Kaiser, Krieger, Löwenjäger: Die Abrafaxe erobern das Leipziger Völkerschachtdenkmal

Man muss die Jubiläen feiern, wenn sie sich ballen. Und am Montag, 12. September, trafen sich im Leipziger Völkerschlachtdenkmal gleich drei, die was zu feiern haben. Und damit sind nicht die Abrafaxe gemeint, die jetzt in einem eigenen Sonder-Mosaik das Völkerschlachtdenkmal und die Völkerschlacht erkunden.
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Das Völkerschlachtdenkmal wird in zwei Jahren 100, die Völkerschlacht jährt sich zum 200. Mal und die Mannschaft des Mosaik Steinchen für Steinchen Verlages feierte am 11. September den 20. Jahrestag einer Unterschrift: 1991 wurde der Vertrag mit der Treuhand unterschrieben, der der mittlerweile legendärsten deutschen Comic-Reihe ein Überleben sicherte. Mit der Geburt der drei Abrafaxe Abrax, Brabax und Califax war 1975 eine Serie gestartet, die bis heute nicht abriss.
Klaus D. Schleiter, Geschäftsführer des Verlages, ist zu recht stolz: 429 Hefte aus der 1975 von Lona Rietschel und Lothar Dräger begründeten Abrafax-Reihe sind bis heute erschien. „Ohne einen Monat Unterbrechung“, sagt Schleiter. Und nicht nur das: Der Verlag hat dazu auch noch eine ganze Reihe von Almanachen, Sammelbänden und sogar Lehrbüchern herausgebracht. Lehrbücher, die es Lehrern erleichtern mit kollegialer Hilfe der Abrafaxe den nicht immer leichten Lehrstoff in Chemie oder Physik zu vermitteln.

Die drei sind Experten – auf ihre Weise. Denn sie erleben nicht nur auf ihren Abenteuerreisen die Welt, sie sind auch neugierig. Und jedes „Mosaik“ ist mit einem Wissensteil ausgestattet, mit dem die Orte und Abenteuer zusätzlich angereichert werden. Was die Comic-Serie auch deutlich von anderen unterscheidet. Und sie zu Dingen befähigt, die man einem Comic eher nicht zutraut.

Deshalb staunte Steffen Poser, Leiter des Völkerschlachtdenkmals, nicht schlecht, als er bei einem Besuch des Berliner Abgeordnetenhauses vor einem Jahr über ein Heft aus dem Mosaik-Verlag stolperte: „Die Abrafaxe im Abgeordnetenhaus“, entstanden 2009. „Die Darstellung der parlamentarischen Demokratie ist ein durchaus sperriges Thema“, sagt er. Und sagte sich selbst: „Wenn die sogar das schaffen, dann ist auch unser etwas sperriges Völkerschlachtdenkmal was für die.“
Also rief er an im Verlag in der Berliner Lindenstraße, ganz unbefangen und neugierig: „Wir haben da mal ’ne Frage …“

Die Frage bekam die Antwort „Ja!“ und mündete alsbald in einem mehrstündigen Besuch von Klaus D. Schleiter im Völkerschlachtdenkmal, an dem derzeit heftig gearbeitet wird, damit es 2013 so eindrucksvoll zu erleben ist wie 1913, als der Kaiser Wilhelm Zwo anreiste, um dem Denkmal seinen imperialen Interpretationsstempel aufzudrücken. Womit er in der Geschichte des Denkmals nicht der einzige blieb. Der Steinkoloss reizt geradezu zu anmaßenden Interpretationen. Vergessen wird meist, dass dieses Denk-Mal einen entscheidenden Punkt in der europäischen Geschichte bezeichnet, den nämlich, aus dem – unter heftigen Wehen – das heutige Europa entstand, Kriege, Feindbilder, Krisen und haufenweise Bürokratie mit eingeschlossen. Wie selten ein Denkmal bringt dieser 91 Meter hohe Steinkoloss die Widersprüchlichkeit dieser Entwicklung zum Ausdruck.

