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Leipziger wünschen sich mehr Netto vom Brutto: So klappt’s!

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    In vielen Bereichen steigen die Lebenshaltungskosten stetig. Allerdings erhöht sich das Einkommen meist nicht in demselben Maße. Auch in Leipzig zeigt sich diese Entwicklung deutlich. Tatsächlich gibt es jedoch verschiedene Wege, damit auf dem Konto mehr vom Einkommen übrig bleibt.

    Die Leipziger sind unzufrieden mit ihrem Gehalt, das zeigt eine Auswertung aus dem Hause kununu. Zwar sei die Gehaltszufriedenheit gegenüber dem Vorjahr im Gesamten leicht gestiegen, doch in Leipzig scheint die Lage seit mehreren Jahren zu stagnieren. Obwohl die sächsische Universitätsmetropole aktuell als Boom-Stadt gilt, hat das die Lage auf dem Arbeitsmarkt nicht verbessert.

    Im Gegenteil verdienen angeblich 44 Prozent der Ostdeutschen weniger als 2.000 Euro brutto pro Monat, auch in Leipzig. Die Gehälter steigen zwar stetig an, jedoch langsamer als die Lebenshaltungskosten und oftmals nicht ausreichend, um zudem die Inflation auszugleichen. Stattdessen erhöhen sich durch diesen Boom die Mietpreise in rasanter Geschwindigkeit und ebenso viele weitere Kosten für Dinge des alltäglichen Bedarfs. Trotz stetig steigender Gehälter verschlechtert sich die Lage in Leipzig aktuell also wieder zunehmend. Dementsprechend wächst auch die Unzufriedenheit der Leipziger mit ihren Einkommen.

    Immer mehr Leipziger sind auf staatliche Hilfen angewiesen

    Auf dem Papier sieht der Verdienst der Leipziger gar nicht so schlecht aus. Die Stadt gehört jedenfalls nicht zu den einkommensschwächsten in Deutschland. Das Hauptproblem für viele Erwerbstätige sind aber die hohen Steuern und Abgaben, sodass von diesem Brutto am Ende zu wenig Netto übrig bleibt, um die Lebenshaltungskosten stemmen zu können oder sich sogar noch den einen oder anderen Luxus zu leisten.

    Laut der Stadt Leipzig hatte dort jeder Haushalt im Jahr 2017 ein Nettoeinkommen von durchschnittlich 1.767 Euro pro Monat. Auf die einzelnen Personen umgerechnet waren es sogar nur 1.328 Euro im Monat netto. Die Veröffentlichung der Zahlen aus dem Jahr 2018 steht noch aus, doch große Sprünge sind auch in absehbarer Zukunft nicht zu erwarten.

    Demgegenüber liegen die Lebenshaltungskosten bei rund 1.300 Euro pro Monat, was angesichts der rasant steigenden Mietpreise schon bald erheblich mehr sein dürfte. Dies macht deutlich, wie wenig finanziellen Puffer die Leipziger pro Monat haben, trotz Vollzeitjob, und weshalb immer mehr Haushalte auf finanzielle Unterstützung durch den Staat angewiesen sind. Tatsächlich ist Leipzig die Stadt in Sachsen, in welcher die meisten Personen staatliche Hilfen wie Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Wohngeld & Co beziehen.

    Steigende Mietpreise werden zunehmend zum Problem

    Die Miete macht schon jetzt in vielen Haushalten die Hälfte oder mehr der Lebenshaltungskosten aus. Tendenz steigend, denn während eine Mietwohnung mit 60 Quadratmetern in Leipzig im Jahr 2011 noch knapp 290 Euro pro Monat gekostet hat, waren es im Jahr 2018 bereits über 400 Euro. Ein Ende der Mietpreisexplosion ist allerdings nicht in Sicht und diese Teuerung können auch die steigenden Gehälter nicht mehr auffangen. Wer seinen Lebensstandard halten möchte, muss somit sein Netto-Einkommen erhöhen.

    Foto: Fotolia, © js-photo

    Gehaltserhöhungen sind nicht immer die Lösung

    Während also die Mietpreise in diesem Zeitraum um knapp 38 Prozent gestiegen sind, waren es beim Haushaltsnettoeinkommen keine 25 Prozent. Dementsprechend stehen die meisten Leipziger unter dem Strich mittlerweile deutlich schlechter da als noch im Jahr 2011. Wer sich im Lebensstandard nicht einschränken möchte, muss sein Einkommen also um mindestens weitere 13 Prozent erhöhen. Das ist aber oftmals leichter gesagt als getan. Denn diese Erhöhung würde nicht das Brutto-, sondern das Netto-Einkommen betreffen.

