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Gesellschaft

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Schwarzer Frame mit einem LZ-Titelblatt. Foto: Ralf Julke

Warum Flüchtlinge und Ströme in Polizeimeldungen nichts zu suchen haben

Am Dienstag, 25. September, haben wir uns recht ausführlich mit einer sichtlich verunglückten Pressemeldung der Leipziger Polizei beschäftigt. Und Polizei-Pressesprecher Andreas Loepki ist dann auch noch einmal recht ausführlich darauf eingegangen. Denn egal, wie man es dreht und wendet: Auch die Meldungen der Polizei stehen im Spannungsfeld öffentlicher Wahrnehmung. Auf einen Punkt ist er freilich nicht eingegangen. Das ist die Sache mit den Frames.

Von Beginn an kein leichter Gang. Martin Schulz am 26. Februar 2017 in Leipzig. Foto: L-IZ.de

Nach der Bundestagswahl: Ein paar Gedanken zur Lage

Am Sonntag wurde die große Koalition krachend abgewählt. Gegenüber der Bundestagswahl 2013 haben CDU/CSU und SPD über 13 % an Zweitstimmen verloren, wobei der größte Anteil des Verlustes auf die CDU/CSU fällt. Profitiert haben davon vor allem zwei Parteien: die FDP und die AfD. Die Konsequenz aus diesem Wahlergebnis kann nur lauten: die SPD muss in die Opposition gehen. Ob sie sich darin erneuern kann, wird davon abhängen, ob sie in den nächsten drei Jahren in Kommunen und Bundesländern, insbesondere in Ostdeutschland, eine neue politische Basis für sozialdemokratische Grundpositionen aufzubauen vermag.

Wahlplakat mit Martin Schulz. Foto: Ralf Julke

Wie Martin Schulz mit dem Verzicht auf Europa seine Kanzlerschaft vergeigt hat

Für FreikäuferIst Martin Schulz ein Engländer? Fast könnte man das meinen. Da startete er als Kanzlerkandidat und SPD-Hoffnungsträger furios ins Jahr 2017, hatte ein Ur-Thema, bei dem ihm niemand in Deutschland Konkurrenz machen kann. Der Ball lag auf dem Elfmeterpunkt. Und er hat ihn versemmelt. Obwohl er als langjähriger EU-Parlamentspräsident wissen müsste, dass das Thema Europa das wichtigste der nächsten vier Jahre wird. Gerade in Deutschland.

Anmelderin Juliane Nagel. Foto: Martin Schöler

Interview mit Juliane Nagel über umstrittene ZDF-Doku: „Ich fühle mich definitiv getäuscht“

Seit den G20-Krawallen steht das Thema „Linksextremismus“ wieder verstärkt im Fokus von Medien und Politik. Das ZDF strahlte Anfang September eine Dokumentation mit dem Titel „Radikale von Links – Die unterschätzte Gefahr“ aus. Wegen falscher Zahlen und fragwürdiger Experten geriet die Produktion in die Kritik; das ZDF räumte teilweise bereits Fehler ein. Inhalt war auch eine Kundgebung gegen einen Naziaufmarsch in Leipzig. Die dort befragte Stadträtin Juliane Nagel (Linke) äußert sich nun im Interview mit der L-IZ zu den Hintergründen ihres Auftritts und der erneuten Stimmungsmache gegen Connewitz.

Legida benutzt die Bimmel und die Polizei fährt mit. Alle einen gültigen Fahrschein? Foto: L-IZ.de

Legida-Liveticker am 21.09.: Sie sind wieder weg + Videos

Legida ist zurück in Leipzig und der Gegenprotest ist auch wieder da. Mehr als acht Monate nach dem scheinbaren Ende möchten die völkischen Nationalisten erneut über den Innenstadtring laufen. Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ möchte das verhindern, ärgert sich jedoch über das Vorgehen der Versammlungsbehörde.

Besorgungen und Besorgte. Der Gegenprotest zu Legida. Foto: L-IZ.de

Gastmanns Kolumne: Haben Sie eine Paybackkarte?

