Wie der Verbraucherschutz bei gesunder Ernährung hilft

Die Ernährung hat großen Einfluss darauf, wie gesund und lang ein Mensch lebt – das ist mittlerweile unbestritten. Viele Deutsche möchten sich auch gerne gesünder ernähren, jedoch fehlt es im Lebensmittelbereich an Transparenz. Für die Verbraucher ist also nur schwer ersichtlich, wie gesund ein Produkt ist. Sie fordern, dass der Staat mehr eingreift und somit die Bürger bei einer gesunden Ernährung unterstützt.

Bürger wünschen sich einen aktiven Staat

Zwar gibt es bereits zahlreiche Gesetze, Vorschriften & Co für Nahrungsmittel, jedoch sei diese staatliche Regulierung unzureichend. So jedenfalls lautet das Ergebnis einer repräsentativen Online-Befragung von Zühlsdorf + Partner im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Demnach stimmen 62 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass der Staat für gesündere Lebensmittel sorgen soll. 27 weitere Prozent stimmen dieser Forderung zumindest teilweise zu. Der Großteil der Verbraucher wünscht sich also einen aktiven Staat, wenn es um Richtlinien sowie Kontrollen im Lebensmittelbereich geht, um eine gesunde Ernährung einfacher zu machen.

Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel

Um für mehr Transparenz zu sorgen, wurde bereits im Jahr 2014 die Lebensmittel-Informationsverordnung eingeführt. Sie regelt auf EU-Ebene, dass und inwiefern sämtliche Nahrungsmittel mit einem Etikett ausgewiesen sein müssen. Zwar sind dabei verschiedene Arten von Etiketten zulässig und sie dürfen frei gestaltet werden. Einige Pflichtangaben müssen aber stets enthalten sein:

  1. Das Mindesthaltbarkeitsdatum und/oder Verbrauchsdatum.
  2. Die Bezeichnung des Produkts.
  3. Name sowie Anschrift des herstellenden Unternehmens.
  4. Land oder Ort, aus welchem das Produkt stammt.
  5. Die in der Verpackung enthaltene Nettofüllmenge.
  6. Eine vollständige Zutatenliste, nach Menge geordnet.
  7. Die konkrete Menge bestimmter Zutaten.
  8. Eine Auflistung eventueller Inhalts- oder Hilfsstoffe, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen können.
  9. Eine tabellarische Nährwertdeklaration.
  10. Anweisungen für die Verwendung und/oder Aufbewahrung.
  11. Eine Gebrauchsanweisung, fall diese erforderlich ist.
  12. Bei Getränken mit mehr als 1,2 Volumenprozent Alkohol die Angabe des Alkoholgehalts in Prozent.

So sind auf den vorgeschriebenen Etiketten zwar bereits zahlreiche hilfreiche Informationen enthalten, welche die Transparenz für eine gesündere Ernährung erhöhen. Allerdings ist es für die Verbraucher zeitaufwändig und oftmals auch schwierig, diese Angaben zu lesen und richtig zu deuten. Sie fordern daher praxisnähere Lösungen für transparentere Lebensmittel. Doch während die geforderten Maßnahmen von staatlicher Seite ausbleiben, versucht zumindest der Verbraucherschutz, diesem Wunsch zu begegnen.

Lebensmittelsicherheit in der Bundesrepublik

Neben der Lebensmittel-Kennzeichnung gelten in Deutschland auch strenge Richtlinien bezüglich der Lebensmittelsicherheit. Das bedeutet, dass alle hierzulande verkauften Lebensmittel sicher sein müssen – unabhängig davon, ob es sich um heimische oder importierte Produkte handelt. Um die Verbraucher zu schützen, regeln die Gesetze die hygienischen Anforderungen an Lebensmittel, was sämtliche Unternehmen betrifft, welche für deren Herstellung, Behandlung oder den Vertrieb verantwortlich sind. Auch für beispielsweise Supermärkte gelten also gemäß EU-Verordnung strenge Vorschriften. Selbiges gilt für sogenannte Lebensmittelbedarfsgegenstände. Dazu gehört alles, was mit den Nahrungsmitteln in Berührung kommt von der Melkmaschine bis hin zum Essgeschirr. Allerdings sind solche Gesetze nur sinnvoll, wenn es auch eine Instanz gibt, die deren Einhaltung kontrolliert.

An dieser Stelle kommt erneut der Verbraucherschutz ins Spiel. Neben den amtlichen Lebensmittelkontrollen sowie den Eigenkontrollen der Wirtschaft, übernimmt nämlich auch der Verbraucherschutz die Rolle, in regelmäßigen Abständen stichprobenartige Kontrollen durchzuführen und somit einerseits die Einhaltung der gesetzlichen Richtlinien zu überprüfen und andererseits die Transparenz für die Verbraucher zu erhöhen. Auf gut Deutsch: Durch die Lebensmittelkontrollen sowie -warnungen soll es für sie einfacher werden, gesund zu essen und ungesunde Nahrungsmittel zu meiden. So ist beispielsweise im Bundesland Baden-Württemberg das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hauptverantwortlich für die Lebensmittelkontrolle. Gleichzeitig fungieren Verbraucherschutzverbände oft als eine eigene und von staatlichen Behörden unabhängige Kontrollinstanz. Alles in allem ist die Lebensmittelsicherheit in Deutschland somit als überdurchschnittlich einzustufen. Dennoch fällt es vielen Bürgern schwer, gesunde von ungesunden Nahrungsmitteln zu unterscheiden. Woran liegt das?

Die Probleme mit der gesunden Ernährung

Sich gesund zu ernähren, ist das Ziel vieler Menschen. Allerdings handelt es sich um ein komplexes Thema, denn es gibt nicht die eine „richtige“ Ernährungsweise. Stattdessen müssen viele verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

  • Alter
  • Gewicht
  • Allergien
  • evtl. Erkrankungen
  • ausgeübte Sportarten
  • etc.

