Tanners Interview mit der Präsidentin des internationalen EFFUSIVE-Mags, Lizette S. Ardelean

Dieser Planet ist eine zusammengehörende Gemeinschaft. Grenzen sind nur momentan. Alles bewegt sich. Lizette S. Ardelean aus Rumänien lebt schon längst grenzenfrei - und ist Pionierin für andere Menschen, die sich aus den nationalen Käfigen zu lösen im Begriff sind. Kultur hilft da. Und Charme. Beides hat sie. Und Tanner sprach mit ihr, da sie derzeit in Leipzig lebt.
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Guten Tag Lizette S. Ardelean. Du bist die Chefin des Independent-Magazines EFFUSIVE und hast dieses aus Rumänien mit hierher nach Leipzig gebracht. Was hat Dich hergetrieben in unsere Stadt der Herzen?

Hallo, lieber Volly Tanner! Das kann ich dir ganz kurz erzählen. Ich habe als „künstlerische Leiterin“ gearbeitet für zwei liebe Freunde von mir, die beide Künstler sind und zwischenzeitlich haben wir uns sehr befreundet. Seitdem sind die meine – sozusagen – deutsche Familie. Die Entscheidung, hier zu bleiben und zu leben, kam relativ spontan, ich habe mich selbst überzeugt! EFFUSIVE ist in Leipzig “entstanden“. Ich habe viele tolle Künstler kennengelernt und ich wollte einfach die Geschichten, die ich erfuhr, mit Freunden teilen. Persönlich hatte ich keine Referenzen, keine Erfahrungen. Aber ich hatte Freunde, die mit mir zusammen agierten.

Ich habe Schwimmen als Leistungsport 15 Jahre lang betrieben und leider erst ganz spät eine Sensibilität für Literatur entwickelt. Ich meine, geschrieben habe ich immer, aber erst sehr spät, als ich mein Studium angefangen hatte, habe ich ein paar Texte und Gedichte veröffentlicht, weil ich immer das Gefühl hatte, die zwei Sachen passen irgendwie nicht so richtig zusammen. Irgendwann habe ich einen Freund von mir gefragt, ob er mir ein paar Bands aus Leipzig vorschlagen kann und als er mir die Vorschläge mitgeteilt hatte, habe ich mit meinem Partner (und Partner ist hier als Mitarbeiter zu verstehen) gesprochen und wir wollten unbedingt Lizard Pool interviewen. Das war so wie “Ja, klar, das ist, was wir uns wünschen!“ Nach dem Interview, kam ich nach Hause und habe zu meinen Freunden gesagt, ganz dramatisch, aber selbstbewusst und leicht ironisch: „Dafür bin ich geboren!“ Ohne aber zu wissen, was weiter geschehen wird… Was eigentlich EFFUSIVE wird…

Und was machst Du jetzt genau hier?

Ich arbeite in der Volkshochschule, im Marketing Bereich und gaaaaanz intensiv in einem Sprachkurs, damit ich mein Sprachdiplom bekommen kann. Danach will ich unbedingt mein Studium auf Deutsch weitermachen. Nebenbei fotografiere ich gerne bei Konzerten. Und weißt du was? Bis jetzt hat niemand mich dabei erwischt, dass ich eigentlich gar kein Profi-Fotograf bin, sondern nur ein Eindringling – hahaha! Jetzt ist es raus. Aber da ich ja ein Magazin habe, bin ich ja wiederum kein Eindringling. Jetzt ist es sozusagen zu spät, mich zu erwischen.

Lizette S. Ardelean aus Rumänien lebt schon längst grenzenfrei. Foto: Volly Tanner

Lizette S. Ardelean aus Rumänien lebt schon längst grenzenfrei. Foto: Volly Tanner

Das EFFUSIVE-Mag gibt es ja hauptsächlich im Netz. Welche Kulturrichtungen sind denn die von Dir beackerten?

EFFUSIVE hat am Anfang vier verschiedene Richtungen bearbeitet: Musik, Malerei, Fotografie und Skulptur, aber ganz natürlich hat sich die Musikebene besser und viel schneller entwickelt. Also, bestimmt wird EFFUSIVE in ein paar Jahren ein Musik-Magazin, aber dafür darf man nicht die anderen Ebenen einfach ignorieren. Vorneweg und am Wichtigsten ist für mich immer der Künstler. Damit beschäftigt sich EFFUSIVE. Das Magazin ist eine Plattform. Sie unterstützt und befördert den Künstler durch Interviews und durch eine persönliche Beziehung, die wir miteinander aufbauen. Ich versuche, durch unsere Interviews, verschiedene Seiten des Kunstschaffenden zu zeigen. Der Musiker ist nicht nur ein Musiker usw.

Jetzt geht es ja auch zum Video bei Dir. Wen willst Du denn in nächster Zeit alles interviewen?