    13 Prozent Lohn- beziehungsweise Gehaltserhöhung beim Arbeitgeber durchzusetzen ist von Vornherein beinahe unmöglich. Schließlich belaufen sich „normale“ Lohnsteigerungen rund alle zwei Jahre auf zwei bis drei, maximal aber fünf Prozent. Wer mehr kriegt, stellt eine absolute Ausnahme dar. Seinen Lebensstandard allein durch das regelmäßige Einfordern einer Gehaltserhöhung zu steigern, ist also nicht zielführend, was allerdings nicht bedeutet, dass dieses Vorgehen nicht dennoch richtig sowie wichtig ist und jeder Arbeitnehmer in regelmäßigen Abständen mehr Geld aushandeln sollte.

    Vom Brutto bleibt oft wenig Netto übrig

    Das Hauptproblem sind aber meist nicht die Brutto-Einnahmen, sondern die hohen Abgaben, welche dafür sorgen, dass schlussendlich davon nur wenig zum Leben bleibt. Neben der Lohn- beziehungsweise Einkommensteuer müssen davon auch Sozialversicherungsbeiträge, der Solidaritätszuschlag sowie eventuelle weitere Steuern wie die Kirchensteuer gezahlt werden.

    Schlussendlich bleiben somit je nach Steuerklasse, Steuersatz und Art der Versicherungen oftmals nur noch zwei Drittel oder sogar nur noch die Hälfte der Brutto-Einnahmen übrig. Wer also beispielsweise 3.000 Euro brutto pro Monat mit nach Hause nimmt, hat als ledige Person deutlich weniger als 2.000 Euro netto zur Verfügung. Da drängt sich die Frage auf, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, um diese Abgaben zu verringern und somit schlussendlich mehr Netto vom Brutto zu haben?

    Vorteile eines höheren Netto-Einkommens

    Denn das bringt noch weitere Vorteile mit sich: Einerseits können sich die Betroffenen dadurch natürlich einen höheren Lebensstandard leisten. Andererseits bedeutet ein höheres Netto-Einkommen auch die Möglichkeit, sich ein finanzielles Polster für Notfälle anzusparen. Schließlich ist die Sparquote in Sachsen in den vergangenen Jahren stetig gesunken.

    Weiterhin bedeutet das finanzielle Plus auch mehr Unabhängigkeit, beispielsweise vom Staat, aber auch vom Arbeitgeber, Ehepartner und anderen Personen sowie Institutionen. Zuletzt steigert ein höheres Netto-Einkommen die Kreditwürdigkeiten, denn etwa bei einem Kredit ohne Schufa stellt es die einzige Ermessungs- und Berechnungsgrundlage für die Zu- oder Absage sowie den jeweiligen Zinssatz und Tilgungsplan dar.

    Um die Zufriedenheit der Leipziger mit ihrem Einkommen zu erhöhen und die 13 Prozent „Lücke“ zwischen gestiegenen Mietpreisen und der Lohnsteigerung abzufangen, gilt es also nicht nur die Brutto-Einnahmen zu erhöhen, sondern zugleich müssen die Abgaben gemindert werden.

    Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten, welche eng mit der jeweiligen Lebens- und Arbeitssituation verknüpft sind. Es kann also nicht jeder Erwerbstätige auch jede der folgenden Varianten nutzen, dennoch bieten sie für die meisten Menschen brauchbare Lösungen für ein höheres Netto-Einkommen, auch ohne Erhöhung der Einnahmen.

    Foto: Fotolia, © Stockfotos-MG

    Kirchensteuer einsparen

    Ein einfacher Weg, um Steuern zu sparen, ist der Austritt aus der Kirche. Denn die Kirchensteuer beträgt in Sachsen acht Prozent der Lohnsteuer und vor allem bei höheren Gehältern können somit durchaus dreistellige Beträge im Jahr eingespart werden.

    Dennoch sollte diese Entscheidung natürlich nicht rein aus finanzieller Sicht getroffen werden. Schließlich handelt es sich um eine Ideologie und wer kirchlich heiraten, seine Kinder taufen lassen oder andere Leistungen der Kirche in Anspruch nehmen möchte, sollte sich den Kirchenaustritt gut überlegen.