Foto: stock.adobe.com @sonyakamoz

Die Liste ist lang und schlussendlich muss jeder sein individuelles Ernährungskonzept finden. Das Hauptproblem ist daher das mangelnde Knowhow bei den Verbrauchern. Und wenn diese nicht wissen, welche Lebensmittel gesund sind und wie sie diese erkennen, helfen auch staatliche Richtlinien nur wenig. Es ist daher für jeden Menschen sinnvoll, sich von einem Ernährungsberater einen entsprechenden Plan erstellen zu lassen und diesen in regelmäßigen Abständen anzupassen, wenn sich etwas an der Lebenssituation geändert hat.

Dennoch gibt es natürlich einige Grundregeln, die jeder Mensch einhalten sollte. Dazu gehören beispielsweise eine abwechslungsreiche und zuckerarme Ernährung sowie ausreichend Bewegung im Alltag. Da sich nicht jeder einen Ernährungsberater leisten kann oder will, fungiert auch der Verbraucherschutz als hilfreiche Anlaufstelle, um sich über solche Grundregeln und gesunde Ernährung im Allgemeinen zu informieren. An dieser Stelle – sozusagen als Informationsdienstleister – hilft er den Verbrauchern somit ebenfalls bei der gesünderen Ernährung.

Kooperation mit Landesuntersuchungsanstalten

Um den Verbrauchern solche und weitere wichtige Informationen bereitstellen zu können, beispielsweise aktuelle Lebensmittelwarnungen, kooperiert der Verbraucherschutz mit vielen weiteren Instanzen. Dazu gehören zum Beispiel die Landesuntersuchungsanstalten, welche in ihren jeweiligen Bundesländern vielfältige Tests durchführen, um die Sicherheit von Nahrungsmitteln zu erhöhen. Aber auch viele weitere wichtige Bereiche wie beispielsweise die Tiergesundheit oder Humanmedizin werden in diesem Zuge untersucht. Die Verbraucher können sich also auch tiefergehende Informationen einholen und dadurch vor ungesunden Lebensmitteln wie Fleisch von Tieren, die mit minderwertigen Futtermitteln aufgezogen wurden, schützen.

Verbraucherschutz in den öffentlichen Medien

Seine Rolle als Informationslieferant rund um Themen, die für Verbraucher relevant sind – dazu gehören auch die Lebensmittel sowie eine gesunde Ernährung im Allgemeinen – nimmt der Verbraucherschutz zunehmend auch über die öffentlichen Medien wahr. Schließlich sind diese Informationen nur relevant, wenn sie auch bei den richtigen Personen ankommen. Nicht alle Menschen begeben sich aber bereits aktiv auf die Suche nach Informationen zu beispielsweise gesunder Ernährung oder auch Inhaltsstoffen von Weichspülern, Futtermitteln für Tiere & Co.

Foto: stock.adobe.com @karaboux

Daher ergreift der Verbraucherschutz immer häufiger die Initiative und kooperiert mit großen Medienpartnern wie Tageszeitungen oder Fernsehsendungen, um darin über wichtige Themen für Verbraucher zu informieren. So gibt es mittlerweile gleich mehrere Verbraucherschutzsendungen auf den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern und wichtige neue Erkenntnisse wie jene über Weichspüler werden auf großen Online-Portalen sowie in weiteren Medien veröffentlicht. Der Verbraucherschutz ist somit den meisten Menschen ein Begriff und tritt immer mehr in die Öffentlichkeit. Er genießt bei seiner Zielgruppe ein großes Vertrauen und wird daher zunehmend zu wichtigsten Instanz, wenn Verbraucher nach vertrauenswürdigen sowie unabhängigen Informationen suchen.

Zukunftstrends und Fazit zum Verbraucherschutz

Das Beispiel der Weichspüler macht zugleich deutlich, dass die Themen Vegetarismus sowie Veganismus derzeit immer wichtiger werden. Auch darauf reagiert der Verbraucherschutz und fordert bessere Kennzeichnungen sowie mehr Transparenz für die Verbraucher. Hier wird derzeit viel über das Thema diskutiert, ob und wie die Produkte mit klassischen tierischen Produkten wie einem Schnitzel assoziiert werden sollen. Während der Bundeslandwirtschaftsminister solche Querverweise verbieten möchte, stellt sich der Verbraucherschutz auf die Seite der Käufer, die entsprechende Hinweise schätzen. Für sie sorgen diese nämlich wiederum für eine bessere Einordnung der Geschmacksrichtung. Die Verbraucherzentralen führen also auch eigenständig Umfragen sowie Studien durch, um die Interessen der Verbraucher bestmöglich zu vertreten.

Als Fazit lässt sich daher festhalten, dass die Verbraucherzentrale die wichtigste Instanz ist, um die Interessen der Verbraucher gegenüber staatlichen Behörden zu vertreten. Das gilt einerseits für die Forderung nach mehr Unterstützung durch den Staat, wenn es um gesunde Ernährung geht. Andererseits aber auch für Warnungen oder andere Schutzmaßnahmen, die auf aktuellsten Studienergebnissen, stichprobenartigen Kontrollen & Co basieren. Wer sich also tatsächlich gesund oder noch gesünder ernähren möchte, findet bei den Verbraucherzentralen eine gute Anlaufstelle für wichtige Informationen, hilfreiche Tipps, aktuelle Warnungen und mehr. Sie stellen somit die beste Alternative dar, solange der Staat noch keine ausreichenden Maßnahmen für mehr Transparenz, Lebensmittelsicherheit und weitere Probleme getroffen hat.


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