Mittwoch, der 8. Juli 2020: Abschiebungen, Regenbogenfahnen, Sexarbeit und Corona

Für alle Leser/-innenWährend der Stadtrat heute zur ersten von insgesamt drei Sitzungen innerhalb einer Woche zusammenkam, war die Nachrichtenlage außerhalb der Kongresshalle eher überschaubar. In der Zusammenfassung beschäftigen wir uns daher heute mit Ausblicken: auf ein Jahr Abschiebung in der Eisenbahnstraße, auf den diesjährigen Christopher-Street-Day und auf Warnungen vor Corona-Dynamiken. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 8. Juli 2020, in Leipzig wichtig war.
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In Leipzig wird wieder abgeschoben. Nachdem die Coronakrise und der dadurch weltweit nahezu zum Erliegen gekommene Flugverkehr es unmöglich gemacht hatten, abgelehnte Asylbewerber/-innen abzuschieben, passiert es nun wieder. So sind laut sächsischem Innenministerium in dieser Woche 50 Menschen nach Georgien gebracht worden.

Vor rund einem Jahr hatte es an der Eisenbahnstraße Ecke Hildegardstraße heftigen Widerstand gegen eine – letztlich erfolgreiche – Abschiebung gegeben. Ein Jahr später soll mit zwei Veranstaltungen daran erinnert werden. Zum einen ist am Donnerstagabend um circa 20:30 Uhr eine Vorführung von Kurzfilmen im Rabet geplant, die sich mit Migration beschäftigen. Zum anderen steht am Freitag von 16 bis 20 Uhr eine Vernetzung unter anderem mit Flüchtlingsrat und „CopWatch LE“ auf dem Programm.

Regenbogenfahne ab Freitag

Ebenfalls am Freitag soll mit dem Hissen der Regenbogenfahne die Christopher-Street-Day-Woche in Leipzig beginnen. Eine Demonstration zum Abschluss wird es in diesem Jahr nicht geben. Stattdessen seien „Aktionen und Installationen“ auf dem Marktplatz geplant, teilte die Stadt heute mit.

Darüber, dass Corona nicht nur große Versammlungen, sondern auch intime Treffen beeinflusst, schrieb unsere Partnerzeitung „Leipziger Zeitung“ in ihrer aktuellen Ausgabe – es geht um Sexarbeit. Diese ist verboten. Mit finanziellen Sorgen, den Forderungen von Politiker/-innen und dem Abrutschen in Illegalität beschäftigt sich auch ein aktueller MDR-Beitrag.

Wieder mehr Corona-Fälle in Leipzig

Die LVZ berichtet derweil vor Warnungen von Forscher/-innen der Universität Leipzig vor einer neuen Dynamik bei Corona-Infektionen. Zuletzt hatte es in Leipzig wieder mehrere Fälle gegeben, nachdem die Zahl zuvor nahe Null gelegen hatte. Laut LVZ sehen die Expert/-innen aktuell „keinen wesentlichen Spielraum mehr für weitere Lockerungen“; anderenfalls könne die Situation bald außer Kontrolle geraten.

Was heute außerdem wichtig war: Der Stadtrat hat getagt und unter anderem Thomas Dienberg zum Nachfolger von Dorothee Dubrau als Baubürgermeister gewählt. Außerdem wurden in der Ratsversammlung die Termine für den kommenden Doppelhaushalt bestimmt.

Der Stadtrat tagt: Thomas Dienberg ist neuer Baubürgermeister Leipzigs + Video

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So oder so ähnlich sah es bis heute am Connewitzer Kreuz aus. Foto: L-IZ.de

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