Wir dachten daran, etwas Neues für das Publikum zu bringen, damit die Leute Teil des Interviews werden. Deshalb geht es jetzt in Richtung Video-Interview. Da bekommen wir, wenn es gut geht, mehr Atmosphäre mit und mehr vom Künstler, vom Moment, vom Augenblick. Es ist auch besser, beim Interview die Stimme zu hören und die Mimik zu erleben. Echter, verstehst Du? Wir können viel mehr zeigen im Video. Es sind diese Momente, die ich als Interviewerin erleben darf und die ich nicht verlieren möchte. Und ich möchte diese Momente auch dem Publikum zugänglich machen. Diese kostbare Anwesenheit des Künstlers. Ein viel persönlicherer und intensiverer Ansatz als beim reinen Text. Ich möchte das Publikum ermutigen, dranzubleiben, uns zu folgen. Ich darf noch keine Details verraten – aber mein Team und ich, wir hoffen auf eine kulturelle Explosion.

Es gibt ja auch Mit-MacherInnen. Kannst Du die bitte mal kurz mit vorstellen?

Das EFFUSIVE-Team ist international. Es gibt Aktive aus Rumänien, England, Italien und Deutschland. Natürlich gibt es dadurch Schwierigkeiten, das gebe ich gerne zu, weißt Du, weil wir ja hauptsächlich virtuell kommunizieren. Wir skypen stundenlang und schreiben E-Mails. Da konkreter zu werden, ist schon ein Lernprozess. Liviu Sore ist unser Creative Director – und rund um Liviu gibt es ein großes Team von Freunden, die uns bei Bearbeitung, Übersetzung, Verwaltung und Beratung helfen. Wenn ich in eine gedankliche Zeitreisemaschine steigen würde – und zurück ins byzantinische Reich mit meinem Team ginge und dieses Team wäre meine Armee – dann hätten wir gemeinsam die Welt verändern können.

Wie muss ich mir denn Dein übriges Leben neben Job und Independent-Mag vorstellen? Schwirrst Du alleine durch die Nacht? Warten Haustiere zu Hause auf Dich? Lebst Du in einer Wohngemeinschaft? Und mit was für Menschen treibst Du Dich rum?

EFFUSIVE erfüllt und ermüdet mich gleichzeitig. So nutze ich meine Freizeit offline. Für mich bedeutet dies, unbedingt draußen zu sein, in einer echten Gemeinschaft von Menschen reale Wesen zu umarmen, die richtig atmen, die persönlich interagieren, die nicht als virtuelle Persönlichkeiten isoliert sind. Ich will mich überhaupt nicht beschweren aber es ist eine unumstößliche Tatsache, dass es an neuen Orten neben all dem Überschwang auch Momente der Einsamkeit gibt. Nicht, weil es keine freundlichen Menschen gibt, sondern weil man das Gefühl hat, beim Aufbau neuer Lebensräume ganz viel zu verpassen.

Ich kann dieses Gefühl nicht 100%ig ausdrücken. Das frustriert natürlich und daraus folgt, dass man – ganz besonders ich – das Gefühl hat, hohe Mauern zu bauen, statt Beziehungen aufzubauen. Es ist schwer, geschieht auch nicht richtig im realen Leben. Wir sind alle multiple Persönlichkeiten. Ich spreche zum Beispiel drei Sprachen und bin in jeder Sprache eine andere Person. Mit verschiedenen Begrenzungen, unterschiedlichen Positionen – manchmal mischt der Druck auch die Identitäten und das Verhältnis zwischen den Identitäten. Meine Ausdruckskraft ist da eingeschränkt – und das frustriert mich, weil ich nicht absolut und klar verständlich machen kann, was mich bewegt. Und was ich fühle.

Ich glaube, ich kann das nachvollziehen, Lizette. Du veränderst Dich dauernd. Welche aber sind für dich die konstanten Elemente, die sich nie verändern? Wie definierst Du dich und was bleibt unverändert in jeder deiner Persönlichkeiten?

Es braucht Zeit, um all dies zu erhalten. Um mich selber zu erhalten und zu finden. Mich zu integrieren und all die Dinge außerhalb mir selber in mein Ich zu integrieren. Die Menschen, der Kontakt – das ist sehr wichtig – ebenso wie ihre täglichen Aktivitäten. Ich bin glücklich, freundliche Menschen um mich zu haben und ich fühle mich vom Charme einiger Menschen sehr angezogen. Daraus resultiert der Wunsch, in ihrer Nähe zu sein.

Was sind denn die nächsten Hotspots bei EFFUSIVE?

Wir planen im Sommer 2016 eine internationale Tour mit EFFUSIVE durch 15 Länder, 30 Städte – um 45 Künstler zu interviewen. Wir halten Dich natürlich auf dem Laufenden, Volly – und im nächsten Monat soll da auch schon mehr auf unserer Magazin-Seite stehen. Lass Dich überraschen. Danke für Dein Interesse an uns.

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