Lärm um die Leipziger Innenstadt: Die jüngste Kampagne der Volkszeitung und ein seltsamer Leserbrief

Manchmal weiß man nicht, welche Folgen eine Pressekonferenz haben könnte. Manchmal ahnt man es. Gerade, wenn man die korpulenteren Zeitungen der Stadt einlädt. Zu einem durchaus nervenden Thema: der Beschallung der Innenstadt. Ein schönes Thema für alle, die für Fest und Vergnügen in die Leipziger City fahren. Ein durchaus zwiespältiges Thema für alle, die in der Innenstadt wohnen.
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Noch wohnen. Etwas über 1.700 Leipziger leben dort noch. Die City ist noch nicht ganz entvölkert, wie das in den zu Bürostädten gewordenen Innenstadtquartieren so mancher anderen Großstadt längst der Fall ist. Die Mischung aus Handel, Wandel und Wohnen ist sogar gewünscht. Wer in der Innenstadt baut, muss in der Regel auch einen Anteil Wohnungen ausweisen. Die Nutzung der Innenstadt als Veranstaltungsort schafft freilich neue Konflikte. Denn Veranstaltungen auf dem Markt oder dem Augustusplatz enden in der Regel nicht um 20 Uhr. Hier spielt die Musik meist bis zum offiziellen Ladenschluss, der in der Regel bei 22 Uhr liegt. Wochenends wird auch mal bis 23 Uhr gespielt.

Das kann nerven. Besonders dann, wenn das Programm schon am Mittag startet und bis in die Nacht anhält. Zehn, zwölf Stunden ohne Pause, manchmal auch über die genehmigten Spielzeiten hinaus. Das gab auch schon in den Vorjahren immer mal wieder Verdruss. Das Anliegen, das die Bürgerinitiative „Leben in der Innenstadt“ vorbrachte, war nicht neu.

Seit über zehn Jahren bemüht sich die Bürgerinitiative um einen Interessenausgleich zwischen Wohnen und Erleben in der Leipziger City. „In diesem Bemühen waren wir durchaus erfolgreich. Dennoch müssen die berechtigten Interessen der Innenstadtbewohner/innen ständig angemahnt und auch in der Öffentlichkeit kommuniziert werden“, sagt Pfarrer Christian Wolff, Sprecher der Initiative. „Dies gilt vor allem im Hinblick auf Open-air-Veranstaltungen, die stark zugenommen haben.“

Die Veranstaltungen sind nicht das Problem. Sie werden es aber, wenn die Vereinbarungen immer wieder aufgeweicht werden und die Zahl der Tage, an denen die City bespielt wird, Jahr für Jahr zunimmt. Über 60 hat Christian Wolff im Veranstaltungskalender 2012 gefunden. Und da sich die Open-air-Veranstaltungen in der warmen Jahreszeit ballen, ballen sich dort logischerweise auch die Konflikte.

Die Bürgerinitiative startete deshalb eine Unterschriftensammlung, um ihre drei zentralen Forderungen an die Stadt zu untermauern. 200 Leipziger haben diese unterschrieben. Das war Thema einer Pressekonferenz am 30. November. Nicht mehr, nicht weniger.

Der Text der Unterschriftenliste hier einfach noch einmal zum nachlesen:

„Damit auch in Zukunft das Wohnen in der Leipziger Innenstadt möglich bleibt, fordern wir von den zuständigen Behörden der Stadt Leipzig:
1. Open-air-Veranstaltungen sind auf maximal fünf aufeinander folgende Tage zu begrenzen.
Ausdrücklich nehmen wir den Weihnachtsmarkt von dieser Forderung aus, da dieser ein Beispiel dafür ist, dass attraktive Veranstaltungen, die Zehntausende Menschen anziehen, ohne Dauerbeschallung und Öffnungszeiten bis Mitternacht möglich sind.
2. Die Beschallung eines Platzes sowie der Freisitze ist bis 22.00 Uhr (an Wochenenden bis 23.00 Uhr) zu begrenzen.
3. Die Beschallungslautstärke, insbesondere der Bässe, ist zu reduzieren.“

