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Völkerschlachtjubiläum 2013: Leipzig bekommt die Kugel

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    Es ist eins der größten Jubiläen in Leipzig in der nächsten Zeit, 2013 wohl das größte. Die Marketingmaschine läuft an. Die ersten Reiter galoppieren durch Europa, das Denkmal ist wieder schön und in die Souvenirgeschäfte halten all die Dinge Einzug, die den Leipzigern und ihren Gästen das ganze Aufsehen schmackhaft machen sollen. Frisch aus der Waffelproduktion: die Leipziger Kugeln.

    Am Freitag, 27. April, wurden sie in der Konsum-Filiale im Städtischen Kaufhaus vorgestellt. Mit frischem Kaffee, viel Blitzlicht, ein paar kurzen Reden. Denn ein paar Worte gehören dazu, wenn ein neues Produkt sein Plätzchen sucht im Regal. Im ersten Schritt in 30 Filialen der Leipziger Konsumgenossenschaft und in der Tourist Info.

    „Auf der Suche nach neuen innovativen Produkten haben wir unsere Waffelkugeln dragiert, ein Verfahren, wie es sonst für Waffeln nicht üblich ist. Das Ergebnis: eine knusprige Waffelpraline mit einer Cremefüllung und ein robustes Dragee mit einer Hülle aus belgischer Schokolade. Wie das Produkt selbst sollte auch die Vermarktung etwas Besonderes sein und einen möglichst regionalen Bezug haben. Da lag es nahe, die Praline mit dem besonderen Jubiläum der Völkerschlacht und Denkmal zu verbinden“, erklärt Uwe Margraf, Geschäftsführer der crisbiss GmbH mit Sitz in Dahlen.

    Die Firma hat eigentlich holländische Wurzeln. Doch die Holländer sind irgendwann ausgestiegen. Da stand vor Uwe Margraf die Frage: allein weitermachen oder allein weitermachen? Man machte allein weiter. Die Vertriebsstrukturen waren ja da. Und die herzhaften Waffelprodukte, die in Holland ihre Käufer nicht mehr fanden, hatten in Deutschland trotzdem ihre Liebhaber.Das Unternehmen ist nun also seit 2008 in Dahlen ansässig. Und Dahlen hat ja irgendwie so gar nichts mit der Leipziger Völkerschlacht zu tun.

    Aber was soll man machen? – Das historische Ereignis, das sich in der 4.600-Einwohner-Stadt im Landkreis Nordsachsen 2013 rundet, hat zwar wieder mit Leipzig zu tun. Aber daran haben die Leipziger nun wirklich ganz schlechte Erinnerungen: Im Februar 1763 unterschrieb Preußenkönig Friedrich II. im Dahlener Schloss den Friedensvertrag des Hubertusburger Friedens nach Beendigung des Siebenjährigen Krieges.

    Die Zahl kann sich jetzt jeder selbst raussuchen. Nicht mal Wikipedia kann sich entscheiden. Mal ist es der 15., mal der 21. Februar. Die Website der Heidestadt Dahlen selbst spricht vom 12. Februar.

    Der Hubertusburger Frieden wurde in Leipzig übrigens am 15. Februar auf den Straßen verkündet. Da war Leipzig schlichtweg pleite. Denn im Siebenjährigen Krieg besetzte Preußen Leipzig (und zwar die vollen sieben Jahre lang) und Friedrich II. plünderte die Leipziger Finanzen so aus, dass die Stadt auf Jahrzehnte hinaus mit dem Abtragen der Schulden zu tun hatte.Also nicht wirklich ein Grund zum Feiern. Und da Uwe Margraf sich für die Ereignisse rund um die Völkerschlacht und sein Jubiläum interessierte, entwickelte er in seinem Unternehmen doch lieber was Leckeres, was zu diesem Leipziger Denkmal passt. Kugeln zum Beispiel, die ein bisschen an den Kanonendonner von 1813 erinnern. Aber sie heißen bewusst nicht Kanonenkugeln, sondern Leipziger Kugeln. Und wenn Margraf das Wort vom Dragieren so locker von der Zunge geht, überhört man fast, dass dragierte Waffelkugeln auf dem Süßigkeitenmarkt möglicherweise eine echte Novität sind.

    Waffelkugeln – vor allem mit herzhafter Füllung – gehören zum Standardrepertoire bei Crisbiss. Für die Freunde des Völkerschlachtdenkmals haben sich die Margrafs auf zwei beliebte süße Füllungen beschränkt: Vanillecreme und Nougatcreme. Drumherum die Schokoladenhülle, die nicht drübergegossen, sondern in einer Zentrifuge gleichmäßig um die Waffel gelegt wird. Und dann noch der knackige Zuckerüberzug drüber – das ist dann das Dragieren. Das gibt der Kugel den knackigen Biss.

    Natürlich mache die Konsumgenossenschaft Leipzig da mit, erklärte Petra Schumann am Freitag bei der Vorstellung des neuen Naschwerks. Man sei selbst Mitglied im Förderverein Völkerschlachtdenkmal, seit zehn Jahren, seit die Vorbereitung des Jubiläums 2013 aktuell wurde. Angeboten wird die 100-Gramm-Schachtel für 2,79 Euro. 10 Cent davon kommen den Vorbereitungen des Völkerschlachtjubiläums zugute. Und wer die bunten Schachteln bei Konsum, Karstadt und Kaufhof nicht gleich findet im Regal, der kann sich den 19. Mai vormerken: Dann werden die „Leipziger Kugeln“ auch zum Bürgerfest des Fördervereins Völkerschlachtdenkmal angeboten. Das findet von 12 bis 18 Uhr am Völkerschlachtdenkmal statt.

    Wer zu diesem Fest keine Lust hat, weil es möglicherweise ein bisschen altbacken ist, dem kann man einen Ausflug ins schöne Dahlen empfehlen. Denn just am 19. Mai gibt es ab 10 Uhr wieder Führungen durchs Schloss Dahlen, wo oben genannter Friedrich Zwo seinen Fritz unter den Friedensvertrag schrieb.

    www.heidestadt-dahlen.de

    www.schloss-dahlen.de

    www.voelkerschlachtdenkmal.de

    www.crisbiss.de

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