    Auch Arbeitnehmer einer kirchlichen Institution bleiben besser in der Kirche und ebenso Personen, welche sich darin engagieren oder einer entsprechenden sozialen Gruppierung angehören. Die Kirchensteuer ist somit ein komplexes Thema, bei welchem auch soziale sowie religiöse Aspekte eine wichtige Rolle spielen.

    Geldwerten Vorteil nutzen

    Weniger umstritten sind die Möglichkeiten, lohnsteuerfreie Bezüge durch den Arbeitgeber zu erhalten, wodurch indirekt das Netto-Einkommen erhöht werden kann. Auf gut Deutsch: Sachleistungen wie ein Diensthandy oder -wagen gelten als sogenannter geldwerter Vorteil und sind bis zu einem bestimmten Betrag im Jahr steuerfrei. Selbiges gilt für eventuelle Unterstützungsleistungen bei der Kinderbetreuung oder Essensgutscheine.

    Wer also eine Lohnerhöhung aushandeln möchte, sollte vorab gut durchrechnen oder mit seinem Steuerberater besprechen, ob sich die Gehaltserhöhung überhaupt lohnt oder ob nicht Sachleistungen stattdessen die bessere Wahl wären. Denn mehr Brutto bedeutet auch höhere Abgaben, da Steuersatz, Sozialversicherungsbeiträge & Co prozentual an das Einkommen gekoppelt sind. Oftmals bleibt dann also gar nicht so viel von dem „Mehr“ netto übrig. In Sonderfällen sogar weniger als vorher. Der geldwerte Vorteil kann in solchen Fällen die bessere Lösung darstellen.

    Die beliebtesten Leistungen sind:

    • Benzingutscheine
    • Dienstwagen
    • Diensthandy
    • Erholungsbeihilfe
    • Unterstützung bei den Kindergartengebühren
    • Gesundheitsleistungen
    • Fortbildungen
    • Unterstützung bei Umzugskosten

    Steuererklärung einreichen

    Nur rund jeder zweite Arbeitnehmer in Leipzig ist zur Steuererklärung verpflichtet. Dennoch lohnt sie sich gerade für jene Personen, welche diese nicht einreichen müssen. Es liegt schließlich auf der Hand, dass das Finanzamt schlussendlich mit einem Plus aus der Sache geht, wenn die betreffenden Personen auf die Steuererklärung verzichten. Sei es also auf eigene Faust, mit Hilfe eines Lohnsteuervereins oder eines Steuerberaters. Jeder sollte eine Steuererklärung einreichen und dabei keine Faulheit walten lassen.

    Durch die richtige Nutzung der steuerlichen Möglichkeiten, können mehrere hundert bis tausend Euro pro Jahr eingespart werden. Überhaupt eine Steuererklärung anzufertigen, ist daher ein wichtiger Schritt für die Erhöhung des Netto-Einkommens.

    Steuerfreibeträge nutzen

    Es kommt aber nicht nur auf das „Ob“ an, sondern auch auf das „Wie“. Die monatlich abgeführten Steuern sowie Sozialversicherungsbeiträge sind nämlich oftmals zu hoch. Dementsprechend sollten die Arbeitnehmer entsprechende Freibeträge in ihre Lohnsteuerkarte eintragen lassen und am Ende des Jahres mit ihrer Steuererklärung eine Steuerrückerstattung einfordern. In diesem Zuge können weitere Freibeträge wie der

    • Grundfreibetrag,
    • Ausbildungsfreibetrag,
    • Rentenfreibetrag oder
    • Kinderfreibetrag

    geltend gemacht werden. Zudem gibt es sogenannte Steuerpauschbeträge, welche die Steuerlast ebenfalls drücken und somit das Netto erhöhen, welches schlussendlich vom Brutto übrig bleibt:

    • Werbungskostenpauschale,
    • Umzugskostenpauschale,
    • Pendlerpauschale,
    • Sparerpauschbetrag,
    • Sonderausgabenabzug.

    Allein über die Pendlerpauschale bekommen viele Arbeitnehmer drei- bis vierstellige Beträge im Jahr zurück. Alles in allem lässt sich über diese Möglichkeiten mit der Steuererklärung viel Geld sparen, indem entweder direkt weniger Steuern vom Lohn beziehungsweise Gehalt abgezogen werden oder diese am Ende des Jahres nach Einreichung der Steuererklärung zurückerstattet werden.

