Rumänien – Schwerpunktland der Buchmesse in Leipzig

Sicher wird Rumänien vielen Besuchern der Leipziger Buchmesse dieses Jahr näher gebracht. Zu Gast sein werden die rumänischen Gäste unter dem Motto »Romania.Zoom in«. Bei über 50 Veranstaltungen bietet sich die Gelegenheit, ein lebendiges Bild der Kulturszene des zweitgrößten Landes im Osten Europas zu erleben und mit Autoren in Kontakt zu kommen.

Die meisten Autoren sind sehr kontaktfreudig und geben gerne ihre Visitenkarten an neue Kunden weiter. Es werden nicht nur zeitgenössische und klassische literarische Werke Rumäniens vorgestellt, sondern auch über 40 Neuübersetzungen, die hier das erste Mal präsentiert werden.

Für die meisten Deutschen ist Rumänien ein unbekanntes Land, um das sich viele Mythen ranken.

Draculas Schloss

Das Schloss Bran, etwa 30 Kilometer von der Stadt Brasov/Kronstadt entfernt gelegen, ist eine alte Burg aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts und angeblich die ehemalige Wohnstätte des legendären Graf Dracula. Leider sind die Mythen um das Schloss touristisch sehr ausgeschlachtet worden, sodass es als „Neuschwanstein von Rumänien“ gilt. Auf dem Weg zum Schloss weisen Papiervampire den vielen Reisebussen den Weg. Rund um das Schloss stehen zahlreiche Händler mit jeder Art von Kitsch rund um das Thema Dracula, Vampire und Transsilvanien. Vlad Tepes Draculea, der Nachkomme eines Walachenfürsten und historisches Vorbild für Graf Dracula hat das Schloss jedoch nie betreten. Schlaue rumänische Geschäftsleute haben den Mythos zum Anlass genommen und daraus ein gutes Geschäft entwickelt. Obwohl dies seit Jahrzehnten bekannt ist, tut es den Besucherströmen keinen Abbruch. Aber Rumänien hat so viel mehr zu bieten als Vampirschlösser.

Bukarest

Bukarest ist eine Stadt der Gegensätze. Prunkbauten neben zerfallenen Häusern, bettelnde Kinder neben den Reichen und Schönen der Stadt. Noch immer leidet die Stadt unter den Folgen des gestürzten Diktator Nicolae Ceausescu. Seine bekannteste Hinterlassenschaft ist der „Palat ul Parlamentului“, sein Regierungspalast. Mit seinen 65.000 Quadratmetern gilt das Gebäude noch heute als Größtes Europas. Einheimische meiden dieses Monument seiner diktatorischen Herrschaft. Für viele Touristen ist es jedoch ein Magnet und sie nutzen die Möglichkeit einer Führung durch das beeindruckende Gebäude. Das Trendviertel Lipscani ist ein besonders bei Touristen beliebtes Viertel. Italienische Restaurants und türkische Fastfood-Ketten reihen sich an Irische Pubs. Touristen sind hier unter sich. Wer ein bisschen mehr „wahres Bukarest“ erleben und mit Bukarestern in Kontakt kommen möchte, sollte sich im Norden der Stadt aufhalten. Der „Piata Revolutiei“, Platz der Revolution, ist ein rechtsfreier Raum mitten in Bukarest. Alle Revolutionen haben hier ihren Ursprung. Noch heute finden dort fast täglich Mahnwachen und Demonstrationen statt.

Rumänische Riviera

Als Geheimtipp gilt die rumänische Riviera. Mit ihren breiten und feinsandigen Badestränden und dem weltweit einmaligen Naturparadies „Donaudelta“ lässt Rumänien keine Urlaubswünsche offen.
Ein besonders beliebter Ort an der rumänischen Riviera ist Mamaia. Auf einem schmalen Festlandstreifen gelegen hat Mamaia eine weltweit einmalige Attraktion zu bieten: eine Seilbahn, die den Badeort von Nord nach Süd überspannt. Diese Fahrt ist absolut zu empfehlen, da man von oben einen wunderschönen Blick auf die Stadt und das Meer genießen kann. Wer lieber angelt oder nur die Natur genießen möchte, sollte ins wunderschöne Donaudelta fahren. Dieses denkmalgeschützte Biosphärenreservat besitzt eine außergewöhnliche Flora und Fauna und macht den Ausflug ins Naturschutzgebiet damit zu einem ganz besonderen Erlebnis.


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