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Mittwoch, der 19. August 2020: Ein Kantholz steht nicht mehr zum Verkauf

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    Für alle Leser/-innenDas „Peng!“-Kollektiv wollte neben neun anderen Objekten eigentlich auch ein Kantholz zugunsten eines antifaschistischen Projekts in Chemnitz versteigern – doch Ebay hat dieses wegen angeblicher Gewaltverherrlichung entfernt. Außerdem: Die Ermittlungen im „Fahrradgate“ weiten sich aus, die geplanten Bußgelder für Verstöße gegen die Maskenpflicht sorgen für Kritik und das Bauprojekt am Freiladebahnhof Eutritzsch wackelt. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 19. August 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

    Auf dem Online-Marktplatz Ebay ist ein Kantholz verschwunden, das die Aktivist/-innen des „Peng!“-Kollektivs eigentlich für einen guten Zweck versteigern wollten. Das Angebot habe gegen den „Grundsatz zu gewaltverherrlichenden Artikeln“ verstoßen, heißt es seitens des Unternehmens zum Artikel.

    Insgesamt zehn Objekte möchte „Peng!“ versteigern und die Erlöse einem antifaschistischen Jugendzentrum in Chemnitz schenken. Das Kantholz spielt auf einen Angriff auf den AfD-Politiker Frank Magnitz im Januar 2018 an, der angeblich hinterrücks mit einem Kantholz niedergeschlagen worden sein soll. Überwachungsvideos entlarvten diese Schilderung als Lüge, die Ermittlungen zum Fall sind seit Mitte August 2020 eingestellt.

    Auf „netzpolitik.org“ bezeichnete ein Mitglied des Kollektivs diese Entscheidung als „Eingriff in die Kunstfreiheit“. Ebay habe sich aus „datenschutzrechtlichen Gründen“ nicht äußern wollen, heißt es auf „netzpolitik.org“. Das aktuelle Höchstgebot für einen Nachbau des Connewitzer Silvester-Einkaufswagens liegt übrigens bei 327 Euro. Das höchste Gebot – knapp 1.000 Euro – gibt es aktuell für ein Antifa-Logo auf Papier.

    Fahrradgate und Maskenpflicht

    Nicht zu ersteigern sind Fahrräder, obwohl es dazu dank „Fahrradgate“ wohl auch Anlass gegeben hätte. Die „Freie Presse“ berichtet heute, dass die Staatsanwaltschaft mittlerweile nicht mehr gegen 67, sondern 79 Käufer/-innen im Dienste der Polizei ermittelt, die vormals gestohlene Räder intern preiswert gekauft haben. Davon sollen 59 zur Zeit des illegalen Fahrradkaufs bei der Polizeidirektion Leipzig tätig gewesen sein.

    Nachdem die sächsische Sozialministerin Petra Köpping (SPD) gestern angekündigt hatte, ab 1. September ein Bußgeld für Verstöße gegen die Maskenpflicht einführen zu wollen, gibt es heute Zweifel an der Durchsetzbarkeit. Laut einem LVZ-Bericht sehen sich sowohl das Leipziger Ordnungsamt als auch die Verkehrsbetriebe nicht in der Lage, die Bußgelder einzutreiben.

    Zu dem Thema soll es demnächst Gespräche zwischen der Landesregierung Sachsen und Vertretern der Städte geben.

    Zukunft des Freiladebahnhofs

    Worüber die L-IZ heute berichtet hat: Um das Projekt am Eutritzscher Freiladebahnhof ranken sich seit Monaten wilde Gerüchte. Zwischen „quasi gescheitert“ und „Verhandlungen laufen bestens“ ist alles dabei. Wir haben den aktuellen Stand – soweit bekannt – hier zusammengefasst. Außerdem haben wir uns die Situation für Radfahrer/-innen auf dem Promenadenring angeschaut.

    Was heute außerdem wichtig war: Das Amt für Stadtgrün und Gewässer warnt vor Blaualgen im Karl-Heine-Kanal, der Stadtrat soll am 16. September über ein neues Förderprogramm für Dachbegrünung abstimmen und am Freitag soll ein Open-Air-Programm Leipziger Clubs und Spielstätten starten.

    Was heute nicht wichtig war: der Bartwuchs eines Oberbürgermeisters.

    Kommt es am Eutritzscher Freiladebahnhof zum Immobilien-Monopoly oder akzeptiert der Investor die Bedürfnisse der Stadt?

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