    Da das deutsche Steuersystem aber bekanntlich kompliziert ist, lohnt sich unter Umständen professionelle Hilfe. Wie bereits erwähnt, zum Beispiel durch einen Lohnsteuerhilfeverein oder einen Steuerberater. Diese können oftmals noch mehr aus der Steuererklärung herausholen und refinanzieren sich dadurch sozusagen selbst.

    Foto: Fotolia, © Robert Kneschke

    Vorteile der Selbstständigkeit nutzen

    Für Selbstständige ist der Steuerberater in der Regel unverzichtbar, denn sie genießen noch deutlich mehr Vorteile, um ihren versteuerbaren Gewinn zu drücken und somit weniger Steuern zahlen zu müssen, sprich es bleibt mehr Netto vom Brutto.

    Allerdings wird das Thema Steuern für sie zugleich noch komplexer, denn unter Umständen fallen zusätzlich Umsatzsteuer, Gewerbesteuer oder andere Steuerarten an. Zudem werden die Steuern nicht automatisch jeden Monat vom Arbeitgeber einbehalten, sondern müssen gemäß verschiedener Fristen voraus- oder nachgezahlt werden. Ein Steuerberater kann also helfen, den Überblick über die Finanzen zu behalten und die Möglichkeiten zum Sparen von Steuern für Selbstständige vollständig auszuschöpfen.

    Dazu gehören zum Beispiel:

    • Die Betriebsausgaben schmälern den versteuerbaren Gewinn und somit auch die Steuerlast. Selbstständige können viele Aufwendungen von der Steuer absetzen, welche direkt mit ihrer selbstständigen Tätigkeit zusammenhängen. Die Miete für ein Büro beispielsweise oder die Kosten für einen Firmenwagen. Auch Druckerpatronen, geschäftliche Essen im Restaurant oder große Anschaffungen wie Maschinen gehören dazu. Je nach Höhe der Investition, wird diese vollständig im Anschaffungsjahr oder über mehrere Steuerjahre abgeschrieben. Es kann also sinnvoll sein, diese bewusst zu planen und somit gezielt noch im laufenden oder erst im nächsten Steuerjahr zu tätigen.
    • Reisekosten können ebenfalls mit 30 Cent pro gefahrenem Kilometer abgesetzt werden und ebenso verschiedene Pauschalen für die Verpflegung sowie Übernachtung. Es muss sich jedoch um eine geschäftliche Reise mit den entsprechenden Belegen handeln.
    • Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist, deshalb sollten Selbstständige auch kleinere Kosten wie jene für Druckerpatronen, Portogebühren bei der Post, den Internetanschluss & Co in der Steuererklärung angeben. Sie alle wirken gewinnmindernd und drücken somit nicht nur die Steuerlast für das „Kleinvieh“, sondern für die Einnahmen im Gesamten und können dadurch alles in allem einen großen finanziellen Unterschied machen.
    • Wer kein Kleinunternehmer und damit umsatzsteuerbefreit ist, muss diese an das Finanzamt abführen, genießt gleichzeitig aber den Vorteil des Vorsteuerabzugs. Dementsprechend kann die bezahlte Mehrwertsteuer bei beispielsweise dem Laptop oder dem Internetanschluss eins zu eins vom Finanzamt zurückgeholt werden. Das wirkt sich zwar nicht steuermindernd aus, doch bei einem Umsatzsteuersatz von sieben beziehungsweise 19 Prozent ist das oftmals ein hoher Betrag.
    • Vom Flyer über Fortbildungen bis hin zu Softwarelizenzen können Selbstständige noch viele weitere Kosten von der Steuer absetzen. Auch an dieser Stelle lohnt sich also der professionelle Rat durch einen erfahrenen Steuerberater.

    Steuern sparen durch Heirat

    Egal, ob selbstständig oder angestellt: In Deutschland kann eine Heirat dabei helfen, Steuern zu sparen und somit das Netto-Haushaltseinkommen zu erhöhen. Grund dafür ist die Möglichkeit, die Steuerklassen frei zu wählen, zumindest zwischen den Kombinationen der Steuerklassen IV/IV oder III/V. Je nachdem, wie viel die beiden Ehepartner verdienen und wie groß die Einkommensunterschiede sind, kann dadurch der sogenannte Splittingvorteil genutzt werden.

