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Mittwoch, der 4. November 2020: Landtag diskutiert über Corona-Maßnahmen und tödlicher Brand in Leipzig

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    Der sächsische Landtag durfte zwar nicht über die aktuellen Corona-Maßnahmen abstimmen, hat heute aber darüber diskutiert. Dabei ist eine Abstimmung über die Maßnahmen genau das, was mehrere Parteien fordern. Außerdem: Bei einem Wohnungsbrand in der Färberstraße (Nähe Jahnallee) ist ein Kind ums Leben gekommen. Die L-IZ fasst zusammen, was am Mittwoch, den 4. November 2020, in Leipzig und Sachsen wichtig war.

    Eine Abstimmung über die Corona-Schutzverordnung hat es heute im sächsischen Landtag nicht gegeben. Mitbestimmung bei den Maßnahmen zur Bewältigung der Coronakrise hatten in den vergangenen Tagen mehrere Parteien gefordert. Doch immerhin gab es eine Debatte.

    Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) forderte in seiner Regierungserklärung „Solidarität, Disziplin und Umsicht“. Er verwies auf eine zunehmend dramatische Lage mit rund 1.000 Neuinfektionen am Tag und immer stärker ausgelasteten Intensivstationen in Krankenhäusern. Der Teil-Lockdown sei notwendig gewesen, um die Lage in den Griff zu bekommen.

    Aus der Linksfraktion gab es zwar grundsätzliche Unterstützung für die Maßnahmen, jedoch dürfe es in Bereichen wie Sport und Kultur, wo es funktionierende Hygienekonzepte gebe, nicht zu solch drastischen Einschränkungen kommen. Die SPD forderte „offene Kommunikation“. Diese sei Voraussetzung für Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung. Seitens der Grünen gab es den Wunsch, die freie Kulturszene stärker zu unterstützen.

    Außerdem meldeten sich die Grünen heute noch einmal beim Thema Abschiebungen nach Syrien zu Wort. Innenminister Roland Wöller (CDU) müsse von seiner Forderung, den Abschiebestopp nach Syrien aufzuheben, abrücken, so die Grünen an die Adresse ihres Koalitionspartners. Er wolle damit von „eigenen Versäumnissen bei der Terrorismusbekämpfung ablenken“.

    Nach Brand Kind tot aufgefunden, weitere Menschen verletzt

    Gegen 17 Uhr schwere Rauchwolken über dem Ranstädter Steinweg (kurz vor der Leibnizstraße) und erste Menschenaufläufe. Die Polizei und zwei Brandzüge der Leipziger Feuerwehr sind bereits vor Ort und mit Absperrungen, Evakuierungen und Löscharbeiten befasst. Die stadtauswärtige Straßenseite ist gesperrt, vor der Häuserzeile sind erste Anwohner zu sehen.

    Seit 16 Uhr brennt eine Wohnung im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Färberstraße (Ranstädter Steinweg), die Ursache des Feuers ist bis zur Stunde laut der Leipziger Polizei noch unbekannt. Das Feuer selbst konnte durch die eingesetzte Feuerwehr relativ rasch gelöscht werden.

    Doch das Drama hat ein schlechtes Ende. „Im Rahmen der Rettungsmaßnahmen wurde ein lebloses Kind (w, 12) aufgefunden.“, heißt es in der entsprechenden Meldung der Polizei vom heutigen Abend.

    Zudem seien „nach aktuellem Stand fünf Personen verletzt. Davon wurden vier Personen zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Umstände zum Brand und die Todesursache des Kindes sind Gegenstand der aktuellen Ermittlungen.“

    Zur Aufklärung des Brandverlaufs wird nun ein Brandursachenermittler die Untersuchungen vor Ort aufnehmen.

    Einsatzvideo vom 4. November 2020

    Video: L-IZ.de

    Querdenken, Auwald-Mord und Flughafen

    Worüber die L-IZ heute berichtet hat: über die Frage der Hotelübernachtungen bei den „Querdenkern“ und die für das kommende Wochenende angekündigten Kundgebungen, über einen weiteren Tag im Auwald-Mordprozess und über das Planfeststellungsverfahren zum Ausbau des Verkehrsflughafens Leipzig/Halle, dessen Aussetzung die Grünen und eine Bürgerinitiative fordern.

    Was heute außerdem wichtig war: Die Stadtverwaltung hat anlässlich eines Beschlusses im Stadtrat den Grundstücksmarktbericht 2019 auf ihrer Homepage veröffentlicht, der sächsische Landtagsabgeordnete Marco Böhme (Linke) wurde positiv auf das Coronavirus getestet und die Generalstaatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage gegen einen KSK-Soldaten, der Kriegswaffen und entsprechende Munition auf seinem Grundstück gelagert haben soll.

    Leipzig erwartet ein „Querdenken“-Wochenende voller Pandemie-Verharmlosung, rassistischer Hetze und Sitzblockaden

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