Die gute Nachricht zuerst: Nächste Woche um diese Zeit haben wir es hinter uns – all die Plakate mit dem aufgesetzten Grinsen oder der aufgesetzten Ernsthaftigkeit, all die markigen Sprüche. Auf offener Straße werden wir vermutlich seltener und aus anderen Gründen mit Kugelschreibern und Rosen beschenkt werden. Hüpfburgen werden wieder zahlungspflichtig sein und im Fernsehen kann man sich wieder auf die Love-Island zurückziehen. Eine Insel. Eine Insel, auf der uns kein Hurrican stört.

Ostsicht Festival. Foto: Alexander Böhm

Ostsicht Festival will für kritischen Durchblick sorgen

Am kommenden Samstag findet das Ostsicht Festival im Stadtteilpark Rabet statt. Der Bildungsverein Parcours, der das Festival veranstaltet, hat das Datum eine Woche vor der Bundestagswahl gezielt gewählt: Er will junge und unentschlossene Erstwähler ansprechen und sie zum kritischen Nachdenken nicht nur über diese Wahl bewegen. Alexander Böhm hat für die L-IZ mit Max vom Organisationskreis gesprochen; wo man gern die zukünftigen Wähler sehen würde, über das Wahlkampfthema innere Sicherheit und über das Festival selbst.

Übersicht „Welcome to Hell" Demo am Hamburger Fischmarkt gegen den G20 Gipfel. Mit dem Transparent: Cum Queer, resist police brutality“. Foto: Tim Wagner

Welche Rolle spielt eigentlich Gewalt in unserer Gesellschaft und wem nützt sie?

Es liegt zwar ein bisschen knapp vor der Bundestagswahl am 24. September, das wird der Veranstaltung der Gesellschaft für Gemeinsinn e.V. viel Aufmerksamkeit nehmen. Aber der G20-Gipfel in Hamburg fand halt mitten in der Urlaubszeit statt. Und danach haben die Hardliner unter den regierenden Politikern die Diskussion an sich gerissen und damit jeden Protest gegen eine Tagung der Mächtigen in Misskredit gebracht. Also vielleicht doch mal den 21. September im Kalender vormerken.

Nur 100 Legida-Teilnehmer wollten mit Kot zur Polizei spazieren. Foto: L-IZ.de

Ordnungsamt Leipzig bestätigt Legida-Comeback

Legida möchte am 21. September – mehr als acht Monate nach dem damaligen Aus auf der Straße – erneut in Leipzig demonstrieren. Das Ordnungsamt hat eine entsprechende Anmeldung nun bestätigt. Die lokalen Feindbilder haben sich anscheinend nicht verändert: Es sind immer noch Oberbürgermeister Burkhard Jung, Polizeipräsident Bernd Merbitz und die Journalisten. Die Rückkehr fällt neben der Bundestagswahl in eine Zeit, in der am Amtsgericht die Auseinandersetzungen um eine Sitzblockade am 2. Mai 2016 in die heiße Phase gehen.

Weintrauben, ungespritzt. Foto: Ralf Julke

Gastmanns Kolumne: Über Land

Ich weiß nicht, wie ihr das handhabt, aber ich fahre am Wochenende gern mal so ein bisschen über Land. Nicht so Autobahn-Leitplanken-gelenkt. Autobahn-Landschaften wirken immer so deprimierend seelenlos. Vielleicht ist das bei mir aber auch so eine tiefenpsychologisch schwer manifestierte Abscheu vorm Autobahnbauer Nr.1 in der Geschichte. Nein, keine Autobahnen. Eher so die gemeine Landstraßennummer.

Foto: L-IZ.de

Gastmanns Kolumne: In einem Taxi nach Klein-Paris

Wie immer zeitlich völlig verpeilt, hatte ich es kürzlich mal wieder eilig. Man kennt das ja: Eine Acht-Uhr-Abendgestaltung liegt an, man hat aber eine halbe Stunde vorher die Hose noch nicht zu und der Nagellack ist noch immer so feucht wie der zurückliegende Sommer. Ich beschloss deshalb, ein Taxi vom Bahnhof in den Leipziger Süden zu nehmen. Auf die paar Kröten sollte es nun auch nicht mehr ankommen. Kam es auch nicht.

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