am Donnerstagabend die Leipziger Handballmänner ihre erste Heimniederlage der Saison eingesteckt. Damit gibt es nun keine ungeschlagenen Teams mehr in der Handball-Bundesliga. Entscheidend war die erste Hälfte, in der die Göppinger zu leicht zu ihren Torerfolgen kamen. Das Spiel hätte sonst auch für die an sich heimstarken Männer von André Haber ausgehen können.
Morlok (FDP): Zum Kitaplatz durch die ganze Stadt hat nun ein Ende! Kitaplatztauschbörse ist gestartet

Foto: L-IZ.de

Die Fraktion Freibeuter im Leipziger Stadtrat begrüßt den von ihr initiierten Launch der Tauschbörse für Kitaplätze auf www.meinkitaplatz-leipzig.de, dem Elternportal für die Platzsuche in Kitas und Tagespflege der Stadt Leipzig. „An dem Elternportal für Kitaplätze kommen Eltern auf der Suche nach einem Betreuungsplatz in Leipzig nicht vorbei. Der ideale Treffpunkt für tauschwillige Eltern.“
„Ich hatte einst ein schönes Vaterland“ – Jüdisches Leben in Gohlis und der äußeren Nordvorstadt
Michaeliskirche. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Noch bis zum 29. Oktober ist die Ausstellung „Ich hatte einst ein schönes Vaterland“ – Jüdisches Leben in Gohlis und der äußeren Nordvorstadt – in der Michaeliskirche am Nordplatz täglich von 15 bis 18 Uhr zu sehen.
Von Panik zur Ruhe: Wird ein Vertrauensverlust zum Problem in der zweiten Infektionswelle?
Die oft bemühte weltweite Corona-Diktatur hier auf einem Schild eines mehrfachen Redners bei „Bewegung Leipzig“. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserDie Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung im August 2020 in Berlin können als Alarmsignal für die zweite Infektionswelle gesehen werden. Als die Protestierenden dicht gedrängt ohne Rücksicht auf die Virusverbreitung an den Reichstag klopften, kündigten sie jedoch nicht nur einen Anstieg von Corona-Erkrankungen, sondern auch Frustration und Misstrauen an.
Leipzig als Wirtschaftsmotor, Gutverdienerstadt und Schuldenhauptstadt in Sachsen
Schuldenstand der Gemeinden in Sachsen. Karte: Freistaat Sachsen, Statistisches Landesamt

Karte: Freistaat Sachsen, Statistisches Landesamt

Für alle LeserMehrere Karten in der neuen Veröffentlichung des Statistischen Landesamtes „Sachsen in Karten“ zeigen die Stadt Leipzig so ganz nebenbei in ihrer Funktion als Metropole. Die sie nicht ganz ausfüllt, weshalb meist der Begriff Metropole für die kleine große Stadt an der Pleiße vermieden wird. Aber sie erfüllt dennoch wichtige zentrale Aufgaben, die mit den Finanzzuweisungen in Sachsen nicht wirklich abgebildet sind.
Bürgerinitiative möchte Flughafenausbau verschieben lassen und 2021 wird eine neue Abstellfläche für bis zu vier Flugzeuge gebaut
Das Vorfeld 2 des Flughafens Leipzig Halle. Quelle: Google Maps / Screenshot: L-IZ

Quelle: Google Maps / Screenshot: L-IZ

Für alle LeserAm 17. Oktober wandte sich die Bürgerinitiative „Gegen die neue Flugroute“ mit einem „Antrag auf Terminverschiebung“ an die Staatsregierung. Das Schreiben machte sie auch öffentlich. Sie verwies dabei auch auf die Petition gegen den weiteren Ausbau des Frachtflughafens Leipzig/Halle. Die Petition wendet sich gegen die Pläne, den Frachtflughafen für rund 500 Millionen Euro auszubauen. Jetzt gibt es erst einmal eine kleinere Baumaßnahme, bestätigt der Flughafen.
Warum gibt es eigentlich keine öffentliche Debatte über wichtige Petitionen im Leipziger Stadtrat?
Der Stadtrat tagt im Neuen Rathaus. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserPetitionen sind ein nicht unwichtiger Bestandteil unserer Demokratie. Mit ihnen können Bürger abseits der üblichen politischen Entscheidungsprozesse ihre Anliegen artikulieren – und die demokratisch gewählten Gremien müssen sich damit beschäftigen. Aber so, wie sich das derzeit eingebürgert hat, wirkt das eher wie eine Klatsche für die Petenten und die Unterstützer. Bürgerbeteiligung ist das auch in Leipzig nicht wirklich. Der Grünen-Stadtverband kritisiert das Verfahren.
Farbe für Schönefeld: Fassadengestaltung der Turnhalle der 20. Oberschule in der Bästleinstraße nimmt Gestalt an
Motiv an der Turnhalle der 20. Oberschule. Foto: Wir für Schönefeld e.V.

Foto: Wir für Schönefeld e.V.

Für alle LeserNach dem „Projekt 2017 – Fassadengestaltung Turnhalle der Astrid-Lindgren-Schule Teil1“ am „Rewe“-Markt in der Löbauer Straße war vom Schönefelder Stadtteilverein Wir für Schönefeld e. V. seit dem vergangenen Jahr die Gestaltung weiterer Fassaden dort geplant. „Leider – oder besser glücklicherweise – hat das Schulamt sich nun doch endlich entschlossen, in den nächsten Jahren aus den beiden DDR-Schulen einen neuen Schulcampus mit neuer Turnhalle zu gestalten“, freut sich Vereinsvorsitzender Stefan Lünse.