Bildungsträger in Sachsen und Umgebung

Aus- und Weiterbildung spielen in Deutschland nach wie vor eine zentrale Rolle. Um die Anzahl an Arbeitslosen in Sachsen weiter zu minimieren, gibt es zahlreiche Weiterbildungsangebote. Dank diverser Bildungsträger mit Weiterbildungsmöglichkeiten in verschiedenen Bereichen kann jeder seine Chancen am Arbeitsmarkt erhöhen.

Weiterbildung in Sachsen geht alle etwas an. Laut Statistik liegt die Arbeitslosenquote in Sachsen im März 2018 bei 6,5 Prozent. Wie Medien mitteilten, liegt noch immer ein Fachkräftemangel vor. Vor allem in den Bereichen Metall, Lager, Logistik und Gesundheitswesen macht es daher Sinn, sich nach entsprechenden Weiterbildungen umzusehen.

Unterstützung durch engagierte Unternehmen

Es gibt einige sächsische Unternehmen, die versuchen, der schlechten Bilanz entgegenzuwirken. Eines von ihnen sind die Sachsen-Praxen. Dank seiner hervorragenden Ausbildung hat das Unternehmen unlängst das Ausbildungs-Qualitätssiegel „Ausgezeichnete Nachwuchsförderung“ erhalten. Damit wird das Engagement in der Aus- und Weiterbildung gewürdigt. Gleichzeitig soll das Qualitätssiegel andere Unternehmen dazu anspornen, es den Sachsen-Praxen gleich zu tun.

Wer sich weiterbilden möchte, hat jedoch nicht immer das Glück, in einem so engagierten Betrieb unter Vertrag zu sein. Manchmal kann es helfen, das Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen und diesen auf den Weiterbildungswunsch hinzuweisen. Doch trotz aller Bemühungen: Ein Recht auf berufliche Weiterbildung durch den Arbeitgeber gibt es nicht. Wie gut, dass es viele sächsische Bildungsträger gibt, die in diesem Fall einspringen. Zu ihnen können Arbeitnehmer oder Arbeitsuchende kommen, um ihre beruflichen Kenntnisse und Fertigkeiten zu verbessern.

Staatliche und private Bildungsträger in Sachsen

Im knapp 4 Millionen Einwohner starken Sachsen stehen den Menschen vielfältige Weiterbildungsangebote zur Verfügung. Aufgrund der großen Auswahl zieht es nicht selten auch Bildungsinteressierte aus dem sächsischen Umland in das ostdeutsche Bundesland. Zunächst einmal muss jedoch grundsätzlich in staatliche und in private Bildungsträger unterschieden werden. Zu den staatlichen Bildungsträgern gehören Berufsschulen, staatliche Akademien, Hochschulen und Fachhochschulen. Sie bilden das Grundgerüst für die berufliche Bildung. Hinzu kommen private Bildungsträger, die sich auf Umschulungen und Weiterbildungen spezialisiert haben. Eine Weiterbildung dort kann durch die Träger der Sozialversicherung, also durch die Bundesagentur für Arbeit, das JobCenter, den Rentenversicherungsträger und Berufsgenossenschaften, finanziert werden.

Ein privater Bildungsträger in Sachsen, der durch Qualität und ein vielfältiges Angebot beeindruckt, ist die WBS TRAINING AG. Interessenten können Weiterbildungen etwa in den Einrichtungen in Zwickau, Leipzig, Grimma und Chemnitz besuchen. Zudem gibt es auch in den benachbarten Bundesländern viele Bildungszentren der WBS. Auch die Industrie- und Handelskammer hat zahlreiche Weiterbildungen im Angebot. Da die IHK an mehreren sächsischen Standorten vertreten ist, können Weiterbildungen beispielsweise bei der IHK Chemnitz absolviert werden. Branchenspezifische Weiterbildungen gibt es beim Verkehrsinstitut Chemnitz und beim Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft.

Finanzielle Unterstützung durch Förderungen

Viele der angebotenen Weiterbildungen werden in Sachsen finanziell bezuschusst. Das bekannteste Förderprogramm ist die Bildungsprämie. Voraussetzung hierfür ist, dass der Antragssteller erwerbstätig und über 25 Jahre alt ist. Darüber hinaus muss eine durchschnittliche Arbeitszeit von mindestens 15 Stunden pro Woche vorliegen. Ausgestellt werden kann der Prämiengutschein einmal alle zwei Jahre. Arbeitslose, Berufsrückkehrer und Beschäftigte, deren Arbeitsvertrag ausläuft, bekommen als Gegenstück zum Prämiengutschein den Bildungsgutschein.

Eine Besonderheit in Sachsen stellt der Weiterbildungsscheck dar. Er wird von der Sächsischen Aufbaubank-Förderbank finanziert. Dort muss ein entsprechender Antrag eingehen. Zielgruppe für die Übernahme von bis zu 80 Prozent der Weiterbildungskosten sind alle Sachsen, die sich beruflich weiterbilden möchten.


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