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Montag, 18. Januar 2021

Der Tag: Die Ruhe nach dem Sturm

Von René Loch

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    Nie wieder: Das Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor genau 75 Jahren dominiert heute die Nachrichten. Aus diesem Anlass gab es in Leipzig und Dresden mehrere Veranstaltungen. Außerdem gibt es Stellungnahmen zu den Ausschreitungen während der Indymedia-Demonstration am Samstag. Die L-IZ fasst zusammen, was am Montag, den 27. Januar 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

    Zwei Tage nach den Ausschreitungen während einer Demonstration gegen das Linksunten/Indymedia-Verbot ist die Nachrichtenlage in Leipzig überschaubar. Sechs Personen, die vorübergehend festgenommen worden waren, befinden sich laut MDR wieder auf freiem Fuß. Sie sollen sich unter anderem an Landfriedensbruch und Körperverletzungen beteiligt haben. Die Ermittlungen gegen sie dauern an.

    Mehrere Journalistenverbände haben sich zu den Angriffen auf Medienvertreter/-innen geäußert. Während der Deutsche Journalistenverband die „Übergriffe“ bereits am Samstag verurteilt hatte (Twitter), folgte heute eine Pressemitteilung der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union. Bedrohungen und physische Angriffe seien „grundsätzlich nicht akzeptabel“. Beim MDR findet sich zudem eine Medienschau.

    Dass es heute in der Breite nicht viel zu berichten gibt, dürfte auch daran liegen, dass das Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor genau 75 Jahren dominiert. In Leipzig gab es zu diesem Thema mehrere Veranstaltungen, unter anderem an der Gedenkstätte Abtnaundorf (Twitter) und an Gleis 24 im Hauptbahnhof (Twitter).

    Auch im Landtag gab es heute eine Gedenkveranstaltung. Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) erinnerte in seiner Rede (PDF) an die Namen vieler Opfer der Nationalsozialisten. Und auch eine AfD-Abgeordnete im sächsischen Landtag spielte während der Gedenkveranstaltung eine Rolle – aber nicht wegen möglicherweise schwer erträglicher Worte, sondern wegen eines schwer zu ertragenden Anblicks (Twitter).

    In Dresden, dem Ort der Gedenkveranstaltung, gehen unterdessen die Diskussionen über den Semperopernball weiter. Dieser möchte bekanntlich dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi einen Orden verleihen. Dieser steht unter anderem wegen der Einschränkung von Meinungs- und Versammlungsfreiheit in der Kritik.

    In der überregionalen Presse sorgt diese Entscheidung für Schlagzeilen wie „In Dresden wird ein Tyrann geehrt“ (Welt). Kritik gibt es mittlerweile auch vom Intendanten der Dresdner Semperoper und dem MDR (Süddeutsche).

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