„Hier begann der Weg in das Europa, wie wir es heute kennen und wovon unsere Urgroßväter nur träumen konnten“, sagt Volker Rodekamp, Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums. Geschichte ist ein krummer Weg mit vielen Sackgassen, Holperstrecken und Ungewissheiten. Wer am Ende der jüngsten Wegstrecke steht, hat immer gut reden – und urteilt gern von oben herab über all die Irrtümer der Vorhergehenden.
Entsprechend kompliziert ist die Arbeit Steffen Posers. Die Redaktion des Mosaik deckte er erst einmal mit einem Haufen Bücher ein. Aber Autor Jens U. Schubert wollte das so – die Mosaik-Hefte leben davon, dass Orte, Kostüme und Zeitumstände stimmen. „Nur die Handlung ist erfunden“, sagt Klaus D. Schleiter.

Aber das war auch bei diesem Heft Absicht. „Als wir vor zehn Jahren mit der Vorbereitung des Jubiläums begannen, war unser Anliegen, dieses schwierige Kapitel der europäischen Geschichte in neuer Form zu erzählen“, sagt Rodekamp. „Wir wollten uns mit dieser Geschichte auf lebendige Weise auseinandersetzen.“ Und: „Dieses Heft ist genau das, was wir wollten.“

Jens U. Schubert hat eine spannende Story geschrieben, in der die drei Abrafaxe mit einem Zeitfernrohr in die Geschichte geschossen werden. Sie landen mitten in der Völkerschlacht, mitten in einem von Franzosen besetzten Dorf – sogar Napoleon bekommen sie zu sehen, verbissen dreinschauend wie einer, der genau weiß, dass er die Sache überreizt hat. Es bleibt nicht die einzige Berühmtheit, der der Zeichner Sascha Wüstefeld mit spitzem Stift ein Gesicht gegeben hat. Er hat Schuberts Geschichte umgesetzt in die quicklebendigen Bilder, in denen die Handlung von Seite 1 bis 33 voranjagt. Dass es – wie bei anderen Abrafax-Heften auch – Team-Arbeit war, sieht man der Geschichte nicht an. Denn in den dicht gepackten Verlagsräumen ist jeder Zeichner für die von ihm betreuten Charaktere zuständig. Auch das Einfärben der Bilder ist eine eigene Kunst. Dass es ordentlich Nacht wir oder kracht oder herbstet, ist in diesem Fall das Ergebnis der Arbeit von Flavia Scuderi. Und dass kein Schnitzer – auch kein historischer – drin ist, hat als Lektorin Maren Ahrens zu verantworten. Mit der kleinen Einschränkung: Steffen Poser hat den Entstehungsprozess des Heftes das letzte Jahr über intensiv begleitet und durfte natürlich Einspruch erheben, wenn etwas nicht passte.

Denn offizieller Herausgeber von „Kaiser, Krieger, Löwenbändiger“ ist das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig. Das natürlich auch die benötigten Bildvorlagen beisteuerte. Denn stimmen soll ja das, was junge und ältere Leser in diesem Comic so frisch erzählt vorfinden. Und wer am Ende glaubt, der Autor hätte ein bisschen zu viel Phantasie bewiesen, als er auch noch die Leipziger Löwenjagd mit unterbrachte in der Geschichte um die Einweihung des Denkmals, der wird verblüfft sein: Der Ausbruch der Zirkuslöwen geschah tatsächlich 1913, nur ein klein wenig zeitversetzt – einen Tag nach der Einweihung des Denkmals.

Und wer nach 33 Seiten mit den Abrafaxen aufatmet, weil das zuletzt doch recht brenzlige Abenteuer wieder einmal gut ausging, der bekommt trotzdem noch 15 Seiten Geschichten und Geschichte rund um Völkerschlacht und Völkerschlachtdenkmal serviert. „Das war auch unser Anliegen“, sagt Rodekamp. Denn das Heft soll natürlich die Besucher des Denkmals animieren, richtig neugierig zu sein.

Seit Montag ist es auch an der Kasse des Völkerschlachtdenkmals käuflich zu erwerben – für den durchaus angemessenen Preis von 3,60 Euro. Und eines schafft das Heft natürlich: Die scheinbar zu Stein gewordene Geschichte wieder lebendig zu machen. Ein Heft, das zeigt, wie vielseitig man mit dem Thema tatsächlich umgehen kann. Und so recht will man die Skepsis von Klaus D. Schleiter nicht teilen, der anfangs durchaus zweifelte, „ob wir das schaffen“.

Sie haben’s geschafft.


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