Da kann sich jeder überlegen, ob er das unterschrieben hätte. Vielleicht auch mit einem kleinen Gedanken an alle, die tatsächlich in der Innenstadt wohnen. Die Wenigsten werden sagen, dass auch nach 22 Uhr noch die Vollbespielung auf Markt und Plätzen stattfinden muss. Im Gegenteil. Da macht es sich bei den großen Festen auf dem Markt gut, wenn die Beschallung ausgedreht wird und das Ganze gemütlich ausklingt.Die L-IZ hat den Termin leider nicht wahrnehmen können. Was aber wahrscheinlich an der Berichterstattung der von allen Leipzigern geliebten LVZ nichts geändert hätte, die dann nicht im Versuch einiger betroffener Bürger die Geschichte sah, die Lärmfluten in der City wieder etwas zu kanalisieren. Sie sah eher mal wieder die Möglichkeit, eine ihrer Lieblingsveranstaltungen zu promoten, zu verteidigen – oder wie immer man das beschreiben will. Jedenfalls las sich das Ganze dann, als hätte der Thomaspfarrer Christian Wolff nun wieder einen Großangriff gegen die attraktive Innenstadt, ihr Flair im allgemeinen und das Sommer-Freiluft-Ereignis „Classic open“ im Besonderen gestartet. Obwohl – wie Christian Wolff berichtet – die „Classic open“ beim Termin gar nicht erwähnt wurden, titelte die Zeitung aller Freunde des geschliffenen Wortes: „Zoff um Classic Open bahnt sich an“.

Und dabei beließ man es nicht. Was ist ein kämpferischer Artikel, wenn Volkes Seele dann nicht mitzürnt? – Also erschien am Samstag, 3. Dezember, auch noch ein geharnischter Leserbrief zum Thema, der sich ansatzweise durchaus kenntnisreich liest. Doch ganz konnte sich der Autor des Textes der verbalen Attacke nicht enthalten – und die stand dann als Überschrift auch noch groß über dem Text:

„Packen Sie ein, Herr Pfarrer!
Zum Beitrag: ‚Zoff um Classic Open bahnt sich an‘:

Das darf doch nicht wahr sein! Neben dem Skandal um die Wasserwerke ein Pfarrer, der sich als Sprecher der Immobilienwirtschaft entpuppt. Ich habe stolz 1986 in der Thomaskirche geheiratet, heute schäme ich mich als Leipziger für so einen Pfarrer. Saalepark, Pösnapark, Globus in Wachau, Marktkauf in Seehausen, ein Messegelände auf der grünen Wiese – all dies hat unsere Leipziger Innenstadt in den Neunzigern leer und tot gemacht und ist Ergebnis von Lobbyismus-gesteuerter Fehlentwicklung. Die Innenstadt war lebloser, als es Krieg und Kommunismus hätten verursachen können.

Ein fast immer leerer Kirchenladen – ‚Wort und Werk‘ – ist heute die lebendigste Szenekneipe in Mitteldeutschland. Eine Hand voll weitsichtiger Studenten hat aus dem Barfußgäßchen die geilste Kneipenmeile in Europa gemacht. Sie ist Ziel von tausenden Touristen aus aller Welt, die begeistert zu Hause davon berichten. Die Gottschedstraße, von Sol y Mar bis Vodkaria, ist nicht nur im Sommer bis auf den letzten Platz und bis in die Morgenstunden voller glücklicher Menschen.
Doch jetzt kommt’s ganz dicke: Wer sich traut, die Classic Open anzugreifen, sollte mit Schimpf und Schande aus der Stadt gejagt werden. Es ist einzigartig, wie ein Peter Degner hunderttausend Menschen, die sich nie eine Eintrittskarte für die Mailänder Scala, für die New Yorker Philharmoniker oder das Mariinsky Theater in St. Petersburg leisten könnten, glücklich macht. Zeitgleich gehen Gastronomen aus Leipzig an den Start, um das alles mit zu finanzieren.