    Das bedeutet: Der Ehepartner mit dem geringeren Einkommen muss einen höheren Steuersatz zahlen, während jener mit dem höheren Einkommen weniger Steuern bezahlen darf. Unterm Strich bleibt bei dieser Regelung meist deutlich mehr vom Brutto übrig als zuvor als lediger Steuerzahler. Je größer die Einkommensunterschiede sind, umso größer sind dadurch auch die Steuervorteile. Verdient beispielsweise ein Ehepartner 50.000 Euro und der andere nur 15.000 Euro brutto pro Jahr, so sparen sie gemeinsam durch den Splittingvorteil deutlich über 1.000 Euro Einkommensteuer.

    Beamte

    Wer im Staatsdienst arbeitet, genießt zahlreiche finanzielle Vorteile wie die sichere sowie vergleichsweise hohe Pension, die günstigen Sozialleistungen und geringere Steuersätze, da sie meist ein niedrigeres Brutto-Einkommen und damit auch geringere Steuersätze haben. Schlussendlich verdienen sie somit brutto zwar in vielen Fällen unterdurchschnittlich, haben am Ende aber netto deutlich mehr von ihrem Geld zur Verfügung. Zudem stehen ihnen weitere Möglichkeiten offen, ihre Abgaben zu mindern:

    • Wer nicht will, muss nicht in die Rentenkasse einzahlen. Es besteht also keine gesetzliche Rentenversicherungspflicht wie in den meisten anderen Berufen.
    • Zudem können sich Beamte privat krankenversichern und damit häufig mehrere hundert Euro pro Monat sparen. Selbst, wer sich für die gesetzliche Krankenversicherung entscheidet, genießt dabei eine finanzielle Beihilfe in Höhe von 50 bis 80 Prozent der Behandlungskosten durch den Arbeitgeber.
    • Zuletzt können Beamte natürlich auch all jene Kosten von der Steuer absetzen sowie Frei- und Pauschbeträge nutzen wie Angestellte auch.

    Foto: Fotolia, © ArTo

    Steuersenkungen durch den Staat

    Zuletzt bleibt den Arbeitnehmern nur noch die Möglichkeit, auf Steuersenkungen durch den Staat zu hoffen, sodass sich die Steuerlast zukünftig mindert, aber auch erhöhen könnte. Die Ersparnisse beziehungsweise Mehrkosten belaufen sich dabei meist auf wenige dutzend Euro, können über das Jahr hinweg aber durchaus auch dreistellige Beträge ausmachen. Ob und wann solche Steuersenkungen kommen werden, lässt sich zum Stand heute allerdings nicht sagen.

    Job oder Arbeitsmodell wechseln

    Natürlich kann das Brutto- und damit auch das Netto-Einkommen eventuell durch einen Jobwechsel erhöht werden. Während im gleichbleibenden Arbeitsverhältnis die Lohnsteigerungen nämlich nur selten über drei bis fünf Prozent liegen, lassen sich durch einen Jobwechsel schnell acht, zehn oder sogar bis zu 30 Prozent mehr Gehalt aushandeln.

    Ob mehr drin ist und wie viel, hängt von vielen verschiedenen Faktoren wie dem Arbeitgeber, der Berufserfahrung, der Position sowie auch dem Bundesland ab. Denn gerade was das Lohnniveau betrifft, gibt es zwischen Ost und West nach wie vor einen deutlichen Unterschied. Wer also bereit ist, Leipzig beziehungsweise Sachsen im Allgemeinen zu verlassen und stattdessen einen Job in Westdeutschland anzunehmen, wird dort mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich mehr verdienen.

    Allerdings liegen dementsprechend auch die Lebenshaltungskosten höher, was jedem mit diesem Vorhaben bewusst sein sollte. Dennoch führt das baden-württembergische Stuttgart das eingangs erwähnte Ranking an, also sind hier die Menschen am zufriedensten mit ihrem Einkommen. Eine Alternative kann auch der Wechsel des Arbeitsmodells sein, sprich die Arbeitsstelle wird nicht gekündigt, sondern eventuell reduziert und durch einen Nebenjob oder eine Selbstständigkeit ergänzt. Schlussendlich muss jeder das Modell finden, welches am besten zu den individuellen Lebensumständen passt.

    Sparmöglichkeiten im Alltag nutzen

    Last but not least, können auch Einsparungen im Alltag eine große finanzielle Erleichterung bringen. Der Wechsel des Stromanbieters, das Energiesparen im Haushalt, ein günstigerer Handyvertrag oder ein spritsparendes Auto bringen keine Einschränkungen mit sich, können aber die Lebenshaltungskosten deutlich senken und somit dafür sorgen, dass Menschen in Leipzig trotz der aktuellen Entwicklung ihren Lebensstandard halten können.

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