Ärger auf dem Weg in den Winterurlaub: Diese Rechte haben Fluggäste

Egal, ob zum Skifahren oder für einen Kultururlaub, für die Anreise in den Winterurlaub wird immer häufiger das Flugzeug genutzt. Ärgerlich ist es jedoch, wenn die Reise wegen einem verspäteten oder annullierten Flug auf der Kippe steht. Diese Rechte haben Fluggäste.

Klar geregelt: In diesen Fällen wird eine Entschädigung fällig

Die meisten Flüge starten und landen pünktlich. Wer mit dem Flugzeug reist, kommt nicht nur sehr viel schneller, sondern häufig auch entspannter ans Ziel als bei einer Anreise mit dem Auto, Zug oder Bus. Weniger erfreulich ist es, wenn Flüge Verspätungen haben oder sogar ganz gestrichen werden. Fluggastrechte sorgen in bestimmten Fällen jedoch dafür, dass Fluggäste einen Teil ihres Geldes zurückbekommen.

Welche Entschädigung Airlines bei Verspätungen oder Annullierungen von Flügen zahlen müssen, ist in der EU-Fluggastrechteverordnung geregelt. Diese gilt für Flüge, die aus einem EU-Mitgliedsland starten. Auch Fluggesellschaften, die innerhalb der EU ansässig sind, müssen sich an die EU-Verordnung halten.

Weil verspätete und annullierte Flüge Reisenden erhebliche Unannehmlichkeiten bereiten können, gibt es unter gewissen Voraussetzungen ein Recht auf Entschädigung. Das ist der Fall, wenn der Flug mindestens drei Stunden verspätet am Zielort ankommt. Auch bei einer Annullierung, die mit einer Vorlaufzeit von zwei Wochen vor Abflug oder kürzer bekannt gegeben wird, greifen die Fluggastrechte. Bei verpassten Anschlussflügen ist ebenfalls eine Entschädigung zu zahlen. Gäste, die gegen ihren Willen nicht befördert wurden, haben darauf ebenfalls ein Anrecht.

Die Höhe der Entschädigung hängt von der Flugdistanz ab. Bei Kurzstreckenflügen mit einer maximalen Flugstrecke von 1500 Kilometern werden maximal 250 Euro fällig. Bei Mittelstrecken-Flügen bis 3500 Kilometern sind es bis zu 400 Euro, bis Langstreckenflügen bis zu 600 Euro Entschädigung.

Wer bereits am Flughafen ist, hat zudem ein Recht auf Betreuung. Dies kann eine Hotelübernachtung sowie den Transfer zum Hotel beinhalten.

Anders verhält es sich bei außergewöhnlichen Umständen, auf die die Fluggesellschaft keinen Einfluss hat. Das ist etwa bei Naturereignissen oder Streiks von Flugpersonal der Fall. Auch wenn das Flugzeug notlanden muss, wird in der Regel keine Entschädigung gezahlt.

In bestimmten Fällen können Fluggäste eine Umbuchung auf einen anderen Flug verlangen. Dies ist bei Annullierung des Fluges, einer Verspätung von mindestens fünf Stunden sowie Flügen, die überbucht sind, der Fall. Die Entscheidung über eine Ersatzbeförderung oder eine finanzielle Entschädigung steht Fluggästen frei.

Von Fluggesellschaften Geld zu fordern ist häufig ein schwieriges Unterfangen. Firmen wie Flightright helfen dabei, die Fluggastrechte durchzusetzen. Das betreffende Unternehmen setzt sich im Namen des Fluggastes mit der Airline auseinander und erhält dafür eine Provision.

Fazit: Eigeninitiative der Fluggäste gefragt

Die verlorene Zeit bekommt man zwar nicht zurück, aber bei annullierten oder verspäteten Flügen haben Fluggäste in vielen Fällen ein Recht auf Entschädigung, Versorgungsleistungen oder eine Umbuchung. Viele Fluggesellschaften sind nur bedingt zahlungsfreudig, weshalb Fluggäste die Entschädigung einfordern oder Hilfe eines darauf spezialisierten Unternehmens in Anspruch nehmen sollten.


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