In der Nacht von Donnerstag auf Freitag gab es in der Leipziger Innenstadt viel Aktivität. Während Expert/-innen am Hauptbahnhof eine vermeintliche Bombe untersuchten, die sich als Brunnen herausstellte, starteten Tierschützer/-innen eine Aktion gegen Fastfood-Filialen. Rund um Zwickau wiederum war die Polizei gegen Neonazis aktiv. Die L-IZ fasst zusammen, was am Freitag, den 29. Mai 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

Für rund 18.000 Menschen in Leipzig begann der Tag mit einer erfreulichen Meldung: Sie mussten heute nicht ihre Wohnungen verlassen. Die am Hauptbahnhof vermutete Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat sich als Überrest einer alten Brunnenanlage herausgestellt. Spezialisten hätten die Metallteile in fünf Metern Tiefe gefunden, teilte die Branddirektion heute mit.

Im vergangenen Dezember hatte es auf einer Baustelle im Leipziger Norden zwei Evakuierungen von jeweils 10.000 Menschen gegeben – einmal zu Beginn des Monats und einmal kurz vor Weihnachten. In beiden Fällen gelang es, die Bombe zu entschärfen.

Die Pressekonferenz mit der Entwarnung am Morgen des 29. Mai 2020

Video: L-IZ.de

Impressionen vom Einsatz nach der Entwarnung

Protest gegen Fastfood-Ketten

Während am Hauptbahnhof Expert/-innen den verdächtigen Gegenstand untersuchten, waren nicht weit entfernt Aktivist/-innen der Gruppe „Animal Rebellion Leipzig“ in der Innenstadt unterwegs, um vier Fastfood-Filialen symbolisch mit Absperrband zu schließen.

Dies geschah allerdings nicht, weil die Tierschützer/-innen dort Bomben vermuteten, sondern weil sie damit darauf aufmerksam machen wollten, dass die Fastfoodketten ihren Umsatz mit toten Tieren und der Zerstörung des Regenwaldes erwirtschaften würden. Niedrige Preise in Fastfood-Läden würden zu katastrophalen Arbeitsbedingungen und unhygienischen Zuständen in den Schlachthöfen führen.

Ökolöwe äußert sich erneut zum Auwald

Der Leipziger Verein Ökolöwe hat sich unterdessen erneut zum Auwald geäußert, für den in der vergangenen Woche im Stadtrat beschlossen wurde, dass ein Konzept erarbeitet werden soll. Aus Sicht des Ökolöwen sind eine Forstwirtschaft mit Naturschutzauflagen, eine naturschutzfachliche Pflege für geschützte Wiesen und spezialisierte Artengemeinschaften sowie das Verbot von Massentourismus besonders wichtig. (mehr zu diesem Thema erfahren Sie hier)

Was heute außerdem wichtig war: Die Polizei teilte mit, dass sie in dieser Woche im Gebiet um Zwickau mehrere Wohnungen von Neonazis durchsucht und verschiedene Beweismittel beschlagnahmt habe. Die Tatverdächtigen sollen sich unter anderem in sozialen Netzwerken entsprechend ihrer Gesinnung geäußert haben. (via MDR)

Ökolöwe zur Zukunft des Auenwaldes: Die Leipziger Aue braucht exklusiven Schutz

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