800 Jahre Pop in Leipzig: Die Thesen zur nächsten Leipziger Disputation sind angeschlagen

Am Montag, 25. Juni, ist es wieder so weit. Dann findet in der Thomaskirche die vierte Leipziger Disputation statt. 2009 begann die streithafte Reihe, die im Jahr 2019 gipfeln wird, dann, wenn sich die ursprüngliche Leipziger Disputation zwischen Martin Luther (Uni Wittenberg) und Dr. Johann Maier von der Uni Ingolstadt zum 500. Mal jährt.
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Am 4. Juli begann damals in der Hofstube des damaligen herzoglichen Schlosses in Leipzig die Disputation, die zwar keinen Sieger in dem Sinne sah, der Lutherschen Reformation aber eine enorme Aufmerksamkeit verschaffte. Die Publikation der Disputationstexte sorgte für nachhaltiges Echo. Bis heute. Und für die Thomaskirchgemeinde, die die neuen Leipziger Disputationen gemeinsam mit der Theologischen Fakultät der Uni Leipzig und der Stadt Leipzig hat wiederaufleben lassen, ist die Disputation, die immer Ende Juni/Anfang Juli stattfindet, natürlich auch Teil ihres eigenen Reformations-Zyklus.

Der übergreifende Zyklus, der alle Orte der Reformation mit einbezieht, ist die Luther-Dekade, die mit dem Jahr 2017 endet, dem 500. Jahrestag des Anschlags der Thesen an der Wittenberger Schlosstür.

Auch das wird in Leipzig nachempfunden. Extra für die Presse gab’s am Dienstag, 19. Juni, einen Fototermin an der Tür der Thomaskirche, wo Thomaspfarrer Christian Wolff, Prof. Dr. Klaus Fitschen, Dekan der Theologischen Fakultät der Uni Leipzig, und ein Vertreter der Stadtspitze – diesmal Kulturbürgermeister Michael Faber – so taten, als schlügen sie die Thesen für die nächste Disputation mit einem gewaltigen Zimmermannsnagel an die Tür. Machten sie natürlich nicht. Das Plakat mit den Thesen wurde sorgsam mit Heftstreifen angeklebt. Die Tür soll ja nicht demoliert werden.Auf dem Plakat sind jetzt bis zum 25. Juni die Thesen der beiden Disputanten nachzulesen, die man diesmal eingeladen hat. Das Motto stammt aus der Weihnachtspost von Christian Wolff.

„Ich bekam einen schönen Weihnachtsgruß, und da stand einfach ‚800 Jahre Pop'“, erzählt er. „Und zuerst dachte ich: Was soll das? – Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Natürlich.“

Natürlich war es ein Gruß zum diesjährigen 800jährigen Thomana-Jubiläum. Vor 800 Jahren wurde die Stiftungsurkunde für das Thomaskloster ausgestellt, das die Keimzelle war für die vier Einrichtungen, die deshalb in diesem Jahr ihren 800. Geburtstag feiern: die Thomasschule, der Thomanerchor, die Thomaskirche und – nicht zu vergessen als caritative Instanz: das Krankenhaus St. Georg.

Weil aber – eben durch dieses musikalische 800jährige Jubiläum bedingt – das Jahr 2012 im Rahmen der Lutherdekade im Zeichen der Musik steht, ist auch das Thema der Disputation ein musikalisches. Genannt wurde es schon: „800 Jahre Pop“. Oder, um den Bogen zu öffnen: „800 Jahre Pop – was macht Musik“. Fällt natürlich schwer, das mit den frühen Jahren des Thomanerchores in Verbindung zu bringen, der damals noch nicht so hieß und auch wesentlich kleiner war. Aber mit 500 Jahre Pop kommt man der Sache schon näher. Denn für Martin Luther war Musik elementarer Bestandteil des Gottesdienstes. „Er öffnete die Kirchenmusik, die bis dahin nur Teil der Liturgie war, hin in das Kirchenschiff“, erklärt Christian Wolff den Vorgang, der aus reiner liturgischer „Begleitmusik“ erst die populäre Musik der Kirchengemeinden machte. Seit der Reformation darf mitgesungen werden.