Herr Pfarrer Wolff: Die Gastronomen und Mitwirkenden müssen das Geld erwirtschaften, was Sie über die Kirchensteuer vergeigen. Hallo, Herr Pfarrer aus Mannheim: Wir Leipziger sind froh und stolz zugleich, dass wir Verrückte wie Peter Degner haben. Classic Open könnte auch ‚Ein Herz für Leipzig‘ heißen, denn wenn einer ein Herz für die einfachen Menschen hat, ist das Peter Degner. Wenn der Impresario in Großbritannien leben würde, wäre er längst mit seiner humanistischen Ader geadelt. Darum packen Sie Ihre 200 Unterschriften bitte ein und ruinieren Sie Mannheim.“Drunter steht noch der Name von Matthias Wagner, der sich – wie man so hört – nach Lesen des Briefes doch sehr wunderte darüber, was da in seinem Namen geschrieben worden war. Ob er jemals so unverblümt in der Zeitung Werbung für zwei Kneipen in der Gottschedstraße gemacht hätte, darf wohl bezweifelt werden. Und dass er einem Pfarrer, in dessen Kirche er geheiratet hat (wie man hört, auch noch in einem völlig anderen Jahr) per LVZ die Drohung zukommen lässt, „sollte mit Schimpf und Schande aus der Stadt gejagt werden“, wohl auch.

Demokratische Streitkultur ist das nicht mehr. Und die Frage ist durchaus berechtigt: Welchen Anteil hat eigentlich die Zeitung an diesem „Leserbrief“, die am Ende auch noch drüberschrieb: „Packen Sie ein, Herr Pfarrer!“

Am 6. Dezember positionierten sich Britta Taddiken, Pfarrerin an der Thomaskirche, und Stefan Hüneburg, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes von St. Thomas, mit einer Pressemitteilung, in der sie die dunkelste Stelle des „Leserbriefes“ ansprachen:

„LVZ duldet unwidersprochen rechtsradikales Gedankengut

Am Samstag, 03.12.2011, wurde in der Leipziger Volkszeitung (LVZ) exklusiv ein Leserbrief veröffentlicht, in dem ungeniert gefordert wird, Pfarrer Christian Wolff mit „Schimpf und Schande aus der Stadt zu jagen“ – so wie auch jeden anderen, der es wagt, etwas gegen das Classic-Open-Festival einzuwenden. Dieser öffentliche Aufruf zur Menschenhatz ist Rechtsextremismus pur. Dass die LVZ ihn unkommentiert veröffentlicht hat und seit Samstag vorliegende Leserbriefe dazu unterdrückt, legt den Verdacht nahe, dass die LVZ die Verbreitung rechtsradikalen Gedankengutes unwidersprochen duldet – nach dem Motto: Du denkst anders, also musst du verschwinden. Das allerdings ist ein Skandal, den wir als Kirchgemeinde St. Thomas so nicht hinnehmen. Wir werden unsere Veranstaltungen in der Thomaskirche und das Internet dazu nutzen, um diesen nun ganz offensichtlich in der Mitte der Gesellschaft angekommenen Rechtsradikalismus zu widerstehen. Er widerspricht allen Werten, die uns gerade in der Advents- und Weihnachtszeit heilig sind.“

Die Kirchgemeinde hat sich mittlerweile auch an den Deutschen Presserat gewandt. Was insofern ein ganz besonderer Spaß ist, weil derzeit Bernd Hilder, bis November Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung, Sprecher des Deutschen Presserates ist. Was ihn eigentlich nicht abhalten sollte, die kritisierten Sätze als das zu rügen, was sie auch sind: Ein Aufruf zur Gewalt.

Dergleichen hat auch in „Leserbriefen“ nichts zu suchen. Und die Gänsefüßchen haben hier wohl konsequent ihre Berechtigung, denn die Zweifel, dass ausgerechnet der genannte Herr Wagner Autor der Zeilen sein soll, ist nicht gerade klein. Hier hat einer geschrieben, der eine Kampagne wollte und keine öffentliche Diskussion. Die könnte beispielsweise auch das Ergebnis zeigen, dass das Ordnungsamt längst nicht mehr in der Lage ist, die Einhaltung der Auflagen zu den vielen Sonderveranstaltungen in der City zu kontrollieren oder gar einzufordern.


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