Und an dieser Stelle wird es spannend in der diesjährigen Disputation, zu der von der Uni Erlangen-Nürnberg der Professor für Kirchenmusik Dr. Konrad Klek eingeladen wurde und von der Humboldt-Universität Berlin der Professor für populäre Musik Dr. Peter Wicke. Denn während Klek die Wurzeln der modernen populären Musik in der Reformation sieht, sieht sie Peter Wicke 200 Jahre später – in der Aufklärung. Reformation versus Aufklärung, das ist ein spannendes Feld.In dem ja bekanntlich ein anspruchsvoller Herr namens Johann Sebastian Bach eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt. Und die beiden Professoren werden garantiert auch über die ur-deutsche Trennung zwischen „anspruchsvoller“ und populärer Musik diskutieren, über E und U, wie es das ewig beleidigte Feuilleton gern nennt. Und mindestens Wicke wird erklären können, dass es die Grenzen gar nicht gibt. Auch wegen Luther nicht mehr gibt. Eine seiner schönsten Thesen ist die Nummer 2: „Die populären Musikformen sind ein Produkt der Professionalisierung von Volksmusik und der Popularisierung von Kunstmusik.“

Das kann ja jeder in seiner eigenen CD-Sammlung (oder wo immer er oder sie ihre Musik abgespeichert haben) nachprüfen: Man wird „klassische“ Titel darunter finden, die längst „Ohrwürmer“ sind und Rockmusik, die die Gewalt klassischer Symphoniekonzerte hat. Mancher wird christlichen Rock und Pop finden, mancher wird seine Gospel- und Spiritual-Platten wiederfinden oder die ergreifenden gregorianischen Sänge, die heutige Mönchsgemeinschaften mit kommerziellem Erfolg eingespielt haben. Und wieviel Spiritualität steckt eigentlich in moderner Rock- und Pop-Musik? Und ist das, was die Musik-Sender jeden Tag ableiern, tatsächlich das, was heute tatsächlich gehört wird von den jungen Leuten, für die (eine These von Wicke) Musik auch eine Initiation in die moderne Gesellschaft ist.

Denn Musik trägt ja auch Welt- und Lebenshaltungen.

„Jawollo“, sagt im Hintergrund ein berühmter Thomaskantor. Deswegen funktionieren seine Kantaten und Oratorien bis heute. Auch bei Leuten, die sonst nicht in die Kirche gehen. Und wie man bei jüngsten Bachfesten auch erleben konnte: Dieser Sound verliert nichts, wenn er gerapt und getanzt wird.

Die beiden Professoren werden sich trotzdem streiten. Denn von populärer Musik kann man ja so gut denken, wie man will: Der Schaden entsteht an ganz anderer Stelle, da nämlich, wo Musik vermarktet wird. Was für Klek gleich mehrere Kritikpunkte ergibt – zur Banalisierung der Musik durch den Musikmarkt genauso wie zur Verkümmerung der Fähigkeit des Selbermusizierens bis hin zur omnipräsenten Beschallung mit der technischen Musiksuppe, die Musik als „Stimulanzfaktor“ verschleißt.

Christian Wolff traut dem Musikredakteur der LVZ, Peter Korfmacher, zu, am 25. Juni auch die richtigen Fragen zu stellen, damit die beiden Professoren so richtig auf den Punkt disputieren. Er hat die Moderation. Das Publikum muss – wie jedes Mal – still im Gestühl verharren, darf zuhören und durchaus auch aufgeregt sein. Nur Fragen stellen darf es keine.

„Das hat sich bewährt so“, sagt der Thomaspfarrer. Weiß aber auch, dass man hinterher im kleineren Kreis der Gemeinde schon einmal in herzhafte Diskussionen kommt. Aber genau so soll die Disputation auch wirken: als Anreger. Als Anlass zum Nach-Denken. Aufs nächste Jahr freut sich Christian Wolff auch schon. Da steht das Luther-Jahr im Zeichen von „Reformation und Toleranz“. Und danach wird sich 2013 auch die Auswahl des Themas der Disputation richten.

Die Thesen zur Disputation am Montag, 25. Juni, 20 Uhr in der Thomaskirche findet man als PDF hier im Anhang. Man kann sie auch als Plakat an der Thomaskirchentür lesen, Handzettel liegen in der Kirche aus und auf der Website der Thomaskirche sind die Thesen auch zu finden.

www.thomaskirche.org

www.thomaskirche.org/r-neuigkeiten-a-3841.html

Die Thesen von UMD Prof. Dr. Konrad Klek als PDF zum download.

Die Thesen von Prof. Dr. Peter Wicke als PDF zum download.


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